Internationale Online-Reihe: Kirchenasyl und das globale Migrationsregime

vom BAG Asyl in der Kirche

Die englischsprachige Ankündigung finden Sie hier

Am 25. Mai, 2. Juni, 24. Juni und 18. Juni 2021 um 19:00 CET (Berlin)/ 13 p.m. EST (New York) – in englischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche.

Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist jedoch erforderlich unter: info@kirchenasyl.de

Auch eine Teilnahme an einzelnen Veranstaltungen ist möglich.

  1. Räume schaffen: Überleben und Sicherheit auf der Flucht – 25. Mai 2021, 19:00-20:30 CET/ 1:00 -2:30 p.m. EST
  2. Räume schaffen: Sicherheit und Empowerment während des Asylverfahrens – 2. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 1:00 -2:30 p.m. EST
  3. Räume schaffen: Gegen Abschiebung und zum Aufbau transformativer Allianzen – 14. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 13:00-2:30 p.m. EST
  4. Gemeinsame Diskussion: Reflexion und aktiv werden – 18. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 1:00 -2:30 p.m. EST

Die tödlichen Tragödien im Mittelmeer und in der Wüste von Arizona sind die aktuell prominentesten Beispiele dafür, wie Menschen natürliche Grenzen in Orte des Todes verwandeln. Dennoch werden Mitglieder der menschlichen Familie immer Wege finden, sie zu überschreiten. Sie tun dies auf der Flucht, auf der Suche nach einem Ort der Sicherheit und für eine bessere Zukunft. Migration ist so alt wie die Menschheit selbst. Ebenso wie der Widerstand der Migrant*innen gegen die, die versuchen, die Migration zu kontrollieren.

In den letzten Jahren sehen wir eine zunehmende Militarisierung der westlichen Grenzregime, eine Ausweitung der Migrationskontrolle und die Externalisierung der europäischen und US-amerikanischen Grenzen auf den asiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Kontinent. Gleichzeitig sehen wir eine verstärkte öffentliche Präsenz von Gruppen, die von Migrant*innen angeführt werden. Diese Gruppen lenken die Aufmerksamkeit auf die Brutalitäten der Grenzregime und versuchen, dagegen vorzugehen. Glaubensgemeinschaften in Nordamerika und Europa nutzen teilweise ihre Macht und ihre Privilegien, um Menschen auf der Flucht, während des Asylverfahrens und gegen die Abschiebung zu unterstützen. Dennoch würden nur Wenige ihre Kirchenasy-Praxis als Teil der vielfältigen Aktivitäten gegen die Grenzregime definieren. In unserer Webinar-Reihe wollen wir verschiedene Perspektiven zu diesen Themen erkunden und von den Kämpfen der anderen lernen.

Wir wollen die folgenden Fragen aufwerfen und diskutieren:

Wie schaffen es Menschen, trotz der Gewalt der globalen Migrationsregime sicher zu sein? Was können Glaubensgemeinschaften von den von Migrant*innen angeführten Kämpfen und dem Aktivismus gegen Grenzregime lernen? Wie können wir verhindern, Ungleichheit zu reproduzieren, während wir versuchen, die rassistische Spaltung zu überwinden, die diese Grenzregime nährt? Und wer rettet hier eigentlich wen vor wem?

Programm:

25. Mai 2021, 19:00-20:30 CET/ 13:00 -2:30 p.m. EST – Räume schaffen: Überleben und Sicherheit auf der Flucht

Maglaha Hamma aus Westsahara wurde in einem Flüchtlingslager im Südwesten Algeriens geboren und lebt dort bis heute. Sie arbeitet in den Bereichen Friedensbildung, Gewaltfreiheit und Menschenrechte. Maglaha war Leiterin der Organisation für Gewaltfreiheit in der Westsahara. Sie hat mit Kindern, Frauen und Jugendlichen gearbeitet, um trotz der Schwierigkeiten der Flüchtlinge und des anhaltenden Konflikts die Friedensbildung zu fördern. Derzeit ist sie Leiterin des Peace Dialogue Project in der Westsahara und unterstützt die Friedenscharta der Afrikanischen Union.

