Tag: call for action

Demonstration am 30.03.2019 in Berlin: „Für sichere Häfen und solidarische Städte: SeehoferWegbassen

#SeehoferWegbassen

von Seebrücke

Samstag, 30. März, 14 Uhr
Berlin, bei der Oberbaumbrücke

Heimathorst hat wieder zugeschlagen – diesmal besonders radikal. Für uns ist klar: hierauf bedarf es eine Antwort der solidarischen Gesellschaft, also von uns allen! Am 30.03.19 werden wir wieder richtig laut und streiten für unsere Gesellschaft der Vielen, der Sicheren Häfen und solidarischen Städte. Mach mit!  

Diesmal im Angebot vom Heimathorst: Das „Rücksichtslose-Abschiebe-Gesetz“, pardon „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“. Es schränkt Rechtsstaatlichkeit, faire Verfahren und zivilgesellschaftliches Engagement ein. Es ist ein Angriff auf Schutzsuchende, und auf uns alle, auf unsere selbstbewusst vielfältige Gesellschaft!

Der Entwurf sieht vor:

  1. Geflüchtete Menschen, die von Abschiebung bedroht sind, sollen bei zu geringer Kooperation in reguläre Gefängnisse gesteckt werden können.
  2. Systematische und dauerhafte Entrechtung von Menschen, die nach Sicht der Ausländerbehörde irgendwann einmal etwas „falsch“ gemacht haben oder nur aus dem falschen Herkunftsland kommen. Seehofer schafft einen neuen Status unterhalb der Duldung: Rechtlosigkeit.
  3. Menschen, die sich der Abschiebe- und Abschottungspolitik in den Weg stellen, sollen bestraft werden.
  4. Genauso wie zivile Seenotretter*innen heute vor Gerichten stehen, weil sie Leben gerettet haben, soll auch die Veröffentlichung von Abschiebeterminen eine Straftat werden.

Der Gesetzesentwurf betrifft Schutzsuchende sowie Menschen in der sozialen Arbeit, in Beratungsstellen und im Journalismus. Die Gesellschaft der Vielen soll zum Schweigen gebracht werden, aber wir machen genau das Gegenteil!

Am 30. März gehen wir gemeinsam auf die Straße und fordern Seehofer auf zum ungeordneten Rücktritt! Schließe Dich uns an!

Samstag 30. März – bei der Oberbaumbrücke 
14 Uhr Auftaktkundgebung

Hier findest du den vollständigen Aufruf in vielen Sprachen und alle unterstützenden Organisationen.

MITMACHEN:

Aufruf: Polizeiangriff Donauwörth – Prozesse gegen Geflüchtete ab 7.11. in Augsburg

Donauwörth police attack – David Jassey’s interview from Culture of Deportation II on Vimeo.

*25.10.2018 Aufruf (erratum)*
(in English: http://cultureofdeportation.org/2018/10/25/donauwoerth-call)

*Polizeiangriff Donauwörth – Prozesse gegen Geflüchtete starten am 7.
November in Augsburg*

Der bayerische Staat setzt die strafrechtliche Verfolgung der Geflüchteten fort, die im März Opfer der Polizeirazzia in Donauwörth wurden. Gerichtsprozesse gegen die gambischen Geflüchteten, die Rechtsmittel gegen ihre ungerechten Strafbefehle eingelegt haben, werden am 7. November 2018 in Augsburg beginnen.

Am Nachmittag des 14. März erlebten die Bewohner*innen des Isolationslagers Donauwörth eine brutale Polizeirazzia als Folgemaßnahme zur Polizeipräsenz der vorherigen Nacht im Lager. Rund 200 voll bewaffnete Beamt*innen, darunter Bereitschaftspolizei, drangen mit Hunden in das Lager ein. 32 gambische Geflüchtete wurden mit massiver Brutalität inhaftiert. Zwei wurden noch am selben Tag freigelassen, während die anderen 30 für etwa zwei Monate in Untersuchungshaft waren. Die Polizei stigmatisierte sie als “Randalierer” und”Rädelsführer” und beschuldigte sie, in der Nacht vor der Razzia die Abschiebung einer Person im Lager gestoppt zu haben. Sie wurden mit zweifelhaften Listen identifiziert, die mit Hilfe des Sicherheitspersonals der Malteser erstellt wurden.

Die gambische Community in Donauwörth wies den Vorwurf, die Durchsetzung der nächtlichen Abschiebung behindert zu haben, als offensichtlich unbegründet zurück. Es wurde bestätigt, dass es keinen Widerstand gegen die
Polizei gab. Die Polizei erschien im Lager, um einen Gambier wegen einer Abschiebung zu verhaften, der sich in dieser Nacht jedoch weder in seinem Zimmer noch an einem anderen Ort im Lager befand. Die Bewohner*innen
verschiedener Nationalitäten stellten einfach das Verhalten der Polizei in Frage, die zufällig an Türen klopfte, und sie auf der Suche nach der Person weckte. Der Feueralarm wurde ausgelöst, der weitere Bewohner*innen
aufweckte und sie aufforderte, sich in Sicherheit zu bringen.

Dass die Razzia am nächsten Tag sich ausschließlich gegen Gambier richtete, ist ein offensichtlicher Akt des institutionellen Rassismus. Es besteht kein Zweifel, dass die Razzia darauf abzielte, die Community-Organisation
der gambischen Geflüchteten in Donauwörth zu schwächen.

Die verhafteten Geflüchteten wurden wegen unbegründeter Vorwürfe des Landfriedensbruchs und in einigen Fällen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Widerstandes gegenüber Polizist*innen für zwei Monate
inhaftiert. Mitte Mai wurden sie aus der Untersuchungshaft freigelassen, jeweils mit einem Strafbefehl auf der Grundlage dieser Vorwürfe. Viele wurden dazu gedrängt, den Strafbefehl mit Unterschrift zu akzeptieren, um
frei zu kommen, ohne den aber zu verstehen oder über ihre Beschwerderechte informiert zu werden. Die unter 21-Jährigen wurden ohne weitere Strafe freigelassen, wurden aber für schuldig erklärt. Die zweimonatige Isolation
in Untersuchungshaft unter schwierigen Bedingungen wurde in ihrem Fall als ausreichende Strafe erklärt. BAMF und die Zentrale Ausländerbehörde Schwaben schlossen sich diesen Manipulationen an, indem sie
fragwürdigerweise die Dublin-Frist für viele Betroffene von 6 auf 12 Monate verlängerten – aufgrund ihrer Inhaftierung. Die Gruppe wurde weiter mit Dublin-Abschiebungen verfolgt – im Einklang mit der anhaltenden deutschen Abschiebekultur. Einige wurden bereits aus dem Gefängnis nach Italien in ein Leben auf der Straße abgeschoben, viele andere kurz nach ihrer Entlassung.

Aufgrund dieser skrupellosen Zusammenarbeit zwischen der Strafjustiz und dem Asylsystem ist es nur einer Handvoll der kriminalisierten Geflüchteten gelungen, rechtliche Schritte gegen die Strafbefehle zur Verteidigung vor Gericht einzuleiten. Einige der Abgeschobenen hatten einen anhängigen Einspruch gegen ihren Strafbefehl.

Zwei gambische Geflüchtete werden die Vorwürfe vor dem *Amtsgericht Augsburg am 7. November um 13 Uhr* anfechten. *Wir rufen Aktivist*innen und Freunde auf, ihre Solidarität zu zeigen* und diese staatliche Legitimation
der Polizeigewalt gegen Geflüchtete zu beobachten. *Schluss mit der politisch motivierten Kriminalisierung von Geflüchteten in Bayern!*

*Kommt zum Gericht: Amtsgericht Augsburg, Am Alten Einlaß 1, 86150 Augsburg*

Mitglieder der Refugee Community Donauwörth und Arbeitsgruppe Culture of
Deportation

*Kontakt:*
Tel. +49 15214069014 / David Jassey
Email: david.donauwoerth@gmail.com

*Mehr Information:*
http://cultureofdeportation.org/2018/10/25/donauwoerth-aufruf/
<http://cultureofdeportation.org/2018/10/25/donauwoerth-call/>
https://www.akweb.de/ak_s/ak640/45.htm
https://www.akweb.de/ak_s/ak642/34.htm
https://vimeo.com/296197583

*Mobi-Video*: https://vimeo.com/296717141

*Spenden für die Betroffene des Polizeiangriffs in Donauwörth,
einschließlich Anwaltskosten:*

Bayerischer Flüchtlingsrat
Bank für Sozialwirtschaft
IBAN: DE89 7002 0500 0008 8326 02
BIC: BFSWDE33MUE (München)
Verwendungszweck “Donauwoerth

Was ist in Ellwangen passiert? Ein Statement von den Geflüchteten in Ellwangen

refugees4refugees Ellwangenby refugees4refugees

english below

Die Situation in Ellwangen begann schon vor der Razzia am vergangenen Donnerstag. Nämlich im April 2018:

„Wir haben uns mit dem Leiter der LEA in Ellwangen getroffen. Wir haben ihm über unser Leben in der Unterkunft und wie die Leute sich hier fühlen erzählt, auch wegen die Duldung und Dublin regeln.“

Er versprach uns, dass wir mit der Presse und mit PolitikerInnen über unsere Situation reden können, da er und die Hausverwaltung nicht für die Zustände verantwortlich seien. Er wollte sich um alles kümmern.

