Tag: Nazis

Demonstration “Frauen gegen Rassismus und Ungerechtigkeit”, Zerstörung eines Omnibusses

Presseerklärung von Women in Exile and Friends und Cottbus Nazifrei vom 12.03.2018

+++ 250 Menschen demonstrierten für mehr Gerechtigkeit in Cottbus
+++ Bus der Demonstrierenden wurde zerstört
+++ Blumentopf-Angriff auf Demo bleibt von Polizei unerwähnt

Anlässlich des ‘Internationalen Frauentages’ demonstrierten am Samstag, den 10. März, rund 250 Menschen durch die Cottbuser Innenstadt. Das Netzwerk, welches zur Demonstration aufgerufen hatte, machte in Redebeiträgen und Sprechchören deutlich, dass Rassismus in Cottbus und überall ein Ende haben muss. Der bunte Protest wurde durch Übergriffe von Gegnern der Demonstration überschattet. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde der von der Organisation Women in Exile genutzte Ominbus auf dem Oberkirchplatz in Cottbus schwer beschädigt.

Die Angriffe während und nach der Demonstration von Frauen und Geflüchteten zeigen erneut, wie hemmungslos in Cottbus gegen Andersdenkende vorgegangen wird. Vor den Augen der Polizei und trotz erhöhter Polizei-Präsenz in Cottbus wurde die Demonstration von zahlreichen Vorfällen überschattet.

Für uns ist klar, dass die Zerstörung des Busses ein gezielter Angriff war. Genau die rassistischen und frauenfeindlichen Zustände in Cottbus, die von uns kritisiert wurden, haben sich hier wieder einmal bestätigt. Wir lassen uns davon aber nicht einschüchtern und fordern die Politiker*innen der Stadt auf, endlich Position zu beziehen und einzugreifen, so Elizabeth Ngari von Women in Exile and Friends. Sie fährt fort: Die antirassistische Arbeit im allgemeinen und insbesondere für Frauen ist und bleibt notwendig!

Die Demonstration führte von Sandow in die Cottbuser Innenstadt. Am Blechen Carree fand eine Zwischenkundgebung statt, bei der eine Demonstrantin noch einmal explizit über die Rassismuserfahrungen berichtete, die sie täglich in Cottbus machen muss:

Nicht einen Tag kann ich in Cottbus ungestört auf die Straße gehen. Wenn ich mich in der Straßenbahn in meiner Muttersprache unterhalte, fordern mich fremde Menschen dazu auf, Deutsch zu sprechen. Das erlebe nicht nur ich so. Vielen anderen Frauen in Cottbus ergeht es ähnlich.

Auf der Route zum Ort der Abschlusskundgebung wurde die Demonstration in der Berliner Straße von einem Mann mit Blumentöpfen attackiert. Niemand wurde getroffen. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet und der Angreifer von Beamten gesichtet. Dennoch schrieb die Polizei im Nachgang, dass es während der Veranstaltung keine Vorkommnise gab.

Nur wenige Stunden später wurde der Begegnungsbus, der dem Jugendförderverein Chance e.V. gehört und mit dem einige Demonstrierende nach Cottbus gekommen waren, beschädigt. Der Bus konnte wegen eines technischen Defekts zunächst nicht weiter fahren und wurde an der Oberkirche abgestellt. Laut Aussagen eines Anwohners wurde der Auspuff des Busses bereits am Abend nach der Demonstration mit Bauschaum verklebt. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden dann die Scheiben eingeschlagen – vermutlich durch mindestens zwei Personen.

Auch Christoph Berndt, Vereinsvorsitzender von Zukunft Heimat, zeigte sich provokativ bei der Abschlusskundgebung auf dem Oberkirchplatz. Nachdem die Protestierenden lautstark gefordert hatten, dass Berndt die Demonstration verlassen solle, wurde er von der Polizei des Ortes verwiesen. Er beobachtete diese von einem entfernteren Punkt aus weiter.

Es zeigt sich, dass der Hass, der durch Zukunft Heimat und andere in die Stadt getragen wird, auch zu Gewalt wird. Was haben Menschen gegen Frauen, die vor Gewalt hierher geflohen sind? Warum sollen gerade sie wieder zu Opfern werden – im Alltag oder am Rande von Demonstrationen? Wir werden diese Frauen weiter unterstützen, um sich zur Wehr zu setzen gegen Gewalt und Unterdrückung – hier und überall!, so Luise Meyer von Cottbus Nazfrei.

