Tag: Ceuta

PM zu Gedenk-Kundgebung für die 2014 von der spanischen Grenzpolizei ermordeten Migrant*innen am 6.2.

Der 6. Februar 2014 erinnert uns an einen Tag des Trauerns und des Zorns. Mehr als 30 Migrant*innen afrikanischer Herkunft wurden von der spanischen Grenzpolizei (Guardia Civil) getötet, als sie sich den Weg zu den europäischen Küsten erkämpften. Allerdings zählt die Polizei in ihrem Bericht nur 14 Tote und eine Vermisste.

Diese Handlungen verstoßen gegen die Genfer Konvention und die Internationale Menschenrechtskonvention, die die Freizügigkeit und die Gleichberechtigung für alle verkünden. Was wir heute anprangern, ist die Straffreiheit und die Verantwortungslosigkeit der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb.

Wir verurteilen auch die Gleichgültigkeit der europäischen Zivilgesellschaft gegenüber diesen Morden an den Grenzen und innerhalb des europäischen Territoriums.

Diese Gleichgültigkeit fördert rassistische Handlungen und fördert die Kontinuität dieser Ideologie in Europa.
Wir zitieren hier den Fall Oury Jalloh, wo das Magdeburger Gericht ein Verbrechen der deutschen Polizei anerkennt und gleichzeitig seine Straffreiheit gewährleistet!

Die Zahl der Todesfälle von Migrant*innen an den europäischen Grenzen nimmt zu, ebenso wie die Zahl der Angriffe auf die Menschen und Häuser von Migrant*innen. So ist die Sicherheit und das Leben der Migrant*innen, nachdem sie den Gefahren auf dem Weg überlebt haben, bei weitem nicht von den europäischen Staaten gewährleistet.

Wir fordern:

  • Stopp den Morden von Migrant*innen an den europäischen Grenzen durch die Polizei, die Armee und die Frontex-Agentur
  • Die politische und moralische Verantwortung der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb für die Verbrechen ihrer Polizei und Armee.
  • Stopp den Misshandlungen von Migrant*innen auf dem Weg nach Europa
  • Faire Visumerteilung an beiden Ufern des Mittelmeers: gleiche Visapolitik für afrikanische und europäische Bürger*innen.

Facebook Seite von NAFS

Stop the war on migrants! Remembering Ceuta in struggle

Sit-in at Checkpoint Charlie: Stop the war on migrants
Saturday, February 6th, 12 p.m. – 3 p.m.

Checkpoint Charlie, Friedrichstr. 43–45 Subway: U 6 Kochstraße, U 2 Stadtmitte Bus: M 29 Kochstraße

Conference: Saturday, February 6th, 6 – 9 p.m. Mehringhof Versammlungssaal, Gneisenaustr. 2a

Organizers: Voix des Migrants, URBB (Union des Réfugié-es de Berlin-Brandenbourg), Refugee Community Berlin, ae act (afrique-europe-interact), Watch The Med Alarm Phone, Corasol

(deutsch unten)

Aufruf des Netzwerks Afrique Europe Interact zum Gedenken an die Toten von Ceuta und Melilla: Schluss mit Mord und Verfolgung an den Toren der Festung Europa! Bewegungsfreiheit überall!

Was & Wo: Dezentrale Aktionen an spanischen und marokkanischen Einrichtungen – auch an Flughäfen mit Direktverbindungen nach Marokko

Wann: Möglichst in der Woche zwischen dem 24. und 28. Februar, überall in Europa


Am 6. Februar 2014 versuchten 400 Migrant_innen in einer kollektiven Aktion die hochgerüstete Grenze der spanischen Enklave Ceuta (eine der zwei direkten Außengrenzen der EU auf afrikanischem Boden) vom Meer aus zu überwinden. Die spanische Guarda Civil beantwortete den Versuch, auf EU-Territorium zu gelangen, indem sie die Menschen im Wasser mit Gummigeschossen und Tränengas beschoss. Marokkanische Grenzpolizist_innen, unterstützt von ortsansässigen Rassist_innen, beteiligten sich von Land aus an der mörderischen Menschenjagd. Mindestens 9 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben, und mindestens 50 werden nach Aussage der Gruppe „illegale Subsaharier_innen in Marokko“ noch vermisst. Dutzende wurden verletzt und illegal nach Marokko zurückgeschoben.

Appel du réseau Afrique Europe Interact en commémoration des morts de Ceuta et Melilla: Stoppez l'assassinat et la persécution devant les portailles de la forteresse Européenne! Liberté de circulation partout!

Quoi & ou: Des actions décentralisées devant des institutions espagnoles et marocaines – aussi aux aéroports où il y a des vols directs au Maroc


Quand: Si possible dans la semaine entre le 24 et le 28 Février partout en Europe


Le 6 février 2014, 400 migrants essayaient, dans une action collective, de surmonter la frontière de l’enclave de Ceuta (l’une des deux frontières directes de l’Union Europeenne sur la terre africaine)
à travers la mer. La Guarda Civil espagnole, en réaction contre la tentative d’entrer sur le territoire de l’UE, tirait sur les gens dans l’eau avec des balles de caoutchouc et avec du gaz lacrimogene. Des policiers marocains, soutenus par des racistes autochtones, participaient aussi dans la chasse meurtrière aux gens. Au moins 9 gens perdaient leur vie ce jour et au moins 50 gens
étaient portés  disparus selon le group „Clandestins Subsahariens au Maroc“. Des douzaines d’autres étaient blessé(e)s et refoulé(e)s illégalement au Maroc.