Tag: Stop Deportation

Wuppertal: Abschiebung durch selbstorganisierten Protest von Geflüchteten verhindert. Demo am Samstag!

english below

Aktuell werden viele Geflüchtete der Erstaufnahmeeinrichtung Art Hotel in Wuppertal nach dem Dublin III-Verfahren abgeschoben und zwar nach Italien. Am 03.07.2017 wurden bereits 38 Menschen aus dem Art Hotel abgeschoben. Am Mittwoch (05.07.2017) sollten weitere 38 Menschen abgeschoben werden. Besonders skandalös ist dabei, dass versucht wurde, die Geflüchteten kurz vor einer selbst-organisierten Demonstration am Samstag abzuschieben. Diese wurde jedoch durch den laustarken Protest von Geflüchteten und weiteren solidarischen Menschen verhindert und der Bus fuhr leer wieder ab.

Den Aufruf für die Demo findet ihr unter dem Video.

Solidarität gegen Abschiebungen
Samstag, 8. Juli 2017
13:00 Uhr Kundgebung / 14:00 Uhr Demonstration
Bahnhof – Wuppertal Oberbarmen

Wir haben die Angriffe auf unser Leben satt. Nirgends auf der Welt sind wir sicher, weder in unseren Herkunftsländern, noch in Europa, noch in Deutschland. Ein Teil der Verantwortlichen sitzt diese Woche in Hamburg und feiert sich selbst, während wir Tag und Nacht um unser Leben kämpfen müssen.

Wir, Flüchtlinge aus Wuppertal und Umgebung wollen am kommenden Samstag auf der Straße zeigen, dass wir nicht erlauben werden, dass mit unserem Leben gespielt wird.

Wir werden es nicht zulassen, dass man uns nach Afghanistan, Irak oder Sudan zurückschickt, wo die NATO-Staaten zusammen mit Kriegsherren aller Länder für die Situation mit verantwortlich sind. Wir finden es beschämend, dass offensichtliche Lügen verbreitet werden und Afghanistan zu einem sicheren Land gemacht wird. Es ist eine Schande, dass man darüber nachdenkt, in einem Land wie Syrien sichere Zonen „Safe Zones“ aufzubauen. Wessen Bomben regnen jede Nacht auf die Köpfe der Menschen in Syrien? Ist überhaupt ein Frieden gewollt oder geht es rein um noch mehr Hass, damit der Krieg und das Geschäft weiterlaufen?

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Westafrika schickt, wo wir verfolgt und unser Leben nicht mehr sicher sind. Wir werden es nicht zulassen, dass unser Leben gekauft wird und Gelder an unsere korrupten Staatsherren bezahlt werden, damit sie Papiere ausstellen und uns zurücknehmen, um uns wieder zu verfolgen und auszubeuten. Unsere Länder werden bereits seit 500 Jahren ausgebeutet, die Rohstoffe sind bereits an die großen Konzerne dieser Welt ausverkauft und nun verkauft man auch uns öffentlich.

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Italien oder Griechenland abschiebt, wo wir auf den Straßen überleben müssen oder als die neuen Sklaven Europas für die billigen Agrarprodukte mehr als 16 Stunden am Tag schuften müssen, gleichzeitig aber kein Recht auf Gesundheitsversorgung haben und der Lohn nicht mal ausreicht, um eine Wohnung sich zu mieten.

Wir können es nicht zulassen, dass unsere Brüder und Schwester aus Balkan, kein Recht auf Asylverfahren haben und sofort in Abschiebezentren kommen. Es ist für uns beschämend, wie hier unsere Mitmenschen aus dem Balkan kriminalisiert worden, damit die Abschiebungen dorthin gesellschaftsfähig gemacht werden. Das Gleiche geschah mit unseren Geschwistern aus Nordafrika. Nun hat die Bundesregierung alles daran gesetzt und die Staaten „bearbeitet“, damit sie uns zurücknehmen. Wer von uns kommt als nächstes dran?

Zur selben Zeit wird hier in Europa Hass gesät, damit die Menschen hier, diejenigen also die von Niedriglohn und Armut betroffen sind, sich mit uns nicht solidarisieren. Doch wir teilen das gleiche Leid. Egal ob in unseren Ländern oder hier, es sind die gleichen Konzerne und ihre Diener in den Staatsapparaten, die uns ausplündern, ausbeuten, gegeneinanderhetzen, damit sie noch reicher werden. Wir jedoch müssen tagtäglich schauen, wie wir überleben, wie wir unseren Kindern eine Zukunft aufbauen können. Wir wollen eine Welt, in der wir solidarisch diese zum Wohle aller gestalten können. Wir wollen eine Welt in dem Wohlstand und Frieden unser Leben prägen und nicht eine Agenda der G7 oder G20, eine Agenda der Konkurrenz und des Wettbewerbs, dass Kriege schürt und Arm und Reich.

Wir sagen, Asylrecht ist Menschenrecht und kein Privileg.
Wir sind gezwungen, unser Leben zu schützen und daher entscheiden wir, dort zu leben, wo unser Leben sicher ist.

Wir laden jede/n ein, der die Lügen und die Erniedrigungen nicht mehr erträgt, mit uns auf die Straße zu kommen. Wir wollen zeigen, dass Solidarität und Zusammenhalt die Grundlagen unserer Gemeinschaften und des menschlichen Lebens sind.

Solidarität statt Spaltung und Hass

http://thecaravan.org/node/4586

+++ ENGLISH +++

Wuppertal: Deportation of 38 people stopped through self-orgaized protest by refugees. Demo on Saturday!