Am 27. April hatten wir dann ein gemeinsames Treffen mit dem Leiter der LEA. Bei diesem Treffen sagte er, wir könnten die Presse am Donnerstag, dem 03. Mai treffen.

Um 3 Uhr morgens am Montag, dem 30. April, hörten wir viel Lärm. Als wir draußen ankamen, beschwerten sich Leute über die Abschiebung eines Togolesen. Wir sahen, dass die Polizei den Mann zwingen wollte, in ihr Auto einzusteigen – er war bereits in Handschellen. Und er sagte zur Polizei, dass er nicht einverstanden sei. Also sagten auch wir, dass wir die Polizei den Mann nicht einfach aus der Unterkunft mitnehmen lassen. Als sie sahen, dass immer mehr Leute von der Unterkunft nach draußen kamen, zogen sie sich zurück.“ Wir waren zu dem Zeitpunkt um die 30/40 Leute.“ Das berichten die Geflüchteten aus Ellwangen. Die Polizei war schon weg, als noch weitere Geflüchtete zum Ort des Geschehens kamen. Sie trafen nur noch den Mann in Handschellen an, während wir ihnen von der Situation erzählten.

Die Berichterstattung schreibt nun von bis zu 200 Personen. Doch in der Unterkunft in Ellwangen sind aktuell weniger als 150 afrikanische Geflüchtete untergebracht. Wenn der Vorwurf, dass wir die Polizei umringt hätten, stimmen würde, wie wäre es ihnen dann überhaupt möglich gewesen, sich so unproblematisch zurückzuziehen? Wenn die Polizei sich so sicher ist, sollten sie doch in der Lage sein, Beweise dafür anzubringen. Die deutsche Polizei ist – wie wir wissen – sehr professionell im berichten über ihre Kontrollmacht.

An dieser Stelle scheint der Rassismus der deutschen Polizeibehörden ihnen selbst auf die Füße zu fallen. („Oh, afrikanische Geflüchtete, die sind aggressiv.“)

„Nach einer Stunde kam ein Security Mitarbeiter mit dem Schlüssel der Handschellen, befreite den Mann und ging mit den Handschellen wieder.
Wir waren überrascht, als dann gegen 10:00 Uhr morgens, nochmal der Einrichtungsleiter zu uns kam und uns aufforderte, ihm die Handschellen zu geben. Wir fragten: „Why are you trying to fool us when the handcuff is with the security officer?“ Wir gingen danach zum Security Mitarbeiter, der die Handschellen mitgenommen hatte. Wir fragten ihn, warum er den Einrichtungsleiter nicht über den Verbleib der Handschellen informiert hatte, woraufhin dieser erwiderte, dass der Einrichtungsleiter bereits informiert wurde.“

An dieser Stelle war uns klar, dass etwas falsch läuft. Erpressung und Intrigen, um uns ungerechtfertigter Weise zu kriminalisieren.

„Am Donnerstag, dem 3. Mai, um 5:00 Uhr morgens – also an dem Tag, an dem wir die Presse hätten treffen sollen (was vom Einrichtungsleiter organisiert wurde) – hörten wir Schreie und Rufe: „Polizei! Polizei!“ Die Polizei brach sämtliche Zimmertüren gewaltsam auf (obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann), stürmte die dunklen Zimmer mit hellen Taschenlampen und schrie, „Polizei! Polizei! Hands up, don`t move! Give me your Ausweis and Camp chip card! Do you have a handy?“ Daraufhin wurden wir mit Kabelbindern gefesselt und sollten uns auf den Boden legen. Nach der Kontrolle der Ausweise und der Camp-Chipkarten, um die Personen zu identifizieren, ging die Polizei weiter und durchsuchte unsere Kleidung und gesamten Zimmer. Davor fragten sie uns noch, ob wir irgendwelche gefährlichen Waffen oder Drogen in unserem Besitz hätten. Einige von uns waren nackt und ihnen wurde verboten, sich etwas anzuziehen – auch trotz Erkältungen. Wir wurden gezwungen ruhig zu sein und wir wurden geschlagen, wenn wir es gewagt haben, Fragen zu stellen. Unsere Hosen und Geldbeutel wurden durchsucht. Von einigen von uns, die mehr als 200,- Euro hatten, nahmen sie Geld mit.

Nach der Razzia wurden 27 Personen festgenommen und in ein anderes Gebäude, gegenüber der Polizeistation auf dem Gelände der Unterkunft, gebracht. Eine der betroffenen Personen, die verhaftet wurde, weil sie unregistrierte Lyca Simkarten hatte, erzählt, wie schlecht sie behandelt wurden, gefesselt und in der Kälte stehen gelassen.

Eine junge Frau, die ihrem Partner Kleidung brachte, durfte ihm nicht helfen, Klamotten zu tragen. Aber ein anderer festgenommener und gefesselter Freund half ihm, während die Polizei sie beobachtete. Einem anderen Freund von uns wurde vom Polizeichef untersagt, die Toilette zu benutzen. Der gleiche Polizeichef befragte einen anderen Polizeibeamten, warum ein Geflüchteter ohne, mit Kabelbindern, verbundenen Händen in die Schlange der Festgenommenen gebracht wurde. Er ordnete an, auch diesen Geflüchteten zu fesseln.

Einer nach dem anderen wurde verhört – im Dabeisein von fast 20 Polizeibeamten mit Hunden. Außerdem wurden wir fotografiert und danach in die Polizeistation auf dem Unterkunftsgelände gebracht, wo uns Fingerabdrücke abgenommen wurden. Selbst einer der Sozialarbeiter war schockiert, dass ein solcher Prozess losgetreten wird, beispielsweise aufgrund des Besitzes von SIM-Karten.

Als die Polizei schließlich weg war, gab es einige Verletzte, die ins Krankenhaus kamen. Zur gleichen Zeit begannen einige Medien, von außerhalb der Unterkunft aus, zu berichten.
Wir sind erschüttert, wie die Medien die erlogenen Polizeiberichte einfach übernommen haben, ohne die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren oder uns zu fragen, was passiert ist.

Wir, die Geflüchteten aus Ellwangen, sind nicht gewalttätig. Auch wenn die Polizei sagt, wir hätten sie angegriffen. Es gab während des Vorfalls eine Distanz zwischen uns und der Polizei. Unser Bruder in Handschellen stand zwischen uns und der Polizei. Wir haben Beweise für alles, was die Polizei mit uns gemacht haben.

Jetzt haben wir uns entschieden, eine Demonstration zu machen. Für uns ist das die einzige Möglichkeit, Leute darüber zu informieren, was tatsächlich passiert ist. Die Medien verfälschen unsere Statements und wenden sie gegen uns.

Wir treffen uns am Mittwoch, dem 9. Mai um 17:00 Uhr an der Ellwangener LEA.

Gegen Rassismus
Gegen den Populismus der Medien
Gegen Polizeigewalt
Gegen die Kriminalisierung von Geflüchteten

Terminüberischt:

12:00 Mahnwache am Marktplatz
Kommt vorbei, wenn ihr hören wollt, was tatsächlich passiert ist.

17:00 Kundgebung und Demonstration vor der LEA

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KONTAKT:
Flüchtlinge für Flüchtlinge (Refugees4Refugees)
Selbstorganisierte Beratungsstelle von und für Gefluchtete
Böblingerstr. 105
70199 Stuttgart
Tel.: 015172207248
https://refugees4refugees.wordpress.com/

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English translation

written by Enough Is Enough!

Statement by the refugees from #Ellwangen, Germany on police-raid

Dear Friends and Friends

The situation in Ellwangen began even before the Razzia last Thursday. Namely, in April 2018:

“We met with the head of the LEA in Ellwangen. We told him about our life in the accommodation and how people feel here, also about of the systems of “Duldung” and “Dublin”.

