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Programme // O-Platz wird 10 – Baustelle Migration

We invite you to celebrate 10 years of the refugee resistance movement, that occupied Oranienplatz and later the Gerhart-Hauptmann-Schule in Ohlauer Straße. To mark this anniversary, we will gather at Oranienplatz from 5.10 – 9.10.2022 to celebrate the history of the refugee movement. There will be panels, concerts, photo exhibitions, art performances, a zine workshop and much more! Angela Davis will also be coming to support our local struggles. We will be posting the entire programme over the next few days on our Instagram account and on oplatz.net. Let’s come together, remember, and fight for the fair treatment of all refugees!

See programme below…. & discover more about the OPlatzBox here.

Wir laden euch ein, die 10-jährige Selbstermächtigungsgeschichte geflüchteter Menschen zu feiern, die in der Besetzung des Oranienplatzes und später dann auch der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße ihren Höhepunkt fand. Anlässlich dieses Jubiläums versammeln wir uns vom 5.10. – 9.10.2022 auf dem Oranienplatz, um die Geschichte der Geflüchtetenbewegung zu feiern. Es wird spannende Podiumsdiskussionen, Konzerte, Fotoausstellungen, Kunst-Performances, einen Zine-Workshop und vieles mehr geben! Außerdem wird Angela Davis kommen und die Kämpfe vor Ort unterstützen. Das vollständige Programm werden wir in den nächsten Tagen hier auf unserem Instagramkanal und auf oplatz.net veröffentlichen. Lasst uns zusammenkommen, gemeinsam erinnern und für die faire Behandlung aller geflüchteter Menschen kämpfen!

Siehe Programm unten…. & hier mehr über die OPlatzBox erfahren.

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Tuesday, 4th October

18:00 – 20:30 – Infoveranstaltung: Änderung in den Migrations- und Asylgesetzen !! Location: MehringHof – Gneisenaustr. 2a – 10961 Berlin !! > INFOS

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Wednesday, 5th October

10:00 – 15:00 – Schüler*innen Führung

12:00 – 13:00 – Opening Speech

13:00 – 14:00 – Poetry Workshop with Emilene Wopana Mudimu

14:00 – 15:30 – Panel 1: History of the Movement

16:00 – 17:00 – Friedensstatue muss bleiben

16:30 – 17:00 – Legal Corner

17:00 – 18:30 – Panel 2: Racist Police Violence + Abolition

18:30 – 19:00 – Chico César

19:00 – 19:30 – Gizem

19:30 – 20:00 – Amewu

20:00 – 21:00 – String Archestra

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WOPANA

Die (aktuellen) politischen und sozialen Entwicklungen weltweit zeigen, dass es wichtiger denn je ist unter- und miteinander solidarisch zu sein  Doch was bedeutet Solidarität eigentlich und wie können wir diese in den verschiedensten Bereichen wirklich leben? Darüber und das, was euch zu dem Thema beschäftigt, wollen wir uns austauschen und unsere Gedanken in Form von Poetry/kreativem Schreiben festhalten.

Emilene Wopana Mudimu (Instagram: back_is_excellence) ist Sozialpädagogin., Bildungsreferentin, Spoken Word Künstlerin und Moderatorin aus Aachen. Sie leitet das soziokulturelle Jugend- und Medienzentrum KingzCorner (kingzcorner_aachen), wo sie Hip-Hop bezogene kunst- und medienpädagogische Angebote/Projekte initiiert. Seit 2012 ist Emilene Wopana Mudimu in der rassismuskritischen und diskriminierungssensiblen Arbeit tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Afro Hair Politics, Dekonstruktion westlicher Schönheitsideale und Politisierung Schwarzer Körper, Colorism, Empowerment-Arbeit mit BI*PoC und Antira-Sensibilisierungstrainings. Mudimu ist eine von 20 Mitautor*innen des Sammelbands “Schwarz wird großgeschrieben”, der im September 2021 im &Töchter Verlag veröffentlicht wurde.

FRIEDENSSTATUE MUSS BLEIBEN

„Die Friedensstatue muss bleiben – gegen koloniale Unterdrückung und andauernde Versuche, uns zum Schweigen zu bringen!“ Ständige Bemühungen der japanischen Botschaft um die Beseitigung der Friedensstatue in Moabit üben Druck auf die deutschen Behörden aus. Obwohl die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) am 1. Dezember 2020 und am 18.3. 2021 von dem Bezirksamt den dauerhaften Erhalt der Friedensstatue auffordert, ignoriert das Bezirksamt dies und betreibt den Täterschutz. Die Friedensstatue ist nun von der Entfernung bedroht. Das dürfen wir nicht zulassen! 

Die Friedensstatue muss bleiben, damit sexuelle Gewalt im Kontext von Kolonialismus nicht weiter zu Gunsten der Täter unter den Teppich gekehrt wird! Um dies zu erreichen, wollen wir mit der Kampagne zum Erhalt der Friedensstatue Unterschriften aus unserer Kommune Berlins sammeln. Unsere Position aus Deutschland heraus darf kein gewaltsames Verschweigen reproduzieren!

CHICO CÉSAR

Chico César’s musical style is a fusion of different elements of Música Popular Brasileiras: ranging between funk, reggae, Afro-Brazilian rhythms and Caribbean colourings, he incorporates clever and humorous lyrics. In addition to his sold-out concert at Ballhaus Naunynstraße, he will play the only concert in Berlin with us at O-Platz. Chico César will be accompanied by bassist Ana Karina Sebastião, the guitarist Rodrigo Viana, Julien Agazar on the keys and Simone Sou on the drums. See you there!

Chico Césars Musikstil ist eine Fusion aus verschiedenen Elementen des Música Popular Brasileiras: Zwischen Funk, Reggae, afro-brasilianischen Rhythmen und karibischen Kolorierungen, baut er kluge und humorvolle Texte ein. Neben seinem ausverkauften Konzert im Ballhaus Naunynstraße wird er das einzige Konzert in Berlin bei uns auf dem O-Platz spielen. Begleitet wird Chico César von der Bassistin Ana Karina Sebastião, dem Gitarristen Rodrigo Viana, Julien Agazar an den Keys und Simone Sou am Schlagzeug. See you there!

GIZEM

Ob klassische Arbeiterlieder, Friedenslieder oder Frauenkampflieder – Gizem schafft es immer wieder den alten Klassikern mit ihrer Gitarre und ihrer Stimme junges Leben einzuhauchen und auf eine moderne Art auf vielen Sprachen wiederzugeben.Ihre Leidenschaft für diese Lieder entdeckte die gebürtige Mannheimerin vor vielen Jahren auf den Camps der DIDF-Jugend und begeistert seitdem das Publikum auf jeder Veranstaltung. Doch bei den alten Klassikern bleibt es bei Gizem nicht – gesellschaftskritische moderne Songs sind ebenfalls ein fester Bestandteil ihres Repertoires.