Currently, many refugees are subject to deportations from the reception camp Art Hotel in Wuppertal to Italy in accordance to the Dublin III regulation. 38 people have been deported from Art Hotel on June 3rd already. On Wednesday (June 5th) 38 more people should be deported. This is especially scandalous because they tried to deport the refugees shortly before a self-organized demonstration on Saturday. However, the deportation was stopped by the protest of refugees and other people in solidarity, and the bus returned empty.

Find the call for the demo on Saturday, June 8th, below the video.

 

Solidarity against deportations
July 8: 01:00pm (13:00) Manifestation
02:00pm (14:00) Demonstration
In front of the Wuppertal-Oberbarmen train station- Wuppertal Oberbarmen

Enough is enough. We are fed up with the attacks on our lives. Nowhere on the earth we are safe, not in our own countries, not in Europe nor in Germany. Part of the responsible persons gather this week in Hamburg and celebrate themselves. At the same time, we are obliged to struggle day and night to survive.

We, refugees from Wuppertal and surroundings want to show our presence on the streets and manifest, that we do not allow anyone to play with our lives.

We are here because you destroy our countries!

We do not allow that they deport us to Afghanistan, Iraq, or Sudan. The NATO-states together with other warlords are responsible for the situation in these countries. It is shaming that blatant lies are spread and Afghanistan is made to a safe country. It is perverse that people even think of building safe zones for refugees in Syria. Whose bombs are raining each night on the roofs of Syrian civilians? Is peace wanted at all or is more hatred desired, in order to keep the war running and the profits flowing?

United against colonial injustice

We do not allow that we are sent to West Africa, where we are persecuted and our lives are not safe. We do not allow that our lives are bought by giving money to our corrupt state lords, in order to issue papers and take us back, to start again with persecution and exploitation. Our countries are being exploited since more than 500 years. Our natural resources have been sold cheap to the big corporations of the world. Now, our lives are being sold publicly and cheap.

We do not allow that we are deported to Italy or Greece, where we have to live on the streets and to work more than 16 hours a day on the farms as the new slaves of Europe. At the same time we have no access to medical care and the money we earn is not even enough to rent a small flat.

We can not accept that our brothers and sisters from Balkan have no right to apply for asylum here and are immediately upon arrival put into deportation centers. It is shaming, how our people from Balkan have ben criminalized by German authorities to legitimate the deportations to those countries and prepare the society here for the deportation crimes. The same happened with our brothers and sisters from North Africa. Now the Federal Republic of Germany has done everything and continuously pushed the states to take us back. Who will be the next?

Hatred is grown here in Europe in order to avoid that the people in Europe who are affected by low wages and poverty do solidarize with us. But we share the same pain. No matter if here or in our countries, the same corporations and their servants in the states plunder and exploit us, divide us, to get richer. But we have to struggle to survive and to build a future for our children. We want a world that is based on solidarity for the wealth of humanity. We want a world where peace and wealth are shaping our lives and not an agenda of the G7 or G20, an agenda of competition and corruption, an agenda that perpetually generates war, generates poor and rich.

We say Asylum is a human right and not a privilege.

We are forced to protect our lives and therefore we pledge to live there, where our lives are safe.

We invite everyone that cannot bear anymore the lies and the humiliation to join us to the streets. We want to demonstrate that solidarity and the connection between people are the principles of our communities and those of human being.

Solidarity instead of division and hatred.

http://thecaravan.org/node/4586

 

We are here! Demonstration 24th of June 2017, 14 o’clock, Hamburg

We are here! Welcome united - we'll come united

Hier der Aufruf für die Demo am 24.06., 2017 um 14 Uhr am Hachmanplatz/Hauptbahnof HH zum Downloaden und vervielfältigen – die Rückseite enthält wichtige Informationen zum G20 und zum Umgang mit der Polizei.

Deutsch / Englisch / Französisch / Arabisch / Dari / Kurdisch / Serbo-Kroatisch / Italienisch / Tigrinya (Nur Vorderseite – Rückseite folgt)

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Here you will find the call for the demonstration on the 24th of June for download and copies – on the backside you will find important information regarding the G20 and for interaction with the police

German / English / French / Arabic / Dari / Kurdish / Serbo-croatic / Italian / Tigrinya (just frontpage – backside will follow)

Deutsch:

English:

Französisch:

Arabisch:

 

Dari:

Kurdisch:

Italienisch:

Serbo-Kroatisch:

Tigrinya (only front page, backside soon to come, sorry!)

Jena: Stop Deportation Parade! In Protest against the G20 Summit and the wars against Refugees!!

Stop Deportation Parade! In Protest against the G20 Summit and the wars against Refugees Jena

by Voice Refugee Forum Jena

Saturday, June 24, 2017 – 13:00

Jena Demonstration 24.06.2017 | Stop All Deportations | Smash the G20 Summit of Vampires and Mothers of all bombs

Refugee Solidarity Parade
Rally at 1pm | Demonstration at 4pm | Meeting point in Johannisplatz, Jena

At 5pm in JenaOptic in Carl-Zeiss Strasse, there will be a symbolic memorial in protest against the multinational military arms production and Weapon Export by JenaOptik on the war on refugees: With a solidarity parade to pay eternal respect to the victims of wars and the barbaric European migration regimes symbolized by the deadly, murderous and militarized control apparatus that is FRONTEX…

We demand a new order of solidarity in our struggles! „We are here because you destroy our countries“

We calling to protest the summit of G7 / G20 conference in Hamburg on the 6th and 7th of July this year. The So called „leaders“ of the WORLD war military arsenals are meeting to use the summit to clean the bloods on their hands, to celebrate their war crimes and to legitimize their global exploitation, the proxy wars and the terrors in the refugee countries.

