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News

Solidaritätserklärung des Refugeecamps auf dem Oranienplatz zu den Attacken am 17.06.2013

Solidaritätserklärung des Refugeecamps auf dem Oranienplatz

Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung, gegen Spaltung und Entsolidarisierung!

Wir, die protestierenden Refugees vom Oranienplatz erklären:

Nach dem Messerangriff auf einen Geflüchteten am vergangenen Montag und der darauf folgenden, von der Polizei provozierten Eskalation, erklären wir: Wir lassen uns nicht gegeneinander aufhetzen und werden gemeinsam für unsere Forderungen kämpfen!

Wir lassen nicht zu, dass von Teilen der Medien, Politik oder Gesellschaft ein „ethnischer“ Konflikt konstruiert und Menschen, die von Rassismus und sozialer Ausgrenzung betroffen sind, gegeneinander ausgespielt werden. Rassismus ist ein komplexes gesamtgesellschaftliches Phänomen. Wir werden uns nicht spalten lassen. Das Prinzip „Teile und Herrsche“, durch das verschiedene „Gruppen“ gegeneinander aufgehetzt werden, wird bei uns keinen Erfolg haben! Wir wenden uns entschieden gegen jeden Versuch einer pauschalen negativen Zuschreibung, die mit Bezug auf eine vermeintliche Herkunft, Religion, Lebensweise oder dem sozialen Status direkt oder indirekt ganze Bevölkerungsgruppen stigmatisieren, kriminalisieren und ausgrenzen soll. Eine Spaltung und Entsolidarisierung zwischen Menschen mit und ohne Diskriminierungs- und Ausgrenzungserfahrung lehnen wir ab. Rassismus und soziale Ausgrenzung werden wir nur gemeinsam und solidarisch überwinden.“

„Es existieren viele Gerüchte, Vermutungen bzw. Spekulationen zu diesen Vorfällen. Wir als direkt Betroffene wurden dabei nur selten nach konkreten Abläufen und Fakten sowie Hintergründen und Zusammenhängen befragt. Dies betrifft insbesondere Medienvertreter_innen, die stattdessen scheinbar aus eigenen, politisch motivierten Interessen auch Falschmeldungen verbreiten, aber auch die Polizei und ihre Pressemitteilung. Hier war zunächst von einer leichten, oberflächlichen Verletzung die Rede. Nach wie vor liegt der mit dem Messer angegriffene Geflüchtete auf der Intensivstation. Die Information von Seiten der Polizei, dass dieser bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war absichtlich falsch! Zeitgleich ignorieren Teile der Medien weiter diesen Mordversuch und seine Folgen als die eigentliche Ursache für die gesamten Auseinandersetzungen und bagatellisieren diesen. Stattdessen werden das Camp als Problem und die Refugees als Verursacher_innen des Konflikts dargestellt. Wir fordern daher insbesondere die Medien dazu auf ihrer Verantwortung gerecht zu werden und zu einer sachlichen, wahrheitsgetreuen Berichterstattung mit fundierter Recherche beizutragen, um damit einer weiteren Eskalation entgegen zu wirken.

Die Unterstützung im Kiez , der Stadt und weit darüber hinaus ist sehr groß

Viele Gruppierungen und Einzelpersonen mit den verschiedensten zugeschriebenen „Migrationshintergründen“ haben bisher die Refugeeproteste unterstützt. Die Solidarität ist sehr groß, was nicht zu letzt an der spontanen Unterstützen am Abend direkt nach dem Messerangriff und der großen Demonstration am darauffolgenden Tag zu sehen war. Ebenso unterstützen wir zahlreiche soziale Proteste und nehmen aktiv daran teil. Die Konstruktion eines Konfliktes zwischen einem angeblich homogenen Refugeecamp sowie einer angeblich homogenen „türkischen Community“ bzw. Anwohner_innen werten wir als Lüge und gezielte Provokation. Wir treffen im Verlauf unseres Protestes auf Personen, die aus eigenen Interessen und politischer und/oder rassistischer Motivation gegen die Refugeeproteste als Ganzes oder das Refugeecamp bzw. die besetzte Schule in der Ohlauerstraße im Einzelnen argumentieren und polemisieren. Offensichtlich mit dem Ziel, endlich das Camp über eine pauschale Stigmatisierung und Kriminalisierung zu diskreditieren, Stimmungsmache zu betreiben und so eine Legitimation für dessen Beseitigung zu schaffen. So wurde uns beispielsweise heute aus umliegenden gastronomischen Einrichtungen berichtet, dass dort Kurt Wansner (CDU) Visitenkarten verteilt, mit dem Hinweis, Unterstützer_innenlisten gegen das Camp zu initiieren. Wansner fiel in der Vergangenheit schon mehrfach durch rassistische Äußerungen auf. Allen, die den rassistischen Messerangriff auf einen Refugee und die daraufhin von der Polizei provozierte Eskalation aus politischen und rassistischen Motivationen für ihre Zwecke instrumentalisieren wollen, erteilen wir hiermit eine Absage!