AMEWU

“Liebst du Geld/ Bist du ein Mensch?” is the first question on Amewu’s new album, which translates to “do you love money/are you human?”. Amewu, a Berlin native rapper, has been considered one of Germany’s best and most talented (live) MCs since his debut album “Entwicklungshilfe” – an acclaim he confirmed with “Leidkultur” in 2012. It took ten years until Amewu returns with “Haben und Sein”. Rap, grime, trip-hop, and his quick use of words clarify: There is something at stake here. Amewu speaks about limitless growth and how it affects us, the climate crisis, colonialism, and racism and how all these things are present in our everyday lives. He raps against inequality. “Too many rappers speak too much but think too little,” he raps. He on the other hand thinks a lot. Lucky for us, he speaks nonetheless.”

“Liebst du Geld/ Bist du ein Mensch?« lautet gleich die erste Frage auf dem neuen Album von Amewu. Da ist er wieder, der Berliner Rapper, der seit seinem Debütalbum »Entwicklungshilfe« als einer der besten und talentiertesten (Live-)MCs Deutschlands gilt – ein Status, den er mit »Leidkultur« 2012 noch bestätigte. Zehn Jahre hat es gedauert, bis sich Amewu nun mit »Haben und Sein« zurückmeldet. Rap, Grime und TripHop und viele schnelle Worte, die klarmachen: Hier geht‘s um was. Um grenzenloses Wachstum und was das mit uns macht. Um Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus und wo das alles in unserem Alltag vorkommt. Amewu rappt gegen die Ungleichheit. »Viele Rapper reden zu viel, aber sie denken zu wenig«, rappt er. Er denkt dagegen viel. Zum Glück redet er trotzdem.”

STRING ARCHESTRA

The String Archestra is a chamber, string ensemble created in 2016 in Berlin, Germany to empower musicians of color in classical music and to ​recognize composers who have been overlooked in music history because of their​ ethnicity and gender.​

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Thursday, 6th October

10:00 – 15:00 – Schüler*innen Führung

10:00 – 11:00 – Press Conference with Angela Davis **Only for invited/registered press**

11:00 – 12:00 – Urbane Partei: Slogan Workshop

12:00 – 14:00 – Panel 3: BIPOC Climate Justice Movement

14:00 – 16:00 – Panel 4: War and Asylum

16:00 – 17:00 – Bodies we take to the streets: Feminist Documentary !! Location: FSK Kino, Segitzdamm 2,10969 Berlin !! — German with English subtitles, length 60 mins — deutsch mit englischen Untertitel, Länge 60 min

16:00 – 17:00 – Nia2161

 17:00 – 17:30 – Open Mic

18:00 – 19:00 – Angela Davis Speech

19:00 – 20:00 – Carmel Zoum

20:00 – 21:00  – Sound Performance: “Playing the Structures II” by Anike Joyce Sadiq, Judith Hamann, Leo, Nino Bulling (and other lovers)

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ANGELA DAVIS

Seven years ago, Angela Davis visited Berlin to speak to activists who occupied the O-Platz and Gerhart-Hauptmann-Schule. In October 2022, she returns to celebrate our resistance and to continue to support our struggles. The status quo still clearly depicts a reality in which BIPoCs, that have fled are not granted the same rights due to racist structures. 

The last months have once again demonstrated that it is possible to bypass tedious bureaucratic processes and give people the protection they need. Why shouldn’t the same apply to BIPoC and/or Queer people who flee? Therefore, on the 10th anniversary of the occupation of O-Platz, we believe it is important to commemorate the resistance that emerged from the occupation that still resists today. To be heard, we must continue to raise awareness for our struggles loudly and publicly.

Vor 7 Jahren war Angela Davis bereits in Berlin, um mit Aktivist*innen des Refugee Resistance Movements zu sprechen. Am 06.10. kehrt sie zurück nach Berlin, um unseren Widerstand zu feiern und unsere Kämpfe weiterhin zu unterstützen. Auch weil der Status Quo zeigt, dass geflüchtete BIPoC aufgrund von rassistischen Strukturen nicht dieselben Rechte und Freiheiten gewährt werden.

Wir sehen: Es ist sehr wohl möglich, mühsame bürokratische Prozesse zu umgehen und Menschen den Schutz zu gewähren, den sie brauchen. Warum sollte selbiges nicht auch für BIPoC und/oder queere Menschen gelten, die flüchten?! Umso wichtiger ist es, am 10-jährigen Jubiläum der Besetzung des O-Platzes daran zu erinnern, dass der daraus entstandene Widerstand immer noch lebt und wir unsere Kämpfe weiterhin in die Öffentlichkeit tragen müssen, um gehört zu werden!

URBANE PARTEI: SLOGAN WORKSHOP

To create a new slogan for manifestations and demonstrations. A slogan that includes Oplatz as a movement and promotes self organization on Oplatz.

BODIES WE TAKE TO THE STREETS

Ein Film über Empowerment, Feminismus und Solidarität. Das Patriarchat hat viele Gesichter und Widerstand dagegen gibt es in unzähligen Formen. Ausgehend von Berlin zeigt BODIES WE TAKE TO THE STREETS die Vielfalt internationaler feministischer Kämpfe und stellt gleichzeitig auch die Frage nach Gemeinsamkeiten. Wir begleiten Alicja zu den Protesten gegen das polnische Abtreibungsverbot, sprechen mit Anthea über reproduktive Gerechtigkeit für marginalisierte Menschen, tauchen mit Denise in die Geschichte einer feministischen Hausbesetzung geflüchteter Frauen ein und gemeinsam mit Valeria und Rosa gehen wir der Frage nach, was wir in Europa von der Frauenrevolution in Rojava lernen können. Wie ist Feminismus mit anderen Protesten gegen Rassismus und Ausbeutung verbunden? Verbindet uns mehr als der Glaube, dass diese Gesellschaft veränderbar ist?

CARMEL ZOUM 

Carmel Zoum is a dancehall singer and techno/dnb DJ, based in Berlin. A versatile Congolese/French artist flowing in French, English and Lingala, Carmel Zoum is a fiery force of nature on the mic, thrilling dancefloors worldwide with her groovy, beautiful melodies and hardcore Afro-dancehall vibes. She is mainly known as a dancehall artist, but also works hip-hop, electronic and drum ‘n bass producers. Her DJ sets combines techno, psytrance, and dnb tracks.

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Friday, 7th October

10:00 – 11:00 – Register for a tour with Muhammed Lamin Jadama: Kreuzberg behind the Scenes: The Making of a Diverse Neighbourhood.

