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Statements

Declaration of refugee activists about the occupation of the Sudanese Embassy on November 19th 2015 in Berlin

sudanese embassy berlinWe are Sudanese refugees and activists who have today decided to occupy our Sudanese embassy in Berlin. This is peaceful, direct political action.

We are taking a stand against the Sudanese regime.

The Sudanese dictator, Omar Hassan al-Bshir, rose to power in 1989 in a bloody military coup. He is a war criminal who has been summoned to the International Criminal Court on charges of genocide in Darfur, Blue Nile and the Nuba Mountains.

Al-Bshir leads an Islamic regime in Sudan that instigated the longest war ever waged in Africa. Al-Bshir persecuted the South Sudanese in the name of religion. As a result of this war, Sudan has now been split into two countries.

Although the war has ended, crimes against political activists are ongoing. The Sudanese people are still being unlawfully detained, tortured and murdered.

On 29th September 2015, the High Commissioner for Human Rights in Geneva stated that the Sudanese regime is still guilty of human rights abuses, such as detainment without charge, torture and even the murder of demonstrators in September 2013.

As Sudanese activists in Germany, we make these demands to Sudan, to Germany, and to the International Criminal Court:

  1. Extradite al-Bshir and the high officials of the Sudanese regime to the International Criminal court – so that they may stand trial for war crimes and genocide.

  2. Germany must break its commercial ties with, and economic support for, Sudan. This support funds genocidal action.

  3. The German authorities must grant asylum to all Sudanese refugees in Germany.

  4. Close down the Sudanese embassy in Berlin, because it does not support the rights and needs of the Sudanese people.

These demands are made with a vision for a peaceful, safe and democratic Sudan.

With a peaceful Sudan, we will no longer need to be standing here as refugees.

Protest sudanese embassy berlin

Erklärung der Aktivist_innen zur Besetzung der sudanesischen Botschaft am 19.11.2015 in Berlin

Wir sind Geflüchtete, Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Sudan, die sich heute entschlossen haben, die Sudanesische Botschaft in Berlin zu besetzen.

Mit dieser friedvollen und direkten Aktion wollen wir gegen das Sudanesische Regime protestieren.

Der Sudanesische Diktator Omar-Hassan al-Bshir kam 1989 durch einen blutigen Militärputsch an die Macht. Als Kriegsverbrecher wird er vom internationalen Strafgerichtshof gesucht, der seine Auslieferung fordert. Ihm werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord in den Regionen Darfur, Blauer Nil und in den Nuba-Bergen zur Last gelegt.

Omar-Hassan al-Bshir führt ein Islamisches Regime an, das einen der längsten Kriege in Afrika begonnen hat. Im Namen der Religion führte er einen Krieg gegen die Menschen im südlichen Sudan und ist dafür verantwortlich, dass dieses Land heute in zwei Teile zerrissen ist.

Auch wenn der Krieg offiziell beendet wurde, so werden Aktivistinnen und Aktivisten noch heute Opfer von politischen Verbrechen. Nach wie vor werden Menschen aus dem Sudan von der eigenen Regierung und gegen alle Gesetze gefangen genommen, gefoltert und getötet.

Am 29.09.2015 erklärte das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte in Genf, dass die sudanesischen Machthaber nach wie vor Menschenrechte verletzen, zum Beispiel als sie im September 2013 Demonstranten einer Protestkundgebung verhaften, foltern und töten ließen.

Als Aktivistinnen und Aktivisten aus dem Sudan in Deutschland erheben wir folgende Forderungen gegenüber der Sudanesischen Regierung, der Deutschen Regierung sowie dem Internationalen Strafgerichtshof:

1. Wir fordern die Auslieferung von Omar-Hassan al-Bshir und allen leitenden Beamten und Offizieren des Sudanesischen Regimes an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, um sich vor diesem für ihre Kriegsverbrechen und den am Sudanesischen Volk verübten Völkermord zu verantworten.

2. Wir fordern die Deutsche Regierung auf, alle wirtschaftlichen Verbindungen mit dem Sudan zu beenden und sämtliche wirtschaftlichen Hilfen einzustellen, da diese einen Völkermord unterstützen.

3. Wir fordern die Deutschen Behörden auf, allen Menschen aus dem Sudan, die in Deutschland um Asyl bitten, dieses auch zu gewähren.

4. Wir fordern, dass die Sudanesische Botschaft in Berlin geschlossen wird, da sie die Belange und Rechte der Menschen aus dem Sudan ohnehin nicht unterstützt.

Wir erheben diese Forderungen, weil wir für einen friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan kämpfen. Mit einem friedlichen, sicheren und demokratischen Sudan müssten wir heute hier an dieser Stelle nicht als Geflüchtete stehen.

 

 


Statements

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