John Fife ist Mitbegründer der Sanctuary-Bewegung in Nordamerika in den 1980er Jahren, die Flüchtlinge aus Mittelamerika vor Abschiebung schützte und eine neue Underground Railroad von Mittelamerika nach Kanada schuf. Er war 35 Jahre lang Pastor der Southside Presbyterian Church in Tucson, Arizona, USA und wurde 1993 zum Leiter der Presbyterianischen Kirche in den USA gewählt. Er ist Mitbegründer der humanitären Hilfsorganisation „No More Deaths“, die Migrant*innen und Flüchtlingen im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko lebensrettende Hilfe anbietet und die Menschenrechtsverletzungen der US-Regierung dokumentiert.

Tamino Böhm ist Einsatzleiter der Luftüberwachungsoperation von Sea-Watch. Die deutsche NGO betreibt mehrere Flugzeuge, um Menschen in Not aufzuspüren, Search-and-Rescue-Einsätze zu koordinieren und Menschenrechtsverletzungen im zentralen Mittelmeer zu verhindern, das die nachweislich tödlichste Grenzzone der Welt darstellt. Seit 2017 koordiniert er den Einsatz in einem sich ständig verändernden Umfeld zwischen Repression und schrumpfenden Räumen für Solidarität. Regelmäßig fliegt er Überwachungsflüge.

Moderation: Julia Mourão Permoser

Julia Mourão Permoser ist Senior Post-Doctoral Research Fellow an der Universität Innsbruck am Institut für Politikwissenschaft. In den letzten 15 Jahren hat sie zu verschiedenen Themen im Zusammenhang mit Migration, Menschenrechten und Vielfalt geforscht. Derzeit ist sie die Leiterin eines vierjährigen Forschungsprojekts über die Praktiken von Asylbewerber*innen in Europa und den Vereinigten Staaten, das vom Österreichischen Wissenschaftsfonds finanziert wird. Ihre Arbeit wurde in einer Reihe von internationalen Zeitschriften veröffentlicht, darunter Global Networks, Political Studies Review, Journal of Ethnic and Migration Studies, Journal of European Public Policy, European Journal of Migration and Law, und Religion, State and Society.

2. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 13:00 -2:30 p.m. EST – Räume schaffen: Sicherheit und Empowerment während des Asylverfahrens

Claudia Gomez ist eine afro-kolumbianische Künstlerin, Ergotherapeutin, Flüchtling und ehemalige Bewohnerin des Romero House in Toronto, Kanada. Sie ist die Gründerin des Interkulturellen Kollektivs in Cali-Kolumbien und in Toronto, in dem sie als Aktivistin künstlerisch arbeitet (Tanz, Theater, Musik, Kunsthandwerk). Es geht ihr um Menschenrechte in Kolumbien im Allgemeinen und der afrokolumbianischen Bevölkerung im Besonderen. Sie ist Teil der Wahrheitskommission des Colombia Node Ontario, die sich um die Aufklärung der Wahrheit über das bemüht, was im Rahmen der bewaffneten Konflikte in Kolumbien (einem der grausamsten Konflikte der Welt) geschah und geschieht, und arbeitet seit 8 Jahren mit kolumbianischen Opfern bewaffneter Konflikte.

Marisa Limón Garza ist eine gebürtige Fronteriza mit über 18 Jahren Erfahrung in der Arbeit mit multikulturellen Gemeinschaften. Ihr Interesse gilt dabei der eigenen Interessenvertretung, der Bildung, der strategischen Kommunikation und dem Engagement in der Community. Derzeit ist sie stellvertretende Direktorin des Hope Border Institute, einer gemeinnützigen Organisation für soziale Gerechtigkeit, die in El Paso (Texas) Ciudad Juárez (Mexiko) und Las Cruces (New Mexico) arbeitet. Marisa hat einen Master-Abschluss in Pädagogik und einen Bachelor-Abschluss in englischer und spanischer Literatur von der University of Notre Dame und ein Zertifikat in Non-Profit-Management von der Georgetown University.