He promised us that we could talk to the press and politicians about our situation, as he and the property management were not responsible for the conditions. He wanted to take care of everything.

On April 27th we had a joint meeting with the head of the LEA. At this meeting he said we could meet the press on Thursday, May 3rd.

At 3 a.m. on Monday, April 30th, we heard a lot of noise. When we got outside, people complained about the deportation of a Togolese. We saw that the police wanted to force the man to get into her car – he was already handcuffed. And he told the police that he disagreed. So we also said we wouldn’t let the police just take the man out of the accommodation. As they saw more and more people coming out of the house, they withdrew.” We were about 30/40 people at the time.” That’s what the refugees from Ellwangen report. The police already had left when more refugees came to the scene. They only met the man in handcuffs while we told them about the situation.

Media coverage now covers up to 200 people. However, less than 150 African refugees are currently accommodated in the accommodation in Ellwangen. If the accusation that we surrounded the police were true, how would they have been able to withdraw so easily? If the police are so sure, they should be able to provide evidence. The German police is – as we know – very professional in reporting about their control power.

At this point, the racism of the German police authorities seems to be falling on their own feet. “(“Oh, African refugees, they’re aggressive.”)

“After one hour, a security guard came in with the keys to the handcuffs, freed the man and left with the handcuffs. We were surprised when around 10:00 o’clock in the morning, the manager came to us again and asked us to give him the handcuffs. We asked: “Why are you trying to fool us when the handcuff is with the security officer?” We went to the security guard who took the handcuffs. We asked him why he had not informed the head of the facility about the whereabouts of the handcuffs, whereupon he replied that the head of the facility was already informed”.

At this point it was clear to us that something was going wrong. Extortion and intrigues to criminalize us unjustifiably.

“On Thursday, May 3rd, at 5:00 a.m. – the day we should have met the press (organized by the director of the facility) – we heard screams and shouts: “Police! Police!” The police forcibly broke open all the room doors (although the doors in the facility cannot be locked), stormed the dark rooms with bright flashlights and shouted, “Police! Police! Hands up, don`t move! Give me your ID and Camp chip card! Do you have a mobile?” Then we were tied up with cable ties and were supposed to lie down on the floor. After checking the identity cards and camp chip cards to identify the people, the police went on and searched our clothes and entire rooms. Before that, they asked us if we had any dangerous weapons or drugs in our possession. Some of us were naked and were forbidden to put anything on – even with colds. We were forced to be quiet and we were beaten when we dared to ask questions. Our pants and wallets were searched. They took the money away from some of us, who had more than 200,- Euro.

After the raid, 27 people were arrested and taken to another building opposite the police station on the premises of the accommodation. One of the people who was arrested for having unregistered Lyca Sim cards tells how badly they were treated, tied up and left out in the cold.

A young woman who brought clothes to her partner was not allowed to help him wear clothes. But another arrested and tied friend helped him while the police watched her. Another friend of ours was forbidden to use the bathroom by the police chief. The same police chief asked another police officer why a refugee was brought into the line of those arrested without their hands tied with cable ties. He also ordered this refugee to be tied up.

One by one was interrogated – in the presence of almost 20 police officers with dogs. We were also photographed and then taken to the police station on the accommodation site, where fingerprints were taken. Even one of the social workers was shocked that such a process was being kicked off, for example because of the possession of SIM cards.

When the police finally left, there were some wounded who came to the hospital. At the same time some media began to report from outside the accommodation.
We are shocked at how the media have simply taken over the lying police reports without researching the actual events or asking ourselves what happened.

We, the refugees from Ellwangen, are not violent. Even if the police say we attacked them. There was a distance between us and the police during the incident. Our brother in handcuffs stood between us and the police. We have evidence of everything the police have done to us.

Now we have decided to make a demonstration. For us, this is the only way to inform people about what actually happened. The media falsifies our statements and turns them against us.

 

Corasol: Manifestation 7.9. – Contre la tyrannie der Ausländerbehörde

Les lois d‘asile rendent difficiles les conditions de vie des
réfugié*es.

Le Ausländerbehörde de Königs Wusterhausen particulièrement traîte très mal les réfugié*es, voir même, bafoue leurs dignités. Face á cette injustice, nous vous invitons massivement á venir manifester avec nous le 7 Septembre á 12 heures. Le point de rencontre est devant la gare de Königs Wusterhausen.

Départ groupé possible à partir du Ostbahnhof. Point de rencontre: 11:20h à quai 3

Pourquoi nous organisons cette manifestation: nous faisons cette manifestation en semaine, car nous voulons atteindre les gens qui travaillent aux Behörde, leur faire prendre conscience qu’ils traient de la vie de personnes et non de simples bouts de papier. A Königs Wusterhausen, quand nous venons renouveller nos documents, la police est présente dans les bureaux, prète à tout instant à arrêter et mettre en prison ou dans le prochain avion quiconque dont le temps sur le territoire allemand est “écoulé”. De nombreuses personnes sont soumises
à des fouilles, des visites soudaines au Heim et à des déportations non annoncées. Pour cela, nous voulons dire eux personnes qui viennent “juste faire leur job”, que non, ca ne se passe pas comme ca! Émmigrer n’est pas un crime!

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The German asylum law creates harsh living conditions for refugees.

In Königs Wusterhausen in particular, the Ausländerbehörde applies
practices that strip away refugee`s dignity.
We invite everyone to join in with our protest against these injust
practices on September 7th, 12 a.m. starting from the train station
Königs Wusterhausen.
Meeting point in Berlin:

Why we are doing this manifestation: We choose to go during the week to
this Ausländerbehörde, because we want to confront the workers of the
Behörde with their responsability in dealing with human lifes and not
mair papers. In Königs Wusterhausen, when you come to renew your
documents, police is constantly waiting in the office, ready to arrest
you and put you in jail or in the next flight, if they decided your time
in Germany “has ended”. Lots of persons noticed their rooms have been
searched while they were out, or they get visit from state workers, and
there is many non announced deportations. This is the reason why we want
to tell the people who are “just doing their job” that, no, this is not
the way it has to be! Emigration is not a crime!

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Das Asylgesetz macht Geflüchteten das Leben schwer.
Besonders in Königs Wusterhausen behandelt die Ausländerbehörde die
Geflüchteten willkürlich und entwürdigend.
Um gegen ihre ungerechten Praktiken zu demonstrieren, laden wir euch
ein, mit uns am 7.September um 12 Uhr zu demonstrieren. Startpunkt ist
der Bahnhof Königs Wusterhausen.
Gemeinsame Anreise ist vom Ostbahnhof aus möglich. Treffpunkt ist um
11:20 Uhr auf Gleis 3.

Warum machen wir diese Demo: Wir haben diese Demo unter der Woche
organisiert, weil wir die Beamt*innen der Ausländerbehörde mit ihrer
Verantwortung konfrontieren wollen. Sie entscheiden über das Leben von
Menschen, handeln nicht nur bloßen Papierkram ab. In Königs
Wusterhausen, wartet ständig Polizei im Büro, wenn wir unsere Dokumente
erneuern. Jede Person, für die entschieden wurde, ihre Zeit in
Deutschland sei nun “um”, kann direkt festgehalten, in den Knast oder
ins nächste Flugzeug gesteckt werden. Viele Menschen bemerken, dass ihre
Zimmer im Heim durchsucht werden, kriegen Besuch von den Behörden und
die nicht angekündigte Abschiebungen vermehren sich. Deswegen machen wir
diese Demo, um den Meschen, die “bloß ihren Job machen” zu sagen, nee,
das geht so nicht! Migration ist kein Verbrechen!

Internationaler Tag der Rom*nja

Romnja Power Month 2017Liebe Leute!
Dieses tolle, riesige Wandplakat wird die Demo zum Internationalen Tag der Rom*nja, 8. April, an einer Häuserwand in Berlin-Kreuzberg hängend bewerben! Möchtest du beim Ausmalen (unter professioneller Anleitung) mithelfen? Dann komm diesen Freitag oder Samstag ins RomaniPhen Archiv! Anmeldung unter: Plakatmalen@web.de
Sa 11. und So 12. März jeweils von 11 – 18 h. Wer mag, kann zb für 1 oder 2 Stunden mithelfen
Wir freuen uns!
Danke an das Bündnis gegen Rassismus für diese tolle Aktion!
#RomnjaPowerMonth #MalenNachZahlenWarGesternKommZuRomaniPhen

Romnja Power Month 2017 Programm

Aktionswochen gegen Abschiebelager in Ingolstadt 04.03.2017

Aktionswochen gegen Abschiebelager in Ingostadt

Liebe Interessierte,
wir möchten Euch heute auf die Aktionswochen gegen Abschiebelager in Ingolstadt aufmerksam machen. Es ist uns gelungen, ein vielfältiges und interessantes Programm aus Vorträgen, Konzerten und politischen Aktionen zusammenzustellen. Am Samstag, den 04.03. wird es im Rahmen der Veranstaltungen einen Aktionstag mit Demonstration geben. An diesem Tag lohnt es sich also auch für alle von nah und fern nach Ingolstadt zu reisen und ein Zeichen gegen Ausgrenzung, Entrechtung und Abschiebelager zu setzen!
hier findet ihr unseren Flyer zu den Aktionswochen mit Informationen zum Programm..

