Tag: solidarity

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

picture of the violent police arrests at Luxemburg during the march for freedom
March for Freedom Police violence in Luxemburg

Picture of the violent police arrests in Luxemburg during the Refugee March for Freedom 2014

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.picture taken at the march for freedom close to Shengen

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

English

Solidary with the Luxemburg Defendants – Free all Political Prisoners!

March for Freedom Police violence in Luxemburg

Yesterday we were at a rally to “free all political prisoners! “. It was in front of the prison on TurmStr. in Berlin. We were that because of the arrest of 11 people in Luxemburg who were in arrested at the March for Freedom Luxemburg in 2014. I was also arrested at that time. In the photo I am laying on the ground under the police. The police attacked the demonstration in front of the building where conference of the ministers of Interior was taking place. The attacked with dogs. The dogs wore no mussels. We were there to protest against Dublin 3 & 4 etc. and against deportation and European Union asylum policies and against closing the borders. The police in Luxemburg beat us up and now two years later we are being accused. On November 29, 2016 we were in court in Luxemburg. There was no translator and the trial was put off until the 5th and 6th of April 2017. That is why we went to the demo to free all political prisoners yesterday (March 18th)  in Berlin, and we spoke about what happened in Luxemburg. For me it is very clear. We fight for our civil rights, for freedom of movement. It is important that the people come together and fight together for their rights. Everyone has the right to demonstrate! I have participated in many demos, but what happened in Luxemburg, that was really bad. Without any warning, the police had simply moved in and surrounded the demonstration. It has been said that we started an armed revolution, and that isn’t true. It was a peaceful marc, the police were violent. Six of our people were then accused two years later. I am one of them.

It is the policy of the EU is to split people , to discriminate against them. But have no fear, I will fight for freedom and I hope that everyone understands that it is not criminal to fight for freedom, and for ones rights. We need solidarity from people in our fight. One cannot look the other way when other people have to fight for their freedom.

I hope that it goes well on the 5th and 6th of April. On Friday March 24, there will be a meeting at Waldemarstr. 46 (corner Adalbert Str.), come by and inform yourselves, you can ask questions and show your solidarity.

On Monday March 20 there will be a radio program about the story in Luxemburg on wearebornfree Empowerment Radio at 10 a.m. Turn it on and tune in!

Here you find our previous articles

 

 

18.03. Aktionstag: Berlin Abschiebefrei – Grenzenlos Solidarisch

***please see english, french, arabic and farsi translation below***

BERLIN ABSCHIEBEFREI – GRENZENLOS SOLIDARISCH
Internationaler Aktionstag gegen das europäische Grenzregime
18.03.2017 + 12 Uhr + Flughafen Schönefeld

Der Flughafen Berlin-Schönfeld ist nicht nur ein wichtiges Verkehrskreuz der Hauptstadt, sondern auch ein Knotenpunkt des europäischen Grenzregimes. Aktuell werden zwei Mal pro Monat Maschinen gechartert, um Menschen in die West-Balkan-Staaten abzuschieben, die vor gut einem Jahr zu so genannten sicheren Drittstaaten erklärt wurden. In den kommenden Monaten droht eine massive Zunahme der Abschiebepraxis: Tausende Afghanen sollen in ein vom Krieg zerstörtes und immer noch von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägtes Land zurückgeschickt werden. Und Angela Merkel ruft mit ihrem „16-Punkte-Plan“ zu einer „nationalen Kraftanstrengung“ für mehr Abschiebungen auf und plant, zentrale „Ausreisezentren“, bei denen es sich letztlich um Gefängnisse handelt, in der Nähe von Flughäfen einzurichten.

Wir stellen uns gegen diese Abschottungspolitik: Wir wollen nicht, dass Menschen wie Schwerverbrecher behandelt werden, indem sie von der Polizei abgeführt, aus ihren Familien und Freundeskreisen gerissen und in Flughäfen gesammelt werden – um sie dann, wenige Stunden später, zum Beispiel in Afghanistan, an einem der gefährlichsten Orte der Welt, einfach abzuladen. Statt Geflüchtete anhand von „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive, anhand von Nationalitäten, Fluchtgründen oder ökonomischer Verwertbarkeit zu unterteilen, brauchen wir einen gemeinsamen Kampf gegen die rassistische Spaltung! Statt Angst und Hass zu schüren brauchen wir eine Politik der Solidarität, die das Recht auf ein gutes Leben für alle einfordert!

Am 18. März werden wir am Flughafen Schönefeld für unsere Vision eines Berlins demonstrieren, in dem Migration keine Bedrohung ist, in dem „Willkommen“ keine Frage der politischen Konjunktur ist, sondern die Möglichkeit zu bleiben mit einschließt. Ein Berlin, in dem kein Mensch Angst haben muss, am nächsten Tag abgeschoben zu werden. Wir demonstrieren für ein Berlin als Solidarity City. Solidarische Stadt heißt für uns auch, dass alle Menschen Zugang zu Bildung, Wohnraum und Gesundheitsversorgung haben – und zwar unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus! In diesem Sinne appellieren wir an die neue Berliner Landesregierung, die in ihrem Koalitionsvertrag einen „Paradigmenwechsel“ in Bezug auf das Aufenthalts- und Asylrecht ankündigt, diesen auch wirklich einzuläuten. In dem Koalitionsvertrag wird nämlich auch erklärt, dass Abschiebungen durch die verstärkte Förderung der sogenannten „unterstützten Rückkehr“ ersetzt werden sollen, durch eine Politik also, die Anreize für Flüchtlinge zur sogenannten freiwilligen Ausreise schaffen will. Bei diesem Vorhaben handelt es sich keineswegs um einen Paradigmenwechsel, sondern lediglich um den Versuch, der Abschiebepraxis einen vermeintlich humanen Anstrich zu verpassen.

Indem wir am Flughafen demonstrieren, schließen wir auch an die Flughafenproteste der letzten Wochen an: In Frankfurt und München versammelten sich viele Menschen, um sich den bereits erfolgten Abschiebungen nach Afghanistan zu widersetzen. Und in den USA wehrten sich Tausende gegen den von Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp für Geflüchtete und viele Muslime. Sie blockierten die Zufahrtswege zu Terminals, forderten die Einreiseerlaubnis für ihre Familien, ihre Nachbar_innen, ihre Freund_innen und erklärten ihre Städte unter dem Slogan #heretostay zu „Sanctuary Cities“ – „Orten der Zuflucht“ –, in denen Migrant_innen ohne Papiere vor Abschiebungen geschützt sind.

Auch am 18. März sind wir mit unserem Protest nicht allein: Das Hotel City Plaza in Athen, das 2016 besetzt wurde und seitdem als selbstverwaltetes Zuhause für Geflüchtete zu einem Ort des Antirassismus und der Solidarität geworden ist, hat zu einem internationalen Tag des Widerstands aufgerufen. Der 18. März wurde deshalb ausgewählt, weil genau vor einem Jahr das EU-Türkei-Abkommen unterzeichnet wurde – ein schmutziger Deal mit dem autoritären Erdogan-Regime, der die Türkei zu einem „sicheren Drittstaat“ für Geflüchtete erklärte und damit Abschiebungen und Abschottung erleichterte. Dieses Abkommen reiht sich ein in weitere bereits existierende und geplante milliardenschwere Deals mit diktatorischen Staaten, die dafür sorgen sollen, dass Geflüchtete wieder zurückgeschickt bzw. vor den Toren Europas gestoppt werden können. Um gegen diese Politik zu demonstrieren, gehen heute viele Menschen in verschiedenen deutschen Städten sowie in Griechenland, Italien, Spanien, der Schweiz und Österreich auf die Straße. Gemeinsam kämpfen wir gegen das brutale Grenzregime und für Bewegungsfreiheit.

FÜR DAS RECHT ZU KOMMEN, ZU BLEIBEN UND ZU GEHEN!
GLEICHE SOZIALE RECHTE FÜR ALLE!

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

++++++++++++++ english +++++++++++++++++++++++

BERLIN, FREE OF DEPORTATIONS – SOLIDARITY WITHOUT BORDERS
International Day of Action against the European Border Regime
18.03.2017 + 12 o’clock + Airport Schönefeld

The Berlin-Schönfeld airport is not only an important transport junction of the capital, but also a hub of the European border regime. Currently planes are being chartered twice a month to deport people and send them back to the Western Balkan countries, which were declared as safe countries of origin a year ago. A massive increase of deportations is looming in the coming months: thousands of Afghans are to be sent back to a country still ravaged by war and shaped by wartime disputes. Angela Merkel is calling for a „national effort“ for increased deportations with her „16-points-plan“ and is further planning the implementation of centralized „exit centers“, which are de facto prisons, near airports.
We oppose this policy of isolation: We do not want people to be treated like dangerous criminals by being arrested detained by the police, torn from families and friends and cordoned off at airports – only to then simply unload them a few hours later in one of the most dangerous places in the world. Instead of separating refugees along “good” and “bad” perspectives of stay, categorizing people by nationality, reason for flight, or potential economic utility, we need a joint fight against racist division! Instead of inciting fear and hatred, we need a policy of solidarity that demands the right to a good life for all!
On March 18, we will protest to show our vision of Berlin at Schönefeld Airport, a Berlin in which migration is not a threat, in which “welcome” is not a question of the political climate, but includes the real possibility to stay. A Berlin in which no one has to be afraid to be deported the next day. We are demonstrating for Berlin as a city of solidarity. For us, a city of solidarity also means that all people have access to education, housing and health care – regardless of their residence status! In this sense, we call upon the new Berlin government, which announced a “paradigm shift” with regard to the right of residence and asylum in its coalition agreement, to actually get this shift under way. The coalition agreement also states that deportations are to be replaced by the increased support of so-called “supported returns”, a policy which aims to create incentives for refugees for a so-called voluntary leave. This project is by no means a paradigm shift, but merely an attempt to whitewash an inhumane deportation practice.
By protesting at the airport, we are also joining the airport protests of the last weeks. Many people gathered in Frankfurt and Munich to resist the deportations to Afghanistan already taking place. And in the US, thousands fought against President Trump`s imposed entry ban for refugees and many muslims. They blocked the access routes to terminals, demanded permitted entry for their families, neighbors and friends and declared their cities as „Sanctuary CIties” under the slogan #heretostay, where migrants without papers are protected against deportations.

