Tag: No-Lager

Sommer-Bustour 21.07. – 04.08. Frauen* unterwegs gegen das Lagersystem und Rassismus

von Women in Exile

Eine Gruppe von 40 Frauen und 18 Kindern aus Berlin/Brandenburg freut sich nach den Corona-Lockdowns auf unsere Sommer-Bustour. Wir werden dies auf eine Art und Weise tun, die versucht, uns alle vor Covid zu schützen.

Die Bustour wird in Potsdam mit einer Auftaktaktion am 21.07. um 11:00 vor dem Brandenburger Landtag mit einer Kundgebung gegen Lager und Rassismus beginnen. Seebrücke Potsdam organisiert mit uns die Demonstration. Jede*r ist herzlich eingeladen, mitzumachen und den Kampf für Bewegungsfreiheit, für die Abschaffung aller Lager und gegen Rassismus zu unterstützen. Wir wissen: Solidarität gewinnt. 

Am 4.8. werden wir wiederkommen und eine Kundgebung am Oranienplatz in Berlin abhalten. 2019 forderten wir den Oranienplatz für die Flüchtlingsbewegung mit unserem „Building Bridges Festival“ zurück. Deshalb werden wir unsere Tour dort mit einer Pressekonferenz und einem Essen beenden. Auch dort sind alle herzlich eingeladen, sich uns anzuschließen und von unseren Erfahrungen zu hören.

Wir werden uns auf der Tour nach Hamburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern begeben. Wir werden die Lager besuchen, Demonstrationen gegen Rassismus und Lager machen, uns gegenseitig ermutigen und Empowerment-Workshops durchführen. Wir werden andere geflüchtete Frauen*, Gruppen und Einzelpersonen, die mit geflüchteten Frauen* arbeiten, ermutigen und uns mit ihnen vernetzen. Auf dieser Tour werden wir die Isolation, den Rassismus, den Sexismus, die Berichte über die Traumata derjenigen, die aus Angst vor Abschiebung schlaflose Nächte erleben, in die Öffentlichkeit tragen. Um dieses rassistische Lagersystem abzuschaffen, werden wir Grenzen brechen, die unsere Teilhabe verhindern und Brücken bauen, um uns mit anderen Gemeinschaften zu verbinden. Damit wir Flüchtlinge die Möglichkeit bekommen, selbst zu wählen, wo wir in Würde leben wollen.

Women in Exile & Friends machten schon häufig im Sommer Touren in verschiedene Bundesländer, um sich mit anderen geflüchteten Frauen* zu vernetzen, insbesondere mit denen, die im Lagersystem leben.
Wir bitten um Ihre finanzielle Unterstützung und Solidarität für unsere diesjährige Tour. Damit wir uns für das Empowerment von geflüchteten Frauen* einsetzen, die systematische Verletzung unserer Rechte an die Öffentlichkeit bringen und uns gemeinsam mit anderen Communities für eine offene und solidarische Gesellschaft einsetzen können. Alle Lager abschaffen! Bewegungsfreiheit für Alle!

Information Evening with Women in Exile, on Friday, 9.7. at 19:00 in Café Cralle

by Women in Exile & Friends

Bustour Information-Evening in Café Cralle,

Hochstädter Str. 10a

13347 Berlin

U-Bahn 9, Nauener Platz

This summer we will be on tour against the Lagersystem and #racism with ~ 50 refugee women* and children. On Friday the 9.7. at 19:00 in Café Cralle we will share about our work, our political aims and strategy and inform about the coming bustour. We will need your financial support and solidarity for our tour. So that we can work for the #empowerment of refugee women*, bring the systematic violation of our rights to the public and work together with other communities for an open and #solidarity society.


deutsch

Bustour-Informationsabend im Café Cralle

Hochstädter Str. 10a

13347 Berlin

U-Bahn 9, Nauener Platz

Diesen Sommer sind wir gegen das Lagersystem und #Rassismus mit ~ 50 Flüchtlingsfrauen * und Kindern auf Tour. Am Freitag den 9.7. um 19:00 Uhr im Café Cralle werden wir über unsere Arbeit, unsere politischen Ziele und Strategie berichten und über die kommende Bustour informieren. Wir werden Ihre finanzielle Unterstützung und Solidarität für unsere Tour benötigen. Damit wir uns für die #Ermächtigung von Flüchtlingsfrauen einsetzen können *, die systematische Verletzung unserer Rechte an die Öffentlichkeit bringen und gemeinsam mit anderen Gemeinden für eine offene und #solidarische Gesellschaft einsetzen.