Teilt die Veranstaltung und kommt alle zahlreich nach Ingolstadt!

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Mit den Aktionswochen vom 2. – 15. März 2017 möchten wir über das System der Abschiebelager und die Situation der Menschen Vorort informieren und mit euch in Austausch treten.

Seit Herbst 2015 gibt es in Manching/Ingolstadt und Bamberg sogenannte Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen (ARE). Bei diesen Einrichtungen handelt es sich um Abschiebelager. Anfangswurden dort nur Menschen aus den Westbalkanstaaten eingewiesen, da ihre Länder zu sicheren Herkunftsstaaten deklariert wurden und ihnen deswegen eine schlechte Bleibeperspektive unterstellt wurde. Viele haben zuvor über Monate bis zu mehreren Jahren in Bayern gelebt. Mit der Begründung der schlechten Bleibeperspektive werden dort seit einiger Zeit auch Geflüchtete aus der Ukraine untergebracht.

Ziel der bayerischen Regierung ist es diese Geflüchteten in Asylschnellverfahren abzulehnen und abzuschieben oder zur „freiwilligen“ ausreise zu drängen.

Erniedrigende und menschenunwürdige Bedingungen sollen die Betroffenen zermürben und ihnen zeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind. Bewohner*innen unterliegen einer verschärften Residenzpflicht, werden isoliert, haben kaum Zugang zu Sozial- und Rechtsberatung und sind aufgrund fehlender Öffentlichkeit schutzlos den Behörden ausgeliefert. Kinder dürfen weder eine öffentliche Schule besuchen, noch in den Kindergarten gehen.

Mit den Aktionswochen wollen wir unseren Protest gegen die Isolierung und Entrechtung in den Abschiebelagern auf die Straße tragen. Wir verlangen faire, individuelle Asylverfahren für alle Menschen, egal woher sie kommen! Wir sind für eine konsequente Bekämpfung von Fluchtursachen und gegen die systematische Diskriminierung von Minderheiten und gegen Waffenlieferungen in Krisengebiete, wie zum Beispiel die Ukraine!

Wir verurteilen die zermürbende Abschreckungs- und Abschiebepolitik der Bundesregierung aufs schärfste. Abschiebelager abschaffen! Jetzt!

PROGRAMMÜBERSICHT

Donnerstag 02.03.17 – Mittwoch 14.03.17

Ausstellung: „Inside Abschiebelager“

Eröffnung am Donnerstag 02.03.17 um 19.00 Uhr Taschenturmstr. 4

Samstag 04.03.17

AKTIONSTAG:

DISKUSSION: „BUT THIS IS HELL“

13:00 Uhr | Neuburger Kasten, Fechtgasse 6

DEMO: „ABSCHIEBELAGER ABSCHAFFEN!“

15:00 Uhr | Paradeplatz

FILM & DISKUSSION: „THE AWAKENING“ von und mit Kenan Emini (Alle bleiben)

19:00 Uhr | Neuburger Kasten, Fechtgasse 6

Dienstag 07.03.17

VORTRAG: „OFFENSICHTLICH UNBEGRÜNDET“

Zur Situation der Roma mit Nadia Wehrle (Madhouse)

19:00 Uhr | Vronis Ratschhaus, Donaustr. 1

Samstag 11.03.17

INNENSTADTAKTION: „Ingolstadt dreht auf“

Open Air Ausstellung und Live-HipHop von K.A.G.E.

11:00-15:00 Uhr | Fußgängerzone vor Modehaus Xaver Mayr

*Bei allen Veranstaltungen besteht ein Einlassvorbehalt.

Bei Fragen zum Programm wenden Sie sich bitte an:

InfObus Bayerischer Flüchtlingsrat:

Tel: 089 – 76 22 34 | infobus@fluechtlingsrat-bayern.de

Facebookveranstaltungen:

Aktionswochen 02.-14. März: https://www.facebook.com/events/1806482142926399/

Demonstration, Samstag 04.03.: https://www.facebook.com/events/171590316673030/

 

Unterstützer:

AKS Arbeitskreis kritische Sozialarbeit München |Aktionsbündnis gegen Abschiebehaft Eichstätt | Alle bleiben | Bayerische Ärzteinitiative für Flüchtlingsrechte | Bayerischer Flüchtlingsrat | DFG-VK Ingolstadt | Die Grünen Bezirksverband Bayern und Kreisverband Ingolstadt |Jane Addams Zentrum München e.V. | Die Linke Region Ingolstadt | GEW Stadtverband München | Karawane München | Kultur- und Arbeitskreis Sinti und Roma e.V. | Madhouse gemeinnützige GmbH München | Roma Antidiscrimination Network |

 

Bayerischer Flüchtlingsrat Geschäftsstelle München Büro Nordbayern Augsburger Str. 13 Gugelstr. 83 80337 München 90459 Nürnberg tel 089 76 22 34 tel 0911 – 99 44 59 46 fax 089 76 22 36 fax 0911 – 99 44 59 48

www.fluechtlingsrat-bayern.de

www.hinterland-magazin.de

www.facebook.com/Bayerischer.Fluechtlingsrat

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Invitation to a networking meeting to prepare protests – against the G20 Africa Partnership Conference – June 12th to 13th 2017 in Berlin

against the G20 Africa Partnership Conference - June 12th to 13th 2017 in Berlin

taz.de logo

Time:Wednesday, 25th of January 2017, 7 pm
Location: Aquarium (near Südblock)
Skalitzer Str. 6, U8/U12 Kottbusser Tor

german version bellow

Our initiative has been working on a criticism of the so-called ‘EU Migration Management’ launched in 2015. African and Asian states are forced to control and prevent migration. The European countries are drawing borders in Africa once again. Negotiations often take place in secret, bilaterally or on EU level (e.g. the so-called ‘Valetta Process’).
Security and life of millions of people are sold for couple of billion Euros.
Examples of the current policy of fortress Europe:

  • Provision of technical equipment for identification and surveillance
  • Equipment and training for police, border guards and (para)military troops
  • Readmission agreements and deportations even without passport papers and identification
  • Civil and military cooperation with non-democratic states, dictatorships, war criminals

We think our protest has to be voiced clearly.

There are different objectives and arguments and a variety of possible actions. We’d like to invite you to take part in the discussion and preparation of protests.

Contact for the present: buendnis_gegen_lager@riseup.net

Translations are planned, we’d like to ask for support.

EN_ Einladung Vernetzungstreffen EU Afrika Konferenz

DE_Einladung Vernetzungstreffen EU Afrika Konferenz

G20 calender for download

Einladung zu einem Vernetzungstreffen zur Vorbereitung von Protesten

– gegen die G20-Africa Partnership-Konferenz –

vom 12.-13. Juni 2017 in Berlin

Zeit: Mittwoch, 25.1.2017, 19 Uhr
Ort: Aquarium (neben Südblock), Skalitzer Str. 6, U8/U12 Kottbusser Tor

Eine Gruppe von Leuten beschäftigt sich seit einigen Monaten kritisch mit dem „EU Migrationsmanagement“ seit 2015. Afrikanische und asiatische Staaten werden genö-tigt, Auswanderung und Transitmigration zu kontrollieren und zu verhindern. Die europäischen Staaten ziehen wieder die Grenzen in Afrika.

Die Verhandlungen finden bilateral oder auf EU-Ebene (u.a. Valetta-Prozess) und häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Sicherheit und das Leben von Millionen von Menschen soll mit vielen Milliarden Euro verkauft werden.

Beispiele der aktuellen Abschottungspolitik:

– Lieferung von technischem Geräten zur Identifikation und zur Überwachung
– Ausrüstung und Training für Polizei, Grenzschutzbehörde und (para)militärischen Truppen
– Rücknahmeabkommen und Abschiebungen auch ohne Passpapiere und Identifikation
– Zivile und militärische Kooperation mit undemokratischen Staaten, Diktaturen, Kriegsverbrechern

Wir denken, dass unsere Kritik deutlich werden muss.