The world leaders are too corrupted to ignore the wealth of the African nations and the refugee countries they have always exploited. They are the living Vampires and the mothers of all bombs.

We are here because you destroy our countries, seeking safety and security and not because we love your potatoes so much. Refugees do not create wars; on the contrary wars create refugees. Your economic and extensive political interests are creating and perpetuating wars in our countries, leading to its destruction and as well as our means of livelihood. We as refugees are the result of your continued colonial ideology and exploitation, your greed and gluttony that are boundless. You may fool your citizens with empty platitudes and lies, but you won’t fool us.

Join us, your struggles is all in our fight for justice

NO MORE WAR! NO FURTHER EXPLOITATION – STOP DEPORTATION

We demand an unconditional right to residence and safety!!!
Stop the Dublin deportation Regulation
We are here and we will fight and we are here because you destroy our countries.

Stop all deportation

We call on all well-meaning individuals to join the refugees in our struggle for human dignity and security, and show solidarity.

Refugee Demonstration – 24.06 in Jena
Refugee Solidarity Rallies and Parade – Lets organize to stop the deportations!

We want to invite you to our planning meetings and events taking place in June and July with the Refugee Community in Thueringen to mobilize against the German deportation regime.

Official Invitation
Even as we continue to pay eternal respect to the victims of the barbaric European migration regimes symbolized by the deadly, murderous and militarized control apparatus that is FRONTEX…

as we continue our struggle to build solidarity and empathy with our brothers and sisters who are being brutalized and dehumanized in mainland Europe – the fictitious home of democracy, freedom and human rights…

and in the face of the continued and intensified racist attacks on refugee accommodations and refugees – who fled imperialist and capitalist wars seeking safety and human dignity…. abetted by the state by its continued erosion of refugee rights in Germany…

We want to remind the state that we refuse to live in fear and will not be intimidated by their treacherous and cynical tactics and deceptions as we fight to reclaim our freedom and human dignity. Neither the state abdication of its responsibilities to guarantee our safety and security nor the fear mongering right wing and racist arsonist will deter us. We are here and we will fight and we are here because you destroy our countries.

We are planning and organizing political meetings, workshops and Seminars and a continued documentation of the everyday lives of refugee experiences in this country. There will also be protest, rallies and protest parade in the city of Jena against deportation.

Our call, our Demands
We call on all refugees to organize to stop all deportations.
To organize and protest the continued wars of exploitation and
We demand an unconditional right to residence and safety!!!

Please contact us if you are interested to participate and we hope to follow this up with details of the plans in the next weeks.

Your story is your weapon – speak-out in solidarity with the refugee community struggles and take back your freedom now to fight for justice!

We have a Mission to bring down the deportation regime.

Join us in this task by building your community to organize and mobilize with us to do it.

Share your stories and inspire and empower others with it.

No fear!!! Fear can only create a weakness that the authorities will exploit. Stand up and fight, and others will be inspired and build solidarity accordingly.

For Freedom of Movement
Campaign Against Deportation
Stop All Deportations
Bring down the deportation regime
No compromise with Deportation

We need donations and your solidarity to carry on and finance this struggle for justice.

Contact details:
Refugee Community Jena
Email: thevoicerefugeeforum[@]riseup.net
The VOICE Refugee Forum – A Network of Refugee Community Initiatives in Germany

-Review on Break Deportation Culture – Deportation is criminal and we fight to stop it!
http://thevoiceforum.org/node/4210
-The Political MOVEMENT – Appeal to Refugee Communities for Solidarity Network in Germany and Europe
http://thevoiceforum.org/node/4099
-Nationwide Activists Meeting in Refugee Cities in Germany
Break Deportation Prepar-Tainment: Refugees Platform For Nationwide Activists Meeting in Refugee Cities in Germany http://thevoiceforum.org/node/4337

München: Demonstration gegen Sammelabschiebung nach Afghanistan

Karawane München Not Safe

von Karawane Münich

Update!

Zeit: 31.05.2017, 19 Uhr
Ort: Feldherrnhalle (U-Bahn Odeonsplatz)

Abschiebeflug nach Afghanistan ist verschoben, nicht abgesagt!
Der Abschiebeflug vom Münchner Flughafen nach Afghanistan wurde für heute Abend abgesagt. Das ist kein Grund zur Freude, denn der Flug wurde nicht etwa abgesagt, weil die Bundesregierung ihre Meinung geändert hat, dass Afghanistan kein sicheres Land ist, stattdessen wurde der Abschiebeflug “nur für heute” und aus “Rücksicht auf Botschaftsangehörige“ der deutschen Botschaft in Kabul, abgesagt. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/…/anschlag-in-kabul-abschiebeflu…)
Dieses Vorgehen ist einfach nur zynisch und makaber. Wir werden trotzdem demonstrieren, auch wenn der Flug abgesagt wurde. Die Menschen sollen nach wie vor abgeschoben werden, egal wie oft es sich durch neue Anschläge zeigt, dass Afghanistan nicht sicher ist.
Der Demonstration am Flughafen sagen wir ab. Stattdessen kommt alle um 19 Uhr zur Feldherrnhalle am Odeonsplatz und zeigt mit uns euren Protest gegen die deutsche Abschiebepraxis.

