Tag: Abschiebemaschinerie

Kampf ums Bleiberecht von Roma – Ausstellung des ROMA CENTERS GÖTTINGEN

Roma Antidiscrimination Network RAN
Liebe Leute,

das Roma Antidiscrimination Network (RAN) des Roma Centers Göttingen hat eine Ausstellung rund um das Thema Bleiberechtskämpfe von Roma entwickelt. Zu sehen sind Fotos von Besetzungen und anderen Aktionen in Deutschland und von der Situation abgeschobener Roma in Serbien, Kosovo und Mazedonien.

Abschiebungen von Roma sind in Deutschland nach wie vor an der Tagesordnung – für Mittwoch, den 27. Februar ist die nächste Sammelabschiebung nach Mazedonien und Serbien angesetzt.

Die Ausstellung findet derzeit in Celle statt und wird ab 15. März in Berlin zu sehen sein.

Wenn ihr die Ausstellung auch in eure Stadt holen wollt, schreibt uns gerne an.

Viele Grüße

eure Mitarbeiter_innen des RAN

PS: Wir freuen uns, wenn ihr den Flyer an viele Interessierte weiterleitet.

PS: Bitte unterschreibt, teilt und unterstützt Dzemail und seine Familie weiterhin! Wir brauchen Sicherheit für Kinder! Dzemail muss bleiben!https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abschiebung-traumatisierter-kinder-dzemail-muss-bleiben?utm_source=extern&utm_medium=widget&utm_campaign=keine-abschiebung-traumatisierter-kinder-dzemail-muss-bleiben

Roma Antidiscrimination Network RAN
Roma-Center Göttingen e.V.
Am Leinekanal 4
37073 Göttingen
T: 0551-388 7633
www.ran.eu.com
www.roma-center.de

Widerstand gegen die Abschiebemaschinerie, Knäste und Grenzzäune

gefluchtete-im-hungerstreik-solidaritat-in-muhldorfHallo Genoss*innen,
am 21. Februar 2016 (1) sind zehn Geflüchtete aus verschiedenen Ländern im Abschiebeknast in Mühldorf am Inn, eine kleine Stadt in der Nähe von München, in den Hungerstreik getreten, weil ihnen gegen ihre Abschiebung kein anderes Mittel blieb. Allerdings wurde ihr Protest von Medien und Politik mit Ignoranz beantwortet.Aus politischer Solidarität und als Protest gegen diese Ignoranz haben wir uns entschieden, eine Aktion zu machen, damit die Stimme von diesen Geflüchteten gehört wird. Wir – drei antirassistischen, antifaschistischen Genoss*innen von euch – haben am 26. Februar 2016 (2) den Haupteingang des KVRs (Kreisverwaltungsreferat) blockiert, indem wir uns an die Haupteingangstüre ketteten. Unsere Forderung war die Aussetzung der Abschiebungen der Streikenden und dass den Hungerstreikenden eine Pressekonferenz in dem Abschiebeknast ermöglicht wird. (3) Weitere Infos zu dem Hungerstreik in Mühldorf und zu den Abschiebungen der Streikenden unter http://solidarityandresistance.blogsport.de/.

Nachdem wir die Blockade fünf Stunden aufrecht erhielten, wurden wir von Polizist*innen festgenommen. Vor drei Wochen haben wir Briefe bekommen, mit denen die Repression gegen uns  begonnen hat. Aus den drei verschiedenen Strafen, die jede von uns bezahlen soll, müssten wir insgesamt 7000 Euro bezahlen.

Wir sind der Meinung, dass unsere Aktion notwendig und dringend war, um den Medienfokus auf den Widerstand dieser Gruppe von Geflüchteten zu lenken, die von Abschiebung betroffen sind, einen letzten Versuch unternahmen, sich ihr Bleiberecht zu erkämpfen und deren Stimmen dann ungehört blieben.

Wir glauben, dass viele von euch in dieser Situation eine ähnliche Entscheidung getroffen hättet, deswegen hoffen wir, dass ihr euch als einen Teil dieser Aktion seht und euch mit uns solidarisiert.

Weil der Widerstand von Zaki und den anderen Hungerstreikenden nicht in Vergessen geraten soll.
Weil jeder Widerstand gegen die Abschiebemaschinerie, Knäste und Grenzzäune legitim ist.
Weil wir ihrer Repression unsere Solidarität entgegensetzen.