On March 18 we are also not alone with our protest: The Hotel City Plaza in Athens, which was occupied in 2016 and since then has served as a self-organised home for refugees and a place of antiracism and solidarity, called for an international day of resistance. March 18 was selected because exactly one year ago, the EU-Turkey agreement was signed – a dirty deal with the authoritarian Erdogan regime, which declared Turkey a “safe third country” for refugees and facilitated deportations and foreclosure. This agreement is part of other already existing and planned deals worth billions with dictatorial states, which ensure that refugees can be sent back or stopped at the gates of Europe. In order to protest against this policy, today many people will take to the streets in different German cities and in Greece, Italy, Switzerland and Austria. Together we are fighting against the brutal border regime and for freedom of movement.

FOR THE RIGHT TO COME, TO GO AND TO STAY!
EQUAL SOCIAL RIGHTS FOR ALL!

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

+++++++++++++++ français ++++++++++++++++++++++

Berlin sans déportations – solidarité sans frontières
Journée internationale d’actions contre le régime européen des frontières
18.03.2017 + 12 h+ aéroport Schönefeld

L’aéroport de Berlin-Schönefeld n’est pas seulement un carrefour important de la capitale, mais aussi un lieu central du régime européen des frontières.
Actuellement, deux fois par mois, des vols charter partent pour expulser les gens aux pays des Balkans occidentaux, qui étaient déclarés des états tiers sûrs. Dans les mois prochains une augmentation massive des déportations est à venir : des milliers d’Afghans seront renvoyés aux pays détruits par la guerre et encore marqués par un conflit armé. En effet, avec son «plan à 16 points», Angela Merkel appelle à des « efforts nationaux » pour plus d’expulsions et prévoit d’établir des centres de départs groupés à proximité des aéroports.

Nous nous opposons à cette politique de cloisonnement : Nous ne voulons pas que de personnes soient traitées comme des criminels, accompagnées par la police, arrachées à leur famille et à leurs ami_e_s et regroupées dans des aéroports avant d’être simplement abandonnées quelques heures plus tard dans l’un des lieux les plus dangereux au monde. Au lieu de classer les réfugié_e_s en fonction d’une perspective de séjour « positive » ou « négative », en fonction de nationalités, de motifs de fuite ou d’utilité économique, nous avons besoin d’une lutte commune contre la division raciste ! Au lieu d’attiser la peur et la haine et de polluer encore le climat politique en Allemagne, nous avons besoin d’une -politique de la solidarité qui demande une bonne vie pour tous!

Le 18 Mars, nous manifestons à l’aéroport de Schönefeld pour notre vision de Berlin, où la migration n’est pas une menace, où le “Bienvenu” n’est pas une question de conjoncture politique, mais compris comme la possibilité de rester. Berlin, où personne ne doit avoir peur d’être expulsé le lendemain. Nous manifestons pour un Berlin comme Ville de Solidarité. Ville de Solidarité pour nous signifie que tous ont accès à l’éducation, au logement et aux soins de santé – indépendamment de leur statut de résidence !
En ce sens, nous demandons au nouveau gouvernement de Land de Berlin, qui annonce un «changement conceptuel» en rapport avec le droit de séjour et le droit d’asile dans son accord de coalition, de vraiment le réaliser. Car l’accord annonce aussi remplacer les expulsions par le soutien renforcé au „financement des retours“, par une politique qui veut créer des invites pour des départ volontaires. Ce projet est en aucun cas un changement conceptuel, mais simplement une tentative de donner aux déportations une apparence soi-disant humaine.

Avec la manifestation à l’aéroport, nous suivons aussi les manifestations des dernières semaines: A Francfort et Munich, de nombreuses personnes se sont rassemblées pour lutter contre les déportations déjà faites vers l’Afghanistan.
Des milliers de personnes ont protesté aux États-Unis contre l’interdiction pour les réfugiés et de nombreux musulmans d’entrer sur le territoire, décrétée par le président Donald Trump. Ces personnes ont bloqué les voies d’accès aux terminaux, demandé l’autorisation d’entrer sur le territoire pour leur famille, leurs voisin_e_s, leurs ami_e_s et ont fait de leurs villes, avec le slogan #heretostay, des «villes sanctuaires» ou «lieux de refuge » dans lesquels elles s’opposent à l’expulsion de migrant_e_s sans papiers.

Nous ne serons pas les seuls à manifester: l’Hôtel City Plaza à Athènes, qui a été occupé en avril 2016 et qui sert depuis de foyer autogéré pour les réfugié_e_s et de lieu de lutte contre le racisme et pour la solidarité, a déclaré une journée internationale de solidarité. Le 18 mars a été choisi car à ce jour est la date anniversaire de la signature de l’accord entre l’UE et la Turquie – un accord honteux avec le régime d’Erdoğan qui fait de la Turquie un « État tiers sûr » pour les réfugiés et facilite ainsi les expulsions et le cloisonnement. Il ne représente qu’un seul des nombreux accords existants déjà ou prévus avec des États dictatoriaux qui visent à empêcher la migration ou le retour des réfugiés. Des manifestations auront lieu en Grèce, en Allemagne, en Italie, en Espagne, en Suisse et en Autriche. Nous rejoignons à cette date un mouvement de protestation européen contre le régime brutal des frontières et pour la liberté de circulation.

POUR LE DROIT DE VENIR
DE RESTER ET DE PARTIR
DROITS EGAUX POUR TOUS

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

+++++++++++++++++++ العربية ++++++++++++++++++++++++++

برلين بلا ترحيلات – التضامن بلا حدود
يوم الأنشطة السياسية الدولي ضد نظام الحدود الأوروبية
18.03.2017 + 12 Uhr + Flughafen Schönefeld المطار شونيفيلد

ليس المطار برلين – شونيفيلد مركز المرور للعاصمة فحسب بل مركز نظام الحدود الأوروبية أيضا. وحاليا تُحجز طائرات مرتين بالشهر لترحيل الناس إلى دول البلقان الغربي التي سُمّيت بلدان آمنة في العام الماضي. ويبدو أن نهدَّد بمزيد من تطبيق الترحيلات: سيجبر هذا آلاف من الأفغان إلى العودة إلى بلد مدمّر من الحرب وما زال إلى اليوم يدمَّر من قبل اشتباكات حربية. وتدعو المستشارة الألمانية أنغيلا ميركيل بخطتها “النقط الستة عشر” إلى “اجتهاد الوطن” لمزيد من الترحيلات ويخطط “مراكز المغادرة” قرب المطارات التي في الحقيقة سجون.
نقف أمام سياسة الانحباس هذه: لسنا نريد أن يكون ناس معامَلين مثل المجرمين بأن تعتقلوهم الشرطة وتقلعوهم من بين عائلاتهم وأصدقائهم وتجمعوهم بالمطارات – لكي ساعات بعد ذلك تنزلهم بمن أخطر أماكن العالم. وبدل أن يصنف لاجئين طبقا لأملهم في الإقامة فباحتمال كبير أو صغير وطبقا لجنسياتهم ولأسباب للجوء و لإمكانية استغللالهم فنفتقر إلى نضال مشترك ضد التمباعدة العنصرية! وبدل بذر بذور الخوف والحقد فنحتاج إلى سياسة التضامن التي تطالب بالحق بحياة طيبة!
سنتظاهر يوم الثمانية عشر مارس\ آذار في المطار شونيفيلد في برلين لصالح حلمنا لمدينة هذه الذي به الهجرة لسيت خطرا وبه الاستقبال ليس قضية الوضع السياسي الحالي بل يشمل الامكانية بالإقامة. وهي برلين فيها لا خوف من الترحيل باليوم التالي. نتظاهر لأجل مدينة برلين كمدينة متضامنة. وبرأينا يحمل اللقب مدينة متضامنة كذلك المعنى أن تكون التعليم والسكن والرعاية الصحية في متناول كل شخص – بغض التظر عن إقامته! ولذلك ندعو حكومة برلين الجديدة التي تعِد في اتفاق ائتلافها تغيير سياسة الإقامة والهجرة إلى أنها حقيقةً تقوم به. يذكر اتفاق الائتلاف أنه ستكون الترحيلات متبدّلة بـ”العودات المدعومة” فبسياسة تهدف إلى ترغيب الناس إلى “المغادرة الإختيارية” أيضا. وليست الخطة هذه تغيير السياسة السابقة بل محاولة أن تُصبغ صورة تطبيق الترحيل أكثر بالإنسانية.
وبأن نتظاهر بالمطار ننضط إلى التظاهرات في المطارات من الأسابيع الأخيرة: تجمعت كثرة الناس في فرانكفورت وميونيخ ليعارضوا الترحيلات إلى أفغانستان. وفي الولايت المتحدة عارضت الألاف توقيف الدخول من المسلنين واللاجئين الذي يعلنه رئيس الولايات االمتحدة دونالد ترامب. وكانوا يسددون مداخل المطارات ويطالبوا بمنح دخول لعائلاتهم أو جيرانهم أو أصدقائهم وسمموا مدنهم تحت الشعار #هنالكيأبقي “مدن المأوى” بها المهاجرون بلا أوراق محميون.
إن بذلك لن نكون لوحدنا في الثامن عشر من شهر مارس\ آذار: الفندق اسمه “سيتي بلازا” في أثينا الذي اُعتصم به في العام ألفين وستة عشر ومنذئذ أصبح مستخدما كسكن منظم الذات للاجئين ومكان مناضه للعنصرية والتضامن يدعو إلى يوم المعارضة الدولي. واختير اليوم هذا لأنه وُقّعت الاتفاقية بين المانيا وتركيا – اتفاقية مزرية مع حكومة أيردوغان المستبدة التي سمّيت تركيا بلد آمن للاجئين وسهّلت به الترحيلات والانحباس. وهذه الاتفاقية واحدة من عدة الاتفاقيات قيمها ملايير يورو مع حكومات مستبدة أخرى التي أهدافها أن توقف اللاجئين قبل ما يصلون أوروبا وتسهل ترجيعهم. ولتظاهر ضد السياسة هذه سيتجمع عدد كبير من الناس بالشوارع في مدن مختلفة في ألمانيا وإطاليا وإسبانيا والنمسا وسويسرا. إن معا نكافح نظام الحدود القاسية ولأجل حرية التحرك!

