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News

Die Unsichtbaren

Freundinnen und Freunde,
da die Zeiten härter werden, wird es Zeit sich zu organisieren, Zeit zu handeln, Zeit sich zusammenzuschließen. Aus diesem Grund schlagen wir vor, eine Partei zu gründen, die sich in diesem Jahr aktiv und öffentlich in den Wahlkampf einmischen wird. Eine Alternative zum herrschenden Politbetrieb, der alle einschließt, die hier leben, mit oder ohne Papiere, mit oder ohne festen Wohnsitz. Eine Organisation von allen. Ein Vorschlag.
Kommt deshalb alle und diskutiert mit. Zum Beispiel über diesen Text. (english below)

Besser Leben durch mehr Mitbestimmung
Mehr Mitbestimmung durch direkte Demokratie
Direkte Demokratie von Unten – Die Unsichtbaren

Ein Gespenst geht um in Europa. Ein Gespenst geht um in der Welt. Das Gespenst der Ohnmacht und der Hoffnungslosigkeit. Das Gespenst bedeutungslos zu sein und machtlos. Das Gespenst eines Wirtschaftssystems, dem wir ausgeliefert sind und das jeden von uns auffrisst, Tag für Tag. Das Gespenst einer Wirtschaftsordnung, das Gewalt, Armut und soziale Verwahrlosung produziert – hier und auf der ganzen Welt. Ein Gespenst, das unsere Gemeinschaften zerstört, unsere Leben und unsere Zukunft, weil es sich für den einzelnen Menschen gar nicht interessiert, sondern nur den Gewinn im Auge behält. Ein Gespenst der Arroganz und Macht gegenüber den Menschen, die dieses Gespenst füttern und ernähren, mit ihrer Lebenszeit und ihrer Arbeitskraft. Ein Gespenst, für das wir unsichtbar sind, mit unserem Leben unserer Arbeitskraft, die es braucht oder auch nicht, ganz wie es ihm gefällt. Ein Gespenst so hohl und leer, ohne Werte und doch mächtig, weil einige Wenige davon profitieren und die anderen mit größeren und kleineren Krümeln bei Laune halten, die von ihrem Tisch fallen. Ein Gespenst, das die echte Demokratie fürchtet und das wir nur dann in die Flucht schlagen können, wenn wir uns einmischen. Ein Gespenst, das wir vertreiben können. Wir, die wir hier leben. In diesem Viertel, in dieser Stadt, in dieser Welt. Wir, die Unsichtbaren.


Die Welt scheint aus den Fugen zu sein. Die Probleme des Alltags und der großen Politik scheinen uns zu erdrücken. Wohnungsnot und steigende Mieten. Steigende Arbeitsbelastung bei gleichzeitiger Arbeitslosigkeit. Wohnungslosigkeit neben leerstehenden Immobilien, eine aggressive globale Wirtschaftspolitik und Millionen Menschen, die sich auf der Flucht vor Krieg, Armut und Not befinden … und am Ende des Monats reicht das Geld nicht. Wohin mit all der Wut? Wohin mit all dem Frust? Wer hat uns eigentlich gefragt, ob wir das gut finden? Wer hat gefragt, ob wir so leben wollen? Wer hat gefragt, ob wir damit einverstanden sind, dass ein Großteil der Welt ausgebeutet wird? Wer kümmert sich eigentlich um uns und unsere Meinung? – Niemand! Niemand kümmert sich darum und so wie es aussieht wird auch niemand kommen, um das zu tun. Warum auch? Die Politikerinnen und Politiker kümmern sich um die Sachzwänge, die bewältigt werden müssen, damit alles einigermaßen so weiterlaufen kann, wie bisher. Die Unternehmerinnen und Unternehmer kümmern sich darum, dass die Politikerinnen und Politiker genug Sachzwänge zu erledigen haben, damit alles so läuft wie bisher, weil sie nämlich ganz gut daran verdienen. Die Rüstungsindustrie sorgt dafür, dass den Konfliktherden dieser Welt nicht der Nachschub an militärischem Gerät ausgeht und hat ebenfalls kein Interesse daran, nachzufragen, was wir davon halten, genauso wenig wie die Pharmaindustrie oder die Lebensmittelkonzerne, die einfach nur ihre Produkte verkaufen wollen.


Die einzigen, die sich darum kümmern könnten, was wir eigentlich wollen, sind wir selbst, die wir hier leben – in dieser Stadt, in diesem Viertel, in dieser Welt. Wir, die wir keine Stimme haben. Wir, die wir unsichtbar sind in diesem System und unsichtbar gemacht werden in diesem System.


Wir die wir hier arbeiten dürfen, wenn uns die Wirtschaft braucht oder eben arbeitslos sind, wenn uns die Wirtschaft wieder ausspuckt. Wir, die wir hier Miete bezahlen, solange wir sie bezahlen können und wir, die wir hier auf der Straße leben, wenn wir sie nicht mehr bezahlen können. Wir, die wir hier leben, mit oder ohne Papiere, als ob ein Stück Papier darüber entscheiden könnte, ob wir hier richtig sind oder nicht. Wir, die wir blonde, braune oder schwarze Haare haben und doch alle von hier stammen und wir, die wir hier eine neue Heimat suchen, weil wir unsere alte verlassen mussten. Wir, die wir nicht gefragt werden. Wir, die Unsichtbaren.