Wir, die protestierenden Refugees, werden uns weder vertreiben noch gegen andere Bevölkerungsteile, die selbst auch Betroffene von Diskriminierung und Ausgrenzung sind, aufhetzen lassen.

Wir danken den vielen Menschen aus den verschiedensten Kontexten, die uns und unsere Forderungen seit Beginn unserer Proteste unterstützen. Insbesondere bedanken wir uns für die bereits erfahrene, breite Solidarität nach der rassistischen Messerattacke sowie der darauf folgenden Kriminalisierungsoffensive einiger Vertreter_innen aus Medien, Politik und Gesellschaft.

Wir laden alle Anwohner_innen und Interessierte zu uns ein: Gemeinsam die Bedeutung des Protestes am Oranienplatz zu diskutieren, uns auszutauschen und Vorurteilen entgegenzutreten.

Gemeinsam sind wir stark! Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft ohne Rassismus, soziale Ausgrenzung und Diskriminierungen! Das Problem heißt Rassismus!

Die protestierenden Refugees laden ein:

Kunstfestival der Flüchtenden 22. – 29.06.2013 Im refugee protest camp am Oranienplatz

Präsentiert von ARTS VAGABONDS REZO AFRIK BENIN und Die Initiative ARTS VAGABONDS DEUTSCHLAND

Eure protestierenden Refugees.


News

berlin news / deportations / News / Statements

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We invite you to celebrate 10 years of the refugee resistance movement, that occupied Oranienplatz and later the Gerhart-Hauptmann-Schule in Ohlauer Straße. To mark this anniversary, we will gather at Oranienplatz from 5.10 – 9.10.2022 to celebrate the history of the refugee movement. There will be panels, concerts, photo exhibitions, art performances, a zine workshop and much more! Angela Davis will also be coming to support our local struggles. We will be posting the entire programme over the next few days on our Instagram account and on oplatz.net. Let’s come together, remember, and fight for the fair treatment of all refugees!

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Update 3 On 31/1/2021 at 21:00 we have a continuation of a workshop about Sudanese refugees from Schaumberg/Niedersachsen online to discuss the refugee’s situation. This is the 4th workshop now. We are not going to be silent, until the deportation is stopped, until the isolation of refugees is broken, and until the primary, secondary, and universal… Read more »

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On July 9, 2018, the current editorial team of >Daily Resistance< will continue its new monthly meeting. It is the third in a series of social and working get-togethers that tries to bring together people who want to share their ideas about the newspaper, who want to contribute and who want to work on upcoming… Read more »

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Angela Davis speaks at Oranienplatz 06.10.2022 “O-Platz wird 10 – Baustelle Migration” 

International Women* Space is pleased to share with you Angela Davis’ speech at Oranienplatz during the arts and culture festival “O-Platz wird 10 – Baustelle Migration” commemorating 10 years of refugee and migrant occupations of O-Platz and the Gerhart-Hauptmann Schule in Berlin Kreuzberg. Angela Davis is a political activist, philosopher, academic, scholar, author and above… Read more »

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Pressekonferenz und Rede mit Special Guest Angela Davis

morgen, am 06.10. 2022 wird Angela Davis im Rahmen des Kunstfestivals “OPlatz wird 10” 


am 06.10. 2022 wird Angela Davis im Rahmen des Kunstfestivals “OPlatz wird 10”

um 10 Uhr gemeinsam mit den Aktivistinnen Jennifer Kamau und Napuli Langa sowie dem Aktivisten Adam Baher eine Pressekonferenz abhalten. Diese Veranstaltung wird aufgrund der Raumkapazität nur für geladene Presse und enge Verbündete stattfinden. Wir werden die Pressekonferenz in Kooperation mit dem Community Radiosender Refugee Worldwide und Radio Berlin International streamen, sodass alle – wenn auch nicht direkt vor Ort – teilnehmen können.