11:30 – 12:15 – Panel 5: Fascism and Racist Attacks in Germany

12:15 – 13:00 – Panel 6: Queer and Trans in Migration

13:00 – 14:00 – Workshop with mamalior: Social Media & Political Content (Tiktok)

13:30 – 16:00 – Workshop mit LesMigraS: Resourcenorienter Empowerment (BIPOC FLINTA* only) in English with German, Arabic and Spanish translations

14:00 – 16:00  – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 14:00 – Radio conversation: Anguezomo Mba Bikoro, Jennifer Kamau, Hanaa Hakiki | 15.30 – Sonic intervention: “A Painful Declaration Of Independence” by Barby Asante

16:00 – 17:00 – Mayila Dance Group Performance

16:00 – 17:30 – Zusammen haben wir eine Chance – Eine Dokumentation über selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland !! Location: FSK Kino, Segitzdamm 2,10969 Berlin !!

16:00 – 18:00 – Protest gegen die restriktiven Migrationsgesetze !! Location: vor dem Bundestag !! > INFOS

17:00 – 18:00 – Turgay

18:00 – 19:00 – Xenion

19:00 – 20:00 – Deniz Mahir Kartal

20:00 – 21:00 – mal ėlevė

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Muhammed Lamin Jadama

On his tour, Muhammed Lamin Jadama shows “his” Kreuzberg — from his perspective – that of a political activist, photographer, social worker and local. He explains how Görlitzer Park is connected to the European asylum system, what life is like, if you don’t have a residence status and how social workers try to support those who are affected. On the way, Muhammed introduces some of the many Kreuzberg initiatives and associations in which people with and without a history of migration shape their neighbourhood together.

MAMALIOR

Lior aka. mamalior creates feminist Tik Tok content for Missy Magazine. Besides being a content creator, she’s part of the DJ crew Femmebassmafia. Her creative work focuses on exposing racist and sexist structures in club culture. According to Lior, more people who think and act in an intersectional and critical way need to be pushed to the forefront, and the lack of representation of BIPoC FLINTA artists in club and music line-ups finally need to be tackled. After all, safer spaces for queer BIPoCs are always needed in the music scene.

// Participation is free of charge. Please register in advance by sending us an E-mail 👉 oplatzwird10@iwspace.de 

Lior aka. mamalior macht feministischen Tik Tok Content für das Missy Magazine. Neben ihrer Tätigkeit als Content Creator ist sie ebenfalls Teil der DJ Crew Femmebassmafia und setzt in ihrer kreativen Arbeit den Fokus auf die Sichtbarmachung von rassistischen und sexistischen Strukturen in der Clubkultur. Mehr Menschen, die intersektional kritisch Denken und Handeln, müssen, laut Lior, gepusht werden und die fehlende Repräsentation von BIPoC FLINTA Artists in Club und Musik-Line-Ups müssen endlich abgedeckt werden. Denn mehr safer spaces für queere BIPoCs braucht es immer in der Musikszene. 

// Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet Euch vorab per Mail an 👉 oplatzwird10@iwspace.de

DENIZ MAHIR KARTAL

Multiinstrumentalist Deniz Mahir Kartal bringt seine Soloperformance auf die Bühne und baut damit eine Brücke zwischen Bosporus und Spree. Selten gehörte Instrumente wie Kaval, Duduk und Çağlama und von anatolischen Traditionen inspirierter Gesang treffen auf Loops und Beats und fusionieren zu einer Mischung, die die Phantasie und das Tanzbein zum Schwingen bringen.

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Saturday, 8th October

10:00 – 18:00 – Kinderbetreuung

10:00 – 11:30 – Widerklang Chor – SOLI ACTION IN SUPPORT OF THE UPRISING IN IRAN💥🎶💥. 

12:00 – 13:00 – Mayila Dance Group Performance

13:00 – 14:30 – Panel 7: O-Platz Negotiations and Evictions

13:00 – 16:00 – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 13:00 – 14:00 – Sonic intervention: Pungwe Listening & Semra Ertan Initiative

13:00 – 17:00 – Workshop for Oplatz Kids: Faye Jo’Art – Elhadji Mamadou Faye

14:30 – 16:00 – Panel 8: Feminists’ Perspective on Refugee Movement

16:00 – 17:00 – Intervención: Juicio y castigo a Cristóbal Colón by Mawvn (in Spanish, English and German)

17:00 – 18:00 – Theater X

18:00 – 19:00 – Sista Oloruntoyin

19:00 – 19:30 – Jacky Dance Performance

19:30 – 19:55 – Perrxs del Futuro

20:00 – 20:30 – Säye Skye

20:30 – 21:30 – Anti-National Embassy

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WIDERKLANG CHOR

The internationalist choir ‘Widerklang’ invites you to a public rehearsal at Oranienplatz on Saturday, 08.10. at 10 a.m. as part of ‘O-Platz wird 10 – Baustelle Migration’. We will meet at the memorial for the victims of racism and police violence.  We want to express our solidarity with the feminist uprisings and learn with as many people as possible the song ‘Sorude Barâbari’, which is currently echoing through the streets of Iran and accompanies the courageous protest of women, LGBTQIA+, youth and other exploited and oppressed people. The song originates from Iran’s feminist movement and calls for the fall of patriarchy for a liberated society. Afterwards, we want to record the song as a video and distribute it as widely as possible as a sign of solidarity to support the call for a general strike. Come in large numbers even if you are not experienced singers! Here you can listen to the song.

Bring banners, signs and the like! May the dictatorships of political Islam fall – in Iran as in the whole Middle East! Long live the International Solidarity! and a revolutionary Jin Jiyan Azadi!

MAWVN

El colectivo Mawvn invita al juicio del genocida Cristóbal Colón. La colonización iniciada un 12 de octubre significó esclavización, genocidio, despojo y sus consecuencias siguen siendo hasta en dia de hoy poderosas. Pero ese mismo dia inició también la resistencia. La intervención dura Max 20 minutos y será en castellano e inglés.

Quienes somos Mawvn?Somos una autoorganización antirracista y realizamos un trabajo de difusión y acciones de protesta desde la diáspora indígena para visibilizar la lucha anticolonial de liberación del movimiento mapuche tanto en lo que hoy se llama Chile y Argentina.

The Mawvn collective invites to the trial of the genocidal Christopher Columbus. The colonization that began on October 12 meant enslavement, genocide, dispossession and its consequences are still powerful today. But that same day also began the resistance. The intervention lasts Max 20 minutes and will be in Spanish and English.

Who are we Mawvn? We are an anti-racist self-organization and we carry out a work of diffusion and protest actions from the indigenous diaspora to make visible the anti-colonial struggle of liberation of the Mapuche movement in what is now called Chile and Argentina.

SISTA OLORUNTOYIN

Sista Oloruntoyin and Brother Mwayemudza, will be inviting members of ARRiVATi, Schwabinggrad Ballett and Africans From Ukraine, to come together in a presentation of reflective moments of the struggles of refugees in Germany and especially in Berlin, which culminated in 2012 with the Protest Camp Occupation of Oranienplatz. While drawing attention to some contradictions, absurdities and (temporary) failures in this struggle, speeches, music and video will be combined into a performance.

