facebook feed fist header movement-text refugee-movement-text twitter youtube
News

Hört auf, Eure rassistischen Gesetzesverschärfungen und Abschiebungen im Namen von Frauenrechten zu legitimieren!

von Women in Exile (english below)DemoBerlinvsViolenceWomen25Nov2015-0059-300x199

Wir sind solidarisch mit den von den Ereignissen der Silvesternacht betroffenen Frauen und verurteilen jede Gewalt gegen jede Frau, aber die Reaktionen darauf seitens der Medien, der Politik und viele Stimmen aus
der Gesellschaft gegen Flüchtlinge und Migranten haben uns besonders bestürzt.

Heute gibt es eine rechte Demonstration in Potsdam, organisiert von der rechtspopulistischen Partei AfD, während die Gegendemonstration von uns Frauen in ihrer Nähe verboten wurde!

Wir möchten uns nicht ins Abseits drängen lassen und schicken hiermit an
alle unseren für dort geplanten Redebeitrag:

Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln sind für keine Frau*, besser gesagt für keinen Menschen akzeptabel, völlig egal welcher Hautfarbe, Religion oder Herkunft. Was in Köln passiert ist, sollte nicht so dargestellt werden als wäre es der einzige Fall in dieser sogenannten zivilisierten Gesellschaft.Gewalt gegen Frauen hat sehr unterschiedliche Formen und wird von Männern weltweit ausgeübt, auch deutsche Männer sind Täter. Und nur die wenigsten Sexuellen Übergriffe und die wenigsten Vergewaltigungen werden in dieser Gesellschaft geahndet, geschweige denn strafrechtlich verfolgt. Flüchtlinge abzuschieben, um „Frauen zu schützen“ ist genauso absurd und verlogen wie Angriffskriege im Namen der Frauenrechte zu führen. Was dies für die Bevölkerung bedeutet, sieht man in Afghanistan: noch mehr Tote und Zerstörung.

Wir versuchen seit langer Zeit das Thema sexuelle und physische Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen im Lager in die Öffentlichkeit zu bringen. Seit über zehn Jahren setzen wir uns dafür ein, dass Flüchtlingsfrauen und -Kinder die Möglichkeit bekommen, in Wohnungen zu ziehen und dass alle Lager abgeschafft werden. Wir haben genug Gründe für unsere Forderung, zum Beispiel die fehlende Privatsphäre, sexuelle Gewalt oder Belästigung. Flüchtlingsfrauen erleben täglich sexuelle Belästigung und Rassismus, sowohl innerhalb als auch außerhalb der Lager. Nicht nur Männer, die zufällig auch Geflüchtete sind, sind Täter, sondern auch deutsche Männer – sowohl im Lager als auch außerhalb. Bisher haben unsere Aktionen und Forderungen zum Thema Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen nicht viel Aufmerksamkeit bekommen. Aber jetzt hören wir überall von den Ereignissen in Köln – ob in den Nachrichten oder in Diskussionen von Leuten in der Bahn. Flüchtlingsfrauen sind „Frauen“, die in dieser Gesellschaft leben. Ihre zwickmühlenartige Lage muss bei dieser Thematik berücksichtigt werden! Die Gewalt gegen Flüchtlingsfrauen darf nicht kontextlos benutzt werden, um Diskriminierung und Rassismus zu rechtfertigen. An diesem Punkt darf es keine Trennung zwischen Flüchtlingsfrauen und deutschen Frauen geben!

Wir haben nie behauptet, dass wir es hier mit einem kulturellen Problem oder einer bestimmten Gruppe von Menschen zu tun hätten. Es ist Fakt, dass sexuelle Gewalt gegen Frauen keine Nationalität oder gesellschaftliche Klasse ausschließt. Wir brauchen keine Lupe um zu erkennen: Was in Köln geschah wird funktionalisiert, ist Vorwand zur Kriminalisierung von Geflüchteten und zur Legitimierung von Abschiebungen. In der Debatte geht es nicht um die Frauen.
Die Ereignisse von Köln dürfen nicht isoliert betrachtet werden und als Legitimierung von Abschiebungen missbraucht werden. Wir können nicht von Willkommenskultur und Integration reden und gleichzeitig die Spaltung in „gute“ und „schlechte“ Flüchtlinge vorantreiben, oder in die „mit Bleibeperspektive“ und die, die gezwungen werden zu gehen.

Wir fordern eine sofortige Anerkennung aller geschlechtesspezifischer Verfolgungsgründe!
Hört endlich auf, mit Gewalt gegen Frauen, Abschiebungen zu legitimieren nur weil ein rassistischer Teil der Gesellschaft Druck und plumpen Populismus ausübt.