Es gibt verschiedene Adressaten, verschiedene Argumente, verschiedene Ausprägungen der politischen Arbeit. Beteiligt euch an der Diskussion und der Vorbereitung von Protesten.

Kontakt (vorläufig): buendnis_gegen_lager@riseup.net

Übersetzungen sind eingeplant, wir bitten um Unterstützung.

G20 Kalender zum download

Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2stay‘ vom 18. bis zum 23. März 2017

Welcome2stay Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2stay‘ vom 18. bis zum 23. März 2017

English, Français and Arabic below! انجليزي وعربي تحت! Einfaches Deutsch unten! Alle Flyer unten!

Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben

Das europäische System der Abschottung wird noch brutaler, Deutschland geht mit immer mehr Abschiebungen voran – lasst uns gemeinsam laut werden! Beteiligt Euch an den bundesweiten Aktionstagen vom 18. bis zum 23. März 2017 für Bleiberecht und gleiche soziale Rechte für alle. Zeigt Eure
solidarischen Netzwerke, Eure Kämpfe und Eure Visionen von einer Gesellschaft in der Migration keine Bedrohung ist.

Zu diesen bundesweiten Aktionstagen rufen wir, vom Bündnis Welcome2Stay, auf. Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen und Organisationen des Antirassismus, der migrantischen Selbstorganisation und der Willkommensinitiativen.

Wir fanden uns im Anschluss an den sogenannten „Sommer der Migration 2015“ zusammen, um gemeinsam eine zivilgesellschaftliche Stimme zu entwickeln. Auf einem Kongress im Juni 2016 einigten wir uns, auf die Kernforderungen nach gleichen sozialen Rechten für alle und dem Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.

Jetzt wollen wir aktiv werden und gemeinsam unseren Forderungen Ausdruck verleihen. Die Aktionstage sollen die Stimmen dieser solidarischen Gesellschaft hörbar machen. Sie sollen zeigen, an wie vielen Orten die ganz praktische Umsetzung dieser Forderungen schon gelebt wird. Ebenfalls sollen sie ein Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft setzten und gegen den Trend des autoritären
nach-unten-Tretens. Egal ob Straßenaktion, Demo, Nachbarschaftsfest oder Infostand: Macht Euch sichtbar, zeigt Eure Arbeit, zeigt Eure Kämpfe und Visionen. Werdet erfinderisch und vor allem: schickt uns Videos, Berichte und Fotos davon. Wir haben für die zentrale Organisation der Tage ein Team zusammengestellt, das die verschiedenen Aktionen koordiniert, Öffentlichkeitsarbeit macht und auch sonst für all Eure Fragen zur Verfügung steht. Für all dies wird es auch noch eine große Arbeitskonferenz in Göttingen am 14. Januar geben (s.u.).

Aufgrund der aktuellen Situation soll im Mittelpunkt des Aktionstages das Bleiberecht stehen: Die in den letzten Monaten verabschiedeten Asylpakete, in denen so genannte sichere Herkunftsstaaten definiert
wurden, haben bereits zu einem massiven Anstieg von Abschiebungen in winterkalte osteuropäische Länder geführt. Die Abkommen mit einigen afrikanischen Staaten, sowie mit Afghanistan lassen weitere
Massenabschiebungen in nächster Zeit befürchten. Vermutlich werden in den nächsten Monaten zehntausende Afghan*innen in ein vom Krieg zerstörtes und immer noch von kriegerischen Auseinandersetzungen gekennzeichnetes Land zurückgeschickt.

Warum das Wochenende vom 18. März 2017? An diesem Tag jährt sich die Unterzeichnung des EU-Türkei Deals, der die „Regulierung der Flüchtlingsströme“ zum Ziel hat und so zur Brutalisierung des
europäischen Grenzregimes beiträgt. Mit dem Aufruf zu Aktionen an diesem Tag reihen wir uns ein, in einen europaweiten Protest gegen das brutale Grenzregime und den Kampf für Bewegungsfreiheit, sowie das Recht auf Ankommen und Bleiben. So ruft auch das Hotel City Plaza in Athen zu Aktionen auf. Das Hotel City Plaza wurde vor einem halben Jahr besetzt und dient seit dem als siebenstöckiges, selbstverwaltetes Zuhause für Geflüchtete und Ort des Antirassismus und der Solidarität. (Hier findet Ihr den Aufruf:
http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

Um unsere Aktionen zu koordinieren und uns über Aktionsformen und
Handlungsansätze auszutauschen, einander zu inspirieren und zu ermutigen, laden wir zu einer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 von 12 – 17 h in die Musa in Göttingen ein.


 

Call for nationwide action days ‚Welcome2Stay‘ from 18th to the 23rd March 2017
For the right to come, to go and to stay

The European system of exclusion is getting more and more brutal. Germany is going ahead with more and more deportations – Let us raise our voice together! Join the nationwide days of action for a right to
stay and equal social rights for everyone from 18th to 23rd of March. Show your solidarity, your struggles and your visions of a society in which migration does not pose a threat.

Welcome2Stay is calling for these nationwide action days. We are a network of various groups and organisations working in the field of antiracism, self-organisation of migrants and welcoming initiatives.
Following the so called “Summer of migration 2015” we came together to develop a common civic voice and on a congress in June 2016 we agreed on two core demands for equal social rights and the right to come, to go and to stay.

Now we want to spring into action and express our common demands. The action days are supposed to raise attention to the voice of this solidary society. They are supposed to show that the practical application of these demands is already happening in many places. They are also supposed to take a stance against the current rightward shift in society and against the trend of authoritarian kicking down. It does
not matter if street action, demo, neighbourhood party or information booth: Take a stand. Show your work, show your struggles and show your visions. Get creative and above all send us videos, reports and pictures of it. We put together a team for the central organisation and coordination of the various activities on these action days. It will be also responsible for public relations and for any other questions. For all of this there will be also a big conference in Göttingen on the 14th January (see below).

Due to the current situation the focus of the action days will be on the right to stay. The adopted asylum packages, which state the so called safe countries of origin, led to a massive increase of deportations to
ice-cold eastern European countries. After the conclusion of agreements with some African states as well as with Afghanistan we fear further mass deportations in the near future. Probably in the next few months
ten thousands of Afghans will be send back to a country, which is still destroyed by war and suffers from military conflicts.

Why did we choose the weekend of 18th March 2017? On this day will be the anniversary of the ratification of the EU-Turkey deal. The objective of this deal was the “regulation of refugees’ flows”, which is
contributing to the brutalisation of the European border regime. With this call for the 18th March we are joining the Europe-wide protests against the brutal boarder regime and struggle for freedom of movement as well as the right to come and stay. Also the Hotel City Plaza in Athens is calling for action. This 7 floor hotel was squatted half a year ago and serves since then as a self-administrated home for refugees and as a place of antiracism and solidarity. (Here you can find
the call: http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

We invite you to our conference on 14th January 2017 in Göttingen (place and time will be announced). We invite you to coordinate our actions and to exchange views on our forms and approaches of action. We invite you to inspire and encourage each other. We invite you to our conference.


 

Rencontre de mouvements du bienvenue, de la solidarité, de la migration et de l’antiracisme

Appel aux journées d’actions « welcome2stay » du 18 au 23 mars 2017 dans toute l’Allemagne
Pour le droit de venir, de partir et de rester

Le système européen de l’isolation devient de plus en plus violent, l’Allemagne marche devant en augmentant le nombre de reconduites – Allons ! Devenons plus forts ensemble !
Participez aux journées d’actions du 18 au 23 mars 2017 pour le droit de séjour et des droits sociaux égaux pour toutes et tous. Présentez vos réseaux solidaires, vos luttes et vos visions d’une société où la migration n’est pas une menace.

Nous, l’alliance « welcome2stay », appelons à ces journées d’actions ayant lieu en toute l’Allemagne. « Welcome2stay » est un réseau de différents groupes et organisations de l’antiracisme, de la gestion autonome migrante et d’initiatives d’accueil.
Nous nous sommes retrouvés après le dit « été de la migration 2015 » pour développer ensemble une voix de la société civile. Lors d’un congrès en juin 2016, on s’est mis en accord sur les demandes de droits sociaux égaux pour toutes et tous et le droit de venir, de partir et de rester.