Demonstration: Leben im Lager? Nein!

von We’ll Come United Berlin/Brandenburg

Neustädtischer Markt

Wir sind wieder da. Wir, die wir in den Lagern in der Upstallstraße und Flämingstraße leben. Am 30. März 2021 haben wir auf dem Neustädtischen Markt von unserem unerträglichen Leben im Lager erzählt. Wir haben unsere Forderungen gestellt (siehe Forderungen in den Sharepics).Geändert hat sich nichts! Wir wurden sogar öffentlich beschuldigt, dass wir lügen. Aber wir lassen uns nicht einschüchtern! Wir wollen ein besseres Leben. Das sagen wir laut und deutlich! Bis alle es hören und verstehen. Gemeinsam sind wir stark!
Lasst uns zusammen kommen zu Reden, Musik und lautem Protest!
Am 13. Juli 2021 in Brandenburg an der Havel.– 15.00 AUFTAKTKUNDGEBUNG: Neustädtischer Markt
– 16.45 ZWISCHENKUNDGEBUNG: Ausländerbehörde, Katharinenkirchenplatz
– 17.30 ABSCHLUSSKUNDGEBUNG: Rathaus Altstädtischer Markt.
Kontakt: refugeesdreams@gmail.com
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La vie dans le camp : Non !
Il faut que quelque chose change !
Nous n’abandonnons pas !Nous sommes de retour. Nous qui vivons dans les camps de la Upstallstraße et de la Flämingstraße. Le 30 mars 2021à Neustädtischer Markt, nous avons raconté de notre vie insupportable dans le camp. Nous avons fait nos demandes. (Pour les demandes, voir sur les images)
Rien n’a changé ! Nous avons même été accusés publiquement de mentir.
Mais nous ne nous laisserons pas intimider ! Nous voulons une vie meilleure. Nous le disons haut et fort ! Jusqu’à ce que tout le monde entende et comprenne. Ensemble, nous sommes forts !Rassemblons-nous pour des discours, de la musique et des protestations bruyantes !Manifestation
13 juillet 2021, 15 h.
Départ : Neustädtischer Markt
15:15 Stop :
Bureau d’enregistrement des étrangers, Katharinenkirchplatz
16:15, Conclusion :
Hôtel de ville, Altstädtischer MarktContact : refugeesdreams@gmail.com
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LIFE IN THE CAMP! NO! SOMETHING HAS TO CHANGE! WE ARE NOT GIVING UP!We are back again. We, who live in the camps in Upstallstraße and Flämingstraße. On March 30, 2021, we told about our unbearable life in the camp on the Neustädtischer Markt. We made our demands (which you can see in the sharepics).Nothing has changed! We were even publicly accused of lying. But we will not be intimidated! We want better lives. We say it loud and clear! Until everyone hears and understands. Together we are strong!Let’s come together for speeches, music, and loud protest!On July 13, 3pm, in Brandenburg an der Havel:– 3pm Kick-Off-Rally at Neustädtischer Markt
– 4.45pm intermediate rally at the Ausländerbehörde, Katharinenkirchenplatz
– 5.30pm closing rally at Rathaus Altstädtischer Markt.Contact: refugeesdreams@gmail.com
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۱۳ جولای ۲۰۲۱ ساعت ۱۵:۰۰
آغاز تجمع: Neustätischer Marktزندگی در کمپ؟ نه!
وضعیت ما باید تغییر کند!
از پا نمی‌نشینیم!ما برگشته‌ایم. ما پناهندگانی هستیم که در کمپ‌های اوپشتال‌اشتراسه و فلمینگ‌اشتراسه زندگی می‌کنیم. در ماه مارس ۲۰۲۱ در تجمعی در میدان Neustätischer Markt در مورد وضعیت اسفبار زندگی در کمپ‌های شهر برندنبورگ گفتیم و به آن اعتراض کردیم. ما درخواست‌هایمان را قبلاً اعلام کرده‌ایم (facebook.com/WellComeUnitedBerlin-Brandenburg).
تاکنون هیچ تغییری در وضعیت ما ایجاد نشده است!
مسئولین به ما اتهام دروغ‌گویی زده‌اند، اما ما به این سادگی تحریک نمی‌شویم.
ما با صدای بلند و رسا خواهان یک زندگی بهتر هستیم. فریاد می‌زنیم تا همه صدای ما را بشنوند.
به ما بپیوندید. تجمع ما با موسیقی، سخنرانی و اعتراض همراه خواهد بود.ساعت 3 عصر: Neustätischer Markt
4.45 بعد از ظهر: Ausländerbehörde در Katharinenkirchplatz
ساعت 5.30 عصر: Rathaus, Altstätischer Markتماس: refugeesdreams@gmail.com
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демонстрация
13 июля 2021 г., 15:00 ч.
Neustädtischer Markt, Brandenburg / HavelЖизнь в лагере! Нет!
Что-то должно измениться!
Мы не останавливаемся!Мы готовы. Мы, живущие в лагерях на Апштальшт- рассе и Флемингштрассе. 30 марта 2021 года на Бранденбургском рынке мы рассказали о своей невыносимой жизни в лагерях. (facebook.com/WellCome­UnitedBerlinBrandenburg) Мы выдвинули свои требования. Ничего не изменилось! Нас даже публично обвиняли во лжи. Но нас не запугать!
Мы хотим лучшей жизни. Мы говорим это громко и ясно! Пока все не услышат и не поймут. Вместе у
нас все получится!Давайте соберемся вместе для выступлений, напитков, музыки и громкого протеста!
15:00: Neustädtischer Markt, Brandenburg/Havel
16:45: Ausländerbehörde, Katharinenkirchplatz
17:30: Rathaus, Altstädtischer MarktКонтакт: refugeesdreams@gmail.com 

