Frauen auf der Bühne

 

Hallo,

mein Name ist Natacha, ich komme aus Kamerun und wohne seit drei Jahren in Berlin im Henningsdorfer Heim. Seitdem ich in Deutschland bin, ist mein Alltag von Einsamkeit geprägt und der Stress verdirbt mein Leben. Ich wünsche mir neue Bekanntschaften und Freundschaften und möchte gerne Orte kennenlernen, wo man die Freizeit verbringen kann. Ich möchte eine monatliche oder tägliche Beschäftigung finden, nicht nur um etwas zu tun zu haben, sondern auch, um meine Familienprobleme lösen zu können.

Meine Hobbys sind Musik, Sport und Kino, ich mag keine Oberflächlichkeit, ich bin für alle herzliche Angebote offen…

Natacha, 26 Jahre, Kamerun

 


 

Hallo allerseits, mein Name ist Miriam,

die Bewerbung um das Asyl in Deutschland ist für mich zu einer psychologischen Katastrophe und einer erbärmlichen Last geworden, seitdem die Ausländerbehörde meine Geschichte abgelehnt hat, lebe ich versteckt, in der Angst, abgeschoben zu werden. Ich versuche, stark zu bleiben, und habe viel Hoffnung, dass ich irgendwie Hilfe bekommen werde.

Ich habe ein Zertifikat aus Mali als Informatikerin, ich kann Kinder betreuen und lecker afrikanisch kochen. Ich mag Basketballspielen, Schwimmen und Lesen. Ich suche vor allem Menschen, die mir helfen könnten, eine Unterkunft zu finden, wo ich für kurze oder längere Zeit leben kann. Ich würde mich sehr über eure Hilfe freuen, bitte wendet euch an.


Hallo an alle, ich heiße Bintou,

vor vier Jahren bin ich aus dem Benin nach Deutschland gekommen, um hier aufgenommen zu werden, seitdem lebe ich in der ständigen Angst, abgeschoben zu werden. Ich bekomme ständig gerichtliche Drohungen per Brief und infolge dieser Situation sind meine Träume traumatisierend. Ich habe Angst, weil ich mich nicht sicher fühle. Ich brauche Hilfe und ich habe die Hoffnung, dass ich durch Stimme Magazin eine bessere Alternative für mein Leben finden kann.

Insbesondere jemanden, der mir mit Ratschlägen, Erfahrungen oder einen Kontakt für eine Job helfen könnte. Ich bin sympathisch, mag Musik, Tanzen und gute Gesellschaft. Ich bedanke mich schon mal bei all denen, die sich Gedanken über meine Sorgen machen werden.

Danke an Stimme Magazin

Bintou, 27 Jahre, Benin

 


 

Guten Tag,

ich möchte mich unbedingt bei Stimme Magazin für die Initiative bedanken, ein Ausdruckskanal für die Frauen anzubieten. Ich möchte auch meinen Mut ausdrucken, über dieses Magazin das größte Problem meines Lebens darzustellen.

Ich heiße Joceline und ich habe Niger verlassen, wo ich von meiner Familie bedroht wurde, weil ich mich ihrem Willen absolut widersetzt habe, mich einem alten Mann hinzugeben, den ich nicht haben wollte!

Seit einem Jahr wohne ich in Berlin, mir gefällt die Stadt sehr. Aber ich weiss nicht, wie ich mein Leben gestalten soll, weil ich ständig unter Druck wegen meiner Asylangelegenheiten bin und den Stress der politische Situation erfahre, wo die Gesetze weder für die Frauen noch für die Flüchtlinge besser werden.

Ich suche einen Ort, an dem ich wohnen kann, um mich besser um mein Asylverfahren kümmern zu können. Ich mag das Zusammenleben mit anderen Menschen, ich schätze alle Kulturen und individuellen Prinzipien. Meine Hobbys sind Tanzen. Reisen und Handball. Ich wünsche mir, dass meine Bitte von den Lesern des Magazins ernst genommen wird.

Joceline, 28 Jahre, Niger.

 


Hallo allerseits, mein Name ist Marie, ich bin 28. Ich komme aus Russland. Meine Muttersprache ist Russisch, ich spreche auch Englisch und Deutsch. Seit zwei Jahren habe ich Russland für Deutschland, (genauer gesagt für Berlin) verlassen.

In meiner Heimat  habe ich mehrere Monate als Systemadministratorin gearbeitet. Ich interessiere mich sehr für dasProgrammieren, lese viel über die objektorientierte Programmierung und experimentiere ein bisschen damit. Ich möchte wirklich gerne mehr Praxiserfahrung haben, daher suche ich einen Ausbildungsplatz in Informatik. Falls jemand mir helfen könnte, wäre das wirklich genial. Danke!

 

 


 

Hallo an alle Leserinnen,

ich möchte zu meiner Sicherheit anonym bleiben. Ich wohne in Berlin in einem Heim (Bestensee) seit  Juni 2014. Wir waren teilweise zu zweit oder sogar zu viert pro Zimmer. Ich habe in diesen schwierigen Bedingungen mein Kind zur Welt gebracht. Mein Kind ist jetzt anderthalb Jahre alt und wenn ihr mich lest bin ich wieder im 9. Monat schwanger. Das Sozialamt und die Ausländerbehörde wollen mir keine Aufenthaltserlaubnis bewilligen.

Mein Kind ist deutsch und ich frage mich: Was macht es für einen Sinn, meinem Kind einen deutschen Pass zu gewähren, wenn ich keine Aufenthaltserlaubnis bekommen und keinen eigenen Wohnsitz haben darf. Das Leben im Heim ist unerträglich, ich kann mich nicht in der Küche aufhalten  aus Angst, dass ich von den Männern vergewaltigt werde, wenn ich sie darum bitte, ihre Zigarette (Droge) draußen zu rauchen. Ich habe wirklich Angst, falls jemand mich über dieses Magazin kontaktieren will, kann ich mehr über mich erzählen. Es tut mir leid, dass ich anonym bleibe.

 


 

Guten Tag an alle,

wir, Frauen die im Heim wohnen, mussten uns aufgrund unserer unerträglichen Lebensbedingungen schwierigen Momenten stellen. Die Bedingungen sind sehr prekär, zum Beispiel: Wenn eine Frau ihr Zimmer verlassen muss, um in der Gemeinschaftsküche etwas zu kochen, ist sie gezwungen, die Küche mit Männern zu teilen, die im Raum Drogen rauchen. Wenn sie sich beschwert, wird sie bedroht. Unser Supermarkt ist so weit entfernt vom Heim, dass wir eine große Entfernung zurücklegen müssen. Ein weiteres Problem ist, dass wir uns ein Zimmer zu viert teilen müssen, und das macht das Leben sehr schwer und erbärmlich. Wir wären sehr dankbar, wenn dieses Problem gelöst werden könnte. Ich bedanke mich.

Winnie


 

Guten Tag allerseits,

unsere Zimmer sind sehr ungemütlich, die Entfernung zwischen den Zimmern und der Küche ist sehr groß und das macht es für unsere Kinder nicht einfach. Unter diesen Bedingungen sind wir gefährdet, wir wohnen mit Männern zusammen, die in den Küchen Drogen rauchen (zumindest einige von ihnen). Wir haben auch ein großen Problem mit den Alarmanlagen, die jederzeit anspringen und die Babys aus dem Schlaf reissen. Wir können uns nicht beschweren, denn man würde uns schlecht beurteilen.

Anonym aus dem Heim in Bestensee