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News

Gegendarstellung zu Polizei und Presse: Razzia am 7.4.

Audiointerviews mit Bewohner_innen
Audioentrevistas en español con los habitantes 
Audio interviews in english with inhabitants

Am Sonntag Morgen stürmt ein SEK die ehemalige Schule in der Ohlauertstraße/ Kreuzberg. Die meisten Bewohner_innen schlafen noch. Türen zu den Schlafzimmern werden aufgebrochen, teilweise ganz herausgetreten. Die Leute werden mit vorgehaltenen Waffen in den verschiedenen Stockwerken zusammen getrieben und dort für mehrere Stunden, teilweise nur in Unterwäsche festgehalten. Einige werden mit einer Waffe am Kopf aus dem Schlaf gerissen, andere geschubst und getreten. Es wird ihnen nicht gesagt warum sie so behandelt werden, welche ihre Rechte sind, weswegen ihre Zimmer durchwühlt werden. Eine Anwältin wird nicht zu ihnen durchgelassen. Es ist bekannt, dass das Gebäude von Geflüchteten bewohnt ist, trotzdem sind zu dem Einsatz keine Dolmetscher hinzugezogen worden. „Deutsch ist immer noch Amtssprache“ weiß der Einsatzleiter diese Vernachlässigung zu begründen. Die Opfer des Polizeieinsatzes kommen aus Kriegs- und Krisengebieten, viele sind traumatisiert durch ihre Flucht, durch die Behandlung deutscher Behörden und Zwangsunterbringung in Flüchtlingslagern.

Die Polizei nennt für den Einsatz eines schwer bewaffneten Sondereinsatzkomandos nachträglich zwei Gründe: Die Unübersichtlichkeit des Gebäudes und die Bewaffnung des vermeintlichen Täters. Das Schulgebäude gliedert sich in drei Gebäudeflügel, die durch Treppenaufgänge voneinander getrennt sind. Es gibt eine überschaubare Anzahl von Räumen, die in einzelne Flure aufgeteilt sind. Sehr übersichtlich, kein Grund Türen einzutreten. Bei der gesuchten Waffe soll es sich um ein Messer gehandelt haben, bei der vorgeworfenen Straftat um eine Bedrohung. Soll das als Begründung ausreichen, wahllos unbeteiligte Menschen mit Knarren zu bedrohen, sie zu Fesseln, ihnen Angst zu machen? Ist damit zu rechtfertigen, dass alle Bewohner_innen, darunter Familien mit Kindern, unter Generalverdacht gestellt werden?

Ist das nicht unverhältnismäßig?

Der Einsatz der Polizei steht in einem logischen Verhältnis zur Berichterstattung der Medien, die ohne vor Ort gewesen zu sein über „kriminelle Asylbewerber“ schreiben, die ihre Türen „verbarrikadiert” und das Gebäude „besetzt“ haben sollen (so z.B. der Tagesspiegel in der Druckausgabe am 8.4.2013). Die ehemalige Schule in der Ohlauerstraße ist nicht besetzt. Ihre derzeitige Nutzung wurde durch das Bezirksamt mehrere Male per Presseerklärung legitimiert. Keine der Türen war verbarrikadiert. Sie waren von außen nicht per Klinke zu öffnen, wie andere Wohnungstüren auch.

Die Razzia in der Schule steht ebenfalls im Verhältnis zur Stimmungsmache gegen Asylsuchende und rassistisch fundierten Vorurteilen. Des weiteren besteht ein Zusammenhang zu einer diskriminierenden Rechtsprechung, die das Asylrecht häufig missachtet: Die Menschen einer Residenzpflicht unterzieht, sie in Lagern isoliert, in den Abschiebeknast sperrt, deportiert.

Schließlich steht der SEK-Einsatz auch in einem konsequentem Verhältnis zu zahlreichen Polizeiübergriffen auf Proteste von Flüchtlingen oder deren Selbstorganisation, zuletzt auf die Aktivist_innen der Refugee Revolution Bustour.

