Tag: Faschismus

Roma-Aktivistin wehrt sich gegen Messerangriff

von Alle Bleiben

vor kurzem wurde die Roma-Aktivistin M. in einer Berliner U-Bahn angegriffen. Eine Frau hat M. und ihren Schwager, der mit ihr unterwegs war, rassistisch beleidigt und sie dann mit einem Messer attackiert. M.konnte der Angreiferin das Messer entwenden. Weitere Passagiere schritten erst ein, als sie wahrnahmen, dass M. stark blutete. Die Angreiferin konnte festgehalten und der Polizei übergeben werden. Die Kriminalpolizei gratulierte M.für ihr beherztes Eingreifen.  M. und ihr Begleiter mussten ins Krankenhaus.Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Attacken gegen Roma, zum Beispiel in Hamburg, Berlin oder Frankfurt. Nur selten wird Anzeige gegen die Angreifer_innen erstattet. Die Angegriffen leben oft in einer prekären Situation und wenden sich daher nicht an die Polizei.M. befürchtet, dass es in der Gegend, in der sie und ihre Familie nun leben, nicht sicher ist.M. ist aus Rumänien und lebt seit Jahren in Deutschland. Sie war eine der Aktivist_innen, die jahrelang die Gerhart-Hauptmann-Schule in Berlin besetzt hatten.Heute berichtet M. auf Sendung: Radio F* auf FRB Berlin (Freies Radio Berlin – https://www.88vier.de Gesendet wird über https://www.studioansage.de/

Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit – Stellungnahme zum Umgang mit Flucht, Migration und Rassismus

Stellungnahme des AKS (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) Berlin zum Umgang mit Flucht, Migration und Rassismus

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Stellungnahme des AKS (Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit) Berlin zum Umgang mit Flucht, Migration und Rassismus

Innerhalb der Zivilgesellschaft und in den Medien scheint es derzeit ein brennendes Thema zu geben: Geflüchtete Menschen alias ‚Flüchtlinge’. Diese Thematik wird insbesondere durch ein Paradoxon geprägt, das sich einerseits aus Angela Merkels ‚We can do it’ und ‚Willkommenskultur’ sowie andererseits aus rassistischen Übergriffen und massiven Gesetzesverschärfungen zusammensetzt. Dieses Paradoxon und damit einhergehende, unzumutbare Lebensumstände, denen geflüchtete Menschen (teilweise seit Jahrzehnten) ausgeliefert sind und an denen sich auf politischer Ebene höchsten zum Negativen etwas ändert, sehen wir als Anlass zu dieser Stellungnahme.

Brandanschläge gegen Flüchtlingslager und Unterkünfte von Migrant_innen

Es brennen wieder Flüchtlingsunterkünfte und “Roma-Häuser”, in einer Dichte vergleichbar Anfang der 90er Jahre. Der öffentlicht Aufschrei bleibt bisher weitgehend aus. Zeitgleich ertrinken an den Außengrenzen der EU fast täglich Menschen im Mittelmeer, während der Hamburger Senat eine harte Linie gegen die “Lampedusa-Flüchtlinge” fährt. In verschiedenen Dörfen und Städten gibt es wöchtenliche Aufmärsche gegen exisiterende oder geplante Unterkünfte. Mancherorts gelingt es den Nazis, gemeinsam mit “Wutbürgern” zu agieren.

Es wird Zeit, nicht länger wegzusehen. Wir alle wissen: Rassismus tötet. Werden wir endlich aktiv – gegen Rassismus und rechten Terror.

(Unvollständige) Chronik der Brandanschläge in den letzten zwei Monaten:

16.08.2013, Brandsatz auf Luckenwalder “Asylheim” geworfen (Brandenburg):
http://www.maz-online.de/Brandenburg/Brandsatz-auf-Luckenwalder-Asylheim

16.09.2013, Brandanschlag auf zukünftige Flüchtlingsunterkunft in
Premnitz (Brandenburg):
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/789061/

07.10.2013, Brandanschlag auf Asylbewerberheim in Güstrow
(Mecklenburg-Vorpommern)
http://www.ndr.de/regional/mecklenburg-vorpommern/asylbewerberheim143.html

09.10.2013, Brandstiftung an von Roma-Familien bewohntem Haus in
Duisburg (NRW):
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/brandstiftung-in-duisburg-hochh

17.10.2013: Brandstiftung auf Asylbewerberunterkunft in Gemünden am Main
(Bayern):
http://www.br.de/nachrichten/unterfranken/brand-asylbewerberheim-gemuend

19.10.2013, Brandanschlag auf Asylunterkunft in Wehr (Baden-Württemberg):
http://www.suedkurier.de/region/hochrhein/bad-saeckingen/Versuchter-Bran

21.10.2013, Brandanschlag auf Sinti und Roma-Zentrum in Oldenburg
(Niedersachsen):
https://www.taz.de/Brandstiftung/!125974/