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Die deutsche Asylpolitik treibt Flüchtlinge in den Suizid

Vom Flüchtlingsprotestmarsch Würzburg-Berlin
Waltershausen, Sonntag, 16. September 2012

Zwei junge Männer im Alter von 22 und 24 Jahren in dem Flüchtlingslager in Weiden haben am Samstag Morgen versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie wurden daraufhin in die geschlossene Abteilung des Wöllershof Bezirksklinikum eingewiesen.
Einer ihrer Freunde nutzte die vorgeschriebenen zehn Minuten Besuchszeit, um von ihnen persönlich zu erfahren, warum sie es getan haben. Sie entgegneten, dass sie erschöpft seien vom Lagerleben in Weiden und von all dem, was sie in den letzten 20 Monaten, in denen sie auf eine Antwort ihres Asylantrags warteten, erlebt haben. Sie mussten in der Unterkunft auf engstem Raum zu viert leben. Sie waren immer wieder rassistischem Verhalten nicht nur durch die Ausländerbehörde und durch die Polizei ausgesetzt, sondern auch durch die Stadtbewohner_innen.
Die Flüchtlinge werden zu ausbeuterischer Arbeit wie den so genannten Ein-Euro-Jobs verdonnert, ohne die sie nicht einmal Anspruch auf ihr Taschengeld gehabt hätten.

So wurde dieses Lager immer mehr zu einem Gefängnis, außerhalb dessen Mauern keinerlei Unterstützung von Behörden oder anderen Stellen zu erwarten war. Alleingelassen in dieser verzweifelten Situation ist diesen jungen Menschen als letzter Ausweg nur die Selbsttötung in den Sinn gekommen. Tatsächlich sind dies keine Einzelfälle, was uns zuletzt der Selbstmord von Samir Hashemi am 4.
September in Kirchheim in der Nähe von Stuttgart ins Gedächtnis gerufen hat. Dass viele Asylsuchende unter Depressionen leiden und Selbstmordgedanken haben, ist vielen Behörden und Heimleitungen bekannt. Dennoch werden keine konkreten Maßnahmen ergriffen. Noch viel schlimmer: Durch den Druck, der immer weiter aufgebaut wird, werden sie oft in den Selbstmord getrieben. Diese Atmosphäre der Angst und absoluten Verzweiflung werden systematisch erzeugt und die bittere Konsequenz daraus billigend in Kauf genommen.

Nach dem Selbstmord von Mohammad Rahsepar Anfang des Jahres und den darauf folgenden monatelangen Straßenprotesten haben Flüchtlinge am 8. September den Protestmarsch nach Berlin begonnen, um eben diese menschenverachtende Behandlung durch den deutschen Staat und Degradierung zu Menschen zweiter Klasse zu bekämpfen.

Und so sprechen wir zu euch: Ihr seid nicht allein! Nehmt diese Situation nicht einfach hin! Wehrt
euch, schließt euch uns an und lasst uns gemeinsam unsere Rechte als Menschen erkämpfen!

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Call out for big Non-Citizen meeting 6.-7. September 2016 in Munich

Non-Citizens, Refugees and Supporters are invited to join us and become part of the movement! The issue of refugee´s struggle was perhaps always injustice; We left out home countries because of having inhuman laws, injustice kingdom systems have broken the system for a common person life. Life is cheaper than anything, politics is business, religion… Read more »

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german wide movement / Knowledges / News / Support/Solidarity

Conference on the Sudanese refugees’ situation in Germany (31 January at 21:00 on Skype)

Update 3 On 31/1/2021 at 21:00 we have a continuation of a workshop about Sudanese refugees from Schaumberg/Niedersachsen online to discuss the refugee’s situation. This is the 4th workshop now. We are not going to be silent, until the deportation is stopped, until the isolation of refugees is broken, and until the primary, secondary, and universal… Read more »

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Daily Resistance Monthly Editorial Meeting continues on July, 9

On July 9, 2018, the current editorial team of >Daily Resistance< will continue its new monthly meeting. It is the third in a series of social and working get-togethers that tries to bring together people who want to share their ideas about the newspaper, who want to contribute and who want to work on upcoming… Read more »

berlin news / Demo / News / oplatz / School / Support/Solidarity

Kundgebung & Demo zur Räumung der Ohlauer/GHS, 11.01.2018, 7:45

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Gemeinsam gegen Rassismus und Nazis in denSicherheitsbehörden von Aktionsbündnis Antira Der 8. Mai 2021, der Jahrestag der Kapitulation Deutschlands und der Befreiung vomdeutschen Faschismus, ist ein Grund zum Feiern. Doch es ist auch ein Tag der Anklage vonRassismus, Antisemitismus und Faschismus. Wir klagen heute das #Polizeiproblem inDeutschland an. Wir fordern: Die konsequente Aufklärung unzähliger rassistischer… Read more »

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