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Wo & Wann: 31.05.17, 19 Uhr Flughafen München – MAC-Forum

Treffpunkt am HBF: 17:40 am S-Bahngleis vorne.
Abfahrt: S-Bahn S8 17:55 vom HBF, Ankunft 18:35 am Flughafen

Die Bundesregierung und auch die bayerische Staatsregierung halten weiterhin an ihrer menschenverachtenden
Politik fest und führen weitere Sammelabschiebungen nach Afghanistan durch. Im letzten halben Jahr wurden bereits
insgesamt 106 Menschen nach Afghanistan abgeschoben.

Trotz der Tatsachen, dass in Afghanistan Krieg herrscht, dass monatlich zahlreiche Zivilist*innen bei
Bombenanschläge sterben und dass sich die Situation in der vergangenen Zeit im ganzem Lande wieder
dramatisch verschlechtert hat, verweisen die politisch Verantwortlichen der deutschen Abschiebepolitik auf
vermeintlich „sichere“ Gebiete in Afghanistan und auf angebliche „innerstaatliche Fluchtalternativen“.
Doch Afghanistan ist auch und vor allem für abgeschobene Geflüchtete nirgendwo sicher! Und bereits jetzt
gibt es mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge in Afghanistan, die unzureichend oder gar nicht versorgt und
geschützt werden können!

Abschiebungen nach Afghanistan sind trotz der inzwischen breiten gesellschaftlichen Zustimmung für eine
„härtere Abschiebepolitik“ immer noch heftig umstritten! Wir müssen gemeinsam und lautstark dafür sorgen, dass
der Rückhalt für diesen widerlichen Kurs der Bundesregierung weiter schwindet!
Wir solidarisieren uns mit allen afghanischen Geflüchteten!
Keine Abschiebungen – nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin!

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Achtung Update!

Abschiebeflug nach Afghanistan verschoben, nicht abgesagt!
Der Abschiebeflug vom Münchner Flughafen nach Afghanistan wurde für heute Abend abgesagt. Das ist kein Grund zur Freude, denn der Flug wurde nicht etwa abgesagt, weil die Bundesregierung ihre Meinung geändert hat, dass Afghanistan kein sicheres Land ist, stattdessen wurde der Abschiebeflug “nur für heute” und aus “Rücksicht auf Botschaftsangehörige“ der deutschen Botschaft in Kabul, abgesagt. (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/…/anschlag-in-kabul-abschiebeflu…)
Dieses Vorgehen ist einfach nur zynisch und makaber. Wir werden trotzdem demonstrieren, auch wenn der Flug abgesagt wurde. Die Menschen sollen nach wie vor abgeschoben werden, egal wie oft es sich durch neue Anschläge zeigt, dass Afghanistan nicht sicher ist.
Der Demonstration am Flughafen sagen wir ab. Stattdessen kommt alle um 19 Uhr zur Feldherrnhalle am Odeonsplatz und zeigt mit uns euren Protest gegen die deutsche Abschiebepraxis.

Zeit: 31.05.2017, 19 Uhr
Ort: Feldherrnhalle (U-Bahn Odeonsplatz)

Stop deportations! Demo gegen Abschiebungen am Frankfurter Flughafen heute um 18.30 Uhr

Afghan refugee movement

von Afghan Refugee Movement جنبش مهاجرین افغان

Deutsch+Englisch unten

توجه! توجه! افغانستان امن نیست!
به تاریخ 2017/05/31 برای ششمین بار اخراج گروهی پناهجویان افغان از کشور آلمان به افغانستان صورت میگیرد. جمهوری فدرال آلمان بار دیگر ثابت ساخت که هیچ چیز از گذشته خود نیاموخته و هنوز هم پناهجویان را به یک کشور جنگ زده و ویران دوباره برگشت مدهند. افغانستان برای افراد اخراج شده بسیار خطرناک به نظر میرسد.
مرگ یک تبعه آلمانی به تاریخ .2017 21.5 درشهر کابل که مصروف همکاری های توسعه یی بود، خود ثابت مینماید که افغانستان امن نیست، این مورد باعث شد که توجه زیادی از رسانه ها را به خود جلب نماید، و وضعیت نامشخص و تهدید کننده زندگی را در داخل افغانستان به سختی مورد بحث قرار دهد. تا هنوز هیچ نتیجه سیاسی درپی نداشته.
شاید این خود یک غمل سیاسی باشد، تا توسط چنین عمل مخالفت های شان را درمقابل استادگی ها نشان دهند.
توجه! توجه! توجه!
محل تضاهرات روز چهارشنبه مورخ 31- 05- 2017 در شهر فرانکفورت تغیر نمود، بدلیل اینکه پرواز از میدان هوایی فرانکفورت صورت میگیرد بناً از تمام شما عزیزان خواهشمندیم که فردا روز چهارشنبه ساعت 6:30 (18:30) برای عدالت خواهی در میدان هوای فرانکفورت ترمینال 1 خورجی B همرایی مان کنید. تا
باشد یک تظاهراتی عدالتخواهانه قویتری برپاه نمایم.
ما امیدوار هستیم تا همه شما غزیزان در این تظاهرات اشتراک نماید، تا باشد یک تظاهرات قویتری را برپاه نمایم!
اشخاصیکه از شهر دارمشتات اشتراک مینمایند به تاریخ 31-05-2017 روز چهار شنبه ساعت 17:15 درمقابل استگاه مرکزی ریل شهردارمشتات (Darmstadt Hauptbahnhof) حاضر باشند که به17:30 بطرف شهر فرانکفورت با هم یکجا حرکت مینمایم!
برای معلومات بیشتر در زمینه صفحات فیسبوک جنبش مهاجرین افغان و نو باردر(No border) را تعقیب نماید.

ACHTUNG!! ACHTUNG!! Afghanistan ist nicht sicher!

