Tag: Rechter Mord

Syrian Gay Refugee Killed in İstanbul

Syrian gay refugee Muhammed Wisam Sankari has been found dead in Yenikapı district of İstanbul. Perpetrators of Sankari who was beheaded are yet to be caught. Sankari who was threatened, kidnapped by a crowded group of men and raped earlier was trying to flee to another country for his life safety.

In the wake of the homicide, Sankari’s housemates Rayan, Diya and Görkem have told Yıldız Tar from KaosGL.org of the difficulties Sankari had to endure, problems of LGBTİ refugees and immigrants in Turkey and their “Who is next” concerns.

“We have complained to Security, they did nothing”

Rayan who knew Sankari for over a year said, “He was very unsafe lately. He wasn’t telling much when we asked what is going on” and told that Sankari was threatened and kidnapped.

Rayan noted that they are having difficulties even walking home in Aksaray where they lives, a couple of times crowded group of men with knives threatened and tried to rape them. According to Rayan, what Sankari went through is as follows:

“We were staying at another house before this place but we had to leave it because we are gay. The neighboring people kept staring at us but we did nothing wrong. Five months ago, a group kidnapped Wisam in Fatih. They took him to a forestry by car, beat and raped him. They would kill him but Sankari managed to throw himself on the road and survived. We filed a complaint to the Security but nothing has come out of it”.

“We could recognize our friend from his trousers”

Görkem is a friend of Sankari and others and explained disappearance of Sankari and how they received his death knell in tears:

“Wisam left the house on July 30 Saturday. We were nervous because of the threats we were receiving. We told him to not go but he said he will go out to the street for about 15-20 minutes. He didn’t come home the whole night. We panicked when Wisam didn’t come the next day.

“Police called us on Sunday night. We went to Yenikapı with Rayan. They cut Wisam violently. It was so violent that two knives were broken inside him. They beheaded him, his upper body was in unrecognizable shape, his internal organs had come out. We recognized him from his trousers”.

“Who is next?”

Diya expressed that after Sankari’s killinn, they live in fear of “Who is next”:

“I am very scared. I feel as everyone is looking at me on the street. I was kidnapped too twice. No one takes care of us. Everybody just speaks. I receive threats on phone. I speak calmly so nothing bad will happen to me. It doesn’t matter whether Syrian or Turkish, if you are gay you are being targeted by everyone. They demand sex from you and stalk you if you don’t want it. I don’t even have an ID, who shall protect me for what? Who is next?” (YY/ÇT/TK)

Remembering Burak Bektas

Bericht vom 6. Prozesstag (6.4.) – Prozessbeobachtung „Rechter Mord in Neukölln?“ – Der Mord an Luke Holland am 20. Sept 2015, 9. April 2016 in Allgemein

Erinnerung: Kommt zur Demonstration zu Burak’s 4. Todestag Morgen 9. April 2016 – 14:00 Uhr
Berlin: Rudower Straße 51, gegenüber dem Krankenhaus Neukölln

Die Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş hat zur Beobachtung des Prozesses gegen Rolf Z., den mutmaßlichen Mörder von Luke Holland, aufgerufen: Link

Es folgt ein (subjektiver) Prozessbericht der Antirassistischen Initiative vom 6. Prozesstag (6.4.2016):

Heute waren nur Bekannte und Freunde mit rechten Tendenzen aus dem Umfeld von Rolf Z. als Zeugen geladen. Es war bei allen eine ziemlich quälende Angelegenheit, das Gericht gab sich keinerlei Mühe, die Zeugen zu brauchbaren Aussagen zu bewegen. Es hat zwar immer wieder die Aussage bei der Vernehmung der Zeugen bei der Polizei vorgehalten, aber mit keinerlei Konsequenzen gedroht, wenn Zeugen das Gegenteil von ihrer polizeilichen Aussage gesagt haben. Das Ganze führte so weit, dass ein Schöffe bei einem Zeugen der problemlos 80 % Prozent der Fragen nicht beantworten musste, gesagt hat, er stelle ihm keine Fragen, da er ja sowieso keine Antwort bekomme. Am Ende stellte die Verteidigung deswegen noch einen Befangenheitsantrag gegen den Schöffen. Der psychologische Gutachter fragte den Zeugen, der vor einem halben Jahr noch genau wusste das Rolf Z. eine nationalsozialistische Einstellung hatte und heute nichts mehr davon wusste, ob er in Behandlung sei wegen seines Gedächtnisses. Auch gegen diesen stellte die Verteidigung einen Befangenheitsantrag. Das Gericht lässt also die Schöffen und den psychologischen Gutachter allein um die Freunde von Rolf Z zu schonen.

Einer der Zeugen bezeichnete seinen „Freund“ Rolf Z. allerdings als „politisch“, er also mit seiner nationalsozialistischen Gesinnung nicht zurückhielt – trotzdem wollten sie in ihren Zeugenaussagen die vielfältigen Nazidevotionalien als Spleen verkaufen. Keiner seiner „Freunde“/Nazikumpels & Kumpellinen, die ihn teilweise seit Kindesbein kennen, hat sich an den Nazidevotionalien gestört oder etwas dagegen gesagt, natürlich nur um sich nicht streiten zu müssen. Der Spruch „Wer schweigt stimmt zu!“ dürfte hier wohl gelten.

Und die Akten von 2006 sind tatsächlich wohl nicht mehr vorhanden!

Nach den Zeugenaussagen läßt sich schon Mehreres sagen so z.B. dass seit vielen Jahren, wahrscheinlich auch schon bei der Durchsuchung 2006 die Wohnung von Rolf Z. voller Nazidevotionalien war. Säbeln, Gewehren, Hitlerbüste, Karte vom Deutschen Reich, Orden aus der Nazizeit, die harmlose Briefmarkensammlung aus „Deutschen Landen“ – und die Polizei hat damals nur 75 Schuss Munition mitgenommen und das Verfahren eingestellt. Obwohl die Polizei Rolf Z. da schon am S-Bahnhof-Neukölln gezielt verhaftet hatte. Sie hätten also schon 2006 Rolf Z. ausheben können und vielleicht zwei Morde verhindern können – nur surprise surprise die Akten sind weg! – Wie sind da eigentlich die Löschfristen? Falls es 10 Jahre sind, waren diese am 20.09.2015 (Ermordung Lukes) noch nicht erreicht. Wenn derselbe Täter wieder mit demselben Delikt auffällig wird, dürfte die Löschfrist wohl hinfällig sein.

Aber weshalb geht es in diesem Prozess nur um Waffen, wenn eine „Flasche voller Schwarzpulver“ hinter dem Kinderspielzeug für die Enkel „versteckt“ war. Wieso geht es in der Anklageschrift nicht um Sprengstoff? Mit dem umfangreichen Werkzeug in der Wohnung könnte auch von einer Bombenwerkstatt gesprochen werden.

Kommt zur Prozessbeobachtung:
montags & mittwochs jeweils 9 Uhr
11.4., 13.4., 18.4. und 25.4.2016
Saal 500, Nebeneingang links neben dem Haupteingang
Gericht Turmstraße 91, 10559 Berlin

Kommt zur Demonstration zu Burak’s 4. Todestag am Samstag 9. April 2016 – 14:00 Uhr
Berlin: Rudower Straße 51, gegenüber dem Krankenhaus Neukölln