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News

Stop deportation of Hasan Dinler!

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Wir haben für die Freiheit Hasan Dinlers demonstriert

Hasan Dinler hat viele Jahre in der Türkei im Gefängnis verbracht. Nach seiner Freilassung wurde er jedoch zu lebenslanger Haft verklagt. Er musste nach Europa fliehen und ist nun dort denselben Isolationsmaßnahmen ausgesetzt wie in den türkischen Gefängnissen.

In Spanien hatte er einen Asylantrag gestellt und wurde abgelehnt. Danach floh er weiter in die Schweiz. Zurzeit befindet er sich in Abschiebehaft in der Schweiz und soll von dort aus nach Spanien abgeschoben werden. Das berüchtigte Dublin II-Verfahren wird auf ihn angewendet. Hasan Dinler hat in der Abschiebehaft einen Hungerstreik angefangen um gegen die Isolation und die rassistischen Verfahren zu protestieren.

Als wir – die revolutionäre Flüchtlingsbewegung vom Berliner Oranienplatz – diese Nachricht erhalten haben, haben wir uns unmittelbar dazu entschlossen eine Spontandemonstration zu machen. Einer unserer Aktivisten kennt Hasan aus dem Gefängnis in der Türkei. Sie waren in derselben Gefängnisabteilung und in derselben Zelle. Und nun leben sie in Europa in derselben Isolation. Und auch hier leisten sie Widerstand gegen die Mächte, die sie isolieren.

Wir sind mit unseren Transparenten und Flaggen vom Protestcamp zum Kottbusser Tor gelaufen. Am Kotti leben viele Menschen aus der Türkei. Dort haben wir ein Café besetzt. Wir haben unsere Transparente von der Galerie herabhängen lassen. Wir haben Parolen skandiert und Reden gehalten. Nach einer kurzen Weile sind Polizeibeamte_innen dazugekommen und haben mit den Mitarbeiter_innen des Cafés geredet, die sich jedoch nicht von uns belästigt fühlten und sich auch nicht bei den Polizeibeamt_innen beschwert hatten. Deshalb hat die Polizei uns weiter demonstrieren lassen.

Wir haben uns eine Weile in den überfüllten Straßen um den Kotti bewegt. Wir haben Reden auf Türkisch und Deutsch gehalten. Menschen haben sich unserem Demozug angeschlossen. Danach wollten wir zu den Botschaften Spaniens, der Schweiz und der Türkei weiterziehen, aber die Polizei hat unseren Weg blockiert. Nach langem Hin und Her mit der Polizei sind wir dann am Brandenburger Tor angelangt. Dort gab es eine Menge Menschen, denen wir uns mitteilen konnten. Während unserer Redebeiträge hat uns eine rassistisch motivierte Frau verbal attackiert. Diese Frau war der Meinung, dass alle Geflüchtete ausgewiesen werden sollten.

Auf unserer Spontandemo haben wir den ganzen Tag über die Formulare der Faxkampagne für Hasan Dinler verteilt. Auch Menschen aus Spanien haben an unserer Spontandemo teilgenommen. Wir haben laut die Freiheit aller politischen Gefangen gefordert. Während unserer Demo wurden wir von mehrerenMannschaftswagen der Polizei begleitet. Die Polizei ist gerade unseren Demonstrationen gegenüber sehr aufmerksam, denn in sehr kurzer Zeit sind immer zahlreiche Polizist_innen und Polizeiautos zugegen.

In der Schweiz soll ein neues Gesetz herausgebracht werden. Die Schweiz möchte jede_n Geflüchteten, der gegen seine/ihre Abschiebung Widerstand leistet, durch betäubende Medikation ruhig stellen und somit die Abschiebung durchführen. Alle europäischen Staaten sorgen dafür, dass die Gesetze für Geflüchtete und Migrant_innen restriktiver werden. Der Widerstand dagegen wird wiederum radikal zerschlagen.

28.5.2013

Turgay Ulu

Berlin

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We demonstrated for Hasan Dinler‘s freedom

Hasan Dinler spent many years in a Turkish prison. After his initial release, he received a lifetime sentence. He had to flee to Europe and here faces the same isolation as in the Turkish prisons.

He applied for asylum in Spain, but was rejected. He is currently imprisoned in Switzerland for deportation to Spain. He is subject to the notorious Dublin II procedure. Hasan Dinler began a hunger strike while imprisoned for deportation to protest against the isolation and racist procedures.

When we, the revolutionary refugee movement centered around Oranienplatz in Berlin, received this message, we decided to hold a spontaneous demonstration. One of our activists knows Hasan from Turkish prison. They were in the same ward and in the same cell. Now they face the same isolation in Europe, so they resist the forces that isolate them.

We marched from our protest camp to Kottbusser Tor with our banners and flags. Many people from Turkey live in this area. There we occupied a café. We hung our banners from the gallery. We shouted slogans and held speeches. After a short while, police officers arrived and spoke to the workers at the café. However, they did not feel harassed by us and did not complain to the police, so the police let us continue our protest.

For a while, we moved about in the crowded streets around the traffic hub. We held speeches in Turkish and German. Other people joined our demonstration. Afterwards, we wanted to proceed to the Spanish, Swiss and Turkish embassies, but the police blocked our route. After a long discussion with the police, we arrived at the Brandenburg Gate. There were many people here who could listen to us. During our speeches, a woman with racist motives attacked us verbally. This woman blared out that all refugees should be deported.

Throughout the day of our spontaneous demo, we handed out blank forms for the fax campaign in support of Hasan Dinler. People from Spain also participated in our spontaneous demo. We loudly protested for the freedom of all political prisoners. Several police squad cars followed our demo. The police pays particular attention to our demonstrations; whenever we protest, scores of police cars and officers arrive instantly.

In Switzerland, a new law is about to be passed which allows officers to sedate refugees who protests against their deportation with medication to facilitate the act. All European countries are creating more restrictive laws against refugees and migrants. All opposition is beaten down radically.

28 May 2013

Turgay Ulu, Berlin

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