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Sunday, 9th October

10:00 – 18:00 – Kinderbetreuung

10:00 – 13:00 – Weaving Workshop

12:00 – 13:30 – Panel 8: Resisting EU Border Regimes

13:00 – 14:00 – Graffiti Workshop with Sozi 36

14:00 – 17:00 – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 14:00 – 15.30 – Sonic intervention: “Planet Resilience” by Clementine Ewokolo Burnely | Radio conversation: Anguezomo Mba Bikoro, Napuli Langa, Memory Biwa, Sarah Imani

14:00 – 15:30 – Open Mic

15:30 – 16:30 – Koreanische Percussion Musik

17:00 – 18:00 –  CLOSING SPEECH

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GRAFFITI WORKSHOP WITH SOZI 36

Sozi36 wants to invite you to take a short walk and find out answers to the following questions: How does a precise, accurate or even irritating language for political messages look like? Where are the best places to display these messages within the public space? How can you implement these works without a lot of effort in terms of craftsmanship? 

// Participation is free of charge. Please register in advance by sending us an E-mail 👉 oplatzwird10@iwspace.de

Sozi36 möchte euch dazu einladen, bei einem kleinen Spaziergang Antworten für folgende Fragen zu finden: Wie kann eine präzise, treffende oder auch irritierende Sprache für politische Botschaften aussehen? An welchen Stellen lassen sich diese im öffentlichen Raum am besten hinterlassen? Wie kann man die Arbeiten mit möglichst wenig Aufwand handwerklich umsetzen?

// Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet Euch vorab per Mail an 👉 oplatzwird10@iwspace.de 

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In print: #10 of Daily Resistance!

Yesterday morning, 1 October, the 10th issue of “Daily Resistance” was sent to our printer! It’s a special #OplatzTurns10 issue and bigger than usual, devoted to the Refugee Movement from O-Platz/Ohlauer and all movements around the world. Get your copies by writing a mail to dailyresistance(at)systemli(dot)org – and spread them afterwards, so many people can read it!

The issue consists of several multi-lingual articles, but especially focuses on two larger interviews by the editorial team of ‘Daily Resistance’. Firstly, we spoke about the 10th anniversary of the O-Platz occupation with activists* who were part of the protest camp and Ohlauer school and who reflect on the time, its forthcomings, their current and future activism. Since it’s also the 10th issue (the first one was delivered in March 2016) of ‘Daily Resistance’, we brought together old and new comrades who shaped the newspaper and talked about the beginnings, the importance of own media for the Refugee Movement, collaborations, and plans.

Next to that, there will be multilingual articles and interviews on ongoing wars and conflicts in Ukraine and Iran, reflections about perpetuating colonial injustice by The Voice Refugee Forum, a speech by International Women* Space held at the 30 years commemoration demo of the nazi attacks in Rostock-Lichtenhagen – and two more personal stances on the importance of critical self-reflection in anti-racist activism from 2012 till today. Many photos from several photographers in solidarity from Umbruch Bildarchiv contributed to the issue, as well – thank you!

Let’s continue the fight, let’s struggle together!

Yours,

Daily Resistance

Pressemitteilung: Pressekonferenz mit Angela Davis am 06. Oktober 2022 auf dem O-Platz

International Women* Space e. V. veranstaltet vom 05.10. bis 09.10.2022 ein Kunst- und Kulturfestival auf dem Oranienplatz, Berlin

Berlin, den 23.09.2022 – Der Verein International Women* Space e. V. lädt ein, die 10-jährige Selbstermächtigungsgeschichte geflüchteter Menschen zu feiern, die in der Besetzung des Oranienplatzes und später dann auch der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße ihren Höhepunkt fand. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir uns vom 5.10. – 9.10.2022 auf dem Oranienplatz versammeln und die Geschichte des Refugee-Resistance-Movements feiern. 

Mit einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle zeigen wir die Geschichte des Refugee-Resistance-Movements und die Facetten der Kämpfe, die auf und um den Oranienplatz geführt wurden. Menschen, die damals wie heute in der Bewegung aktiv sind, werden ein künstlerisches Festivalprogramm gestalten und ihre politischen Forderungen zentrieren.

Im Rahmen des Festivals der International Women Space e. V. wird die Schwarze Aktivistin und Bürgerrechtlerin Angela Davis am 06.10.2022 um 10 Uhr am Oranienplatz gemeinsam mit Aktivistin Napuli Langa und IWS Mitgründerin Jennifer Kamau eine Pressekonferenz zum Thema rassistischer Umgang mit BiPoC Geflüchteten abhalten. Zehn Jahre nach dem Beginn der Besetzung des O-Platzes wollen wir nicht nur unsere Geschichte feiern, sondern auch einen Vorschlag für eine Gesellschaft unterbreiten, die sich als vielfältig, postkolonial, basisdemokratisch und postmigrantisch versteht.

Die Kampagne wird gefördert vom Berliner Projektfonds Urbane Praxis, When Jackal leaves the sun und Kulturstiftung des Bundes – Turn 2.

HINWEIS: Aufgrund der Raumkapazität findet die Pressekonferenz nur für geladene Presse statt. Die Pressekonferenz wird Live gestreamt. Der Talk mit Angela Davis findet am selben Tag um 18 Uhr auf dem Oranienplatz, ohne Anmeldung, für alle Menschen statt.

O-Platz wird 10 – Baustelle Migration

(English below)

Vor 10 Jahren wurde der Kreuzberger Oranienplatz und später dann auch die Gerhart-Hauptmann Schule in der Ohlauer Straße besetzt. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir uns vom 5.10.-9.10. auf dem Oranienplatz versammeln und die Geschichte der rebellischen Geflüchteten-Bewegung feiern.

Mit einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle zeigen wir die Geschichte des Refugee-Resistance-Movements und die zahlreichen Facetten der Kämpfe, die auf und um den O-Platz geführt wurden.

Menschen die damals wie heute in der Bewegung aktiv sind und auf dem O-Platz präsent waren, werden ein Festivalprogramm mit Theater, Grafik, Malerei, Literatur, Fotografie und Film gestalten, in dem wir auf vielfältige künstlerische Weise die Stationen des Widerstands nachzeichnen: Vom langen Marsch nach Berlin bis hin zur schändlichen Räumung des Camps durch den Berliner Senat und den Bezirk.

Zehn Jahre nach dem Beginn der Besetzung des O-Platzes wollen wir aber nicht nur unsere Geschichte feiern, sondern auch einen Vorschlag für eine Gesellschaft unterbreiten, die sich als vielfältig, postkolonial, basisdemokratisch und postmigrantisch versteht.

Unser Widerstand lebt. O-Platz lebt.

> SIEHE PROGRAMM


O-Platz turns 10 – Migration construction site

10 years ago the Oranienplatz in Kreuzberg and later also the Gerhart-Hauptmann School in Ohlauer Straße were occupied. To mark this anniversary, we want to gather at Oranienplatz from 5.10.-9.10. and celebrate the history of the rebellious refugee movement.