Elizabeth Ngari ist die Gründerin von Women in Exile, einer Initiative von Flüchtlingsfrauen, die 2002 in Brandenburg/Deutschland von Flüchtlingsfrauen gegründet wurde, um für ihre Rechte zu kämpfen. Sie beschlossen, sich als Flüchtlingsfrauengruppe zu organisieren, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass Flüchtlingsfrauen nicht nur durch rassistische Gesetze und diskriminierende Flüchtlingsgesetze im Allgemeinen, sondern auch als Frauen doppelt diskriminiert werden. ‚Women in Exile & Friends‘ wurde 2011 von Women in Exile und solidarischen Aktivistinnen ohne Flüchtlingshintergrund gegründet. Gemeinsam arbeiten sie in der Kampagne mit dem Titel „Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!“

Moderation: Ilka Vega

Ilka Vega ist eine gebürtige Transfronteriza aus Ciudad Juarez (Mexiko) und El Paso (Texas). Sie hat einen Bachelor-Abschluss in Wirtschaft und in Nachhaltigkeit, Kultur und sozialer Gerechtigkeit von der Southwestern University und ist zur Zeit für ein Masterstudium im Bereich Innovation, Entwicklung und Nachhaltigkeit an der Universität Genf. Sie arbeitet seit über 10 Jahren mit NGOs zu den Themen Migration, Klimaschutz und Antirassismus. Von 2018 bis 2020 arbeitete sie am Hope Border Institute an der Seite von Marisa als Community Organizer und in der Administration. Ilka ist seit 4 Jahren Teil der Racial Justice Charter Support Group der United Methodist Women.

14. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 13:00 -2:30 p.m. EST – Räume schaffen: Gegen Abschiebung und zum Aufbau transformativer Allianzen

Direkt zur Anmeldung

Ravi Ragbir ist Community-Aktivist und aktiv in der New Sanctuary Coalition NY (NSC), einer multireligiösen, von Migrant*innen geleiteten Organisation. Die NSC unterstützt und empowert Menschen, die sich im Einwanderungssystem zurechtfinden müssen. Die Programme der NSC zielen darauf ab, das System, das die Existenz von Einwanderern kriminalisiet, zu beleuchten und zu durchbrechen. Zu den Kernprogrammen gehören die Rechtsberatung, Begleitung, Anti-Haft Aktionen, Community Organizing und Lobbyarbeit.

Adam Bahar war Teil einer Gruppe von Flüchtlingen, die von 2012 bis 2014 den Oranienplatz in Berlin besetzten und später „Gast“ im Kirchenasyl einer Berliner Kirche. Als Aktivist setzt er sich seit Jahren für die Rechte von Flüchtlingen ein. Derzeit arbeitet Adam bei Glokal e.V., einer Organisation für politische Bildung mit antirassistischem und postkolonialem Ansatz.

Pfarrerin Anne Dunlap ist die Religionskoordinatorin von Showing Up for Racial Justice (SURJ), einem USA-weiten Netzwerk von Gruppen und Einzelpersonen, die sich für die Untergrabung weißer Vorherrschaft und Antirassismus einsetzen. Durch Community Organizing, Mobilisierung und Bildungsangebote bewegt SURJ weiße Menschen dazu, als Teil einer Bewegung für Gerechtigkeit zu engagieren und zu lernen, mit Leidenschaft und Verantwortlichkeit zu handeln.  Anne war Mitbegründerin der Sanctuary Coalition in Denver (Colorado). Die Sanctuary Bewegung der 1980er Jahren in den USA prägte ihr weiteres Engagement für soziale Gerechtigkeit.

Moderation: Noor Amr

Noor Amr ist Doktorandin der Anthropologie an der Stanford University und Koordinatorin der dekolonialen Studiengruppe Concerning Violence: A Decolonial Collaborative Research Group. Sie hat einen Masterabschluss in Religionsphilosophie der Harvard Divinity School, wo sie mit dem Dean’s Fellowship ausgezeichnet wurde. In ihrer Dissertation befasst sie sich mit Kirchenasyl in Deutschland, wobei sie Fragen der Souveränität, des Säkularismus, der Zugehörigkeit und der Staatsbürgerschaft berücksichtigt. In ihrer Arbeit untersucht sie ethnographisch, wie die Praktiken des Kirchenasyls die Grenzen der politischen Zugehörigkeit durch performative Akte neu definieren.

18. Juni 2021, 19:00-20:30 CET/ 13:00 -2:30 p.m. EST – Gemeinsame Diskussion: Reflexion und aktiv werden

Am 18. Juni laden wir alle Teilnehmer unserer Webinar-Reihe ein, mit uns über die Fragen zu diskutieren, die während der Webinare aufgeworfen wurden. Wenn Sie die anderen Teilnehmer treffen und in Kontakt bleiben möchten, sind Sie herzlich willkommen, auch wenn Sie nicht an allen drei Webinaren teilnehmen konnten. Wir werden die Themen unserer Webinare weiter diskutieren, aber auch einen Raum für Austausch und Netzwerken eröffnen. Das Treffen wird von Noor Amr, Julia Mourão Permoser, Ilka Vega und Ulrike La Gro moderiert.