Es sieht daher so aus, als wäre die Razzia durchaus verhältnismäßig gewesen.

Da die Stimmen der betroffenen Geflüchteten in anderen Berichterstattungen keinen Platz haben, dokumentieren wir an dieser Stelle ihre Erlebnisse und Eindrücke. Sie sollen auch gehört werden in der nun anstehenden Debatte um die Angemessenheit und Rechtmäßigkeit des Polizeieinsatzes bzw. der Ausstellung des richterlichen Durchsuchungsbeschlusses.

Wider den rassistischen Verhältnissen!

INTERVIEWS:

deutsch

Eine Bewohnerin erzählt wie ihre Tür eingetreten wurde, obwohl sie um einen Moment Geduld gebeten hat um die Tür auf zu schließen. Sie hat durch den Polizeieinsatz ihr Zuhause verloren und fragt warum Asylbewerber_innen in Deutschland so behandelt werden anstatt unterstützt.

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Ein Bewohner erzählt wie er und seine Mitbewohner durch den Polizeieinsatz geweckt werden, dass ihnen Pistolen an den Kopf gehalten werden, wie er nur in Unterhose gezwungen wird sein Zimmer zu verlassen, ohne etwas mitnehmen zu dürfen. Er sieht wie andere Männer mit Händen hinter dem Kopf auf dem Boden liegen. Er wurde mehrere Stunden festgehalten, durfte nicht telefonieren, die Tür seines Zimmers wurde zerstört, sein Zimmer durchwühlt.

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english

Ein Bewohner erzählt wie seine Tür zerstört, er aus dem Schlaf gerissen, in Handschellen gelegt, sein Gesicht auf den Boden gedrückt, er mit Waffen bedroht wird. Nach 2 Stunden ist der Einsatz zu Ende, ohne dass er oder eine andere Person überhaupt von Interesse für die Polizei gewesen wären.
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Ein Bewohner erzählt wie seine Tür aufgebrochen, er mit Waffen aus dem Bett geholt wird, Menschen mit erhobenen Händen an die Wand gestellt werden.

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español
Zwei Kinder erzählen wie sie von behelmten und bewaffnetet Polizisten geweckt werden und wie in ihrem Flur, in dem Familien wohnen die Türen eingetreten werden.
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Ein Bewohner erzählt wie die Tür von einem Zimmer aufgebrochen wird, in dem Kinder schlafen.
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Zwei Bewohner erzählen wie sie ohne Erklärung mit gezückten Waffen aus dem Schlaf gerissen um mehrere Stunden in Unterwäsche in einem Raum festgehalten werden.
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News

News / Workshop

Refugees & Queers: “Leaving the queer bubble” – PR und Medientraining

english version below Liebe Interessierte, wir freuen uns, Sie zu unserem Workshop: „Leaving the queer bubble“ – PR und Medientraining im Rahmen des Projekts „Refugees & Queers. Politische Bildung an der Schnittstelle von LSBTTIQ und Flucht / Migration / Asyl“ einzuladen. Die Fortbildung richtet sich an Multiplikator*innen, Bildungsarbeiter*innen und Aktivist*innen, die das Thema „Queer Refugees“… Read more »

News / Support/Solidarity

Soli Crêpes against repressioncrap!

for the 24.10: https://www.facebook.com/events/1186910981441970 for the 28.11: https://www.facebook.com/events/1492764560817537 (with english version down below) Soli Crêpes against repressioncrap! Am 05.10 (Do), 24.10 (Di) und am 28.11 (Di) gibt es ab 19:30 Vegane Crêpes in der B-Lage. Bei einer gemeinsamen Aktion werden manchmal nur einige verurteilt. Was nicht heissen muss, dass sie es alleine durchstehen müssen. Kommt… Read more »

berlin news / News / Women

Inauguration Conference | Center for Intersectional Justice

Saturday 16 September 2017, 10 AM Access: ICI Berlin Pfefferberg area Christinenstr. 18/19, Haus 8 or Schönhauser Allee 176 U-2 Senefelder Platz Tentative Program (subject to change): MORNING 10:00 > Registration and Coffee 11:00 – 11:30 > Opening Address – Emilia Roig (Founder & Executive Director) 11:30 – 12:15 > Keynote Speech – Kimberlé Williams… Read more »