With a five-day open-air art “construction site”, we will show the history of the Refugee Resistance Movement and the many facets of the struggles on and around O-Platz.

People who were active in the movement then and now and were present on O-Platz are creating a programme with theatre, graphics, painting, literature, photography and film, in which we trace the stages of the resistance in a variety of artistic ways: From the long march to Berlin to the shameful eviction of the camp by the Berlin Senate and the district.

Ten years after the beginning of the occupation of O-Platz, however, we not only want to celebrate our history, but also make a proposal for a society that sees itself as diverse, postcolonial, grassroots democratic and postmigrant.

Our resistance is alive. O-Platz is alive.

> SEE PROGRAMME INFO


Presse-Kontakt

Shireen Broszies + Trang Nguyen
Mitarbeiterinnen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, International Women* Space
E-Mail: oplatzwird10@iwspace

Fotos

Hier finden Sie eine Auswahl an Fotos zum Downloaden im jpg- Format: ((c) Umbruch Archiv):

O-Platz wird 10 – Baustelle Migration (5.10. – 9.10.22)

Vor 10 Jahren wurde der Kreuzberger Oranienplatz und später dann auch die Gerhart-Hauptmann-
Schule in der Ohlauer Straße besetzt. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir uns vom 5.10. – 9.10. auf dem Oranienplatz versammeln und die Geschichte der rebellischen Geflüchteten-Bewegung feiern.


Mit einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle zeigen wir die Geschichte des Refugee-Resistance-
Movements und die zahlreichen Facetten der Kämpfe, die auf und um den O-Platz geführt wurden. Menschen, die damals wie heute in der Bewegung aktiv sind und auf dem O-Platz präsent waren, werden ein Festivalprogramm mit Theater, Grafik, Malerei, Literatur, Fotografie und Film gestalten, in dem wir auf vielfältige künstlerische Weise die Stationen des Widerstands nachzeichnen: vom langen Marsch nach Berlin bis hin zur schändlichen Räumung des Camps durch den Berliner Senat
und den Bezirk.


Zehn Jahre nach dem Beginn der Besetzung des O-Platzes wollen wir aber nicht nur unsere Geschichte feiern, sondern auch einen Vorschlag für eine Gesellschaft unterbreiten, die sich als vielfältig, postkolonial, basisdemokratisch und postmigrantisch versteht.

Unser Widerstand lebt. O-Platz lebt.


O-Platz turns 10 – Migration construction site (05.10.-09.10.22)

10 years ago the Oranienplatz in Kreuzberg and later also the Gerhart Hauptmann School in Ohlauer Straße were occupied. To mark this anniversary, we want to gather at Oranienplatz from 5/10 – 9/10 and celebrate the history of the rebellious refugee movement.


With a five-day open-air art “construction site”, we will show the history of the Refugee Resistance
Movement and the many facets of the struggles on and around O-Platz. People who were active in the movement then and now and were present on O-Platz are creating a programme with theatre, graphics, painting, literature, photography and film, in which we trace the stages of the resistance in a variety of artistic ways: From the long march to Berlin to the shameful eviction of the camp by the Berlin Senate and the district.


Ten years after the beginning of the occupation of O-Platz, however, we not only want to celebrate our history, but also make a proposal for a society that sees itself as diverse, postcolonial, grassroots democratic and postmigrant.


Our resistance is alive. O-Platz is alive.

Aftermath of the eviction of Gerhart-Hauptmann-Schule on 11 January, 2018

It has been a long and intense morning with hundreds demonstrating on the streets of Kreuzberg to protest against the eviction of the Gerhart-Hauptmann-Schule, against German racist and neocolonial asylum and migration policies, Fortress Europe, and deportations.
Many thanks to all those today in support and solidarity for the people of the school, thanks to the activists and initiatives, such as International Women Space, Bündnis Zwangsräumung verhindern, Initiative Oury Jallou, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, Corasol, Stop Deportation Group, Schlafplatzorga, Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße and KuB for their powerful speeches at the manifestations in front of the school, at Hermannplatz, and on Oranienplatz. What is more, it was very important to have a speech of a representative of the Roma community. They used to live in the school and they were evicted on June 24th, 2014 to be distributed to remote places at the city’s margins, far from their local environment. Their children lost their structures, they could not attend their schools anymore, which led to a far more complicated situation in terms of education and to maintain friendship ties. Almost all of the Roma people were driven into homelessness again, some of them are dead.

After the last long negotiations with the Berlin senate and the district authorities of Friedrichshain-Kreuzberg on January 10th, the remaining inhabitants of the school went out of the school building the evening before the set eviction date. After a first month in a camp Schöneweide, they will live in a container camp in Kreuzberg. For some, their asylum cases will undergo revision on the basis of §23 Residence Law – yet, as the so-called ‘Oranienplatz Agreement’ after the demolition of the Oplatz camp perfectly illustrated, there is no guarantee that this re-evaluation will lead to any granted legal status. It is important to support the people (e.g. accompany them to the authorities, etc.), to remain in touch with them and to stay organised and cautious about the senate’s and the district’s next steps. Supporters organised a crowdfunding campaign that that aims to cover most of the urgent needs, such as medicine, lawyer’s fees, and local transport, among others.

The political struggle, the local and international fights against repression, gentrification and every-day racism, against the backdrop of the capitalistic system continue. As was shown on the demo route of December 16th and January 11th, local fights in Kreuzberg against gentrification, daily evictions of individuals and projects, such as Friedel54, or against GoogleCampus in Ohlauer Straße need to be stronger addressed as linked to the fights of the lower classes, the poor, exploited and disenfranchised, the refugees, migrants and newcomers.

Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

Gerhard Hauptman Schule

 

Englisch/Französisch below

Bewegungsfreiheit statt Staatsgewalt! Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

Am 11. Januar soll die Gerhart-Hauptmann-Schule geräumt werden. Es ist zwar in den letzten drei Jahren etwas ruhiger um die Ohlauerstraße geworden, aber die Relevanz der Kämpfe dieser Gruppe ist nach wie vor groß. Lange vor der ‘Willkommenskultur’ zeigte der March of Freedom, in dem Hunderte Geflüchtete aus Würzburg demonstrierend in die Hauptstadt zogen, nicht nur die dringende Notwendigkeit einer Änderung im gesellschaftlichen Umgang mit Geflüchteten. Auch zeigte diese Bewegung, dass Geflüchtete sich selbst den Status politischer Subjekte erkämpfen und ihre Forderungen in der Öffentlichkeit vertreten. Sichtbarkeit und Stimme, die ihnen von der weiß-deutschen Mehrheitsgesellschaft traditionell verweigert wird; die polizeiliche Räumung ist ein Teil dieses herrschaftlichen Umgangs. Damit haben die Besetzer*innen vom O-Platz und aus der Schule einen bedeutenden und nachhaltigen Einfluß auf eine ganze Generation von Aktivist*innen hinterlassen. Der aktivistische Kampf war stark, mutig und lebendig. Mit der Besetzung des Oranienplatzes verwandelten sie Kreuzberg für mehrere Monate in einen experimentellen Raum. Mit den Hungerstreiks am Brandenburger Tor, am Alexanderplatz und an der Gedächtniskirche erreichten sie große Kreise und Einfluß.

