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oplatz / Support/Solidarity / why we are here

Invitation: What no one talks about – Refugees from Sudan

When? 11. 02. | 19:00 – 21:00

Where? Regenbogenfabrik | Lausitzer Straße 22, 10999 Berlin-Kreuzberg

german translation below

During the second Sudanese civil war that went on for 22 years, Omar al-Bashir assumed power in 1989. Al-Bashir is the first and only officiating president worldwide who is wanted for genocide, war crime and crimes against humanity. Unimpeded by the UNAMID stationed in Darfur, the regime committed numerous human rights violations, such as expulsions of whole villages, aimed destructions of livelihoods, arbitrary torture, execution, abuse and mass rape in Darfur, South Kordofan and Blue Nile.

The authoritarian regime is not only repressive in those conflict areas. Violent regime intervention in anti-government protests often end deadly, armed munitions are used against peaceful activists and oppositionists. Arbitrary arrest and months-long imprisonment without accusal as well as torture and abuse are regime standards. Human rights organizations are forbidden or oppressed, media censored and critical journalists threatened or arrested. Furthermore, since 2013, military courts are in charge of “violations” such as the publication of “wrong” information about civilians.

In order to call attention on that situation, Sudanese activists occupied the Sudanese embassy in Berlin in 2015. They demanded the extradition of al-Bashir and his regime to the International Criminal Court, the ending of all economic relations to Sudan as well as the grant of asylum for every Sudanese refugee living in Germany.

In order to call attention on that situation, Sudanese activists occupied the Sudanese embassy in Berlin in 2015. They demanded the extradition of al-Bashir and his regime to the International Criminal Court, the ending of all economic relations to Sudan as well as the grant of asylum for every Sudanese refugee living in Germany.

In solidarity with the Sudanese refugees, we host a talk to inform about the current political situation in Sudan and personal experiences of Sudanese activists. French translation for the evening will be provided.

We would be happy to welcome you there!

In cooperation with OPLATZ AND THE SUDANESE ACTIVISTS

————————————————

Während des 22 Jahre dauernden zweiten Bürgerkriegs im Sudan übernahm Omar al-Bashir 1989 die Macht im Sudan. Seitdem regiert der Diktator mithilfe der islamistischen NCP das Land. al-Bashir ist der weltweit erste und einzige amtierende Staatspräsident, der aufgrund von Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesucht wird. Bei Konflikten in Darfur, Südkordofan und Blue Nile begeht das Regime dabei zahlreiche Menschenrechtsverletzungen, die ungehindert von der in Darfur stationierten UNAMID stattfinden. Diese Menschenrechtsverletzungen reichen von Vertreibungen ganzer Ortschaften und der gezielten Zerstörung der Lebensgrundlagen ganzer Regionen bis zu willkürlichen Hinrichtungen, Folter, Missbrauch und Massenvergewaltigungen.

Doch auch außerhalb der Konfliktregionen ist das autoritäre Regime nicht weniger repressiv. Regierungskritische Proteste werden gewaltsam bis tödlich aufgelöst, gegen friedlich protestierende Oppositionelle/Aktivist*Innen wird teilweise auch scharfe Munition verwendet. Willkürliche Verhaftungen und monatelanges Festhalten ohne Anklage, Folter und Misshandlungen gehören zum Standartrepertoire des Regimes. Menschenrechtsorganisationen werden verboten oder unterdrückt, die Medien zensiert und kritische Journalisten bedroht oder verhaftet. Zudem dürfen seit 2013 Militärgerichte bei „Verstößen“ wie der Veröffentlichung „falscher“ Informationen über Zivilist*Innen urteilen.

Um auf die Situation im Sudan aufmerksam zu machen besetzten im November 2015 sudanesische Aktivist*Innen die sudanesische Botschaft in Berlin. Sie forderten und fordern die Auslieferung al- Bashirs und seines Regimes an den internationalen Strafgerichtshof, die Beendigung aller wirtschaftlichen Verbindungen mit dem Sudan sowie die Gewährung von Asyl für alle in Deutschland lebenden sudanesischen Geflüchteten.

In Solidarität mit den sudanesischen Geflüchteten veranstalten wir eine Infoveranstaltung, um mit den Aktivist*Innen über die aktuelle politische Lage im Sudan und ihre persönlichen Erfahrungen zu sprechen. Dazu laden wir herzlich ein!


oplatz

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