Organisatoren:

Die Internationale Sanctuary Kampagne: Seit dem Entstehen der Sanctuary/Kirchenasyl-Bewegungen der 1980er Jahre (verbunden mit den Namen der Southside Presbyterian Church in Tucson/USA und der evangelischen Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin/Deutschland) gibt es einen Austausch von Beteiligten auf beiden Seiten des Atlantiks. Im Jahr 2016 hat das Netzwerk, das seit den 80er Jahren besteht, die International Sactuary Declaration Principles herausgegeben, um die Bemühungen weltweit zu vereinen und als Leitfaden für die Reaktion der Basis auf die globale Eskalation der Vertreibung zu dienen.

Die Ökumenische BAG Asyl in der Kirche ist ein Netzwerk deutscher evangelischer, katholischer und freikirchlicher Kirchengemeinden, die bereit sind, Kirchenasyl anzubieten. Kirchengemeinden, die Flüchtlingen Asyl anbieten, fühlen sich aus ihrem christlichen Glauben heraus verpflichtet, Menschen vor Abschiebung zu schützen, wenn begründete Zweifel an einer sicheren Rückkehr bestehen. Diese Kirchengemeinden stellen sich zwischen die Flüchtlinge und die Behörden, um eine Überprüfung der Fälle herbeizuführen und eine Abschiebung zu verhindern. www.kirchenasyl.de  

Der Fellowship of Reconciliation USA (FOR-USA) gründete sich auf den Traum, in einer gerechten Welt mit sozialer Gleichheit für alle zu leben. Als älteste und größte Friedensorganisation mit mehr als 125 lokalen Mitgliedsorganisationen in den USA sind wir seit 1915 Teil des globalen Friedensnetzwerks des Internationalen Versöhnungsbundes (IFOR). Wir befassen uns mit krisenhaften Bürger- und Menschenrechtsproblemen durch gewaltfreien Aktivismus, Bildung und die Empowerment von Einzelpersonen und lokalen Gruppen an der Basis. Obwohl FOR-USA eine Geschichte des Aktivismus für globale Kämpfe hat, z.B. im Nahen Osten und in der Karibik, haben wir in den letzten Jahren unseren Fokus auf die USA und die Ursachen der Gewalt im eigenen Land verlagert. www.forusa.org

Wir danken der Rosa-Luxemburg-Stiftung für ihre großzügige Unterstützung.

en

Sanctuary and the Global Migration Regime webinar series

The Fellowship of Reconciliation in partnership with the International Sanctuary Declaration Campaign and the Ecumenical Committee on Church Asylum (Germany) is pleased to announce a four-session international webinar series: “Sanctuary and the Global Migration Regime” to be hosted this May and June.

The programs will be held on May 25, June 2, June 14, and June 18, 2021, each webinar beginning at 1:00 p.m. US Eastern time (New York) / 19:00 CET (Berlin)/ 10:00 a.m. US Pacific (Los Angeles) – in English language with simultaneous interpretation into German.

Each 90-minute webinar is offered for free, with no cost to attend, but registration is required. To register via email, contact: info@kirchenasyl.de

  1. Creating places of survival and safety on the run (Tuesday, May 25, 2021)
  2. Creating spaces of safety and empowerment during asylum procedures (Wednesday, June 2, 2021)
  3. Creating spaces of safety when facing deportation and building transformative alliances (Monday, June 14, 2021)
  4. Reflection and Action (Friday, June 18, 2021)

The tragedies of death in the Mediterranean and in the Arizona Desert are the recently most prominent examples of how man-made borders turn natural boundaries into places of death. Still, members of the human family will always find ways to cross when being on the run and searching a place of safety and a better future. Migration is as old as humankind itself is. As is the resistance against those who try to control migration by those who migrate.

In recent years, we see an increasing militarization of the western border regimes, an expansion of migration control and the externalization of European and U.S. borders to the Asian, African, and Latin American continents. Also, we see an increased public presence of immigrant-led groups raising attention and action against the brutalities of the border regimes. Faith-based communities in North America and Europe have used their power and privilege to support people on the run, during the asylum procedures and against deportation. Yet, only few would see providing sanctuary as one part of diverse activities against border regimes and for justice and dignity. In our webinar series, we want to explore different perspectives on these issues and learn from each other’s’ struggles.