Solidarische Grüße,
Arash, Julia, Steffi

(1)
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.drei-personen-in-gewahrsam-poccistrasse-versammlung-vor-kvr-aufgeloest.e099b87f-7a97-40cd-b6fa-ad01ddb47da1.html
(2)
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/hungerstreik-asylbewerber-muehldorf-100.html
(3)
https://www.facebook.com/refugeestruggle/posts/471641599693302

DE97 4306 0967 8211 8888 01
GLS Bank
Stichwort: KVR Aktion

OPRE ROMA! Roma are here to stay! – radio liveshow & discussion, 17.07. (We!R#?)

RomaWABFradio17July2016-0123

Part 1: Livebroadcast from the show –  Interviews with Alnour (Sudanese Activist from Ohlauer School), Kefaet Prizreni aka K-Flow (Roma Art Action Essen), Bino Byansi Bjakuleka (wearebornfree!Empowerment Radio)  & music from “RollinHopp” & “Inclusion 4 Real”

Part 2: Livediscussion with Victor von Dom (Initiative “Alle Bleiben”), Maria Grigore (Rom*nja -Activist, Oplatz) Theresa Mair (Activist O-Platz, Romaprotest), Kefaet Prizreni (Roma Art Action, Essen), Moderation: Anna (wearebornfree! Empowerment Radio)

 

While we were preparing the radio show on the Rom*nja families’ protest in Berlin against iminent deportation by the german state, some of the families went on to Regensburg and tried to find shelter at Regensburg Cathedral. After some days the Diocese of Regensburg called the police and prompted state authorities to evict those people by force from the church’s premises. One of the people who had asked the church for shelter was arrested by police forces due to a complaint the church had placed against the group. Look here for further information.

 

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Während der Vorbereitungen zur Sendung über den Protest der Rom*nja Familien in Berlin gegen die drohende Abschiebung durch den deutschen Staat, sind einige der Familien weiter nach Regensburg gefahren um dort im Dom Zuflucht zu suchen. Nach einigen Tagen hat die Diözese Regensburg die Polizei gerufen und veranlasst, dass die bei ihr schutzsuchenden Menschen gewaltsam vom Kirchengelände geräumt wurden. Ein Mitglied der Gruppe wurde von der Polizei in Haft genommen, weil die Kirche Anzeige erstattet hat. Weitere Informationen findet Ihr hier

picture of a demonstration by Roma families in Berlin protesting against imminent deportation

 

OPRE ROMA! Roma are here to stay!  – radio liveshow & discussion with live music by “RollinHopp” & “Inclusion 4 Real” 17.07. 6PM

Since May Rom*nja families are protesting in Berlin against imminent deportation and for the right to stay of all Rom*nja people. On May 22nd they choose the ‘Memorial to the Sinti and Roma Victims of National Socialism’ as a symbolic place to stage their protest, since today, 80 years after the Holocaust, they are still facing structural discrimination, social and political exclusion and deportation. The ‘Association for the Memorial to the Murdered Jews of Europe’ who as well is in charge of the memorial dedicated to the Sinti and Roma victims reacted swiftly and prompted the police to eject the Rom*nja families by force from the ‘Memorial to the Sinti and Roma Victims’.

What are the demands of the Rom*nja families in Berlin, how is the situation of the Rrom*nja in Germany and Europe and how can we campaign together in solidarity? We will discuss these topics with our guests – people of the Rom*nja families and from other Rom*nja groups in Berlin.

this event is a radio live show!
come and visit our open air studio at Waldemarstraße 46 – there will be food and live music by “RollinHopp” & “Inclusion 4 Real!

July, 17th, 6 – 9PM on the internet: http://www.basisradio.org/radio-metropolis and
7 – 8PM on air with reboot fm UKW 88,4MhZ in Berlin and UKW 90,6 MhZ in Potsdam

wearebornfree! Empowerment Radio (We!R) is an independent radioformat by Friends and Enemies. It was formed throughout the German Refugee Resistance. We aim to link regional social fights in an anticapitalist platform focusing on the selforganized fight of migrants worldwide, especially emphasizing on the fights of Refugee Women*, LGBTIQ and other marginalized groups.

wearebornfree! Empowerment Radio is supported by Kulturamt Kreuzberg and clearbluewater e.V.

 

 

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OPRE ROMA! Alle Roma bleiben! – Radioliveshow & Diskussion mit “RollinHopp” & “Inclusion 4 Real” on stage live – 17.07. 18:00

Seit Mai protestieren Rom*nja Familien in Berlin gegen die drohende Abschiebung und für ein Bleiberecht für alle Rom*nja . Sie haben am 22. Mai das Denkmal für die im NS ermordeten Sinti und Rom*nja als symbolischen Ort für ihren Protest gewählt, weil sie heute, 80 Jahre nach dem Holocaust, noch immer mit struktureller Diskriminierung, sozialer und politischer Ausgrenzung und Abschiebungen konfrontiert sind. Die ‘Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas’, die Trägerstiftung des Mahnmals, veranlasste daraufhin mithilfe der Polizei die gewaltsame Vertreibung der protestierenden Rrom*nja Familien vom ‘Denkmal für die ermordeten Sinti und Rom*njas’.