Center for intersectional justice Berlin

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News / oplatz

Wegweisendes Urteil gegen den Einsatz für das Grundrecht auf Asyl – Haftstrafen für vier DemonstrationsteilnehmerInnen des March for Freedom

English Einladung zur Pressekonferenz, Montag 22.05.17, 11:00, Waldemarstr. 46 10999 Berlin   3 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom wurden vier TeilnehmerInnen einer friedlichen Demonstration in Luxembourg-Stadt zu hohen Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der Verlauf des Prozesses und das Gerichtsurteil erscheinen bei nüchterner Betrachtung äußerst willkürlich und keinen rechtsstaatlichen Maßstäben entsprechend. Der March… Read more »

Daily Resistance Newspaper

Distribute the latest edition of Daily Resistance newspaper: Non-citizen Rise Up in Bavaria

Non-citizen Rise Up in Bavaria Dear people of the world, we have published the new issue of the newspaper “Daily Resistance”, and now it’s the time to bring the paper to the hands of people living in the lagers, by you! This issue comes “separately” in 7 languages This issue of Daily Resistance has a… Read more »

Daily Resistance Refugee Protest 2016 Bavaria
News

Information-Comic “Stop Deportation” is out now!

The stop deportation info comic is finished, translated, and ready to spread. You can find it in Arabic, English, Farsi, French, German, Romanes, Serbo-Croatian, Spanish and Turkish here: http://oplatz.net/stop-deportation The comic contains useful and important information for people under threat of deportation, but also for people supporting them. Spread it and share the link in your… Read more »

Ways to stop deportation

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„Ihr beschützt uns nicht!“ Die Do-it-Yourself Praxis im Lager Niedstraße. Aus einem Interview mit einer Überlebensexpertin (*Name verändert)

English Ich treffe Nira in einem Park irgendwo im Südwesten von Berlin. Nira und ich haben beschlossen uns regelmäßig zu treffen und gemeinsam kleinere Artikel über die Situation in den Berliner Lagern zu schreiben. Dieses Mal wollen wir ihre Erfahrungen mit den Sozialarbeiter*innen in dem Niedstraßen-Lager teilen, ein Lager für Frauen und Kinder in Friedenau…. Read more »

Niederstr lager front door
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berlin news

Kommt zur Protestmahnwache: Afghanistan ist kein sicheres Land

Wir nehmen unser Schicksal selbst in die Hand. تحصن اعتراضی علیه دیپورت به افغانستان را فعالانه حمایت کنید۰ ما میخواهیم خودمان سرنوشت زندگی امان را بدست بگیریم، نه اینکه قدرتمندان برایمان تعیین کنند۰ محل و روز تحصن اعتراضی۰ 21. und 22. September, 12.00-20.00 Uhr vor dem Auswärtigen Amt, Werderscher Markt 1 23. und 24. September,… Read more »

berlin news / News / Women

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Center for intersectional justice Berlin
Demo / deportations / News / Support/Solidarity

Kundgebung gegen die Abschiebeflüge in den Kosovo, nach Albanien, Serbien und Afghanistan

Am Dienstag, den 12.9. um 17 Uhr am Flughafen Düsseldorf – Terminal B facebook.com/events Wir fordern die NRW-Landesregierung alle Abschiebeflüge abzusagen. Am 12. und 13. September 2017 sollen neben der Sammelabschiebung nach Afghanistan am Dienstag. auch Abschiebeflüge in die Balkanländer vom Flughafen Düsseldorf stattfinden.Wir rufen dazu auf, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und gegen… Read more »