Maintenant, on veut devenir actif pour exprimer ensemble nos demandes. Les journées d’action ont pour but de rendre audible la voix de cette société solidaire. Elles visent sur le but de montrer à combien de lieux la mise en pratique de ces demandes est déjà réalisée. De plus, elles devraient ouvrir la voie contre l’actuelle poussée à droite dans la société et contre la tendance autoritaire de donner des coups de pieds vers le bas de la société. Peut importe si action dans la rue, manifestation, fête de voisinage ou stand d’information : Rendez-vous visible, montrez votre travail, montrez vos luttes et vos visions. Devenez inventifs et avant tout : envoyez-nous-en des vidéos, des rapports et des photos. Pour l’organisation centrale de ces jours, nous avons crée une équipe qui coordonne les différentes actions, qui travaille dans les relations publiques et qui est à votre disposition pour toutes vos questions. Pour tout cela, il y aura encore une grande conférence de travail à Göttingen le 14 janvier 2017 (voir ci-dessous).

À cause de la situation actuelle, le droit de séjour sera au centre des journées d’actions : Les dits « paquets d’asile » des mois récents, dans lesquels sont définis des soi-disant « États d’origine sûrs », ont déjà mené à une croissance massive de reconduites dans des pays de l’Europe de l’Est avec un hiver très froid. Les accords avec quelques états africains et avec l’Afghanistan ouvrent la voie à d’autres potentielles reconduites de masse dans le temps qui vient. Dans les prochains mois, des dizaines de milliers d’Afghans seront reconduits dans un pays qui est détruit d’une guerre continue.

Pourquoi choisir le week-end du 18 mars 2017 ? C’est le premier anniversaire de la signature du traité entre l’Union Européenne et la Turquie qui a pour but la « régulation des courants de réfugiés » et qui contribue de cette manière à la déshumanisation du régime de frontières européen.
Avec l’appel à des actions ce jour-là, nous nous classons dans la protestation à l’échelle européenne contre le régime de frontière inhumain, dans la lutte pour la liberté de mouvement et le droit de venir et de rester. C’est aussi l’hôtel « City Plaza » à Athènes qui a appelé à ces actions. L’hôtel « City Plaza » a été occupé il y a une demi-année et sert depuis à un refuge autogéré de sept étages pour des réfugiés et à un lieu de l’antiracisme et de la solidarité. (Ici, vous trouverez l’appel : http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

Pour coordonner nos actions, pour parler de différentes formes d’actions et d’approches et pour nous inspirer et encourager mutuellement nous invitons à une conférence de travail le 14 janvier 2017 entre 12 et 17 heures à la Musa à Göttingen.


 

دعوة إلى أيام الأنشطة السياسية في كل أنحاء ألمانيا من الاتحاد “قدمتم
أهلا ووطئتم سهلا” في الفترة من ال18 حتى ال23 مارس\ آذار
لأجل الحق بالمجيء وبالذهاب وبالإقامة

يصبح نظام الاعتزال حاليا أقسى وأقسى. ويتقدم ألمانيا مع أكثر وأكثر
ترحيلات – لئن نعلو صوتنا معا!
شاركوا بأيام الأنشطة السياسية في كل أنحاء ألمانيا في الفترة من ال18 حتى
ال23 مارس\ آذار للحق بالإقامة ولحقوق اجتماعية متشابهة لكل شخص. أروا
جماعاتكم للتضامن وكفاحاتكم ورؤاكم من مجتمع به الهجرة ليست تهديداً.

ندعو نحن من الاتحاد “قدمتم أهلا ووطئتم سهلا” إلى هذه أيام الأنشطة
السياسية. نحن اتحاد أو تحالف أو شبكة من جماعات ومنظمات مناهضة للعنصرية
مختلفة ومنظمات الذات من اللاجئين والمهاجرين وجماعات الاستقبال.
اجتمعنا إثر ما يسمى بـ”صيف الهجرة 2015“ لنطور معا صوت المجتمع المدني
فالصوت ممن يستقبل هجرة القادمين الجدد. اتفقنا في مؤتمر في يونيو\حزيران
أن مطابنا الأساسية هي حقوق اجتماعية متشابهة لكل شخص والحق بالمجيء
وبالذهاب وبالإقامة.

نريد الآن ان نصبح نشاطاً ونقدم مطالبنا معاً. على أيام الأنشطة السياسية
أن يُسمِع صوت المجتمع المتضامن هذا. عليها أن تري عدد الأماكن بها هذا أمر
واقع. وكذلك عليها أن تمثل رمزا ضد التحول الحالي إلى اليمين والسلوك
المستبد الذي هو تقليل القيمة ممن أدناه أو ممن له أقل حقوق. سواء آعمال في
الشوارع أو مظاهرات أو حفلات في الحارات أو طاولات مع معلومات فاتركوا
أنفسكم ظاهرين وأروا عملكم وكفاحاتكم ورؤاكم. أبدعوا وخصوصا. ابعث إلينا
فيديوهات وتقريرات وصور من نشاطاتكم. ألفنا فريقا للتنظيم ألأساسي الذي
سينسق الأفعال المختلفة والعلاقات العامة وسيساعدكم في كل المواضيع. لأجل
كل هذا سوف يوجد مؤتمر في مدينة غوتنغن في ال14 يناير\ كانون الثاني.

بفضل الوضع الحالي يتعين التركيز على الحق بالإقامة: القوانين الجديدة التي
أصبحت موافقة عليه في المدة الأخيرة فيها تمت تعيين ما يسمى ببلاد آمنة
قادت إلى رفع ظاهر من الترحيلات إل بلاد شرق أوروبا الباردة جدا بسبب
الشتاء. تهدد الاتفاقات مع بلاد إفريقية وأفغانستان بتحى أكثر ترحيلات. من
المحتمل أن يسفروا بشكل إجباري أفغانيين وأفغانيات بعدد الآلاف إلى بلد
مدمر من الحرب وبه ما زالت اشتباكات حربية.

لماذا نهاية الأسبوع من ال18 مارس\ آذار 2017؟ بهذا التاريخ عيد ميلاد
الاتفاقية بين ألمانية وتركيا التي هي هدفها تخفيف ما يسمى بـ”تيارات
اللاجئين” وبذلك تساهم في وحشية نظام الحدود الأوروبية.
بالدعوة إلى نشاطات في هذه الأيام نقف مع احتجاجات أخرى في كل أنحاء أوروبا
ضد نظام الحدود القاسي والكفاح لأجل حرية التحرك والحق بالمجيء وبالإقامة.
كذلك يدعو الفندق “سيتي بلازا” إلى أفعال. يُعتصم الفندق به قبل نصف سنة
ومنذ ذلك تخدم العمارة سبعة الطوابق كمنزل يُسكن وينظَّم من قبل اللاجئين
ومكان المناهضة للعنصرية التضامن.
)http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

لتنسيق أفعالنا والتبادل عن أنواع الأفعال والأهداف ولكب نلهم بعضنا بعضاً ندعو

إلى مؤتمر في ال14 يناير\ كانون الثاني في غوتنغن. سيتم تصريح الموقع والوقت


Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2Stay‘ vom 18. bis 23. März 2017

Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben

(Kurzfassung: leicht zu lesen)

Wir sind Aktive im Bündnis Welcome2Stay („Willkommen um zu bleiben“). Wir rufen Euch zu Aktionstagen vom 18. bis 23. März 2017 in ganz Deutschland auf.

Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus Gruppen gegen Rassismus, aus Organisationen von Migranten und  Willkommens-Initiativen. Wir fordern: gleiche soziale Rechte für alle und das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.

Die Aktionstage sollen die Stimme einer solidarischen Gesellschaft hörbar machen. Sie sollen ein Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck in der Gesellschaft setzen. Im Mittelpunkt soll das Bleiberecht stehen.

Am 18. März 2017 jährt sich der EU-Türkei-Deal. An diesem Tag werden europaweit Proteste stattfinden: gegen das brutale Grenzregime der EU und gegen die massenhaften Abschiebungen. Auch das selbstverwaltete Hotel City Plaza in Athen ruft zu Aktionen auf (hier). Wir reihen uns in diese Aktionen ein.

Macht Euch sichtbar: mit Straßen-Aktionen, Demos, Nachbarschafts-Festen oder Infoständen. Zeigt Eure Arbeit, Kämpfe und Solidarität. Bitte schickt uns Videos, Berichte und Fotos davon. Unser Koordinierungs-Kreis wird Eure Aktionen unterstützen und öffentlich machen.

Wir wollen die Aktionen mit Euch vorbereiten. Kommt zu unserer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 von 12 bis 17 Uhr in die Musa in Göttingen!