In den mehr als fünf Jahren seit dem Camp auf dem Oranienplatz haben die Aktivist*innen sich gegen Erpressungen, Spaltungen und Lügen behaupten müssen. Nach der angedrohten Räumung im Sommer 2014 war das letzte Mittel, das ihnen gelassen wurde, die Drohung mit dem eigenen Tod. In der tagelangen Dachbesetzung erkämpften sie sich gegen ein Großaufgebot der Polizei und extremen Druck von Seiten der rot-schwarzen Landes- und der grünen Bezirkspolitik das Recht in der Schule zu bleiben. Und trotz des Drucks blieben sie standhaft und haben uns gezeigt wie Selbstorganisation weitergehen kann. Ihr Kampf war eine der größten politischen Bewegungen in der Geschichte der BRD. Sie wurde inzwischen von den folgenden Asylrechtsverschärfungen der Großen Koalition und der völkischen Bewegungen um Pegida in den Hintergrund gedrängt. Die Relevanz der damaligen Bewegung ist dadurch aber nicht gesunken, im Gegenteil: Die Orte des Kampfes verschoben sich von der Gerhart-Hauptmann-Schule an die Balkan-Route, nach Idomeni, Calais oder in die Willkommens-Initiativen und Behörden in jeder deutschen Kleinstadt. Die Bewegung vom O-Platz hin zur Schule hat nie aufgehört, sie hat nur den Ort gewechselt. Jetzt kehrt sie zur Schule zurück und damit zu einem der Kristallisationspunkte unseres Kampfes um Bewegungsfreiheit.

Wenn am 11. Januar die Polizei anrückt, um die ehemaligen Besetzer*innen gewaltsam aus ihren Wohnungen zu zerren, dann kulminiert darin der langjährige Kampf der Bewohner*innen und Unterstützer*innen gegen die staatstragende Politik der Kreuzberger Grünen. Denn entgegen der damaligen Vereinbarung eines Wohnrechts der Besetzer*innen schikanierte der Bezirk die Bewohner*innen und versuchte die staatliche Kontrolle zurück zu bekommen: Security-Personal schränkte die erkämpfte Bewegungsfreiheit sofort ein und gerichtlich wurde nach einer Zwangsräumung gesucht. Nach mehr als drei Jahren haben die Grünen nun den Räumungstitel, den sie schon immer wollten. Wir wollen das nicht lautlos hinnehmen. Die Geflüchteten-Bewegung hat uns gezeigt, in welch produktivem Verhältnis der Kampf der direkt Betroffenen und Unterstützer*innen sein kann. Die Formen, die dieses Verhältnis annimmt, hängen auch von der konkreten Situation ab. Mit der letzten Demonstration am 16. Dezember stellten die ehemaligen Besetzer*innen ihren Kampf selbst in den größeren Kontext von rassistischen Politiken und kapitalistischer Stadtpolitik.

Nehmen wir ihren Aufruf zur Solidarität aufs Neue auf!
Achtet auf Ankündigungen

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Freedom of Movement instead of State Violence. Call for Solidarity with the Inhabitants of the Gerhart-Hauptmann-Schule

On January 11, the Gerhart-Hauptmann School is to be evacuated. Although it has become a little quieter around the Ohlauerstraße in the last three years, the relevance of the group’s struggles is still there. Long before the ‘welcome culture,’ the March of Freedom showed (in the demonstration of hundreds of refugees from Würzburg to the capital) not just the urgent need for change in the social interaction with refugees. The movement also showed that refugees can achieve the status of political subjects and represent their demands in public. Visibility and voice are traditionally denied by the white-German majority society; the police eviction is a part of this attitude. The squatters of the O-place and the school have thus had a significant and lasting influence on a whole generation of activists. The struggle was strong, courageous and lively. With the occupation of the Oranienplatz, they turned Kreuzberg for several months in an experimental space. With the hunger strikes at the Brandenburg Gate, Alexanderplatz and at the Gedächtniskirche they reached large circles and influence.

In the more than five years since the camp on the Oranienplatz, the activists had to face blackmail, divisions and lies. After the threatened eviction in the summer of 2014, the last option left to them was the threat of their own death. In the day-long occupation of the roof, they fought against a large contingent of the police and extreme pressure from the red-black coalition and the green district policy to obtain the right to stay at school. And despite the pressure, they remained firm and showed us how self-organization can continue. This struggle was one of the biggestpolitical movements in the history of the BRD. She was pushed into the background by the tightening of asylum policies by Grand Coalition and the nationalist movements around Pegida. However, the relevance of the movement did not decrease. On the contrary, the places of struggle shifted from the Gerhart Hauptmann School to the Balkan Route, to Idomeni, Calais or in the welcome initiatives and authorities in every German town. The movement from O-space to the school never stopped, it just changed place. Now it returns to school and thus becomes once again one of the crystallization points of our struggle for freedom of movement.

When on January 11 the police come to forcibly drag the former squatters out of their home, it is the culmination of the long-standing struggle of the inhabitants and supporters against the state sponsored policy of the Green Kreuzberg politicians. Contrary to the once agreed upon right of residence of the squatters, they were harassed as the state tried to regain control: security personnel restricted freedom of movement and judicially a forced eviction was sought. After more than three years, the Greens now have the eviction title they always wanted. We won’t accept this without making noise. The refugee movement has shown us what a productive relationship between the struggles of those directly affected and supporters can look like – also dependent on the concrete situation. During the last demonstration on the 16th of December, the former squatters themselves put their fight into the larger context of racist policies and capitalist urban policy.

Let us renew our call for solidarity!
check for latest news in the next days.

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Liberté de circulation au lieu de la violence étatique. Appel de solidarité avec les habitantEs de l’école dans la Ohlauerstraße

Ce 11 janvier, l’école Gerhart-Hauptmann-Schule occupée dans la Ohlauerstraße, est menacée d’expulsion. Certes, la situation était plutôt calme ces trois dernières années autour de la Ohlauerstraße. Cependant, la lutte de ce groupe est toujours aussi importante. Bien avant la soi-disant Willkommenskultur (culture de bienvenue), la march of freedom, une manif de plus de 600 kilomètres entre Würzburg et la capitale rassemblant des centaines des réfugiéEs, n’a pas seulement montrer le besoin urgent de changer la manière d’envisager la question migratoire dans la société. Ce mouvement a aussi démontré que les réfugiéEs se battent elles/eux-mêmes pour obtenir un véritable statut de sujet politique et qu’elles/ils défendent personnellement leurs revendications en public. Une visibilité et une voix que la majorité allemande blanche de cette société leur refuse. L’expulsion policière est l’une des expressions de cette politique migratoire qui ne cesse d’opprimer les minorités. Les occupantEs de la Oranienplatz ont influencé durablement toute une génération d’activistes. La lutte était forte, courageuse et vivante. En occupant l’Oranienplatz, le mouvement avait transformé pendant plusieurs mois Kreuzberg en un espace expérimentale. Avec les grèves de la faim près de la Brandenburger Tor (porte de brandebourg), à Alexanderplatz et à l’église Gedächtniskirche, ils/elles ont pu gagné une grande influence et touché de nombreux groupes.