لصالح الحق بالمجيء وبالبقاء وبالذهاب!
نفس الحقوق الاجتماعية لكل شخص!

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

++++++++++ فارسی +++++++++++++++++++++++

برلینِ بدون اخراج اجباری – همبستگی نامحدود
روز بین‌المللی اقدام علیه رژیم مرزی اروپا
ساعت 12 ظهر روز شنبه 18/3/2017 – فرودگاه شونیفلد
فرودگاه شونیفلد برلین یک مرکز رهبری رژیم مرزی اروپا نیز می‌باشد. در حال حاضر در این فرودگاه هر ماه دو هواپیما به کرایه گرفته می‌شوند تا توسط این پروازها مهاجرین کشورهای غرب بالکان، اخراج گردند. این خطر وجود دارد که روند اخراج‌های اجباری در ماه‌های آینده افزایش یابد: می‌خواهند هزارها افغان را به یک کشور جنگ‌زده و کاملاً متاثر از جنگ بازپس بفرستند. انگلا مرکل با طرح یک برنامه 16 نقطه‌یی، تقاضای یک بسیج ملی برای افزایش اخراج‌های اجباری را کرده است و برنامه دارد تا در نزدیک فرودگاه‌ها مراکزِ اخراجِ اجباری “شبیه زندان‌ها” را ایجاد نماید.
ما در مقابل اين سياست ضد مهاجرتى مى ايستيم: به جاى اينكه پناهجويان را از نظر كمى و يا زيادى دورنماى اقامت، يا از روى مليت، دلايل فرار و يا از لحاظ بازدهى اقتصادى شان تقسيم نمايم، نيازمند مبارزه جمعى عليه نژادپرستى هستیم. به جاى شعله ور ساختن آتش نفرت و ترس از مهاجرين، نيازمند يك سياست همبستگى هستيم؛ سياستى كه خواستار حق زندگى خوب براى همه باشد.
در ١٨ مارچ همه با هم براى برلينى صداى اعتراض خود را بلند خواهيم كرد كه در آن با پناهجو و “خوش آمد به پناهجو” بازى سياسى نشود، بلكه امكان “ماندن” برای همه در آن باشد. در اين روز برای برلینی تظاهرات خواهيم كرد که در آن هیچ انسانی با این ترس زندگی نکند که فردا اخراج می‌شود. ما براى شهری همه‌پذير، شهرى كه در آن همه بدون وابستگی به وضعیت اقامتی شان به آموزش، محل زندگى و مراقبت های پزشكى دسترسى داشته باشند، تظاهرات مى كنيم.
از اینرو، ما از دولت جدید برلین می‌خواهیم که در قرارداد دولت ائتلافی‌اش در رابطه با قانون مهاجرت و قانون اقامت یک تغییر پارادایم (تغییر اساسی در تفکر و عملکرد) را اعلان نماید و به صورت حقیقی طلیعه‌دار این تغییر باشد. در قرارداد دولت ائتلافی برلین ذکر شده که با مشوق‌ها برای بازگشت داوطلبانه، پناهجویان ترغیب به بازگشت داوطلبانه گردند و این موضوع جایگزین اخراج اجباری گردد! این سیاست تشویق پناهجویان برای بازگشت داوطلبانه، هیچگاهی تغییر پارادایم نیست، بلکه حقیقتاً یک نقاشی ظاهراً انسانی است که با این نقاشی تلاش می‌شود عمل اخراج اجباری پوشیده گردد.
با تظاهرات در فرودگاه شونیفلد، ما نیز به آنهایی می‌پیوندیم که در هفته‌های گذشته در فرودگاه‌ها دست به تظاهرات زدند:
در فرانکفورت و مونشن انسان‌های زیادی گردهم جمع شدند تا علیه دیپورت پناهجویان افغان از طریق فرودگاه‌های شهرشان اعتراض کنند و به اخراج اجباری نه بگویند.
در آمریکا، هزارها تن در برابر فرمان رئیس جمهور ترامپ مبنی بر ممنوعیت سفرِ مسلمانان و پناهجویان به این کشور ایستاد شدند و اعتراض کردند. معترضین مسیرهای دسترسی به ترمینال‌های فرودگاه‌ها را مسدود کرده و با انسداد این راه‌ها از دولت خواستار صدور مجوز ورود به اعضای خانواده‌شان، دوستان و همسایه‌هایشان گردیدند و با ذکر شعار #HereToStay “اینجا برای ماندن”؛ شهرهای‌شان را پناهگاه‌‌هایی عنوان کردند که در آنها مهاجرین بودن اسناد نیز محفوظ هستند.

در 18 مارچ با تظاهرات خود تنها نیستیم! هوتل سیتی پلازا در شهر آتن یونان که از سال 2016 بدین‌سو به خانه‌یی خود مدیریتی پناهجویان و فعالان ضد نژادپرستی در این شهر تبدیل شده است، نیز در این روز فراخوان صادر کرده و خواستار روز بین‌المللی ایستادگی علیه اخراج اجباری گردیده است.
18 مارچ به این دلیل انتخاب شده است که دقیقاً یک سال قبل در همین روز، تفاهمنامه اتحادیه اروپا و ترکیه امضا شد و اتحادیه اروپا با رژیم خودکامه اردوغان معامله کثیفی را کرد که براساس آن ترکیه به عنوان کشور امن سومی بیان شد و بدین‌ترتیب زمینه اخراج اجباری به این کشور مهیا گردید. امضای چنین توافقنامه‌ها همراه با معاملات مالی میلیونی با کشورهای دیکتاتوری در حال گسترش است تا از طریق این معاملات با دیکتاتورها، آنها مانع فرار انسان‌ها از جبر به دروازهای اروپا شوند و یا پناهجویان وارد شده به اروپا دوباره به کشورهای جبر، ستم و دیکتاتوری بازپس فرستاده شوند.
در حال حاضر انسان‌های زیادی در شهرهای مختلف آلمان و همچنان در کشورهای یونان، ایتالیا، اسپانیا، سویس و اتریش به خیابان‌ها رفته‌اند و یا می‌روند تا علیه رژیم وحشیانه مرزی و همچنان برای آزادی تحرک، صدای اعتراض‌شان را بلند کنند.
ما اعتراض می‌کنیم:
برای حق آمدن، ماندن و رفتن
برای حقوق اجتماعی برابر برای همه

Impressions of the expert conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

Conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

text in german

by International Women’s Space

There are two forms of violence, according to Jennifer Kamau, an activist of International Women’s Space Berlin, a political group. The first form hits people directly and comes from individuals and structures, while the second form occurs when the public looks away and stays silent. The latter is worse because it ends up accepting and reinforcing certain other forms of violence, in particular, (structural) racist violence.
Along with other activists, Jennifer visits women in refugee centres, bringing their first-hand experiences of violent abuse to the public. In her workshop titled “Self-organized groups and empowerment“, Kamau spoke passionately about violence against (refugee) women in Germany. She raised the question of human rights “Where are they? (human rights) “, she asked.
Jennifer Kamau’s workshop was one of many that were held at the conference titled “Protection of Refugees against gender-based Violence – Empowerment of Refugee Women “. It was organized by Frauenhauskoordinierung (Association of Women’s Shelters) in cooperation with leading German independent welfare organisations. The idea was to bring project funders and other stakeholders in this field to share/exchange information and network. Self-organisations and representatives of LGBTTIQ were also speakers at the event. The conference was part of a project funded by the Federal Commissioner for Migration, Refugees and Integration. The project aims to implement measures to protect refugee women against violence and to empower them.
Since counselling and support structures for refugee women are not available everywhere, Frauenhauskoordinierung focuses on developing approaches for a better transition management. In order to provide such access, the support systems must be connected with the areas of migration and asylum.
At the conference, Heike Rabe of the German Institute for Human Rights spoke about the legal challenges and loopholes that exist in the current system at the interface between immigration law and violence protection. She raised the issue of how immigration and welfare authorities deal with women subject to the Residenzpflicht or residency requirement, who may want to move to another city or live in another federal state following incidents of violence at their centre. Heike Rabe believes the current immigration, asylum and benefit laws are sufficient. They ‘just’ need to be practised. She spoke about existing legal provisions by which the State can transfer residents and thus protect the survivor by separating her from the perpetrator. The Protection Against Violence Act and police powers to intervene apply at these centres. However, what is lacking is the effective application of the provisions stipulated in the immigration, asylum and benefits laws. Heike Rabe called for appropriate guidelines for authorities to assess cases of gender-based violence. On the other hand, it is important to have support systems that encourage women to assert their rights, she stressed.
Another speaker, Elisabeth Ngari, of Women in Exile spoke about “empowerment, victimisation, and solidarity“. She believes women refugees face double victimisation – first, as displaced people and then also as women. She therefore stressed the importance of empowering women refugees. Her organisation conducts workshops where women refugees talk about current topics, exchange information and discuss gender-specific issues. Women in Exile are a politically active group and have called for, among other things, the abolishment of all lagers in their campaign: “No Lager For Women”.
What can social work do or ‘offer’ in this context? Prof. Nivedita Prasad from Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin, who raised this question, has called for social work to be regarded as a human rights profession. Social workers must check that all women have access to protection measures and spaces. Empowerment must be integral to every social workers’ understanding of their profession. Nivedita Prasad also spoke about the dangers of racist exclusions, like the created separation of ‘us’ and ‘them’, the culturalizing instrumentalization of violence against women (e.g. Cologne incident on New Year’s Eve 2015), the ‘integration mania instead of inclusion’, as well as the intersectionality of sexualized violence and asylum. Ultimately, she said, it is important that every social worker starts with him/herself to make structural inadequacies, visible and public. How is racism dealt with in your field of work? When looking for a new co-worker, why do I not look for a multilingual colleague who I can engage with at eye level and instead go for “just“ an interpreter?
At the final panel, Denise Klein from agisra e.V., Cologne said that our current system of violence protection is a ‘two tier’ one. “We are the ones that created the collective centres and Asylum Seekers Benefits’ Law (Asylbewerberleistungsgesetz), and now we see the consequences of that. If refugees had the same rights and liberties, then we would not need a special support system for them“.
According to Jennifer Kamau, it is time that white people took responsibility. “Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task“, she stressed.
In conclusion, the conference sent a very strong signal by questioning structures that maintain white privilege. The idea was to come out of one’s comfort zone and use our position to fight for protection against gender-based violence and (structural) racism and to forge honest relationships based on trust with women refugees and stand in solidarity with their self-organized struggles. “If you want to change you have to start on your own, with whatever little you can do. But stop being silent about the things you see“, urged Jennifer Kamau.

Eindrücke von der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ am 23. September 2016, Berlin

Nach Jennifer Kamau, Aktivistin der Gruppe International Women‘s Space Berlin, gibt es zwei Formen von Gewalt: diejenige, die von Personen oder Strukturen ausgehend Menschen direkt (be)trifft und diejenige, die entsteht, wenn die Öffentlichkeit dabei wegschaut und schweigt. Letztere sei die schlimmere, weil sie bestimmte Formen von Gewalt – vor allem (strukturelle) rassistische Gewalt – akzeptiert und damit verfestigt.
Sehr eindringlich spricht Jennifer Kamau in ihrem Workshop zum Thema „Selbstorganisierte Gruppen und Empowerment“ über Gewalt gegen (geflüchtete) Frauen in Deutschland. „Where are the human rights?“, fragt sie. Gemeinsam mit anderen Frauen macht sie auf die Missstände politisch aufmerksam, besucht geflüchtete Frauen in Unterkünften und verleiht den unzähligen Geschichten von Gewalterfahrungen in Deutschland eine Stimme.
Es ist ein Workshop neben vielen anderen an diesem Tag auf der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt – Empowerment von geflüchteten Frauen“, organisiert von Frauenhauskoordinierung in Kooperation mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. Es geht um fachlichen Austausch und Vernetzung von Projektträgern und weiteren Akteuren, die sich in diesem breiten Themenfeld engagieren. Selbstorganisationen und Vertreter_innen von LSBTTIQ* sind als Referierende und Expert_innen aktiv eingebunden. Anlass ist ein im Rahmen der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördertes Projekt, in dem Maßnahmen zum Gewaltschutz und zur Stärkung der Frauen umgesetzt werden.
Frauenhauskoordinierung richtet zudem den Blick auf die Erarbeitung von Ansätzen für ein erfolgreiches Übergangsmanagement, denn nicht überall sind das Angebot und der Zugang zu Beratung und Unterstützung für geflüchtete Frauen gesichert. Dafür sei vor allem die Vernetzung der Hilfesysteme mit den Bereichen der Migration und Flucht notwendig.
So spricht Heike Rabe vom Deutschen Institut für Menschenrechte in ihrem Vortrag über die rechtlichen Herausforderungen und Lücken an der Schnittstelle zwischen Ausländerrecht und Gewaltschutz. Wie gehen die Ausländer- und Leistungsbehörden damit um, wenn Frauen, die der Residenzpflicht unterliegen oder Wohnsitzauflagen haben, aufgrund eines Gewaltvorfalls in einer Unterkunft schnellstmöglich in eine andere Stadt oder in ein anderes Bundesland umziehen möchten? Nach ihrer Auffassung sind die bestehenden Gesetze ausreichend. Sie müssen „nur“ angewandt werden. Die Behörden haben die Möglichkeiten der Umverteilung und damit der Trennung von Täter und Opfer im Sinne des Schutzes der Betroffenen. Das Gewaltschutzgesetz und die polizeilichen Eingriffsbefugnisse greifen auch in den Unterkünften. Es fehlt aber zum einen an der effektiven Anwendung der Vorschriften im Aufenthalts-, Asyl- sowie Leistungsrecht. Hier wären sogenannte ermessenleitende Vorgaben im Fall von geschlechtsspezifischer Gewalt für die Behörden hilfreich. Zum anderen ist es wichtig, dass das Unterstützungssystem Frauen ermutigt, ihre Rechte geltend zu machen.
Elisabeth Ngari von Women in Exile referiert über „Empowerment, Viktimisierung, Solidarität“. Sie spricht von der doppelten Viktimisierung, der geflüchtete Frauen durch die Fluchterfahrung und das gleichzeitige Frausein ausgesetzt werden. Empowerment von geflüchteten Frauen sei daher sehr wichtig. Women in Exile führen daher Workshops mit anderen geflüchteten Frauen durch; hier wird den Themen der Frauen Raum gegeben, es werden Informationen geteilt und aktuelle Probleme diskutiert. Damit diese Themen auch in der Öffentlichkeit hörbar werden, sind Women in Exile politisch aktiv und fordern unter anderem im Rahmen einer Kampagne: „Keine Lager für Frauen“.
Was kann Soziale Arbeit in diesem Kontext tun bzw. „leisten“? Prof. Dr. Nivedita Prasad von der Alice Salomon Hochschule Berlin appelliert an eine Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Jede_r Sozialarbeiter_in muss prüfen, ob Schutzmaßnahmen und -orte verfügbar und zugänglich für alle Frauen sind. Empowerment gehöre zum Grundverständnis einer jeden Sozialen Arbeit. Sie spricht aber auch von Hindernissen, die sich vor allem in der gefährlichen Praxis rassistischer Ausschlüsse wiederfinden. So zum Beispiel durch die häufige diskursive Trennung zwischen „wir“ und „den anderen“, die kulturalisierende Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen (Beispiel Köln, Silvester 2015), die „Integrationsmanie statt Inklusion“ sowie die Intersektionalität von sexualisierter Gewalt und Flucht. Wichtig sei es letztendlich, dass jede_r Sozialarbeiter_in bei sich selbst anfängt und versucht strukturelle Defizite sichtbar und öffentlich zu machen: Wie wird mit Rassismus in meinem Arbeitsumfeld umgegangen? Warum suche ich bei der Stellenbesetzung nicht eine_n mehrsprachige_n Kollegin_Kollegen „auf Augenhöhe“, sondern „nur“ eine_n Dolmetscher_in?
Auch auf dem Abschlusspodium wird es deutlich: Es gäbe aktuell einen Gewaltschutz „zweiter Klasse“, so Denise Klein von agisra e.V. in Köln. „Wir haben die Massen- und Gemeinschaftsunterkünfte und das Asylbewerberleistungsgesetz geschaffen – jetzt sehen wir die Konsequenzen. Wenn Geflüchtete die gleichen Rechte und die gleiche Freizügigkeit hätten, dann bräuchte es kein gesondertes Unterstützungssystem.“
Laut Jennifer Kamau ist es – schon längst überfällig – an der Zeit, dass weiße Menschen Verantwortung übernehmen. Schließlich betont sie: „Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task.“
In diesem Sinne hatte die Veranstaltung eine sehr eindringliche Note, die ans eingemachte weiße Privilegiennest ging. Es sollte darum gehen, die eigene „comfort zone“ zu verlassen und eigene Machtpositionen im Kampf für Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und (strukturellem) Rassismus zu nutzen. Es geht auch darum, ehrliche Vertrauensbeziehungen zu geflüchteten Frauen aufzubauen und sich mit bestehenden selbstorganisierten Kämpfen zu solidarisieren. „If you want to change you have to start on your own the little you can do. But stop being silent about the things you see“, so Jennifer Kamau.