Am 31.5.2017 findet die 6. Charterflugabschiebung nach Afghanistan aus Frankfurt statt. Die Bundesrepublik Deutschland beweist erneut, dass sie nichts aus ihrer Vergangenheit gelernt hat und schiebt Menschen in ein Land ab, das von Krieg und Zerstörung gezeichnet ist. Die Abschiebungen nach Afghanistan sind für die Rückkehrer*innen lebensgefährlich. Der Tod der deutschen in der Entwicklungszusammenarbeit tätigen Mitarbeiterin, die am 21.5. bei einem Angriff in Kabul getötet wurde, beweist dies. Während dieser Fall medial für große Aufmerksamkeit sorgte, wird die unsichere und lebensbedrohliche Lage für Afghan*innen kaum thematisiert. Es werden keine politischen Schlüsse gezogen!

Es muss Teil einer politischen Praxis sein, diese Abschiebung weiterhin sichtbar zu machen und sich entschieden dagegen zu stellen.

Aus diesem Grund wird am Mittwoch, den 31.05.17 um 18:30Uhr eine Demonstration am Frankfurter Flughafen Terminal 1 Abflug B stattfinden, um gegen Abschiebungen nach Afghanistan und im Allgemeinen gegen alle Abschiebungen lautstark zu protestieren.

Wir hoffen auf euer zahlreiches Erscheinen und lauten Protest!!!

Zugtreffpunkt Darmstadt: 17:15Uhr am Hauptbahnhof – Abfahrt um 17:30Uhr mit dem RB

Treffpunkt Frankfurt – 18Uhr Hauptbahnhof

Haltet euch bei Facebook auf der Seite vom Afghan Refugee Movement oder Noborder Frankfurt auf dem Laufenden.

ATTENTION! ATTENTION! Afghanistan is not safe!

On the 31. of May 2017 the 6. deportation charter flight will take place from Frankfurt. The federal republic of Germany is proving again, that she has learned nothing from her past and is deporting humans to a country, that is marked by war and destruction. The deportations are perilous for the deportees. The death of the employee of a NGO on the 21. of May through an attack in Kabul, proves this. This case was covered with close attention by the media, while the unsafe and perilous situation for the Afghans is hardly ever mentioned. No political conclusions are made!

It has to be part of the political action to draw attention to these deportations and to take a stand against them.

For this reason there will be a demonstration at the airport in Frankfurt at 6:30pm on the 31. of May 2017 to protest against deportations to Afghanistan and in general against all deportations.

We hope that you will come in big numbers and make your protest vocal!

Train meeting point for Darmstadt: 5:15pm at the central train station – departure RB 5:30pm

Meeting point Frankfurt Hauptbahnhof 6pm

Stay informed through the facebook pages of the Afghan Refugee Movement and Noborder Frankfurt.

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وجه!
اخراج امروز به دلیل انفجار امروز در کابل لغو گردیده.
ما امروز تظاهرات خویش را در میدان هوایی فرانکفورت ادامه میدیهیم، ما باید به مبارزات عدالتخواهانه خود ادامه بیدهیم تا زمانیکه اجارج های دسته جمعی بکلی متوقف نشوند.

Die Abschiebung heute wurde abgesagt, wegen dem Bombenanschlag heute in Kabul. Wir werden trotzdem am Flughafen demonstrieren. Wir müssen weiterkämpfen bis keine Sammelabschiebungen mehr stattfinden.

The deportation for today was cancelled, because of the bomb attack in Kabul today. We will still be at the airport demonstrating tonight. We have to keep on fighting, until there are no more deportations

Kundgebung in Berlin gegen Abschiebungen nach Afghanistan heute ab 15 Uhr

Afghanistan Berliner Bündnis gegen Abschiebungen

von Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan

Kundgebung vor der Afghanischen Botschaft in Berlin
Mittwoch, 31.05.2017, 15.00 Uhr
Taunusstr. 3
14193 Berlin

Anfahrt:
S 7 bis Grunewald und mit dem Bus 186 bis Hubertusbader Straße //
oder S42 bis Hohenzollerndamm und mit dem Bus 115 bis Elsterplatz

Aufruf auf Farsi

Das Spiel mit Menschenleben muss aufhören!

Am Mittwoch, 31.05.2017 soll die mittlerweile sechste Sammelabschiebung nach Afghanistan stattfinden. Auch diesmal soll der Flieger vom Münchner Flughafen aus starten.

(Edit 30.Mai 2017: Die Sammelabschiebung findet nicht wie ursprünglich angekündigt ab München, sondern ab Frankfurt statt)

Im letzten halben Jahr wurden bereits insgesamt 106 Menschen nach Afghanistan abgeschoben.

Lasst uns nicht hinnehmen, dass die Bundesregierung und einzelne Bundesländer weiterhin Menschen nach Afghanistan abschieben.