We want to raise and discuss the following questions:

  • How do people manage to be safe despite the violence of global migration regimes?
  • What should faith communities learn from immigrant-led struggles and activism against border regimes?
  • How can we not reproduce inequalities while trying to overcome the racist division that nurtures those border regimes?
  • Who is saving whom from whom?

PROGRAM SERIES:

May 25, 2021, 1:00-2:30 p.m. EDT: “Creating places of survival and safety on the run”

  • Maglaha Hamma, from Western Sahara, was born and lives in refugee camps in southwestern Algeria. She works in peace building, nonviolence, and human rights. Maglaha was the head of the nonviolence organization in Western Sahara. She has worked with children, women, and youth to promote peace building despite the difficulty of refugees and the ongoing conflict. She is currently head of the Peace Dialogue Project in Western Sahara and advocate of the African Union Peace Charter.
  • John Fife is the co-founder of the Sanctuary Movement in North America in the 1980’s that protected refugees from Central America from deportation and created a New Underground Railroad from Central America to Canada. He served as Pastor of Southside Presbyterian Church in Tucson, Arizona, U.S.A. for 35 years, and was the elected leader of the Presbyterian Church, USA in 1993. He is a founding volunteer of the humanitarian aid organization No More Deaths, providing life-saving services to migrants and refugees on the US/Mexico borderlands and documenting the violations of human rights by the US government.
  • Tamino Böhm is Head of Mission of the aerial surveillance operation of Sea-Watch. The German NGO runs multiple airplanes to detect people in distress, coordinate Search-and-Rescue efforts, and prevent human rights violations in the Central Mediterranean Sea, which constitutes the deadliest recorded border zone in the world. Since 2017 he has coordinated the operation and designed the mission goals along an ever-changing environment of repression and shrinking spaces for solidarity. On a regular basis he performs monitoring flights on board airplanes. 
  • Julia Mourão Permoser (moderator) is Senior Post-Doctoral Research Fellow at the University of Innsbruck, Department of Political Science. For the last 15 years she has been researching various issues related to migration, human rights, and the governance of diversity. Currently, she is the principal investigator of a four-year long research project on sanctuary practices in Europe and the United States, financed by the Austrian Science Fund. Her work has been published in a range of international journals, including Global NetworksPolitical Studies ReviewJournal of Ethnic and Migration StudiesJournal of European Public PolicyEuropean Journal of Migration and Law, and Religion, State and Society.

June 2, 2021, 1:00-2:30 p.m. EDT: “Creating spaces of safety and empowerment during the asylum procedures”

  • Claudia Gomez is an Afro-Colombian artist, Occupational Therapist, refugee, and former resident of Romero House / Toronto. She is the founder of the Intercultural Collective Ethnicities in Cali-Colombia and in Toronto as well, in which she works as an activist through the arts (dance, theater, music, handcrafts), demanding human rights in Colombia in general and in the Afro-Colombian population in particular. She is part of the Truth Commission of Colombia Node Ontario which is looking for clarifying the truth about what happened and is happening in the frame of armed conflicts in Colombia (one of the largest and most cruel conflict around the world) and has been working with Colombian victims of armed conflicts for eight years.
  • Marisa Limón Garza is a native fronteriza with over 18 years of experience engaging multicultural communities through the lens of advocacy, education, strategic communications, and community involvement. She currently serves as deputy director of the Hope Border Institute, a social justice nonprofit organization working in El Paso TX, Ciudad Juárez, Mexico, and Las Cruces, New Mexico. Marisa holds a master’s in education and bachelor’s in English and Spanish literature from the University of Notre Dame and a certificate in nonprofit management from Georgetown University.
  • Elizabeth Ngari is the founder of Women in Exile, an initiative of refugee women founded in Brandenburg/Germany in 2002 by refugee women to fight for their rights. They decided to organize as a refugee women’s group because they have made the experience that refugee women are doubly discriminated against not only by racist laws and discriminatory refugee laws in general but also as women. ‘Women in Exile & Friends’ was formed in 2011 by Women in Exile & activists in solidarity without refugee background. Together we conduct the campaign titled “No Lager for Women! Abolish all Lagers!”
  • Ilka Vega (moderator) is a native transfronteriza from Ciudad Juarez, Mexico, and El Paso, Texas. She holds a B.A. in Business and in Sustainability, Culture, and Social Justice from Southwestern University and is currently studying a MSc. in Innovation, Human Development, and Sustainability at the University of Geneva. She has worked for over 10 years with NGOs on issues of immigration, climate action, and racial justice. From 2018 to 2020, she worked at Hope Border Institute alongside Marisa, as Community Engagement and Administrative Specialist, and has served for four years as part of the Racial Justice Charter Support Group of the United Methodist Women.