Was sind die Forderungen der Rrom*nja Familien in Berlin, wie ist die Situation der Rrom*nja in Deutschland und Europa und wie können wir unsere Kämpfe solidarisieren? Wir werden diese Themen mit unseren Gästen – Vertreter*innen der Rrom*nja Familien und anderen Rrom*nja Vertretungen in Berlin diskutieren.

Das ist ein Live Radio Event!
Besucht uns in unserem Open-Air Studio in der Waldemarstraße 46 – es gibt Essen und Live-Musik von “RollinHopp” & “Inclusion 4 Real” !

oder hört uns im Radio:
18- 21 Uhr im Internet: http://www.basisradio.org/radio-metropolis und
19 -20 Uhr on Air, auf reboot fm UKW 88,4MhZ in Berlin and UKW 90,6 MhZ in Potsdam

Der Abend wird von wearebornfree! Empowerment Radio Team organisiert und moderiert.
We! R ist ein unabhängiges Radioformat von Friends and Enemies, das sich im Kampf der Geflüchteten gegen ihre Diskriminierung in Deutschland gegründet hat. Wir verbinden regionale soziale Kämpfe in einer antikapitalistischen Plattform, im Mittelpunkt stehen selbstorganisierte Proteste von Migrant*innen, speziell von geflüchteten Frauen*, LGBTIQ und anderen marginalisierten Gruppen.

wearebornfree! Empowerment Radio wird vom Kulturamt Kreuzberg und von clearbluewater e.V. unterstützt.
picture of heavy police presence on a demo in Berlin by Roma families protesting against imminent deportatiion and lack of means of live

 

 

 

Report: Mass deportation to Serbia from Berlin on September 1st

Stop Deportation

Get active
against all deportations, now!

Two days ago, on September 1st 2015, 38 people were deported in a chartered flight from Berlin Schönefeld to Serbia. Among them was D. Stanovic a 20-year-old Serbian, who was born and grew up in Germany with his family. Actually, he was supposed to start his apprenticeship for becoming a baker on Tuesday. Instead, he was picked up by police for his deportation early in the morning. D. Stanovic is now with his great-grandmother in Serbia, the only relative he has there. Also he does not speak a single word of Serbian, which means that he will have to learn a new language.

A press release by Arrivo demanding senator of interior affairs Henkel and the authorities he is in charge of to stop the deportation was ignored. Also the 20 activists who went to the airport as soon as they had received the information about the collective deportation, could not intervene any more. The police at the air port did not show any interest in the activists’ concerns and just said that this was one more deportation like it is being done every 6 to 8 weeks. About the Airline which carried out the deportation we still could not get any information. This mass deportation is not a single case and will not be the last one. Behind this there is a whole deportation machine which systematically violates people’s freedom of movement and sends them (back) to places, which they left for good reasons, by force(see also: http://zeit.de/feature/refugees-in-germany-deportation-flights-laws). Joint deportations as the one two days ago are facilitated through Germany’s recent claim that Serbia, Macedonia, Bosnia and Herzegowina were safe countries of origin, which makes it impossible for citizens of these states to be acknowledged as refugees in Germany. Now, it is even planned to further include Kosovo in the list of safe countries of origin. Through this policy Germany is practically hollowing out the right of asylum, while in fact, certain groups as Rroma or homosexual people ARE facing political persecution in those countries. Nevertheless, this policy is part of Germany’s strategy to discourage people from poorer regions to migrate to wealthy Germany. Freedom of movement is everybody’s right! Get organized and get active against all deportations, now!

PM (24.07.2013) vom Netzwerk Lager Eisenhüttenstadt – Protestierende Refugees und Unterstützer*Innen aus Berlin und Brandenburg

[english below]

+++ Usman Manir aus Abschiebehaft entlassen! +++ heutiges Refugee-Camp Anmeldung durch Polizei untersagt +++ Anmeldung ab Morgen mittag bis Samstag Abend +++

Wir sind erfreut über die Entlassung von Usman Manir aus der Abschiebehaft in Eisenhüttenstadt und werten dies als Erfolg unserer kontinuierlichen Arbeit! Wir werden jedoch weiter gegen die Zustände und Verantwortlichen der Eisenhüttenstädter Abschiebemaschinerie vorgehen.