Solidarisiert euch mit afghanischen Geflüchteten und kommt zur Kundgebung:

Kundgebung vor der Afghanischen Botschaft in Berlin
Mittwoch, 31.05.2017, 15.00 Uhr
Taunusstr. 3
14193 Berlin

Anfahrt:
S 7 bis Grunewald und mit dem Bus 186 bis Hubertusbader Straße //
oder S42 bis Hohenzollerndamm und mit dem Bus 115 bis Elsterplatz

Kein Abschiebelager in Regensburg – Kein Abschiebelager anderswo – Demo ab 16 Uhr, Bismarckplatz

Kein Abschiebelager in Regensburg - Kein Abschiebelager anderswo - Demo in Regensburg
Am 26.05.2017
16:00 – 20:00
Bismarkplatz, Regensburg

Im März beschloss die bayerische Staatsregierung, dass in Regensburg ein Transitzentrum entstehen soll. Dieses Zentrum wird ein Lager, in dem Menschen mit sogenannter „geringer Bleibeperspektive“ untergebracht werden. Abseits des Blicks der Öffentlichkeit wird hier über Abschiebungen entschieden, auch nach Ländern wie Afghanistan, deren „sicherer“ Status höchst umstritten ist. Auch müssen dort gewisse Standards, wie zum Beispiel kontinuierlicher Schulunterricht für Kinder, nicht eingehalten werden – Menschenrechte sind de facto ausgehebelt. Die beschriebene Situation in diesen Zentren macht deutlich, dass deren einziger Sinn Abschreckung und Abschiebungen sind: Sie sind Abschiebelager.

Umgesetzt wird der Plan der Landesregierung nun durch die Umfunktionierung des ehemaligen Erstaufnahmelagers, an dessen Stelle das Transitzentrum entsteht. Dessen zukünftige Funktion als Abschiebelager benannte Sozialministerin Müller eindeutig: Der Zweck des Transitzentrums sei es Menschen „zurück[zu]führen, bevor sie bei uns richtig Fuß fassen.“ Verdeutlicht wird dies durch die Aussage des Innenministers Hermann, Regensburg sei durch seine gute Anbindung an den Münchner Flughafen „ein prädestinierter Ort“ dafür.

Daher wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen:

Gegen alle Abschiebungen!
Gegen ein Abschiebelager in Regensburg und anderswo!
Für ein Bleiberecht für alle!

Lasst uns unseren Unmut auf die Straße tragen! Kommt zur Demo am 26.05. um 16:00 Uhr am Bismarckplatz.

Unterstützer*innen: Bayerischer Flüchtlingsrat, BI Asyl, a.a.a – Arbeitskreis für ausländische Arbeitnehmer – Initiative für Menschen mit Ein- und Zuwanderungshintergrund e.V. , ueTheater, Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit – München, AK Queer, Forum Sozialwissenschaften, Petra Pan Projekt, Bunte Liste, Internationaler Kultur- und Solidaritätsverein Regensburg, anita f. antifaschistische Gruppe in Regensburg, Dissent Regensburg, SJD Die Falken – Kreisverband Regensburg, Grüne Jugend Regensburg, Recht auf Stadt Regensburg, Linksjugend solid’ Regensburg, Sprecher*innenrat AStA Regensburg, Anarchistische Gruppe Regensburg, LAF/Juso-Hochschulgruppe Universität Regensburg

Trockener Hungerstreik für Bleiberecht, Ebersberg, 23. Mai 2017

von Refugee Struggle for Freedom

Seit heute morgen Dienstag den 23.05.2017 befinden sich wir uns mit 36 Protestierenden im trockenen Hungerstreik. Die Forderungen werden direkt an die Ausländerbehörde im Landratsamt Ebersberg adressiert, stellvertretend für alle asylrechtsrelevanten Organe.

Wir sind die Geflüchteten von Refugee Struggle for Freedom. In 2012 begannen wir mit unseren Protesten. Bis heute sind wir auf den Straßen, um unsere grundlegenden Menschenrechte zu erlangen. Als geflüchtete Person ist es sehr schwer grundlegende Menschenrechte in Deutschland zu erhalten, denn wir wurden hier nicht geboren – allein das ist unser Fehler. In den vergangenen 5 Jahren protestieren wir unzählige Male in ganz Deutschland. Doch bis jetzt – noch immer auf den Straßen – hat sich nichts für uns verändert. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, wir wissen nicht wie viele Jahre wir noch für unsere grundlegenden Menschenrechte kämpfen müssen.

Die Zustände für geflüchtete Menschen in Deutschland sind miserabel. Jeden Tag werden Menschen grundlos in deren Herkunftsländer abgeschoben. Viele geflüchtete Personen suizidierten sich. Sie beendeten ihr Leben, nur deshalb, da wir kein Recht haben, das zu tun, was wir gerne tun würden. Wir bringen unsere Leben in Gefahr, um in Deutschland ein besseres zu erhalten. Denn in unseren Ländern, herrscht Krieg. Jeden Tag sterben Menschen an Bombenattacken, sodass wir hier nach Deutschland flohen, um ein besseres Leben zu erlangen.

Nun spielt die Deutsche Regierung mit uns, denn sie erteilen uns kein Recht, welches Staatsbürger_innen zusteht. Seit heute protestieren wir in Ebersberg. Ab morgen, den 23. Mai 2017 beginnen wir mit den trockenen Hungerstreik – kein Essen, kein Wasser.

Unsere Forderungen sind: Bleiberecht || Stopp aller Abschiebungen || Keine gesellschaftliche Diskriminierung (gleiche Rechte für alle) || Arbeitserlaubnis

Dies sind die grundlegenden Menschenrechte, welche wir wollen.

We are here and we will fight – Freedom of movement is everybodies right

Mehr Informationen findet ihr unter: https://refugeestruggle.org/

Protest in Ebersberg, 22. Mai 2017

Refugee protest in Ebesberg Münich

by Refugee Struggle for Freedom

Hi dear people we are 36 refugees from Refugee Struggle For Freedom and from today 22.5.2017 on we are protesting in #Ebersberg in Munich. What we need is your #solidarity. We are fighting for the right to stay and against deportations.
It would be great if you share our post. #stopDeportations #right2stay

Since today morning we 36 people demonstrate in front of district office in Ebersberg, near to Munich.