Susann Thiel

Die Fachveranstaltung “Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt” hat am 23.9.2016 in Berlin stattgefunden.

Im folgenden finden Sie ein Bericht über die Veranstaltung. Einen weitereren Bericht gibt es auf der Seite der Beauftragten für Migration, Flucht und Integration.

Schlafplatzorga Vortrag & Küfa

most favorite signboard of Schlafplatzorga

Liebe Leute,

am Donnerstag, 09.02.2017 ist es endlich mal wieder Zeit für die Schlafplatzorga-Küfa, um 19.00 in der Scherer (Schererstraße 8 – Wedding, U-Bahn Linie 9, Nauener Platz).

Die monatliche, unvergleichlich leckere Küfa der Schlafplatzorga wird ab jetzt immer einen Vortrags- und Diskussionsteil umfassen! Das Thema der
Referentin am 9.2. wird sein “Neue Kriege”.
Dazu laden wir 19:00 Uhr in den InfoLaden der Scherer8 ein, ab 20:00 Uhr kann in der Bar rumgehangen werden. Küfa gibt es ab 20:30. Es wird ein Gericht aus dem Tschad gekocht, da der SoliZweck diesmal der Abschied eines lieben Menschen ist, der in sein Heimatland zurück geht, weil es ihm nicht vergönnt ist in Deutschland eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Damit er sein eigenes Business als Busfahrer gründen kann, müssen wir alle gut essen und SoliSchnaps trinken, damit viel Kohle zusammen kommt!
Platten werden aufgelegt!!!
Kein Kampf ohne Mampf!!!

In Vorfreude,
eure Schlafplatzorga

Team Schlafplatzorga OPlatz

Contact us:

When only Monday – Friday: 18.00 – 20.00

Personal near Oranienplatz / Café “Tante Horst”, Oranienstr. 45, Kreuzberg

https://goo.gl/maps/nw2tn9fEjG12

and with our new phone nr. – 0 152 133 850 64

E-mail: schlafplatzorga@gmail.com
Web: https://www.facebook.com/schlafplatzorga

Theatre 4 Solidarity 01. Feb / 20:00 / Berlin

Theatre One Day Today

Wednesday, 1 February 2017 // 20.00 // Werkstatt der Kulturen,
Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

20.00 Theatre: “One Day Today” is an intersectional performance group
from everywhere. We use improvisation and audience participation
techniques, telling personal stories of members of the group.

22.00 DJ AmIrani (middle eastern sounds)

The benefit of this event is used for lawyer costs of a refugee activist.

Invitation to the 8th March Demo first preparation meeting: 13 Jan 2017, 18:00

Invitation to the 8th March Demo first preparation meetingDeutsch/Engl./France/Farsi/Spanisch/Polnisch/Türk bellow

A call to all women*
Refugee women*
Activist women*
Women* living in camps
FLTQI Activists*
Working women*
Women* with and without
migration background
anti-racist white women*
PoC, Black Women*

Invitation to the 1st Demo Preparation Meeting for
an internationalist Women*
Demonstration on the 8th March 2017!
On International Women’s Day

Dear women***

Let’s organise an internationalist women’s march on 8th  of March and get together to build it together!

Women!* Let’s raise our voices even louder on the 8th of March!

Women living in the Heims, break the isolation and join us!

To prepare this demo, let’s meet, exchange and prepare our demands and actions together.

Sharing the path from the beginning will give us more strength and a longer breath to fight against patriarchy, sexism, homo- trans*- inter*discrimination, violence in the family.

Come to our meeting and bring your demands!

When? 13th Jan. 2017 – 18.00 Uhr
Where? In the Kurdischen Zentrum
Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

Women* from the International Women Space, Dest Dan,
Sozialistischer kurdischer FrauenRat Berlin SKB,
Political activists & women* in solidarity

_________________________________
*** When we write women* we mean:
WLTQI* WomenLesbianTransQueerInter*  (incl. Queergender & transmen who were assigned female at birth and feel themselves part of the history of the autonomous women and lesbian movement)

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Aufruf an alle Frauen*

Geflüchtete Frauen*
Aktivist*innen
Frauen* aus den Lagern
FLTQI Aktivist*innen
Arbeiterfrauen*
Frauenaktivist*innen
Frauen* mit und ohne
Migrationshintergrund
rassismus-kritische weiße
PoC, Black Women*

Einladung zum 1. Vorbereitungstreffen für
eine internationalistische Frauen*
Demonstration am 8. März 2017!
Dem internationalen Frauen*tag

Liebe Frauen***
Lasst uns zusammen gehen im Kampf gegen eine Welt angeheizt von Gewalt + Krieg! Gegen Rassismus, Sexismus, Nationalismus, Militarismus

Frauen*! Fordern ihren Platz zurück, gemeinsam werden wir unsere Stimmen erheben und am 8. März noch lauter werden.

Frauen* aus den Lagern, „Flüchtlingsheimen“ – beteiligt Euch und brecht die Isolation!

Lasst und uns eine internationistischen Frauen* Demo organisieren, kommt zusammen um sie vorzubereiten; unsere jeweiligen Forderungen und Aktionen auszutauschen und Gemeinsame zu entwickeln.

Den Weg vom Anfang an zu teilen, gibt uns mehr Kraft und einen längeren Atem um gegen patriarchale rassistische Gesellschafts-strukturen, Sexismus, Homo*-Trans*-Inter*-Diskriminierung und Gewalt in der Familie zu kämpfen.

Kommt zu dem Treffen und bringt Eure Vorschläge und Forderungen!

Wann? 13. Jan. 2017 – 18.00 Uhr
Wo? im Kurdischen Zentrum
Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

Frauen* vom International Women Space, Dest Dan,
Sozialistischer kurdischer FrauenRat Berlin SKB,
Politaktivistinnen & solidarische Frauen*

_________________________________
*** Wenn wir Frauen* schreiben meinen wir:
FLTQI* FrauenLesbenTransQueerInter*  (inkl. Queergender & transmen, die bei Geburt als weiblich registriert wurden und sich der Geschichte der autonomen FrauenLesbenbewegung zugehörig fühlen)

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Appel à toutes les femmes *

Les femmes* réfugiées
militants*
Les femmes* des camps
Militants FLTQI
Les femmes* qui travaillent
Les femmes* activistes
racism-critique blanches femmes*
Les femmes* avec et sans migration fond
PoC, les femmes* noires

Invitation de la 1ère réunion préparatoire des femmes* internationalistes  Manifestation
le 8 Mars 2017! Journée internationale de la femme

Quand? Le 13 janvier 2017 – 18.00
Où? dans le centre kurde
Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

Cheres femmes ***
Allons ensemble à la lutte un monde alimenté par
la violence + guerre! Contre le racisme, le sexisme,
le nationalisme, militarisme

Les femmes*! Demande une place, ensemble nous allons élever nos voix et le 8 mars encore plus fort.

Les femmes* des «camps de réfugiés» –
impliquer vous et briser l’isolement!

Nous les femmes* internationalistes Manifestation organiser, se réunir pour les préparer; nos revendications et actions respectives au Foyer et l’échange et le développement commun.

Partage de la façon dès le début, nous donne plus de force et un souffle plus contre ras ordre patriarcal structures sociales-racist, le sexisme, Homo*-Trans*-Inter*- discrimination et de la violence dans la luttant famille.

Venez à la rencontre et apporter vos suggestions + Exige!

International Women Space, socialiste Kurdish Conseil de Berlin SKB
Dest Dan, Les militants* politiques + Les solidaires du femmes*

_________________________________
*** Lorsque nous écrivons les femmes *, nous entendons:
FLTQI* WomenLesbianTransQueerInter* (incl. QueerSexe & transhommes,
qui ont été enregistrées en tant que femme à la naissance et à l’histoire du
mouvement des femmes se sentent autonomes associé). Non biologique / Cis Hommes!

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فراخوان به همه زنان
زنان پناهنده
اکتیوست‌ها
زنان از هایم‌های پناهندگی
فعالین FLTQI
زنان کارگر
فعالین زنان
زنان با یا بی پیش زمینه‌های مهاجرت
راسیسم – سفیدهای نقاد
PoC و Black Women

دعوت برای تدارک یک تظاهرات جهانی زنان برای روز ٨ مارس ٢٠١٧،  به مناسبت روز جهانی زن!