Hier geht’s zum Download, zum Ausdrucken und Weiterverbreiten:

in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Kurzfassung in einfachem Deutsch:

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Flyerversion-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Call-for-nationwide-action-days_flyer-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Franzoesisch-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Franzoesisch-page-002.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Flyer_arabisch-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf-Aktionstage-Kurzfassung-3.jpg

Alternativ die gleichen Flyer in PDF – Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Kurzfassung in einfachem Deutsch:

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyerversionaufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyerversion

call-for-nationwide-action-days_flyer

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_franzoesisch

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyer_arabisch

aufruf-aktionstage-kurzfassung-3

Welcome2Stay Arbeitskonferenz 14.01.2017 in Göttingen

Welcome 2 stay

Englisch, Arabisch, Farsi & Einfaches Deutsch sowie Anreiseskizze unten! Alle Flyer im Download

Liebe Aktive,

Wir möchten Euch, Eure Gruppen, Initiativen oder Organisationen zur nächsten Arbeitskonferenz von welcome2stay am 14. Januar 2017 in  Göttingen einladen.

Die Konferenz dient vor allem der Vorbereitung der Aktionstage, für die wir vom 18. – 23. März aufrufen. Zugleich soll sie auch Ort weiteren Kennenlernens und Vernetzens sein.

Mit den Aktionstagen wollen wir unseren Kernforderungen, das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben und gleiche soziale Rechte für Alle, hörbaren und sichtbaren Ausdruck verleihen. Sie sollen zeigen, an wie
vielen Orten unser solidarischer Gegenentwurf zur herrschenden Politik der Abschottung und nach wirtschaftlichen Maßstäben regulierter Migration bereits gelebt wird.
Thematischer Schwerpunkt der Aktionstage bildet das Recht auf Bleiben in all seinen Facetten, sowie der Kampf gegen Abschiebungen. Abschiebung zählt zu den radikalsten und brutalsten Verletzungen gleicher sozialer Rechte und des Rechts auf Bewegungsfreiheit und Bleiben. Für die Bundesregierung ist sie jedoch ein probates Mittel ihrer verschärften Asylpolitik und der Eingemeindung des Rechten Rands. Dagegen wollen und müssen wir gemeinsam laut werden. Den Aufruf zu den Aktionstagen findet Ihr hier: www.welcome2stay.org

Die Arbeitskonferenz im Januar wird zum einen ein Ort kreativer Ideensuche sein: welche Aktionsformen sind möglich? Womit haben wir gute Erfahrungen gemacht? Was ließe sich neu ausprobieren?

Zum anderen müssen auf ihr konkrete Schritte der Vorbereitung gegangen werden: soll aus den verschiedensten bundesweiten Aktionen ein Ganzes werden, brauchen wir Verfahren der Bündelung, wie regionale Koordinierungskreise und bundesweite highlights.

Einen Vorschlag zur Tagesordnung findet Ihr im Anhang zusammen mit dieser Einladung.

Die Konferenz findet von 12 – 17 h in der MUSA; Hagenweg 2a, Göttingen statt: (Die Musa findet sich 20 min zu Fuß vom Hbf die Leine flussabwärts oder mit dem Bus Nr. 11, 12, 73 bis Pfalz-Groner-Breite)

Um Anmeldung bitten wir unter mail@welcome2stay.org

Eine Bitte:
Da wir für diese Arbeitskonferenz für Räumlichkeiten und einen DolmetscherInnenpool etwas Geld brauchen, sind wir auf Spenden eurerseits angewiesen.

Vorschlag zur Tagesordnung

12:00 – 12:30 Uhr Begrüßung & Vorstellung
  • welche Personen / Gruppen mit welchen Erwartungen?
  • Was ist das Ziel der Konferenz
  • Vorstellung und Entscheidung der Tagesordnung
12:30 – 14:00 Uhr AG Phase
  • Entwickeln von Aktionsformen für die Aktionstage in regionalen AGs
  • Afghanistan AG (IL HH & Hazara Verein)
14:00 – 15:00 Pause
 
15:00 – 15:45 Uhr Vorstellung der AG Ergebnisse

15:45 – 17:00 Organisatorische Absprachen
  • regionale, städtische KoKreise wie z.B. in Berlin
  • Umsetzung der Aktionen
  • bundesweite Koordinierung
17:00 Ende der Veranstaltung

Herzliche Grüße,
euer welcome2stay KoKreis

 Anreiseskizze

Englisch, Arabisch, Farsi & Einfaches Deutsch sowie Anreiseskizze unten! Alle Flyer im Download!

Dear all,

We would like to invite you, your groups, initiatives or organizations to the next work conference of welcome2stay on the 14th of January, 2017 in Göttingen. The focus of the conference will be the preparation for the upcoming campaign days, for which welcome2stay calls up, between the 18th – 23d of march. At the same time the conference should also be a place to further connect and network.

With the campaign days we want to articulate our core demands, the right to come, to go and to stay and social rights for all.

This shall show at how many places people are already living a solidary counterdraft compared to the prevalent policy of separation and regulated migration based on economic standards. The main focus of the campaign days is on the right to stay in every aspect, as well as the fight against deportations. Deportations belong to the most radical and most violent violations of equal social rights and the right of freedom of movement. However, for the government it is a proven method of their exacerbated asylum policy and the integration of the marginal right wing. Against this we want and we must get loud! You can find the call of action here: www.welcome2stay.org

The working conference in January will be for one a place for a creative search for ideas: what forms of actions are possible? With what did we have good experiences? What could be novel approaches?

For another, concrete steps must be taken: in order to become a whole from various nationwide campaigns, we need bundling procedures, such as regional coordination teams and nationwide highlights.

Below you can find a suggestion for an agenda in the appendix.

The conference takes place from 12 – 17 pm in the MUSA at Hagenweg 2a, Göttingen. (The Musa is located a 20 minutes walk from the main station down the river Line or you can take the Bus Nr. 11, 12, 73 to Pfalz-Groner-Breite.)

To participate, we kindly ask you to register under:
goettingen@welcome2stay.org
Since we need to pay the rooms and interpreters for this working conference, we kindly ask for a donation.

Best regards,
your welcome2stay coordination team


 

دعوة لحضور مؤتمر العمل المنظم من قبل welcome2stayوالذي سيقام في 14 كانون الثاني / يناير 2017، في MUSA, Hagenweg 2a, Göttingen

من أجل حقوق اجتماعية متساوية للجميع و من أجل حق القدوم، الرحيل، و البقاء.

يسرنا دعوتكم و دعوة مجموعاتكم، مبادراتكم، و جمعياتكم لحضور مؤتمر العمل القادم المنظم من قبل welcome2stay في 14 كانون الثاني/يناير 2016 في غوتنغن (Göttingen). الهدف الرئيسي للمؤتمر هو التحضير لأيام الحملة (Aktionstage)التي أطلقنا الدعوة إليها و التي ستقام بين 18 و 23 آذار/مارس 2017. و سيكون هذا اللقاء بنفس الوقت فرصة للتعارف و التشبيك.

نريد في أيام الحملة هذه أن نجعل طلباتنا الرئيسية مسموعة و مرئية فيما يخص حق القدوم، الذهاب، و البقاء والحقوق الاجتماعية المتساوية للجميع. نريد أن تظهر أيام الحملة هذه عدد الأماكن التي ما زال يعيش فيها مقترحنا التضامني البديل لسياسات التفرقة القائمة و للهجرة المنظمة حسب معايير اقتصادية. سيكون أكثر التركيز خلال أيام الحملة على خلق حق البقاء بكل أشكاله و على النضال ضد الترحيل. يعد الترحيل من الاعتداءات الأكثر عنفا و راديكالية على الحقوق الاجتماعية للجميع و لحق حرية الحركة و البقاء، و لكن بالنسبة للحكومة يعد الترحيل وسيلة فعالة لسياسات اللجوء المشددة و ضم اليمين المهمش. نريد و يجب علينا أن نناضل بصوت عال ضد كل ذلك. تجدون الدعوة لأيام الحملة في هذا الرابط: www.welcome2stay.org

سيكون مؤتمر العمل في كانون الثاني / يناير مكانا للبحث عن أفكار خلاقة: ما هي أشكال النشاط الممكنة؟ ما هي تجارب النشاط الجيدة التي قمنا بها؟ ما هي الأساليب الجديدة التي يمكن تجربتها؟

من ناحية أخرى يجب علينا خلال المؤتمر مناقشة خطوات عملية للتحضير: هل يجب أن نوحد الحملات المختلفة في أنحاء الدولة، هل نحتاج إلى إجراءات لتوحيد العمل، كخلق دوائر تنسيقية مناطقية أو التركيز على أهم النشاطات على مستوى الدولة؟

ستجدون في الأسفل مقترح لبرنامج العمل

سيقام المؤتمر بين الساعة 12 و 17 في Hagenweg 2a, Göttingen, MUSA

يرجى التسجيل على العنوان التالي: mail@welcome2stay.org

مع أطيب التحيات، فريق عمل welcome2stay

الوصول إلى مكان إقامة المؤتمر: يقع ال MUSA على بعد 20 دقيقة سيرا على الأقدام من محطة القطار الرئيسية على طول نهر اللاينا(Leine) أو ممكن أخذ الباص رقم 11، 12، أو 73 حتى Pfalz- Groner- Breite

رجاء صغير: بما أننا نحتاج للمال للدفع لمكان إقامة المؤتمر و المترجمين، نعتمد على تبرعاتكم.

