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News

Pressekonferenz auf dem Oranienplatz: Montag, den 29.7.2013 um 11:00 Uhr

>>>>>>>>>>> english below >>>>>>>>>>>>

Sexismus, Vergewaltigung und mediale Verleumdung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Im Mai wurde auf der Internetplattform Indymedia der Vorwurf einer Vergewaltigung veröffentlicht. Entgegen der medialen Darstellung fand diese Vergewaltigung weder im Protestcamp auf dem Oranienplatz, noch in der besetzten Gerhard-Hauptmann-Schule statt.

Der Vorwurf richtet sich gegen keinen der (streikenden) Geflüchteten. Seit Beginn des Protests haben Diskussionen stattgefunden über Schutz vor Sexismus in der Protestbewegung.

Nach über 2 Monaten wird dieser Vorfall, angestoßen von der rechten Zeitung Junge Freiheit, komplett falsch von populistischen Medien aufgegriffen, um den Räumungsdruck auf das Protestcamp zu erhöhen. Vor allem die Zeitungen BZ und BILD reden einer rassistischen Argumentation anheim und bemühen fiktive Fakten. Der zitierte “Flüchtlings-Sprecher” ist weder Sprecher noch am Oranienplatz beteiligt. Er bestreitet auch die in den Medien zitierte Aussage. Mit welcher politischen Motivation und seit wann bezieht sich u.a. die BILD ausschließlich auf einen Indymedia-Artikel ohne sich in diesem Zusammenhang an den Oranienplatz zu wenden?

Wir laden alle Medienvertreter_innen, Politiker_innen (obwohl sie in weiten Teilen unserer Einladung zum Runden Tisch am 18.7.2013 nicht gefolgt sind) und alle Interessierten ein am kommenden Montag zur Veröffentlichung unseres Statements gegen Sexismus und Vergewaltigung zu kommen. Es wird auch über die hetzerische Verleumdung des politischen Protests am Oranienplatz von Seiten einiger Medienvertreter_innen gesprochen werden.

Wir erteilen allen Berichterstattungen eine klare Absage, die in rassistischer Manier Geflüchtete verleumden, kriminalisieren und darüber die politische Absicht verfolgen das Protestcamp zu räumen. Wenn jemand das Protestcamp instrumentalisiert, sind es die Journalist_innen und Politiker_innen, die jetzt von Kriminalität und Räumung sprechen.

Natürlich muss sich etwas verändern. Es muss in Deutschland und der EU endlich ernsthaft auf Geflüchtete zugegangen werden und ihre Forderungen müssen erfüllt werden. Es muss Sexismus gesamtgesellschaftlich bekämpft werden statt ihn nur in rassistische Argumentationen einzubinden, die rassifizierte Männer automatisch mit sexualisierter Gewalt in Verbindung setzen.

Die Streikenden vom Oranienplatz

english:

Invitation to press conference at Oranienplatz,
Monday, 29 July 2013 at 11:00 AM

Sexism, rape and media defamation

Hello Everyone,

This May, a rape accusation was published on the online platform Indymedia.

Contrary to the version published in the media, this rape happened neither
at the protest camp at Oranienplatz, nor at the squatted
Gerhart-Hauptmann-Schule.

The accusation is not aimed at one of the (striking) refugees.

Since the beginning of the protest, there have been discussions about
protection against sexism in the protest movement.

After more than 2 months, populist media, spearheaded by the “new right”
newspaper *Junge Freiheit*, picked up this incident and reproduced a
completely wrong version, to increase the pressure to evict the camp.
Especially the yellow press papers BZ and BILD support racist arguments and
provide fictive facts. The quoted “refugee speaker” is neither a speaker,
nor is he involved at Oranienplatz. He also denies his statement quoted in
the media. What is the political motivation and since when do BILD and
others rely solely on Indymedia articles, without consulting the
Oranienplatz movement at all?

We invite all media representatives, politicians (even though most did not
appear to our roundtable invitation on 18 July 2013) and all interested
people to attend the publication of our statement against sexism and rape
this Monday.

We will also speak about some media representatives’ incendiary defamation
of the political protest at Oranienplatz.

We reject all journalism producing racist slander against refugees to
criminalize them and pursue the political objective of evicting the camp.
Those “instrumentalizing” the protest camp are journalists and politicians
who now speak of crime and eviction.

Of course things must change. People in Germany and the EU must approach
refugees seriously and fulfill their demands. The entire society must
combat sexism, instead of employing it for racist narratives, which
automatically ascribe sexualized violence to racialized men.

Attached is the statement of Oranienplatz regarding sexism and rape.

It is the result of a long discussion process about the incident published
on Indymedia.

The Strikers of Oranienplatz


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