Durant les cinq années qui ont suivi l’occupation de la Oranienplatz, les migrantEs activistes ont du se défendre contre chantages, divisions et mensonges. Après que le district les ait menacé d’une expulsion en été 2014, le seul moyen qu’il leur restait était de mettre leurs vies en jeu. Pour avoir le droit de rester dans l’école, il se sont battuEs, en montant sur le toit, contre un énorme dispositif policier et contre la pression des gouvernements du district et de la ville. Malgré les pressions, elles/ils nous ont montré comment maintenir l’auto-determination. Leurs luttes furent l’un des plus grands mouvements de l’histoire de la RFA. Entre temps, ce mouvement s’est heurté aux durcissements du droit d’asile du gouvernement de la CDU et du SPD et au mouvement nationaliste et raciste de Pegida. Mais ceci n’a pas fait sombrer l’importance de cet ancien mouvement, au contraire: les champs de luttes se sont étendues de l’école occupée vers la route des Balkans, Idomeni, Calais, ou vers les groupes de soutiens et les conseils administratifs de n’importe quelle petite ville allemande. Le mouvement d’Oranienplatz n’a jamais cessé, il a simplement changé de lieux. Maintenant il fait son retour à l’école et c’est ici que se cristallise un point important dans nos luttes pour la liberté de circulation.

Quand la police viendra le 11 janvier pour arracher les ancien.ne.s occupantEs de leur domicile, le conflit entre les habitantEs et les Verts, soutien indiscutable du gouvernement, atteindra son point culminant. Car contrairement à l’ancien accord, le district a commencé à brimer les habitantEs et essayé de reprendre le contrôle du lieu : des vigiles restreignirent les allées et venues et la liberté de circulation conquise par les luttes alors que le district porta plainte pour forcer l’expulsion. Après plus de trois ans, les Verts détiennent désormais l’assignation d’expulsion qu’ils ont toujours souhaité. On ne va pas accepter cette expulsion sans faire des bruits. Lemouvement des réfugiéEs nous a montré le potentiel d’une lutte commune où se tisse une relation entre les personnes directement concernéEs et celles qui les soutiennent. Les formes de cette relation se définissent selon les situations. En manifestant le 16 décembre, les habitantEs ont établi et lié leurs lutte au contexte politique marqué par le racisme et la gentrification.

Suivons de nouveau leurs appels à solidarité et combattons pour que l’école reste dans les mains des habitantEs!
Checkez des annonces dans les jours prochains.

Kommt am 16. 12. zur Demo gegen strukturellen Rassismus!

Flyer - Demo gegen Rassismus und Gentrifizierung, Samstag 16.12.2017. 13h Oranienplatz

Demo gegen Rassismus und Gentrifizierung, Samstag 16.12.2017. 13h Oranienplatz

 

Anlass ist, dass den Bewohnern des besetzten Südflügels der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße in Kreuzberg die Räumung für den 11. Januar 2018 angekündigt wurde.

Die Situation der Menschen mit Fluchterfahrung verschlechtert sich immer weiter. In Libyen werden Menschen interniert, verkauft und versklavt. In Europa wird Migration kriminalisiert, immer
mehr Menschen werden abgeschoben. Dass die Grundvoraussetzungen für ein gleichberechtigtes Leben nicht für alle Menschen zugänglich sind, ist beabsichtigt.

Der Wohlstand in den Ländern des globalen Nordens ist nur durch die Ausbeutung der Länder des globalen Südens möglich. Das ist eine Geschichte von Kolonialismus, von Sklaverei, von wirtschaftlicher
Ausplünderung, surrealem Konsumverhalten und Ressourcenverbrauch, von Kriegen und dem Handel mit Waffen. Wenn alle Menschen die rechtlichen Voraussetzungen hätten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben sind, dann wäre diese Ausbeutung auf Dauer gar nicht durchführbar.

„ Wenn du dich entscheidest, nach Europa zu kommen und mit einem
Schiff nach Europa zu fahren, dann weißt du nicht, ob du es schaffen
wirst, ob du es überleben wirst oder ob du es nicht überleben wirst.
Wenn du nach Deutschland kommst, ist es dann ein ganz anderer
Schmerz.“  Aktivist der Gerhart-Hauptmann-Schule

Wir müssen das System der Ausbeutung überwinden, alle Menschen müssen das Recht haben, zu entscheiden, wo und wie sie leben wollen, unabhängig von Status und Herkunft.

Welche Ansätze gibt es um dieses System zu aufzubrechen? Was kann ich tun um daran mitzuwirken? Welche Initiativen gibt es?

„Radical simply means: Grasping things at the root!“ Angela Davis

Kommt und bringt eure Freund*innen, Familien, Samstag-Verabredungen, Transpis und die Bereitschaft etwas zu verändern mit!!!

Wann? Samstag, 16.Dezember 2017 um 13 Uhr

Wo? Oranienplatz in Kreuzberg

Wer ruft auf? Bewohner* der Gerhart-Hauptmann-Schule und Supporter*innen, Black Lives Matter Bln und viele die solidarisch sind

 

 

 

Selber Machen(Kendin Yap) Konferansı Ve 1 Mayıs

1.Mai 2017 Oplatz

1 Mayıs arefesine denk gelen hafta sonunda, Selber Machen(Kendin Yap) adlı konferans düzenlendi. Mülteci Hareketi olarak biz de bu konferansta standımız ve panelimizle yer aldık. Üç gün süren koferansa katılım oldukça kalabalıktı. Panellerde insanlar oturacak yer bulamadı. Yer bulamayan insanlar koridorlarda dinlediler paneli. Radyo sistemiyle konferans; Almanca, İngilizce ve Yunanca’ya tercüme edildi. Örgütlenme deneyimleri, kadın sorunu, Rojava deneyimi üzerine birçok ülkeden ve hareketten paneller sunuldu.