Wir brauchen Solidarität untereinander! Lasst uns one -way-tickets zum Mond kaufen für all die Männer, die Frauen verletzen. Dann werden wir ja sehen, wie viele hier übrig bleiben!
Wir fordern entschiedene politische Maßnahmen, Flüchtlingsfrauen müssen endlich vor sexueller Gewalt, sexueller Belästigung und physischer Gewalt geschützt werden. Wir fordern eine Politik, die dazu führt, dass Frauen sich sicher fühlen können – egal welchen legalen Status sie haben.
Die, die Frauen verletzen und belästigen, müssen für ihre kriminellen Taten anfechtbar sein. Und zwar ohne Diskriminierung wegen ihrer Herkunft, Nationalität, Religion oder Hautfarbe.
Aus genau diesen Gründen fordern wir seit mehr als 10 Jahren und bis heute:

Keine Lager für Frauen!
Alle Lager abschaffen!!

****

We are in solidarity with the women who were affected by the incidents on new year’s eve and condemn all violence against women. However, the reaction by the media, as well as by politicians and many voices from society against refugees and migrants have shocked us.

Today there is a right-wing demonstration, organized by the right-wing populist party AfD, in Potsdam. While at the same time our women’s counter-demonstration was forbidden!

We don’t let ourselves be pushed away and share the speech we planned to give there:

Let`s get loud against racism, discrimination and sexism!

Stop justifying discrimnination and rascism in our name! The incident that took place on new year`s eve in Köln is unacceptable to all women, regardless of their colour, religion or origin. The Köln incident should not be treated or populised like the only case that happened in this so called civilised society. There are many kinds of violence against women, all over the world men are perpetrators, german men act like this too.

For a long time we tried to bring the topic of sexual and physical viollence against refugee women in the Lagers into the open. We have been campaining that refugee women and children should be given the possibility of being accommodated in the flats. All lagers should be abolished. We give enough reasons for our demand, such lack of privacy, sexual violence and harrassment. Refugge women face sexual harrassment and racism every day, inside and outside the lagers. Not only from men who happen to be refugee, but also from German men – inside and outside the Lager. So far our demands and actions on this issue have not been given much publicity or attention. But now you hear about theKöln incident everywhere – be it in the news or strangers discussing it on the train. Refugee women are „women“ living in this society and their predicaments should be addressed in this contents! The violence agains refugee women must not be taken out of context to justify discrimination and rascism in the society. There should be no separation between Refugee women and German women at this point!

We have never at any time suggested that this is a cultural problem of this or that particular group of people. It is a fact that sexual violence against women does not exclude any nationality or class. The way this incidence is being populised one does not need eye glasses to see that it is not about women violence but about criminalisation of refugees and deportations.

The Köln case should not be isolated and used as an excuse to deport refugees. We cannot talk of welcoming, integration and at the same time practise discrimination by separating the „good“ and the „bad“, the one to stay and the one to be forced to go.

Stop using violence against women as an excuse to deport refugees because a racist section of the society is pressuresing and enganging in popularance politics. We need solidarity among us. Let’s buy a one way ticket to the moon for all the men who violate women and see how many will be left behind.

We demand a clear policy on how to protect refugee women from sexual violence, sexual harrassment and physical violence. A policy which make the women feel safe without considering what status they hold in the society.

Those violating women, the perpetrators, should be answerable for their criminal actions without discriminating them because of their origin,nationality, religion or colour of their skin colour.

That`s why we have been demanding for more than 10 years and still demanding:

No Lager for Women!
Abolish all Lagers!!


News

berlin news / international / News

Founder members of Y en a Marre , senegalese social movement in Berlin

On the 11th November, KEUR GUI, founder members of Y en a Marre will share they experience of fight at 19h in the K9, kinzigstr 9 10247 Berlin Y en a Marre is a social movement in Senegal, created by a group of friends in January 2011, since then has become a massive social movement…. Read more »

News

Romani Truck from Latveria bei We’ll come united

Romani Truck from Latveria bei we’ll come united zusammen mit Magneto und Dr. Doom kommen wir nach Hamburg, um die Welt vorm Faschismus zu retten. Am 29. September findet in Hamburg die große Parade gegen Rassismus statt: we‘ll come united. Das Roma Antidiscrimination Network, alle bleiben und das Roma Solidarity Bündnis gestalten zusammen einen Truck mit… Read more »