Der bislang geschätzte Schaden am Bus beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Um finanzielle Unterstützung wird gebeten.

Spenden können auf folgendes Konto überwiesen werden:

Opferperspektive e.V.
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE34100205000003813100
BIC: BFSWDE33BE
Betreff: Bus-Schaden Cottbus (bitte unbedingt angeben)

Kontakt:
Mail: info@women-in-exile.net und netzwerk@cottbus-nazifrei.info

Tag der Erinnerung und Mahnung – Aktionstag gegen Rassismus, Neonazismuss und Krieg

Tag der Erinnerung und MahnungTag der Erinnerung und Mahnung 2016 Flyer

Tag der Erinnerung und Mahnung 2016 Plakat

Bleiberecht für Roma in Deutschland

Petition teilen

AUFTAKT Alle Bleiben – Bleiberecht für Roma
12.00 Uhr |
Auftaktkundgebung –  vor dem Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma
Europas. Es sprechen u.A. Petra Rosenberg (Landesverband Deutscher Sinti und
Roma Berlin-Brandenburg e.V
Musik: Rolling Hopp
(Roma-HipHop,
Essen

FAHRRAD-KORSO Aufstehen gegen Rassismus
13.00 Uhr |
Antifaschistischer  Fahrrad-Korso Keine Rassisten und Nazis in die Parlamente – Roma bleiben!
Start:
Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas
Ziel: Kulturzentrum Wasserturm

ORT
Mahnmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas
Simsonsweg, 10557 Berlin
(5 Minuten vom U-Bhf. Brandenburger Tor

TAG DER ERINNERUNG, MAHNUNG UND BEGEGNUNG
ab 14.30 Uhr |
Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung im Kulturzentrum Wasserturm (Kreuzberg)
Antifa-Cafe, Kaffee, Kuchen, Bier und Suppe, Infostände, Austellungen, Filme, Vorträge

ORT
Kulturzentrum Wasserturm
Kopischstraße 7 (Ecke Fidicin-
straße), 10965 Berlin (5 Minuten
vom U-Bhf. Platz der Luftbrücke

KONZERT
18.00 Uhr |
Konzert mit Sistanagila
– eine iranisch-israelische Affäre
Eintritt frei

80. Jahrestages the drag of the Berlin Sinti and Roma in the Nazi forced Marzahn camp

Roma protest MarzahnOn Sunday, a memorial event marking the 80.anniversary the drag of the Berlin Sinti and Roma in the Nazi forced Marzahn camp, Petra Rosenberg and Hans Coppi found clear words for residence rights for Roma in Germany and solidarity with the Roma families and organizations, who had briefly occupied the memorial to the murdered Sinti and Roma in Europe a few weeks ago. A large group abschiebebedrohter Roma attended the memorial service and part taken at the invitation Petra Rosenberg also the word. Their banners were seen briefly in the Berlin evening show.

Since 22 May, we protest Roma families in Berlin against us impending deportations, for our right to stay and the right to stay for all Roma We are here today to our ancestors, the victims of National socialism were to commemorate. But we’re also here because we and our children still see us after 80 years faced with structural discrimination, social and political exclusion and deportation.
It is high time that the situation of Roma improved. But on the contrary, is the discrimination against Roma not even recognition those so-called Balkan countries in which we lead a dignified life is denied, wurdenvon Germany from 2014 successively fixed price as safe eingestuft. Die consequence for us is us now imminent deportation of some us means nothing less than that we will be sent on long or short in the Tot. We will no longer wait for Germany the continuity of discrimination against Roma recognizes that culminated at the time of Nazi genocide in our ancestors. We will no longer wait until Germany acted responsibly and gives us protection from further violence and persecution.
We demand an unconditional right to stay for us because we can not go back.
We demand the immigration law, which belongs to us, as well as the Jews and Jewish women were granted when they had to flee from persecution in the USSR. Solidarity with commemorative events are not enough solidarity must be implemented.
We demand the withdrawal of the classification of Albania, Bosnia and Herzegovina, Kosovo, Macedonia, Montenegro and Serbia as “safe” .These countries for Roma not sure and this will in near future not be. The current tightening of risk on Roma, given the political shift to the right and the resurgent nationalism in all these countries, can not be nice to talk through the migration policy instrument of “safe countries of origin”.