Konfaransın son gününün ilk panelini biz sunduk. Mülteci hareketi adına üç kişi sunduk paneli. Mülteci Harketimizden, Enternasyonal Kadın Komitesi’ni temsil eden arkadaşımız, destekçiler ve hareketlerdeki erkek egemenliği sorunu üzerine konuşma yaptı. Hareketteki erkek egemenliğini kırmak için kadınlar başından beri kendi kararlarını kendileri verdiler ve kendi örgütlenme modellerini kendileri gerçekleştirdiler. İşgal ettiğimiz eski okul binası olan Ohlauer okulunda sadece kandı hareketinin kullacağı bir mekan kurmuşlardı. Kadın arkadaşımnız bu deneyimlerde yaşanan sorunlar ve çözüm yöntemlerine ilişkin deneyimleri anlattı. Destekçilerin oturum sorunlarının olmaması ve eylemlerde cezaya konu olan durumlarda mültecilerle, destekçiler arasındaki eşitsiz duruma dikkat çekti.

Biz de direniş deneyimlerimiz ışığında “Avurapa Devrimciliği Hobi Devrimciliğidir” analizimiz üzerine yaptık panelimizi. Avrupa’da yaşayan yuttaşların belli bir yaşam statüsü olması ayrıca emperyalist sistemlerin sömürgelerinden ve silah ticaretinden elde ettiği karın bir bölümüyle yurttaşlarına sus payı vermesinin insanları nasıl kapitalizm karşıtı mücadelede pasifize ettiğini açıkladık. Avrupa’daki muhalif hareketin kapitalizm karsına nasıl bir altarnatifin örüleceği konusunda yaşadıkları kafa karışıklığı, bunun tarihsel arka planı örneklemelerle açıklandı. Panelimiz oldukça canlı bir atmosferde geçti ve ilginç sorular yöneltildi. “Hobi Devrimcilği” tespitimiz büyük oranda kabul gördü. İzleyiciler arasından bu pozisyonun nasıl aşılacağı üzerine sorular yöneltildi.

Konferans sırasında, aynı zamanda 1 Mayıs eylemleri için teknik hazırlaklarımızı gerçekleştirdik. Yumruk sembolümüzün yer aldığı Daily Resistance gazetemizin logosunu baskı tekniğiyle bezlere aktardık. Birçok bayrak ve üzerinde “1 Mai Haisst Wiederstand(1 Mayıs Direniş Demektir)” yazılı pankartımızı hazırladık.

1 Mayıs günü, hareketimizin direniş mekanı olarak belleklerde yerini alan Oranienplatz’da protest müzik grupları sahne aldı. Daily Resistenca adlı yedi dilde yayınlamakta olduğumuz gazetemiz ve Movement Magazine adlı dergimizle stand açtık. Alandaki tek politik stand bizimdi. Diğer standlarda daha çok köfte ve sucuk satışı vardı.

1. Mai 2017 Oplatz

Sahneden yaptığımız 1 Mayıs konuşmasında, 1 Mayıs’ın sadece yeme, içme ve eylenme günü olmadığını, 1 Mayıs’ın kazanılması işçi sınıfının bedel ödeyen mücadelesi sayesinde olduğu gerçekliğini vurguladık.

1 Mayıs’ın festival havasından çıkıp devrimci özüne uygun olarak gerçekleştirilmesi için her yıl Berlin Kreuzberg’te “Devrimci 1 Mayıs” eylemleri oluyor. Sendikaların düzenlediği etkinliklerden farklı olarak düzenlenen bu eylemlere biz de her sene Mülteci Hareketi olarak katılıyoruz. Bayrak ve pankartlarımızla yer aldığımız devrimci 1 Mayıs eylemlerinde, Oranienplatz’da bu sene ayrıca semboluk çadırlar açtık ve “O-platz Yeniden Politik Mekan” yazılı büyük bir pankart açtık.

Devrimci 1 Mayıs yürüyüşü Pannier caddesine geldiğinde polis saldırısına uğradı. Bu eylemde izin alınmamıştı, Pannier caddesine kadar herhangi bir müdehalede bulunmayan polis, bu caddede aniden saldırıya geçti ve şiddet uyguladı.

Yürüyüş saatine kadar başında beklediğimiz standımızı ziyaret eden insanlarla ilginç diyaloglar gerçekleşti. Dünyanın değişik yerinden insanlar “burada ne yapıyorsunuz” diye sordular. Bugün 1 Mayıs, eylemler yapıyoruz cevabımız üzerine; “niye 1 Mayıs’ta ne olmuş ki” biçiminde sorulara devam ettiler. İnsanların bir kısmının 1 Mayıs’ın anlamı ve tarihi üzerine bilgi sahibi olmadığını gözlemledik. İnsanlar 1 Mayıs’ta sadece eylenmek için sokaklarda dolaşıyorlar ve rutin işleyen bu durum bir bellek yitimine yol açıyor, sömürü sistemi de bu sayede rahatça hükmünü sürdürüyor. Bu durum sömürü sistemini hoşnut ediyor doğal olarak. 1 Mayıs’ın, işçi sınıfı ve emekçilerin enternasyonul mücadele günü olduğu vurgusunu öne çıkartma ısrarımıza devam edeceğiz.

Yaşasın İnsanlaşma Ve Ortaklaşma Mücadelemiz.

2 Mayıs 2017

Turgay Ulu

Berlin

Die Refugee-Bewegung am 1. Mai 2017 in Kreuzberg / The Refugee Movement on 1st of May, 2017 in Kreuzberg

Liebe Freundinnen und Freunde,

lasst uns den revolutionären 1. Mai feiern und weiterkämpfen! Wir laden Euch herzlich zu unseren Ständen rund um das Myfest in Kreuzberg ein. Am Oranienplatz gibt es ab 12 Uhr einen Stand von Aktivist*innen der Bewegung. Napuli Paul Langa und Turgay Ulu werden auch auf der dortigen Bühne sprechen. Am Mariannenplatz (vor der Thomaskirche) bieten die Bewohner*innen und Aktivist*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule aus der Ohlauer Straße ein Soli-Essen an und informieren über die aktuelle Situation in der Schule. Vor dem Refugee Office in der Waldemarstraße 46 gibt es ab Mittags außerdem einen Stand von WeAreBornFree! Empowerment Radio und der Schlafplatzorga. Für Essen und Trinken ist auch da gesorgt. An allen Orten wird man auch die Daily Resistance finden.

Dear friends,

let’s celebrate the Revolutionary 1st of May and keep on fighting! We cordially invite all people to our stands on the Myfest in Kreuzberg. On Oranienplatz there will be a stand of movement’s activists, starting from 12. Napuli Paul Langa and Turgay Ulu will also give a speech there on stage. On Mariannenplatz (in front of Thomas Church) the inhabitants and activists of Gerhart Hauptmann School from Ohlauer Str. will offer food on a soli basis and inform about the current situation in the school. In Waldemarstr 46, in front of the Refugee Office, WeareBornFree! Empowerment Radio and the Sleeping Place Orga will be present from noon, as well. Foods and drinks will be provided. You can find the newspaper Daily Resistance at all these places.