June 14, 2021, 1:00-2:30 p.m. EDT: “Creating spaces of safety when facing deportation and building transformative alliances”

  • Ravi Ragbir is a community activist with the New Sanctuary Coalition NY (NSC), a multi-faith immigrant-led organization that creates support systems for and empowers those navigating the immigration system. NSC’s grassroots programs are designed to shine a light on and disrupt the systems that criminalize immigrants’ existence. Core programs include the pro se immigration clinic, accompaniment, anti-detention, and community organizing and advocacy.
  • Adam Bahar was part of a group of refugees who occupied Oranienplatz square in Berlin from 2012 to 2014 and later became a “guest” in sanctuary in a Berlin church. He has been an activist advocating for refugee rights for years. Adam is currently working with Glokal e.V., an organization for political education from an anti-racist and post-colonial approach.
  • Rev. Anne Dunlap is the Faith Organizing Coordinator for Showing Up for Racial Justice (SURJ), a national network of groups and individuals working to undermine white supremacy and to work for racial justice. Through community organizing, mobilizing, and education, SURJ moves white people to act as part of a multi-racial majority for justice with passion and accountability.  Anne co-founded the Denver CO sanctuary coalition, and was brought into justice work through the sanctuary movement in the U.S. in the 1980s.
  • Noor Amr (moderator) is a doctoral student in Anthropology at Stanford University, and the coordinator of Concerning Violence: A Decolonial Collaborative Research Group. She holds a M.T.S. in Philosophy of Religion from Harvard Divinity School, where she was awarded the Dean’s Fellowship. Her dissertation research concerns church asylum in Germany, with attention to questions of sovereignty, secularism, kinship, and citizenship. Her work ethnographically examines how sanctuary practices work to reimagine the boundaries of political belonging through performative acts of relatedness.

June 18, 2021, 1:00-2:30 p.m. EDT: “Reflection and Action”

On June 18th, we invite all participants of our webinar series to join our discussions about the questions raised during the webinars. If you want to meet the other participants and stay connected, you are welcome to join us even if you couldn’t participate in all three webinars. We will further discuss the topics of our webinars but also open a space for exchange and networking. The meeting will be facilitated by Noor Amr, Julia Mourão Permoser, Ilka Vega, and Ulrike La Gro

ORGANIZERS:

The International Sanctuary Declaration Campaign: Ever since the Sanctuary Movements of the 1980s (connected with the names of the Southside Presbyterian Church in Tucson, Arizona/USA and the protestant Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin/Germany) there has been an exchange of people involved on both sides of the Atlantic. In 2016, the network that was build up since the 1980s issued the International Sanctuary Declaration Principles (tinyurl.com/global-sanctuary) to globally unite efforts and can be used to guide grassroots and governmental response to the global escalation of displacement.

The Ecumenical Committee on Church Asylum/German Sanctuary Movement (Ökumenische BAG Asyl in der Kirche) is a network of associations of German protestant, catholic and free/evangelical church parishes ready to offer church asylum. Parishes offering asylum to refugees feel bound by their Christian faith to protect people from deportation from the territory, if there is reasonable doubt concerning a safe return. These parishes place themselves between refugees and the authorities in order to bring about a re-examination of cases and to prevent deportation. www.kirchenasyl.de

Fellowship of Reconciliation USA (FOR-USA) works to organize, train, and grow a diverse movement that welcomes all people of conscience to end structures of violence and war, and create peace through the transformative power of nonviolence. As the oldest interfaith peace and justice organization in North America, with more than 80 grassroots affiliates, FOR-USA has been an active national branch of the International Fellowship of Reconciliation’s (IFOR) global peace network since 1915. We address crisis-level civil and human rights issues through nonviolent activism, advocacy, education, and the empowering of individuals and local communities at the grassroots level.  www.forusa.org

We thank Rosa Luxemburg Foundation for their generous support.