مقترح لبرنامج العمل

12 – 12.30 ترحيب و تعارف > الأفراد و المجموعات و توقعاتهم؟ ماهو هدف المؤتمر؟ التعارف وإقرار برنامج العمل

12.30 – 14.00: تطوير أشكال للحملات من أجل أيام الحملة في دوائر العمل المناطقية* دائرة عمل أفغانستان (IL HH & Hazara Verein)

14.00 – 15.00 فترة استراحة

15.00 – 15.45 تقديم نتائج نقاشات دوائر العمل

15.45 – 17.00: إقرار أمور تنظيمية* دوائر عمل داعمة في المناطق و المدن، مثلا في برلين* تنفيذ الحملات، و التنسيق في كل أنحاء الدولة

17:00 انتهاء البرنامج

 


» خوشامدید برای اقامت « دعوت به نشست کنفرانس
فعالین و اکتیویستهای عزیز،
در تاریخ » خوشامدید برای اقامت « کنفرانس 41 ژانویه 2017 برگزار می شود . این کنفرانس
یکروزه از ساعت 12 ظهر تا 5 هاگه وِگ پلاک « در خیابان » موسا « بعد از ظهر در محل 2 در » آ
شهر گوتینگن انجام می شود.
MUSA;
14. Januar 2017
Hagenweg 2a Göttingen
به این » خوشامدید برای اقامت « ما شما یا گروه و سازمانتان را برای همکاری و هماهنگی با
کنفرانس یکروزه در شهر گوتینگن دعوت می کنیم.
کنفرانس روز 41 ژانویه در شهر گوتینگن در واقع برای سازماندهی و هماهنگی کمپین پیش رو
که در تاریخ 18 تا 23 ماه مارچ )ماه مارس 2017 ( است، برگزار می شود. این کمپین در تاریخ
فراخوانده شده است و کنفرانس یکروزه در » خوشامدید برای اقامت « ماه مارس از طرف 41 ژانویه
امسال ) 2017 ( با هدف جمع آوری ایده ها، ارتباطات شبکه ای با گروهها و افراد و همکاری
سازمانی در شهر گوتینگن برگزار می شود.
در هر کشور و شهری » حق رفت و آمد و اقامت انسانها « کمپین ماه مارس امسال با تاکید بروی
که می خواهند زندگی کنند و علاقه به اقامت دارند، فراخوانده شده است. مرکز ثقل کمپین،
چرا ،» مبارزه علیه اخراج اجباری « و » علیه دیپورت « حقوق برابر برای همه است. همچنین مبارزه
که دیپورت بزرگترین خشونت به انسان و آزادی اش است و دیپورت در واقع زیر پا گذاشتن حق
طبیعی و ابتدایی انسان است . اغلب حکومتها و همچنین حکومت آلمان، حق طبیعی/ابتدایی
برابری و آزادی در « انسان که آزادی در انتخاب محل زندگی است را، زیر پا می گذارند. آنان حق
را زیر پا گذاشته و پناهجویان را دیپورت و اخراج می کنند. در » حق اقامت آزاد « و » رفت و آمد آزاد
و فراخوان کمپین » خوشامدید برای اقامت « وبسایت زیر شما می توانید اطلاعاتی در مورد جنبش
عمومی ماه مارس، کسب کرده و با ما مبارزه تان را علیه دیپورت پناهجویان، هماهنگ کنید.
www.welcome2stay.org
در کنفرانس یکروزه در شهر گوتینگن ما امیدواریم در مورد ایده های تازه به گفتگو نشسته و
تجاربمان را در مبارزه علیه دیپورت بیکدیگر منتقل کنیم. همچنین ایجاد ارتباط و ایجاد هماهنگی و
همکاری ایالتی، شهری و بین المللی را متحقق کرده و حرکتهای مبارزاتی مان را قویتر کنیم.
چه ایده های خلاق مبارزاتی را می توانیم هنوز بکار بسته و عملی کنیم؟
تجارب مثبت و عملی را بیکدیگر انتقال دهیم و چه ایده های عملی مبارزاتی دیگری وجود دارند و
چگونه آن ها را بکار بسته و امتحان کنیم؟
برای شرکت در کنفرانس یکروزه در شهر گوتینگن و همکاری با ما و تماس، می توانید از ایمیلهای
زیر استفاده کنید.
goettingen@welcome2stay.org
mail@welcome2stay.org
است که با اتوبوسهای شماره ی 11 یا 12 یا 73 از » موسا « محل کنفرانس، مرکز فرهنگی
ایستگاه اصلی قطار بطرف فالز-گرونه-برایته
Bus Nr. 11, 12, 73 bis Pfalz-Groner-Breite
و یا پیاده از کنار رود لاینه )جهت برعکس جریان آب، پایین رودخانه ی لاینه( حدود 20 دقیقه از
ایستگاه اصلی قطار دور می باشد.
از آنجا که ما برای محل کنفرانس و مترجمان پول پرداخت می کنیم، نیازمند به کمکهای مالی
شما می باشیم. در صورت امکان به ما کمک مالی کنید.
پیشنهادی برای برنامه ی کنفرانس
از ساعت 12:00 تا 12:30 خوشامدگویی و معرفی گروههای و افراد شرکت کنند و انتظارات و
نیازهای آنان از کنفرانس
هدف کنفرانس چه می باشد؟
اعلام نظرات و تصمیم گیری در مورد نکاتی که کنفرانس به آنها باید بپردازد.
12:30 تا 14:00 ایجاد کارگروهها
اعلام و پیشنهاد در مورد ف رم اکسیونها و فعالیتهای کمپین ماه مارس در کار-گروههای منطقه ای
» ای- ال- ه ه « کارگروه افغانستان )گروه کاری انجمن هزاره جات- افغانستان( و گروه کاری
14:00 تا 15:00 وقت استراحت
15:00 تا 15:45 اعلام نتایج کارگروهها
15:45 تا 17:00 هماهنگی سازمانی و گفتگو برای چگونگی تحقق ایده ها
تقسیم کاری برطبق منطقه ای و یا شهری و یا بمانند شهر برلین، محفلی )محفل شهر برلین(
گفتگو در رابطه با چگونگی اجرا و تحقق عملی اکسیون
هماهنگی فرا ایالتی و سراسری
17:00 پایان کنفرانس
با درودها و سلامهای صمیمانه
» خوشامدید برای اقامت « محفلی از


 

Kurz und leicht zu lesen:

Einladung zur Arbeitskonferenz von Welcome2Stay
am 14. Januar
2017 in Göttingen

 

Wir laden Euch zu unserer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 in Göttingen ein.

Wir wollen dort die Aktionstage vom 18. bis 23. März 2017 vorbereiten. Unsere Aktionen richten sich gegen die verschärfte Asylpolitik. Wir setzen uns für eine solidarische Gesellschaft ein. Wir kämpfen gegen Abschiebungen und für das Recht zu bleiben.

Den Aufruf zu den Aktionstagen findet Ihr hier: www.welcome2stay.org

Auf der Arbeitskonferenz wollen wir kreative Ideen entwickeln: Wie können wir Aktionen in ganz Deutschland anstoßen und bündeln? Welche Aktionsformen sind möglich?

Die Arbeitskonferenz findet von 12 bis 17 Uhr in der MUSA (Hagenweg 2a, Göttingen) statt. Die MUSA erreicht Ihr zu Fuß (vom Hauptbahnhof 20 min am Fluss Leine entlang) oder mit dem Bus (Nr. 11, 12, 73 bis Pfalz-Groner-Breite).

Bitte meldet Euch per Email an: mail@welcome2stay.org

Spenden sind willkommen: Wir brauchen Geld für Räume und Dolmetsch-Dienste.

Wir freuen uns auf das Treffen mit Euch!
Herzliche Grüße

Euer Koordinierungs-Kreis

Bündnis Welcome2Stay (“Willkommen um zu bleiben”)

Flyer zur Anreise:

Welcome2Stay Flyer zur Anreise

 

 

 

 

 

 

 

Die Flyer für alle Sprachen findet Ihr auf der Download-Seite

 

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