Wir Die Partei für Flüchtlinge, Unsichtbare, Arme, Arbeitende und Arbeitslose sind eine Partei von unten. Wir sind eine Partei der Basisdemokratie, in der jeder Mensch willkommen ist, der sich von der herrschenden Politik nicht vertreten fühlt, ohne Unterschied der Staatsangehörigkeit, des Standes, der Herkunft, der Rasse, des Geschlechts und des religiösen Bekenntnisses. Wir heißen all jene bei uns willkommen, die beim Aufbau und Ausbau ¬eine basisdemokratischen Gesellschaftsordnung und einer modernen konföderalen Ordnung mitwirken wollen. Durch die Schaffung eigener Frauenorganisationen legen wir ein besonderes Gewicht auf die Bekämpfung patriarchaler Strukturen unter Einbeziehung der gesamten Gesellschaft. In dem wir öffentliche Anhörungen und Beratungen durchführen, laden wir alle Bürgerinnen und Bürger, alle Anwohner, alle ohne festen Wohnsitz, alle hier Lebenden dazu ein, die Grundlagen unserer Politik mit zu diskutieren und mit zu bestimmen. Dabei spielt es keine Rolle, welche Sprache Du sprichst, aus welchem Land Du kommst, welches Geschlecht oder welche Religion du hast, ob du deutsche Papiere besitzt oder auch keine. Wer hier lebt, bestimmt.
Bestimme mit! – Die Unsichtbaren


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berlin news / News / oplatz / Support/Solidarity

Kundgebung zum 4. Todestag von Hussam Fadl



KOP – Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – und die Kampagne Gerechtigkeit für Hussam Fadl rufen anlässlich des 4. Todestages vonHussam Fadl zu einer Kundgebung auf. Sonntag: 27.09.2020 um 15:00 Uhr auf dem Oranienplatz in Kreuzberg Vor vier Jahren, am 27.09.2016, wurde Hussam Fadl von der Berliner
Polizei von hinten erschossen. Die Ermittlungen im Fall von… Read more »

Hussam Fadl
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26.09.2020 Berlin: Demo für Familiennachzug

von Initiativen für Familienleben für Alle Familientrennung beenden! Während das Auswärtige Amt auf Grund von Covid-19 gestrandete Urlauber*innen in einer aufwändigen Rückholaktion von überall her zu ihren Familien nach Hause brachte, wird der Familiennachzug zu in Deutschland als Flüchtling anerkannten Eritreer*innen systematisch verhindert: Familien warten monatelang, bis sie überhaupt einen Termin zur Visumsantragstellung bei einer… Read more »

Familienleben für Alle
berlin news / News

Wo ist unser Denkmal? Kundgebung und Performance

English below Wir, die Initiative #WoIstUnserDenkmal, eröffnen im Zuge einer Performance ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt am Samstag dem 26.9.2020 am Oranienplatz um 11:00 Uhr. Auch wenn #Blacklivesmatter nicht mehr trendet: Rassistische Polizeigewalt ist noch immer Alltag. Menschen müssen jeden Tag Gewalt erleben – und einige überleben diese nicht…. Read more »

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Daily Resistance Newspaper / News

Daily Resistance Monthly Editorial Meeting continues on July, 9

On July 9, 2018, the current editorial team of >Daily Resistance< will continue its new monthly meeting. It is the third in a series of social and working get-togethers that tries to bring together people who want to share their ideas about the newspaper, who want to contribute and who want to work on upcoming… Read more »

berlin news / Demo / News / oplatz / School / Support/Solidarity

Kundgebung & Demo zur Räumung der Ohlauer/GHS, 11.01.2018, 7:45

Räumung der GHS am 11.01.2018 – Solidarität mit den Bewohner_innen. Eviction of GHS, 11.01.2018 – Call for solidarity Die Chronologie der GHS auf Deutsch und Englisch Pressestatement der Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße (NIO), 19.7.2017: Wir kennen die beteiligten Menschen, wir respektieren die Umstände, wir erinnern die Absprachen Solidaritätsaufruf Andere Zustände ermöglichen (*aze) ____ DEUTSCH (English, French,… Read more »

Demo Ohlauerstr.
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Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule

  Englisch/Französisch below Bewegungsfreiheit statt Staatsgewalt! Aufruf zu Solidarität mit den Bewohner*innen der Gerhart-Hauptmann-Schule Am 11. Januar soll die Gerhart-Hauptmann-Schule geräumt werden. Es ist zwar in den letzten drei Jahren etwas ruhiger um die Ohlauerstraße geworden, aber die Relevanz der Kämpfe dieser Gruppe ist nach wie vor groß. Lange vor der ‘Willkommenskultur’ zeigte der March… Read more »

Gerhard Hauptman Schule

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Daily Resistance Newspaper / international / International Refugee Movement / News / Support/Solidarity

A voice from Moria

My name is Raed Alabd. I am from Syria. I came here to the Lesbos Island to Moria camp on 9 December 2019. I came alone. I was working in Syria as a agency advisor for health, safety and environment for petrol companies and I liked my job. After one month, when I came here… Read more »

Daily Resistance Newspaper / international / International Refugee Movement / News / Statements

Urgent Call from Moria Camp for Help in Corona Times

Update 2/9/2020: This call was the second open letter to the EU and its member states to evict the Moria camp on the greek island of Lesvos in face of the pandemic threat. The inhabitants of the overcrowded camp have not received any answer so far, while everyone on the spot, including the support initiatives… Read more »

Demo / german wide movement / Statements / Support/Solidarity

Antiracist day of action on 5 September 2020

Germanwide call for decentralized protests On September 5th we all go out into the streets together and show loud and clear what kind of society we want to live in: a society without racism! Exactly five years after the “March of Hope”. Because September 2015 was a ray of hope. A historical breakthrough against the… Read more »