Aufruf zur No-Lager-Aktionswoche vom 19. bis 27. Juni 2021

von AntiRa Vernetzung NRW

Seit der Corona-Pandemie spitzt sich die Situation in den Lagern sowohl an den EU-Außengrenzen als auch in der BRD zu.

Während überall in der Gesellschaft Kontaktreduzierung und Social Distancing propagiert wurden, mussten Menschen in den Lagern auf engem Raum zusammenzuleben und sich Schlaf-, Essens- und Waschräume teilen. Den infolgedessen auftretenden Infektionen unter den Bewohner*innen wurde auch in NRW durch Ketten-Quarantänen begegnet. Anstatt die Bewohner*innen durch eine dezentrale Unterbringung zu schützen, wurden sie der Ansteckungsgefahr ausgesetzt und durch neu auftretende Infektionen über Wochen eingesperrt.

Hier verdeutlicht sich auf drastische Weise die systematische Ungleichbehandlung und Entrechtung von Geflüchteten, denen selbst das Recht auf Gesundheit und Leben in Zeiten einer gefährlichen Pandemie verweigert wird.
Dies ist nicht einfach eine Überforderung in der Corona-Krise, sondern in dem „System Lager“ seit Jahren strukturell angelegt. Massive Gesetzesverschärfungen ermöglichen es, dass den Menschen in den Lagern fundamentale Rechte u.a. auf Privatsphäre, Beschulung, medizinische Regelversorgung oder Arbeitsmöglichkeiten systematisch vorenthalten werden.

Viele Menschen sind bis zu 2 Jahre dem Kreislauf von Enge, permanenten Kontrollen, Monotonie, Angst vor Abschiebung und Gewalt ausgesetzt. In den abgelegenen Lagern wird ihnen der Kontakt zur übrigen Bevölkerung faktisch unmöglich gemacht, und die politische und soziale Vernetzung mit anderen Geflüchteten erschwert. 

Ihre Isolation ist politisch gewollt. Sie soll einen reibungslosen Ablauf der schwerpunktmäßig aus NRW-Landesunterkünften stattfindenden Abschiebungen ermöglichen und zugleich die öffentliche Debatte über die von der Gesellschaft abgeschotteten Lager verhindern.

