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Aufruf des Netzwerks Afrique Europe Interact zum Gedenken an die Toten von Ceuta und Melilla: Schluss mit Mord und Verfolgung an den Toren der Festung Europa! Bewegungsfreiheit überall!

Was & Wo: Dezentrale Aktionen an spanischen und marokkanischen Einrichtungen – auch an Flughäfen mit Direktverbindungen nach Marokko

Wann: Möglichst in der Woche zwischen dem 24. und 28. Februar, überall in Europa


Am 6. Februar 2014 versuchten 400 Migrant_innen in einer kollektiven Aktion die hochgerüstete Grenze der spanischen Enklave Ceuta (eine der zwei direkten Außengrenzen der EU auf afrikanischem Boden) vom Meer aus zu überwinden. Die spanische Guarda Civil beantwortete den Versuch, auf EU-Territorium zu gelangen, indem sie die Menschen im Wasser mit Gummigeschossen und Tränengas beschoss. Marokkanische Grenzpolizist_innen, unterstützt von ortsansässigen Rassist_innen, beteiligten sich von Land aus an der mörderischen Menschenjagd. Mindestens 9 Menschen verloren an diesem Tag ihr Leben, und mindestens 50 werden nach Aussage der Gruppe „illegale Subsaharier_innen in Marokko“ noch vermisst. Dutzende wurden verletzt und illegal nach Marokko zurückgeschoben.


Bereits 2005 gingen Berichte vom Sturm auf die Zäune von Ceuta und Melilla durch hunderte Migrant_innen um die Welt – damals sind 16 Menschen ums Leben gekommen, einige auch durch Schüsse. Es gab viele weitere Vorfälle, bei denen Menschen an der Grenzbefestigung getötet wurden oder unter den Augen der spanischen Guarda Civil in der Meerenge zwischen Spanien und Marokko ertranken. In Marokko sind rassistische Verfolgung und Gewalt gegen meist aus Subsahara-Afrika kommende Migrant_innen seit Jahren alltäglich. „Jeden Tag kommen im Wald die marokkanischen Sicherheitskraefte zu uns, sie jagen uns mit Steinen und Knüppeln, wobei sie uns jedesmal auf rassistische und demütigende Weise beschimpfen und die Dinge zerstören, die wir zum überleben im Wald brauchen (Zelte, Matratzen, Decken…). Diese Gewaltaktionen hinterlassen jedesmal verletzte Freund_innen, die sich im Wald nicht behandeln lassen koennen und erst recht nicht im Krankenhaus.“, beschreiben die „illegalisierten Subsaharier_innen in Marokko“ in einem internationalen Hilferuf ihre Situation
 in den Wäldern nahe Ceuta und Melilla. Hinzu kommt, dass es regelmäßig in den marokkanischen Städten Razzien in den Wohnquartieren von Migrant_innen gibt, bei denen schon mehrere Menschen getötet wurden. Schließlich: Nirgends ist dokumentiert, wie viele der Migrant_innen ihr Leben verloren haben, nachdem sie durch die marokkanische Polizei in die Wüste gebracht und ausgesetzt wurden – was ebenfalls zum Alltag in Marokko gehört.

Die mörderische Menschenjagd an den EU-Außengrenzen zwischen Spanien und Marokko ist direkte und durch alle EU-Mitgliedstaaten in Kauf genommene Folge der umfassenden Militarisierung und Externalisierung der EU-Außengrenzen. Sie ist Teil des Krieges des EU-Migrationsregimes und seiner Verbündeten gegen alle, die sich das Recht auf Bewegungsfreiheit zwischen Afrika und Europa nehmen. Der marokkanische Staat bringt sich in diesem Szenario als zuverlässiger Torwächter der EU in Stellung. In der Hoffnung auf privilegierte ökonomische und politische Beziehungen zu den europäischen Mächten schafft er eine Situation der Vorhölle für Migrant_innen an den Mauern der Festung Europa. Und daran kann auch der Umstand nichts ändern, dass die marokkanische Regierung auf Druck von MigrantInnenorganisationen eine Legalisierungskampagne begonnen hat. Denn die Bedingungen sind für die meisten Migrant_innen unerfüllbar.

Als transnationales Netzwerk Afrique Europe Interact sagen wir laut und deutlich Nein zum militarisierten Grenzregime der EU. Wir erklären unsere Solidaritaet mit allen, die sich in Ceuta, Melilla und anderswo ihr Recht auf Bewegungsfreiheit nehmen und unter Lebensgefahr versuchen, Zäune trotz Überwachungsanlagen und Patrouillenbooten zu überwinden. Wir gedenken der Toten von Ceuta und Melilla und allen, die durch die Festung Europa getötet wurden.

Wir fordern:

  • Schluss mit der Hochrüstung und Externalisierung der EU-Grenzen!

  • Schluss mit der Kollaboration des marokkanischen Staates mit dem EU-Grenzregime!

  • Öffnung der Grenzen von Ceuta und Melilla, unbeschräkter freier Personenverkehr zwischen Afrika und Europa. Bewegungsfreiheit überall!

  • Aufklärung der Todesfälle an den Grenzen von Ceuta und Melilla und Bestrafung der Täter_innen!

www.afrique-europe-interact.net


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german wide movement / refugee-struggle / Uncategorized

Call out for big Non-Citizen meeting 6.-7. September 2016 in Munich

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On July 9, 2018, the current editorial team of >Daily Resistance< will continue its new monthly meeting. It is the third in a series of social and working get-togethers that tries to bring together people who want to share their ideas about the newspaper, who want to contribute and who want to work on upcoming… Read more »

berlin news / Demo / News / oplatz / School / Support/Solidarity

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Räumung der GHS am 11.01.2018 – Solidarität mit den Bewohner_innen. Eviction of GHS, 11.01.2018 – Call for solidarity Die Chronologie der GHS auf Deutsch und Englisch Pressestatement der Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße (NIO), 19.7.2017: Wir kennen die beteiligten Menschen, wir respektieren die Umstände, wir erinnern die Absprachen Solidaritätsaufruf Andere Zustände ermöglichen (*aze) ____ DEUTSCH (English, French,… Read more »

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The new issue coming with articles in many languages by Women in Exile & Friends, Justizwatch, Lager Mobilisation Network Berlin, Moving Europe, Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan, Roma Center, and many more. Grab them at the We’ll come united demo in Hamburg or get hold of your copies by sending a mail to dailyresistance@systemli.org!… Read more »

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Anti-Deportation Café on Aug. 23rd

ANTI-DEPORTATION CAFÉ Soli-küfa + Musik Donnerstag 23.8 // New Yorck im Bethanien (Mariannenplatz 2a) 20:00 Vegane Soli-Küfa  21:00 Live Musik – Birds and Coughs (psychedelic pop)  In Berlin finden ständig Abschiebungen statt. Allabendlich droht Menschen ohne deutschen Pass, die dem System nicht in den Kram passen, die Gefahr von Polizeirazzien. Menschen werden aus ihren Betten… Read more »

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KUFA et discussion. AnKER centres 21 August at 7pm at Zielona Gora

FR en bas AnKER-Centres: a trip into the new closed centres for refugees In March this year the German government included the idea of establishing a new model of shelters, the so called AnKER-centres, in its plans. These centres are also mentioned in the migration Master Plan published by Minister Seehofer a few weeks ago…. Read more »

Corasol Ankerzenter
berlin news / Demo

1. August 2018: Demo vor dem Auswärtigen Amt

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