We'll come united
Daily Resistance Newspaper / News

Daily Resistance online

The first pile of newspapers has arrived and can be read/picked up for distribution at Café Karanfil, Mahlower Str 7 in Neukölln. If we run out of stock, grab them at the We’ll come united demo in Hamburg or get hold of your copies by sending a mail to dailyresistance@systemli.org! The online PDF version of… Read more »

Featured

Daily Resistance Newspaper / News

Daily Resistance Monthly Editorial Meeting continues on July, 9

On July 9, 2018, the current editorial team of >Daily Resistance< will continue its new monthly meeting. It is the third in a series of social and working get-togethers that tries to bring together people who want to share their ideas about the newspaper, who want to contribute and who want to work on upcoming… Read more »

berlin news / Demo / News / oplatz / School / Support/Solidarity

Kundgebung & Demo zur Räumung der Ohlauer/GHS, 11.01.2018, 7:45

Räumung der GHS am 11.01.2018 – Solidarität mit den Bewohner_innen. Eviction of GHS, 11.01.2018 – Call for solidarity Die Chronologie der GHS auf Deutsch und Englisch Pressestatement der Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße (NIO), 19.7.2017: Wir kennen die beteiligten Menschen, wir respektieren die Umstände, wir erinnern die Absprachen Solidaritätsaufruf Andere Zustände ermöglichen (*aze) ____ DEUTSCH (English, French,… Read more »

Demo Ohlauerstr.
News / oplatz / Statements / Support/Solidarity

Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

  Englisch/Französisch below Bewegungsfreiheit statt Staatsgewalt! Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule Am 11. Januar soll die Gerhart-Hauptmann-Schule geräumt werden. Es ist zwar in den letzten drei Jahren etwas ruhiger um die Ohlauerstraße geworden, aber die Relevanz der Kämpfe dieser Gruppe ist nach wie vor groß. Lange vor der ‘Willkommenskultur’ zeigte der March… Read more »

Gerhard Hauptman Schule

Recent

berlin news / international / News

Founder members of Y en a Marre , senegalese social movement in Berlin

On the 11th November, KEUR GUI, founder members of Y en a Marre will share they experience of fight at 19h in the K9, kinzigstr 9 10247 Berlin Y en a Marre is a social movement in Senegal, created by a group of friends in January 2011, since then has become a massive social movement…. Read more »

News

Romani Truck from Latveria bei We’ll come united

Romani Truck from Latveria bei we’ll come united zusammen mit Magneto und Dr. Doom kommen wir nach Hamburg, um die Welt vorm Faschismus zu retten. Am 29. September findet in Hamburg die große Parade gegen Rassismus statt: we‘ll come united. Das Roma Antidiscrimination Network, alle bleiben und das Roma Solidarity Bündnis gestalten zusammen einen Truck mit… Read more »

We'll come united
Daily Resistance Newspaper / News

Daily Resistance online

The first pile of newspapers has arrived and can be read/picked up for distribution at Café Karanfil, Mahlower Str 7 in Neukölln. If we run out of stock, grab them at the We’ll come united demo in Hamburg or get hold of your copies by sending a mail to dailyresistance@systemli.org! The online PDF version of… Read more »

Daily Resistance Newspaper

‘Daily Resistance’ #5 is in print!

The new issue coming with articles in many languages by Women in Exile & Friends, Justizwatch, Lager Mobilisation Network Berlin, Moving Europe, Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan, Roma Center, and many more. Grab them at the We’ll come united demo in Hamburg or get hold of your copies by sending a mail to dailyresistance@systemli.org!… Read more »

News

Informationen zum Familiennachzug für Menschen mit subsidiärem Schutz

Die Kampagne “Familienleben für alle!” hat ein nützliches Informationsblatt zum Familiennachzug von Menschen mit subsidiären Schutz veröffentlicht: Infobrief-zu-Familiennachzug-für-Menschen-mit-subsidiärem-Schutz (PDF)   Liebe Leute mit subsidiärem Schutz, اعزائي اصحاب الحماية الفرعية wir haben in den letzten Wochen viele Informationen über die Visumverfahren von Familienangehörigen von subsidiär geschützte Flüchtlingen gesammelt. Diese Informationen möchten wir hier mit euch teilen… Read more »

News

Die Suchenden: Lesung der Neuerscheinung von Rodrigue Péguy Takou Ndie

Inspiriert durch eigene Erfahrungen thematisiert Romanautor und Dichter Rodrigue Péguy Takou Ndie in dem Roman “Die Suchenden” die traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus. Es ist bereits die zweite Veröffentlichung von Afrique-Europe-Interact (AEI) nach dem 2014 erschienen Titel “Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil” von… Read more »