زنان عزیز،***
بیاید با هم علیه این دنیای سرشار از خشونت و جنگ مبارزه کنیم! علیه نژادپرستی، سکسیسم، ناسیونالیسم و میلیتاریسم!
زنان*، جایگاه‌‌‌شان را پس خواهند گرفت. صدا در صدا. در روز ٨ مارس صدایمان بلندتر خواهد بود.
زنان* هایم‌های پناهندگی، انزوا را در هم بشکنید و در این کارزار شرکت کنید.
بیاید باهم یک تظاهرات جهانی زنان را سازماندهی کنیم، در تدارک آن شرکت کنید. باشد که خواسته‌های روزمره و اکسیون‌های‌مان را با تبادل نظر و با همدیگر گسترش دهیم.
با هم گام در راه بگذاریم؛ این کار به ما توانائی بیشتر و نفسی بلند می‌دهد تا علیه ساختارهای جوامع پدرسالار راسیست، سکسیست، تبعیض علیه همو-ترانس- انتر و خشونت در خانواده مبارزه کنیم.

در این جلسه شرکت کنید و پیشنهادها و خواسته های خود را همراه بیاورید

کی: ١٣ ژانویه ٢٠١٧
کجا: Im Kurdischen Zentrum
آدرس: Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

Frauen* vom International Women Space, Dest Dan,
Sozialistischer kurdischer FrauenRat Berlin SKB,
Politaktivistinnen & solidarische Frauen*

***   وقتی زنان می‌نویسیم، منظورمان: زنان، لزبین‌ها، ترانس، کوئیر، انتر (شامل کوئیرجندر، ترانسمن که زمان تولد بعنوان زن ثبت شده باشند و  خود را متعلق به جنبش مستقل زنان و لزبین‌ها بدانند)

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WZYWAMY WSZYSTKIE KOBIETY*

UCHODŹCZYNIE!
AKTYWISTKI LKTQI*!
PRACOWNICZKI!
KOBIETY W OŚRODKACH DLA UCHODŹCÓW!
MIGRANTKI!

do współorganizacji
Międzynarodowego Marszu Kobiet

Kobiety* LKTQI* LesbijkiKobietyTransQueerInter*
(włączając osoby queer oraz transmężczyzn, którzy są określani od
urodzenia
jako osoby płci żeńskiej)

Spotkajmy się, aby zorganizować wspólnie międzynarodowy marsz kobiet,
który
odbędzie się 8 marca!

Kobiety!* Niech 8 marca nasze głosy staną się jeszcze bardziej donośne!

Kobiety, które mieszkacie w ośrodkach dla uchodźców, przełamcie swoją
izolację i przyłączcie się do nas!

Przygotujmy kolektywnie nasze żądania, postulaty oraz akcje na wspólną
demonstrację.

Bycie razem doda nam sił do walki z patriarchatem, seksizmem, homo-
trans*-
inter*dyskryminacją oraz przemocą w rodzinie.

Przyjdźcie na nasze spotkanie z własnymi żądaniami!

ZAPROSZENIE NA PIERWSZE SPOTKANIE ORGANIZACYJNE DEMONSTRACJI Z OKAZJI 8
MARCA:
13 STYCZNIA 2017 – 18:00 CENTRUM KURDYJSKIE

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Convocatoria de Mujeres*

Refugiadas*
Activistas*
Mujeres* que viven en campos
Activistas LGTBI*
Mujeres trabajadoras*
Mujeres* con y sin pasado migrante
Mujeres blancas antiracistas*
Mujeres Negras, Mujeres de color*

Invitación a la Primera reunión preparatoria para una Manifestación Internacional de Mujeres*
Maecha del 8 de Marzo de 2017!

En el Día Internacional de las Mujeres

Queridas Mujeres***

Queremos organizar una marcha internacional de mujeres en el 8 de marzo y queremos hacerlo juntas.
Mujeres*! Levantemos nuestra voz el 8 de marzo!
Mujeres que viven en centros de refugiadxs, romped el silencio y participad!
Para preparar la marcha queremos juntarnos, intercambiar y preparar nuestras consignas, demandas y acciones juntas.

Compartir el camino desde el principio nos hace más fuertes y nos da aliento para luchar contra el patriarcado, el sexismo, la homo trans e inter discriminación, y contra la violencia en las familias.

Participa y trae tus ideas.

¿Cuando? 13th Jan. 2017 – 18.00 Uhr
¿Dónde?  Kurdischen Zentrum
Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

Women* from the International Women Space, Dest Dan,
Sozialistischer kurdischer FrauenRat Berlin SKB,
Political activists & women* in solidarity

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Tüm kadınlara* çağrı

Mülteci kadınlar*
Aktivist kadınlar*
Kamplarda yaşayan kadınlar
LGBTI Aktivistleri
İşçi – Emekçi kadınlar*
Göçmen kadınlar
Irkçılık karşıtı beyaz kadınlar*
PoC, Siyahi kadınlar*

8 Mart’ta Enternasyonalist bir kadın yürüyüşü örgütlemek için yapacağımız ilk toplantıya davetlisiniz.

Sevgili Kadınlar,***

Haydi 8 Mart’ta enternasyonalist kadın yürüyüşünü birlikte inşa edelim!

Kadınlar!* 8 Mart günü sesimizi birlikte daha da gür çıkaralım!

Mülteci kamplarında ve yurtlarda yaşayan kadınlar!* İzolasyonu kırın ve bize katılın!

Bu yürüyüşü hazırlamak için buluşup, taleplerimizi ve eylem fikirlerimizi paylaşıp, birlikte çalışalım.

Bu yolda baştan itibaren beraber yürürsek, erkek egemenliğe, cinsiyetçiliğe, LGBTİ’lere yönelik ayrımcılığa, ev içindeki şiddete karşı daha güçlü ve uzun soluklu bir mücadele verebiliriz.

Toplantımıza gelin ve taleplerinizi yanınızda getirin!

Ne zaman? 13th Jan. 2017 – 18.00 Uhr
Nerede? In the Kurdischen Zentrum
Dresdenerstr. 8, 10999 Berlin

International Women Space, Dest Dan,
SKB Sosyalist Kadınlar Birliği, HDK Berlin-Brandenburg Kadın Meclisi
Dayanışma içindeki politik aktivist ve kadınlar*

_________________________________
*** Kadın* yazınca kastettiğimiz:
KLTQI* KadınLezbiyenTransQueerInter*  (doğduklarında kız çocuğu olarak kabul edilen queer ve trans erkekler de bu tanıma dahildir.

VICTORY: Judge Orders Treatment for Mumia Abu-Jamal

Yesterday, Federal Judge Robert Mariani ordered the Pennsylvania Department of Corrections to immediately give Mumia Abu-Jamal the life-saving latest direct-acting antiviral medications that have a 95% cure rate!

After a year and a half of constant legal battling, near death hospitalization, and agonizing chronic sickness, Bret Grote of the Abolitionist Law Center and attorney Robert Boyle, and thousands of activists, on behalf of Mumia, have prevailed.

Mumia: Hepatitis C Gets A Knock Out Punch
Mumia’s Reaction After Court Orders DOC to Provide Care

From Bret Grote
Abu-Jamal v. Wetzel – Court orders hepatitis C treatment for Mumia!
Victory – late this afternoon Judge Robert Mariani of the federal court for the Middle District of Pennsylvania ordered officials from the Pennsylvania Department of Corrections to treat Mumia Abu-Jamal’s chronic hepatitis C with the latest direct-acting antiviral medications that have a 95% cure rate.
This is the first case in the country in which a federal court has ordered prison officials to provide an incarcerated patient with the new medications that came on the market in 2013.
We expect an appeal, but for now this is a major victory.
Very honored to represent Mumia along with the impeccable Robert Boyle.
Much gratitude to the family and friends and supporters of Mumia who have rallied and fought for his health and his freedom – Pam AfricaJohanna FernandezSuzanne RossKeith CookWadiya Jamal, Noelle Harrahan and so many others.
Hasta la victoria siempre!

About the wind as our companion and the deportation prison in our heads. Looking back on two months of protest

protest-march-2016-munchen-to-nurnberg

The time has come to take stock of our struggle over the past two months, to know where we have been succesful and where we have lost time. This is the moment of truth.

I took part in the demonstration of 07.09.2016 which marked the beginning of our protest actions not only as a member of Refugee Struggle for Freedom but as a person, as a human being, but mainly because I belong to this world that belongs to nobody and that no one has contributed to create. You can talk about borders or illegal entries, but what about the overexploitation of our natural resources, what about Western puppet-politicians who are governing our countries and what about all that which exists but does not belong to us? No one talks about it, nobody, because we are used as objects when there is a need us – for example as cheap labor force, or as a scapegoat for social conflicts. But when there is no more need for us, we become the misery of the world.

At Sendlinger Tor, I felt very integrated because we were able to experience the realities of life outside the camps, with people of good will who supported us. Even though we had to deal with Nazis and other troublemakers, it was better than being locked up in the camps.