Neue Welle rassistischer Mobilisierung gegen Flüchtlingsunterkünfte

Die Mobile Beratung gegen Rechts Berlin-Brandenburg (mbr) informiert auf ihrer Internet-Seite über eine neue Welle rassistischer Mobilisierung in Berlin.
Seit der Ankündigung des Senats, sechs Container-Lager zur Unterbringung von Asylsuchenden zu eröffnen, ist ein deutlichen Anstieg rechtsextremer Aktivitäten gegen Asylsuchende zu verzeichnen. Im Fokus stehen die neuen Standorte für Flüchtlingsunterkünfte u.a. in Marzahn, Buch und Treptow-Köpenick, Spandau und Lichtenrade.

Rechtsextreme mobilisieren unter anderem auf der Facebook-Seite “Wache auf- Handeln statt Klagen” für regelmäßige Montagsdemos in Buch (20.00 Uhr) und Marzahn (19.00 Uhr), zu einer Demonstration in Treptow-Köpenick/Allende-Viertel am Samstag, 15. November 16 Uhr, sowie zu einem überregionaler Naziaufmarsch in Berlin-Marzahn am 22. November 2014, 14 Uhr (erwartet werden bis zu 1.000 TeilnehmerInnen).

Folgende Gegenaktionen gegen die rassistische Hetze und zur Solidarität mit den Geflüchteten sind bisher geplant:

Samstag, 15.11.2014, 15.30 Uhr: Mahnwache im Köpenicker Allendegebiet in der Alfred-Randt-Straße 19,
Aufruf vom Bündnis für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus Treptow-Köpenick

Montag, 17.11.2014, 18 Uhr: Solidaritätsdemonstration in Berlin-Marzahn Ecke Landsberger Allee/Blumberger,
Aufruf von Hellersdorf hilft

Ein Aufruf zu Aktionen gegen den Naziaufmarsch am 22. November 2014 in Marzahn folgt in Kürze.

Weitere Informationen u.a. auf http://www.antifa-berlin.info/news/688-der-rassistische-mob-formiert-sich

Brandanschlag auf Schlafzelte des Protestcamps

Während in den Zeitungen und unter Politiker_innen über das Konto des Camps gestritten wird, gehen andere Menschen aggressiver gegen die Geflüchteten vor: Heute morgen um 5 Uhr wurden zwei Schlafzelte angezündet! In dem einen Zelt schlief eine Person! Die Bewohner konnten den Mensch aus dem Zelt holen und er blieb ohne körperliche Schäden. Zeugen haben zwei Menschen wegrennen gesehen. Laut dem Gesetzt müßte die Polizei jetzt wegen versuchtem Mordes ermitteln. Tut sie aber nicht. Polizisten waren nur kurz vor Ort und haben keinen Zeugen und auch nicht das Opfer befragt.

Alle, die dem Camps aktuell ihrer Unterstützung entziehen und einfach nur hoffen, es würde endlich verschwinden, müssen sich fragen, ob sie bereit sind Tote in Kauf zu nehmen. Wer schweigt wenn die Nazis zuschlagen macht sich mitschuldig. Die Polizei macht sich mitschuldig. Die Politik macht sich mitschuldig. Augen und Ohren zu und die Situation einfach ausstehen – und später zur Mahnung eine Eiche pflanzen. Deutschland über alles.

Artikel vom 3. März: Camp der Geflüchteten weiterhin im Visier von Neonazis

Camp der Geflüchteten weiterhin im Visier von Neonazis

Auf der Facebook Seite der “Bürgerbewegung Hellersdorf” wird gegen die Geflüchteten gehetzt und zum Anzünden des Camps aufgerufen. Wir müssen diese Bedrohung ernst nehmen! Wir fordern auch von Politiker_innen und Medien eine klare Linie gegen Rassismus und Faschismus! Wir fordern von der Polizei, das Camp zu schützen! Wir wenden uns auch an die Nachbar_innen: Bitte seid aufmerksam und unterstützt die Leute im Camp weiterhin!

At the facebook account “Bürgerbewegung Hellersdorf” (citizens movement Hellersdorf, that district of Berlin where some neighbors and fascists demonstrated aggressively against a new shelter for refugees) is agitated against Oranienplatz Protest Camp and called for arson attacks. We have to take this threat seriously! We demand that also politicians and the media make clear statements against rassism and fascism! The demand that the Police will protect the Camp! We also ask all neighbors to be special attentive and to continue supporting the Camp!