We are the refugees from Refugee Struggle for Freedom. Since 2012 until now on the streets we are protesting for our basic human rights. As refugee it´s really hard to get basic human rights in Germany because we didn´t born here – just this is our fault.

We did lots of protests in these 5 years in whole Germany but until now we are in the streets and nothing changed for us. We don´t know what should we do. How many years we have to fight – just to reach our basic human rights?

Right now the conditions are really bad for refugees in Germany. Every day refugees get deported in their home countries – without any reasons.

Lots of refugees committed suicide and finished their lives just because we are not allowed to do what we want to do. We put our lives in danger to reach a better life in Germany because in our countries there is war. Every day people are dying with bombings and so we came here to Germany for a better life.

Now German Government is playing with us. They don´t give us any right a German citizen has. We are protesting in Ebersberg, near Munich since today. From tomorrow, 23rd of May 2017 on we will start dry hunger strike – no food, no water.

Our demands are: Right 2 Stay   ||  Stop Deportation  ||   No Discrimination in Society (equal rights for all)   ||   Work Permission

These are the basic human rights that we want.

 

Protest in Ebersberg, Bavaria

 

Our solidarity with the protesting people at Brienner Straße in Berlin. They went out of the camp on the streets to demand better conditions. Read more

 

Our solidarity with the protesting Oromo refugees. They demonstrate against deprotation to Ethiopia, for the release of all political prisoners, for the support of the peaceful protest of the oromo and an independent investigation massacre in the Irrecha on 2nd of October 2016 in Buschoftu. Demonstration: 23th of May 2017, 6 p.m. Wasserburger Landstraße 23, Trudering more information here

deutsch

Seit heute morgen demonstrieren wir, 36 Personen vor dem Landratsamt in Ebersberg, bei München.

Wir sind die Geflüchteten von Refugee Struggle for Freedom. In 2012 begannen wir mit unseren Protesten. Bis heute sind wir auf den Straßen, um unsere grundlegenden Menschenrechte zu erlangen. Als geflüchtete Person ist es sehr schwer grundlegende Menschenrechte in Deutschland zu erhalten, denn wir wurden hier nicht geboren – allein das ist unser Fehler. In den vergangenen 5 Jahren protestieren wir unzählige Male in ganz Deutschland. Doch bis jetzt – noch immer auf den Straßen – hat sich nichts für uns verändert. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, wir wissen nicht wie viele Jahre wir noch für unsere grundlegenden Menschenrechte kämpfen müssen.

Die Zustände für geflüchtete Menschen in Deutschland sind miserabel. Jeden Tag werden Menschen grundlos in deren Herkunftsländer abgeschoben. Viele geflüchtete Personen suizidierten sich. Sie beendeten ihr Leben, nur deshalb, da wir kein Recht haben, das zu tun, was wir gerne tun würden.  Wir bringen unsere Leben in Gefahr, um in Deutschland ein besseres zu erhalten. Denn in unseren Ländern, herrscht Krieg. Jeden Tag sterben Menschen an Bombenattacken, sodass wir hier nach Deutschland flohen, um ein besseres Leben zu erlangen.

Nun spielt die Deutsche Regierung mit uns, denn sie erteilen uns kein Recht, welches Staatsbürger_innen zusteht. Seit heute protestieren wir in Ebersberg. Ab morgen, den 23. Mai 2017 beginnen wir mit den trockenen Hungerstreik – kein Essen, kein Wasser.

Unsere Forderungen sind:  Bleiberecht   ||   Stopp aller Abschiebungen   ||    Keine gesellschaftliche Diskriminierung (gleiche Rechte für alle)    ||   Arbeitserlaubnis

Dies sind die grundlegenden Menschenrechte, welche wir wollen.

Unsere Solidarität gehört den protestierenden Menschen in der Brienner Straße in Berlin. Sie zogen aus dem Lager auf die Straße, um für bessere Bedingungen zu kämpfen. Lesen Sie mehr

Solidarische Grüße senden wir an die Oromo-Geflüchteten. Sie demonstrtieren morgen u.a. gegen Abschiebungen nach Äthiopien, für die Freilassung aller politischen Gefangenen, für eine unabhängige Untersuchung des äthiopischen Regierungsverbrechens gegen die friedlichen Demonstrationen von Oromo und Amhara sowie der Irrecha-Massentötung am 02.10.2016 in Buschoftu.  Auftakt ist um 18 Uhr an der Wasserburger Landstraße 23, Trudering. Nähere Informationen: .

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

 

von Alle Bleiben!

Selami Prizreni wurde vom Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, das aktuell in Köln stattfindet, als Künstler und Redner eingeladen. Jedoch wurde er vor zwei Tagen abgeschoben. Dazu erklären die am Tribunal beteiligten Theaterhäuser Schauspiel Köln, Akademie der Künste der Welt Köln, Haus der Kulturen der Welt Berlin und HAU Hebbel am Ufer in Berlin:

Wir verurteilen die am 16.5. erfolgte Abschiebung von Selami Prizreni in den Kosovo aufs Schärfste! Selami Prizreni war als Teil der HipHop Gruppe K.A.G.E als Gast beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ eingeladen, das vom 17.-21.5. im Schauspiel Köln stattfindet. Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ ist eine internationale, von vielen Seiten geförderte Veranstaltung, die sich mit den Versäumnissen von Politik und Sicherheitsbehörden im Kontext des NSU-Komplexes beschäftigt. Selami Prizreni sollte hier als Musiker und als Aktivist auftreten. Selami Prizreni ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, er wurde 2010 schon einmal aus Deutschland abgeschoben, wogegen er erfolgreich geklagt hat. Umso unverständlicher ist seine erneute Abschiebung. Wir nehmen die Abschiebung nicht hin, sondern fordern die sofortige Rückkehr Selami Prizrenis! Wir brauchen ihn hier, als Künstler, als Kollegen, als Kämpfer für die Rechte der Roma, als Freund!