The walking route to Nürnberg made me and many others come to life again. We were able to savor nature, far from everything, with the pure wind, which knows neither race nor nationality and who has guided us with its rhythmic breath through the cities of Germany. Crossing these cities was like crossing borders. If only the world could be like that! For all the benefits of the world are created for humans. Birds know no boundaries, but we, human beings with consciousness, deprive other human beings of their right to move, to come and go freely, and this leads to fear of being arrested or mistreated.

On our return from Nürnberg, we had to go on hunger strike because it was the only way to make ourselves heard. It was a lot harder because there are a lot of ill people among us who, despite their illnesses, went on a hunger strike even though it could have had an adverse effect on their health. On the fifth day we announced that the next day we would also stop drinking. That same afternoon, the police came suddenly with 600 police officers to end our strike. Some of us stayed, others went to the other side of the street and climbed the trees. As those who stayed there, how could we have resisted 600 policemen? We, 60 refugees at the end of their forces?
On the other side of the street I could hear the cries of my friend who had been kicked by the policemen. And as if the brutal repression of the police was not enough, each refugee who took refuge in the trees will be liable to a very high fine.

It was to be expected that the police would suddenly come to put an abrupt end to our hunger strike, we had to expect to be held responsible for all the problems of others simply because we opposed to all the German institutions that want to destroy us or have already destroyed us for quite a long time. It is always said that solidarity must be lived together. That is what we did. We fought alongside unions and independent social groups without asking for anything in return. Now we need you. So, help us!

I have my own problems, my own worries, but it is nothing compared to the daily difficulties my brothers encounter. They are afraid to start a new life from zero in another country. They are afraid of being expelled and confronted with their past. And this fear is well founded. One of our brothers was deported to Afghanistan, another to Senegal, a third has left on his own, and seven others have been transferred to the Bamberg camp.

Even though we are not in detention camps in order to be deported, our thoughts and daily fear is worse than a modern prison. What have we done? What is our sin? Is it a crime to flee from war, misery, poverty, repression? Do people deserve this condemnation and the exclusion from all systems?

We, the people of the Global South, are the victims and the scapegoats of all time. We were sold as slaves, forced into the liberation of Europe during the two wars, colonized and stripped, and yet our zest for life is stronger than all the evil we have been subjected to in the past and that we still suffer today. You may find it difficult to put yourself in our place, to listen to our voices, to feel our suffering, to understand our struggle “Freiheit – freedom, kein Mensch ist illegal”. We do not want to be concentrated in camps like a herd that is given the opportunity to drink, we want to be an integral part of society with the right to go and to come, the right to education but also the right to work. We all know that with all these rights inequalities will still be visible to the eyes of all. Like the struggle of women against sexual inequalities. That is why we will continue to fight. The truth is that having a residence permit does not mean you’re off the hook. On the contrary, it is only the beginning of the fight against inequalities.

In conclusion, let me say that leaving borders open means giving back to humanity its right to free movement everywhere on earth, but first of all let’s open our hearts and free them from racism, colonialism and trivialities of this world such as money and power.

*****

Du vent comme notre compagnon aux centres d’expulsion dans nos têtes. Rétrospective sur deux mois de protestes

Le moment est venu de faire le point sur notre combat des deux derniers mois, de savoir où on a réussi et sur quoi on a perdu notre temps. C´est le moment de vérité.

J´ai pris part à la manifestation du 07.09.2016 qui a marqué le début de nos actions de protestation non seulement en tant que membre de Refugee Struggle for Freedom mais en tant que personne, en tant qu´être humain, mais surtout parce que j´appartiens à ce monde qui n´appartient à personne et que personne n´a contribué à sa création. Vous pouvez parler de frontières ou d´entrées illegales, mais qu´en est-il de la surexploitation de nos ressources naturelles, qu´en est-il des politiciens occidentaux, marionnettes régissant nos pays et qu´en est-il de tout ce qui existe et qui ne nous appartient pas? Personne n´en parle, personne, parce qu´on nous utilise comme des objets quand on a besoin de nous – par exemple comme main d´oeuvre bon marché ou comme bouc émissaire des conflits sociaux.  Mais quand on a plus besoin de nous, on devient la misère du monde.

A Sendlinger Tor, je me sentais très intégré parce qu´on a pu vivre les réalités de la vie en dehors des camps avec des gens de bonnes volontés qui nous soutenaient. Même si nous avons eu à faire á des nazis et autres faiseurs de troubles, c´était mieux que d´être enfermés dans les camps.

La route à pied jusqu´à Nürnberg m´a fait revivre ainsi que beaucoup d´autres. On a pu savourer la nature, loin de tout, avec le vent pur, qui, lui, ne connait ni race, ni nationalité et qui nous a guidé avec son souffle rythmique à travers les villes d´ Allemagne. En traversant ces villes, c´était comme si nous traversions des frontières. Si le monde pouvait être comme ça! Car tous les bienfaits du monde sont crées pour les humains. Les oiseaux ne connaissent pas de frontières mais nous, êtres humains dotés d´une conscience, nous privons d´autres êtres humains de leur droit de bouger, d´aller et de venir librement et cela entraine la peur d´être arrêté ou maltraité.

A notre retour de Nürnberg, on a dû entamer la grève de faim parce que c´était le seul moyen de se faire entendre. C était très plus dur parce qu´il y a beaucoup de malades parmi nous qui, malgrès leurs maladies, ont fait quand même la grève de la faim alors que ça pouvait nuire d`avantage à leur santé. Le cinquième jour, nous avons annoncé que le lendemain, nous arrêterions aussi de boire. L´après-midi même, la police est arrivée subitement avec 600 policiers pour mettre fin à notre grève. Certains d´entre nous sont restés sur place, d´autres sont allés de l´autre côté de la rue et sont montés dans les arbres. Nous qui étions restés sur place, comment aurions-nous pû résister face à 600 policiers? Nous, 60 refugié(e)s à bout de forces?
De l´autre côté de la rue, je pouvais entendre les cris de mon ami qui avait reçu des coups de pied des policiers. Et comme si la répression brutale de la police ne suffisait pas, chaque réfugié s´étant réfugié dans les arbres sera passible d´une amende très élevée.

On devait s´y attendre que la police arriverait soudainement pour mettre fin de façon brutale à notre grève de la faim, on devait s´y attendre d´être pris comme responsable pour tous les problèmes des autres, simplement parce qu´on s´est opposé à toutes ces institutions allemandes qui veulent nous détruire ou qui nous ont déjà détruit depuis bien longtemps. On dit toujours que la solidarité doit se vivre ensemble. C´est ce qu´on a fait. On s´est battu aux côtés de syndicats et de groupes sociaux indépendants sans rien demander en retour. Maintenant nous avons besoin de vous. Alors, aidez-nous!

J´ai mes propres problèmes, mes propres soucis mais ce n´est rien par rapport aux difficultés quotidiennes que rencontrent mes frères. Ils ont peur de recommencer leur vie à zéro dans un autre pays. Ils ont peur d´être expulsés et d´être confrontés à leur passé. Et cette peur est bien fondée. Un de nos frères a été expulsé en Afghanistan, un autre au Sénégal, un 3ème a quitté le pays par ses propres moyens et 7 autres ont été transférés dans le camps de Bamberg.

Même si nous ne sommes pas dans des camps de rétention afin d´être expulsés, nos pensées et la peur quotidienne est pire qu´une prison moderne. Qu´avons-nous fait? Quel est notre péché? Est-ce un crime de fuir la guerre, la misère, la pauvreté, la répression? Mérite-t´on cette condamnation et l´ exclusion de tous les systèmes?

Nous, les gens du Grand Sud, nous sommes les victimes et les boucs émissaires de tous les temps. Nous avons été vendu comme esclaves, emmenés de force dans la libération de l´Europe pendant les deux guerres, colonisés et dépouillés et pourtant notre joie de vivre est plus forte que tout ce mal qu´on nous a fait subir par le passé et que nous subissons encore aujourd´hui. Vous avez peut-être du mal à vous mettre à notre place, à écouter nos voix, à sentir notre souffrance, à comprendre notre combat „Freiheit – liberté, kein Mensch ist illegal“. Nous ne voulons pas être concentrés dans des camps comme un troupeau que l´on abreuve, nous voulons faire partie intégrante de la société  avec le droit d´aller et de venir, le droit à l´éducation mais aussi le droit de travailler. Nous savons tous qu´avec tous ses droits il restera encore des inégalités visibles aux yeux de tous. Comme le combat des femmes face aux inégalités sexuelles. C´est pourquoi nous continuerons de nous battre. La vérité est que le fait d´avoir un titre de séjour ne veut pas dire qu´on est tiré d affaire. Au contraire, ce n´est que le début du combat face aux inégalités.

Pour terminer, je veux vous dire que laisser les frontières ouvertes, c´est redonner à l´humanité son droit à la libre circulation partout sur terre, mais tout d´abord ouvrons nos coeurs et libérons les du racisme, du colonialisme et des futilités de ce monde tel que l´argent et le pouvoir.

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Vom Wind als unserem Begleiter zum Abschiebeknast in unseren Köpfen. Rückblick auf zwei Monate Protest

Jetzt ist es an der Zeit auf unsere Aktionen der letzten zwei Monaten zurückzublicken um zu sehen wo die Erfolge waren und wo wir unnötig unsere Energie verschwendet haben. Es ist die Zeit der Wahrheit.