Diese Selbstverständlichkeit von Entrechtung und Isolation geflüchteter Menschen muss durchbrochen werden. Es muss endlich eine gesellschaftliche Auseinandersetzung zum Thema der Aufnahme und menschenwürdigen dezentralen Unterbringung von Geflüchteten geben.

Mit den No-Lager-Aktionswochen wollen wir dies in die Öffentlichkeit tragen, antirassistische Akteure vernetzen und ein solidarisches Zeichen an die Menschen in den Lagern senden.

Beteiligt euch an den Aktionen!
Bleiberecht für alle!

Close the camps – break isolation!

Sammellager in NRW und das Corona-Virus

Enge, Isolation und schlechte Infrastruktur machen krank. Nicht nur, aber ganz besonders während einer Pandemie.

Wer in Deutschland einen Asylantrag stellt, wird mit Lagerhaft nicht unter sechs Monaten bestraft. In NRW sind es mitunter bis zu zwei Jahren. So sieht es der Stufenplan der Landesregierung vor. Von dieser Regelung, die die Kommunen entlasten und Abschiebungen erleichtern, vor allem aber abschrecken soll, weicht die Landesregierung auch während der Corona Pandemie nicht ab.

Während überall sonst Menschenansammlungen vermieden werden sollen, müssen sich Leute in Sammelunterkünften zu sechst einen Schlafraum und mit Hunderten anderen Duschen und Esssäle teilen. Wie nicht anders zu erwarten, infizierten sich viele unter diesen Bedingungen. Zum Höhepunkt der zweiten Welle stand allein in NRW praktisch die Hälfte aller Landesunterkünfte unter Quarantäne.

Verschärft wurde die Situation gerade zu Beginn der Pandemie sowohl durch schlechte Kommunikation als auch durch fehlende Infrastruktur. Fast nirgendwo gab es Schutzmasken, fast überall zu wenig Desinfektionsmittel. Zwar versuchte die Landesregierung in NRW, aufgrund von Alter oder Vorerkrankungen besonders gefährdete Personen in Jugendherbergen sicherer unterzubringen und so die Belegung insgesamt zu entzerren. Andererseits wurden Transfers in die Kommunen bis Juni 2020 ausgesetzt, so dass die regulären Einrichtungen eher voller als leerer wurden.
Ein iranischer Geflüchteter berichtete, dass die Essenszeiten in seinem Lager zwar ausgedehnt wurden, damit nicht alle auf einmal in der Kantine sitzen – gleichzeitig gab es in der Einrichtung aber nur in einem einzigen Raum stabiles WLAN, so dass sämtliche BewohnerInnen sich dort knubbelten, wenn sie sich über COVID-19  informieren oder wissen wollten, wie es ihrem  Angehörigen und FreundInnen geht. 

Onur Şahin, der während der zweiten Welle selbst an Corona erkrankte, berichtet auf die Frage, ob sich die Situation in seiner Flüchtlingsunterkunft in Kassel in der zweiten Welle verändert hat:

„Im Mikromanagement hat sich nichts geändert. Sie haben nur Zettel aufgehängt an die Wände: Abstand halten, Maske, Nase und Mund bedecken. Und Hände waschen. Das war die einzige Maßnahme. Sie hatten keine strukturierten Pläne für die verschiedenen Camps. Als es im Oktober einen Corona-Fall gab, haben sie uns nichts davon gesagt.“ 

Und Mariama Jatta erinnert sich:

„ Als Corona anfing, haben sie in der Stadt verkündet: “Okay, es gibt diese neue Regelung in Deutschland, dass nur ein paar Leute zusammenkommen dürfen. Wenn es mehr sind, muss man aus dem gleichen Haushalt kommen.” Ich dachte mir: “Okay, dieses Gesetz wurde gemacht, und sie haben uns dabei komplett vergessen.” Sie haben überhaupt nicht bedacht, dass dies ein Haushalt mit 700 Leuten ist. Denn dies ist ein Haushalt. Wir teilen uns die Küche, wir teilen uns das Bad, wir haben Kontakt, die Kinder spielen zusammen. Und es wurden keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Wir hatten keine Desinfektionsmittel, keine Informationen. Wir wurden nicht richtig über die Corona-Regeln und alles andere informiert. Es gab keinerlei Kommunikation.“