Das Tribunal NSU-Komplex auflösen ist ein Projekt der Betroffenen des NSU-Terrors. Sie haben für diese öffentliche Auseinandersetzung Gäste eingeladen. Selami Prizreni ist einer von ihnen. Seine Abschiebung verhindert diese Auseinandersetzung. Wir fordern daher die Behörden des Bundes und des Landes NRW auf, die Rückkehr von Selami Prizreni noch heute zu ermöglichen.

Erstunterzeichner*innen:

Thomas Laue, Chefdramaturg des Schauspiel Köln, Köln

Ekaterina Degot, Künstlerische Leiterin Akademie der Künste der Welt, Köln

Bernd M. Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer, Berlin

Dr.in Johanna Schaffer, Professorin Kunsthochschule Kassel

Bjørn Melhus, Professor Kunsthochschule Kassel

Paula Bulling, Comiczeichnerin

Madeleine Bernstorff, Filmkuratorin / Autorin

pong film (Alex Gerbaulet, Caroline Kirberg, Merle Kröger, Philip Scheffner)

Konstanze Schmitt, Künstlerin

Ulf Aminde, Professor für Zeitbasierte Künste, *foundationClass, Kunsthochschule Weissensee

Birgit Weyhe, Autorin / Zeichnerin

Florian Wüst, Filmkurator Transmediale

Nadja Krüger, Filmemacherin

Dr. Ulrike Klöppel, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Todd Sekuler, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Cem Kaya, Filmemacher

Jörg Franzbecker, Kurator M.1 Hohenlockstedt / Arthur Boskamp-Stiftung

Nanna Heidenreich, Professorin für Digital Narratives – Theory / ifs internationale filmschule köln

Mareike Bernien, Kunsthochschule Kassel

Claudia Hummel, Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin

Natascha Sadr Haghighian, Künstlerin, Hochschule für Künste, Bremen

Johannes Paul Raether, Professor Kunstakademie Düsseldorf

Bini Adamczak, Autorin

Alice Romoli, Peng! Collective

Dagi Knellesen, Historikerin

Udo Richter, Schwarze Risse Berlin

Prof. Birgit Hein, Vizedirektorin Sektion Bildende Kunst

Tasja Langenbach, Künstlerische Leitung, Videonale Bonn

Doris Liebscher, Juristische Fakultät Humboldt Universität Berlin

Heimo Lattner, Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart

Max Linz, Autor / Regisseur

Ayşe Güleç, Community Liaison documenta 14

Anna Anders,Professorin Universität der Künste Berlin,Fakultät Gestaltung

Karola Gramann, Künstlerische Leitung Kinothek Asta Nielsen e.V., Frankfurt a.M.

Thomas Kilpper, Künstler

Kutlu Yurtseven, Musiker

Tunçay Kulaoğlu, Autor, Dramaturg, Filmemacher
Anna Heilgemeir, stadt von unten, Berlin

Aurora Rodonò, Universität Köln

Maja Figge, Universität der Künste Berlin

Prof. Juliane Karakayali, Evangelische Hochschule Berlin
Katharina König-Preuss, MdL DIE LINKE Thüringen

Ulaş Sener, Universität Potsdam

Kornelia Kugler, Systrar Productions

Sebastian Bodirsky, Video-Editor

Dr. Hussein Jinah, BMA ver.di

Romin Khan, ver.di Bundesverwaltung

Jule Sievert, Kulturmanagerin

Prof. Ove Sutter, Kulturanthropologie, Universität Bonn

Prof. Karin Michalski, KHM Köln

Rixxa Wendland / Christian Obermüller, KuratorInnen spot the silence

Daniel Poštrak, Filmemacher

Michael Willenbücher, Techniker, HU Berlin

Marion von Osten, Künstlerin

ninotschka, Künstlerinnenkollektiv

Annika Hoegner, Künstlerin

Ulrike Steglich, Publizistin

Dr. Daniel Bendix, Universität Kassel

Naomi Hennig, Kuratorin / Künstlerin

Suza Husse, Kuratorin

Aysun Bademsoy, Filmemacherin

Markus Dorfmüller, Fotograf

Robert Burghardt, stadt von unten, Berlin

Kerstin Honeit, Kunsthochschule Kassel

Renate Lorenz, Professorin für Kunst und Forschung, Akademie der Bildenden Künste Wien

Thorbjoern R. Christiansen, Künstler

Renee Uta von der Lippe, Historikerin

Sabine Heinz, Informationswissenschaftlerin

Prof. Dr. Daniel Loick, Goethe Universität Frankfurt

Andreas Siekmann, Künstler

Alice Creischer, Künstlerin

nGbK, neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin

Ballhaus Naunynstraße, Berlin

District Berlin

Alpha Nova Galerie, Berlin

Vierte Welt, Berlin

After the Butcher, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen, Berlin

Bundes Roma Verband e.V.

Roma Art Action

Initiative alle bleiben!

Roma Antidiscrimination Network

Roma Center Göttingen e.V.

Romadness Strange Movies Production

Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Selbstuniversität e.V., Berlin

Raumerweiterungshalle, Berlin

Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Berlin

Betonsalon, Berlin

glokal e.V., Berlin

Kassel Postkolonial

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt

Stadtrevue-Kollektiv, Köln

 

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