ZITATE AUS: GEFÄHRDETES LEBEN. ALLTAG UND PROTEST IN FLÜCHTLINGSUNTERKÜNFTEN WÄHREND DER CORONA-PANDEMIE

Auch bei der Impfkampagne laufen geflüchtete BewohnerInnen von Sammellagern in NRW Gefahr, aus den Augen und aus dem Sinn zu geraten: Obwohl sie in der Priorisierungsgruppe 2 der Impfverordnung aufgeführt sind, hatte die Landesregierung NRW es bis April 2021 noch nicht einmal geschafft, ein Konzept für die Information und Impfung der BewohnerInnen abzustimmen

Erst durch öffentlichen Druck kam in den zuständigen Ministerien Bewegung in die Sache. Doch auch Ende Mai haben die wenigsten BewohnerInnen von Landesunterkünften eine Impfangebot, geschweige denn einen vollen Impfschutz bekommen. 

Die Isolation der BewohnerInnen hat sich durch die Corona-Pandemie noch einmal erheblich verschärft: Der Besuch von Ehrenamtlichen oder FreundInnen in der Einrichtung ist untersagt, und im Quarantänefall ist für die Betroffenen kein Verlassen des Geländes mehr möglich. Dabei ist die Situation schon zu „normalen“ Zeiten von massiver Isolation geprägt: Schulbesuch für Kinder, Ausbildung, die Sprache lernen, Freunde kennenlernen, Arbeit finden, eine Therapie beginnen, Ankommen und zur Ruhe kommen…. all das, was nach einer oft traumatischen Flucht eigentlich dringend nötig und wichtig wäre, geht vom Lager aus nicht oder fast nicht. 

Gleichzeitig finden immer wieder Abschiebungen aus den Lagern heraus statt, die ebenfalls während der Pandemie nie unterbrochen wurden. Für alle anderen Bewohnerinnen und vor allem für Kinder stellt das Miterleben von frühmorgendlichen Razzien und Abschiebungen einen enormen Stress dar. Viele leiden unter Schlaflosigkeit und entwickeln psychische Probleme. 

Wir sind deshalb der Meinung, dass die Lagerpflicht für Geflüchtete abgeschafft gehört. Sammelunterkünfte für Geflüchtete können nur eine Unterbringungsmöglichkeit in den ersten Wochen für diejenigen sein, die sonst keine Unterkunft haben. Der Sinn und Zweck von Lagern über diese erste Unterbringung hinaus besteht aber einzig und allein in der vereinfachten Verwaltung und Kontrolle von Menschen, in der Vereinfachung von Abschiebemaßnahmen und in Abschreckung. Das darf kein Grund sein, Menschen in Isolation und unter  krankmachende und gefährliche Bedingungen zu zwingen, ihnen Monate und Jahre ihres Lebens zu rauben, in denen sie sich keine Zukunft aufbauen können.

Wenn letzten Endes psychisch zermürbte Menschen in die Kommunen kommen, ist niemandem geholfen. 

Aufruf zum Mitmachen!

Einladung an die ZUE Bewohner*innen

Wir sind mehrere antirassistische Organisationen, die für die Schließung der großen Lager und für eine menschenwürdige Unterbringung von geflüchteten Menschen eintreten. 

Alle sollen einen Platz und eine Zukunft hier haben. Zu diesem Thema wird es vom 19. bis 27.6.2021 in verschiedenen Städten (Aachen, Bochum, Düsseldorf, Köln, Münster…) Aktionen geben.
Z.B. am 25.6.2021 um 17 Uhr eine Demonstration in Düsseldorf.

Wenn Ihr Lust habt, aus eurer Perspektive vom Leben im Lager zu berichten, schickt eure Fotos und Filme (ohne erkennbare Gesichter), Zeichnungen und Texte an folgende Email: info@no-lager.eu, sie werden dann auf der Webseite no-lager.eu veröffentlicht.
Dort findet Ihr auch alle Informationen zu den verschiedenen Aktionen in den Städten.

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