Ich habe an der Demonstration am 07.09.2016, mit der unser  Protest seinen Anfang nahm, nicht nur als Mitglied der Bewegung Refugee Struggle for Freedom sondern auch als Person, als Mensch teilgenommen. Als Mensch gehöre ich zu dieser Welt, aber diese Welt gehört niemanden, sie wurde nicht von Menschen erschaffen. Ihr könnt über Grenzen und illegale Einreise reden aber was ist mit der Ausbeutung unserer Bodenschätze, was ist mit den Marionetten westlicher Politik, die unsere Staaten regieren, was ist mit all dem, was unser ist, uns aber nicht gehört?  Niemand erwähnt das, niemand. Wir werden wie Objekte benutzt wenn man uns braucht – zum Beispiel als billige Arbeitskräfte oder als gesellschaftliche Sündenböcke. Wenn man uns aber nicht mehr braucht, werden wir zum Elend der Welt.

Am Sendlinger Tor habe ich mich sehr integriert gefühlt, weil wir zusammen das Leben außerhalb der Lager erleben durften, mit Unterstützer*innen und Menschen mit guten Absichten. Obwohl wir auch mit Nazis und Anderen mit weniger guten Absichten konfrontiert waren, war es auf jeden Fall besser als in den Lagern eingesperrt zu sein.

Der Weg nach Nürnberg hat mich und viele anderen wieder zum Leben erweckt. Wir konnten die Natur spüren, weit weg von allem, mit dem Wind als Begleiter, der keine Grenzen und auch keine Staatsangehörigkeit kennt. Er hat uns durch deutsche Städte geführt und es war, als ob wir über Grenzen gingen. Wenn die Welt so sein könnte! Sie ist für uns Menschen erschaffen worden. Vögel haben keine Grenzen aber wir, Menschen, obwohl wir einen denkenden Verstand besitzen,  entziehen anderen Menschen das Recht auf Bewegung, auf freie Wahl des Aufenthaltsorts und so entsteht Angst vor Repression und Festnahme.

Nach unserer Rückkehr aus Nürnberg haben wir den Hungerstreik angefangen. Es war für uns die einzige Möglichkeit. Es war sehr hart weil viele von uns krank sind. Trotz ihrer Krankheit haben sie beim Hungerstreik mitgemacht, auch wenn dies ihrer Gesundheit geschadet hat.
Am fünften Tag haben wir angekündigt, am Tag darauf auch auf das Trinken zu verzichten. Am Nachmittag kam unerwartet die Polizei mit 600 Polizisten um den Hungerstreik zu beenden. Manche von uns sind da geblieben wo sie waren, andere sind auf die andere Straßenseite gegangen und auf Bäume geklettert. Wir, die geblieben sind, wie hätten wir uns gegen 600 Polizisten wehren können? Wir, nur 60 Asylbewerber*innen am Ende ihrer Kräfte.

Von der anderen Straßenseite konnte ich die Schreie meines Freundes hören, der die Tritte der Polizei abbekommen hat. Zusätzlich zu der brutalen Auseinandersetzung mit der Polizei erwartet jeder von denen, die auf den Bäumen waren, eine hohe Geldstrafe.

Wir hätten wissen können, dass der polizeiliche Angriff, also die Räumung des Hungerstreikes, die darauf folgende Repression plötzlich kommen würde. Wir hätten wissen können, dass wir als Schuldige für alle Probleme aller hingestellt werden würden, aus dem einzigen Grund, dass wir es gewagt haben gegen die deutschen Behörden zu protestieren. Gegen die Behörden, die uns vernichten möchten und auch seit langem bereits vernichtet haben. Es wird immer gesagt, dass Solidarität gelebt werden muss. Wir haben darauf geantwortet. Wir haben an der Seite von Gewerkschaften und gesellschaftlichen Gruppen gekämpft ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Jetzt brauchen wir Sie. Mögen Sie uns nun zur Seite stehen!

Ich habe meine persönlichen Problemen aber sie sind nichts im Vergleich zu dem Leid, das meine Schwestern und Brüder täglich erfahren. Sie haben Angst, ihr Leben in einem anderen Land von Null wieder anzufangen. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Und tatsächlich wurden in den letzten Wochen ein Bruder von uns nach Afghanistan abgeschoben und einer in den Senegal, ein anderer hat aus Verzweiflung das Land selbst verlassen. Sieben weitere Freunde wurden in das Abschiebelager nach Bamberg gebracht.

Aber schon bevor wir in Gefängnisse und Abschiebelager eingesperrt werden, leben wir in einem modernen Gefängnis. Der Abschiebeknast in unseren Köpfen, der uns jeden Tag begleitet und in uns arbeitet, ist der schlimmste. Was ist unser Vergehen? Was haben wir getan? Ist es ein Verbrechen, dem Krieg, dem Elend, der Armut, der Gewalt entkommen zu wollen? Ist es gerechtfertigt, uns deshalb aus allen Systemen auszuschließen?

Wir, Menschen aus dem Globalen Süden, sind die Opfer und Sündenböcke aller Zeiten. Wir wurden als Sklaven verkauft, gezwungen in den beiden Weltkriege für die Befreiung Europas zu kämpfen, wir wurden kolonialisiert und geplündert. Unsere Lebensfreude ist aber stärker als alle Demütigungen, die wir in der Vergangenheit und bis heute noch erfahren. Es ist für Euch vielleicht schwierig uns und unseren Schmerz zu verstehen, unsere Stimmen zu hören, unser Kampf und Motto „Freiheit – liberté, kein Mensch ist illegal“ nachzuvollziehen. Wir möchten nicht wie Tiere in Abschiebelager eingezwängt und gefüttert werden, wir möchten ein vollständiger Teil dieser Gesellschaft sein, wir möchten das Recht haben, uns zu bewegen wo wir hin möchten, wir möchten das Recht auf Bildung aber auch das Recht auf Arbeit haben. Auch wenn wir diese Rechte genießen werden noch Ungerechtigkeiten in der Welt bestehen. Wie der Kampf von Frauen gegen Geschlechterungleichheit. Deswegen werden wir weiter kämpfen.  Die Wahrheit ist, dass eine Aufenthaltsgenehmigung nicht die Lösung unserer Probleme ist. Es ist nur der Anfang des Kampfes gegen Ungerechtigkeiten aller Art.

Zum Schluss möchte ich euch noch sagen, dass wenn man die Grenzen öffnet, bekommt die Weltbevölkerung ihr angeborenes Recht auf Bewegungsfreiheit wieder zurück. Dafür müssen wir aber erst unsere Herzen öffnen und von Kolonialismus, Rassismus und Belanglosigkeiten wie Geld und Macht befreien.

Aufruf zur Demonstration: Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Gestern Roma, heute Menschen aus Afghanistan, morgen wir?
Yesterday Roma, today people from Afghanistan, tomorrow we?
Hier Roma, aujourd’hui les gens de l’Afghanistan, demain nous?

Demonstration –  Protest march – Démonstration
10.12.2016 – 11:30 – U-Bhf Turmstr (U 9), Berlin

Demo gegen Abschiebung nach Afghanistan

Aufruf zu Solidarität gegen Abschiebung
Kommt alle, egal welcher Nationalität ihr seid, um gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu protestieren!
Heute sind es Menschen aus Afghanistan, morgen werden wir anderen Flüchtlinge betroffen sein. Die deutsche Regierung behauptet, dass Afghanistan ein sicheres Land ist.  Das behauptet sie auch von vielen anderen Ländern, in denen Krieg ist oder Menschen verfolgt werden.
Mit allen Mitteln will die deutsche Regierung dafür sorgen, dass weniger Flüchtlinge in Deutschland leben,  macht die Grenzen zu und schiebt ab.
Lassen wir uns nicht von der deutschen Asylpolitik spalten! Deutschland sortiert Flüchtlinge in gute oder schlechte Flüchtlinge, in Willkommene und Chancenlose.
Dazu sagen wir: Nein! Wir haben alle ein Recht auf Leben und Schutz.

Call for solidarity against deportation
Everyone, no matter what nationality you are, join to protest against deportations to Afghanistan!
Today people from Afghanistan, tomorrow we, other refugees, will be affected. The German government claims that Afghanistan is a safe country. They claim this also about many other countries where is war or people are persecuted.
With all  means the German government wants to ensure that fewer refugees live in Germany, by closing borders and deportation.
Let us not be divided by German asylum policy! Germany grades refugees in good or bad refugees, in those who are welcome and those who have no chance.
To this we say: No! We all have a right to live and for protection.

Appel à la solidarité contre la déportation
Venez tous, peu importe quelle nationalité vous êtes, pour protester contre les expulsions vers l’Afghanistan!
Aujourd’hui, c´est les gens de l’Afghanistan, demain d´autres pays serons touchés et aussi d’autres réfugiés. Le gouvernement allemand fait savoir que l’Afghanistan est un pays sûr. Ils ont également affirmé que de nombreux autres pays où il y a la guerre ou les gens sont persécutés. sont aussi des pays sûr. Le gouvernement allemand veut faire en sorte que moins de réfugiés pussent vivre en Allemagne,ils rendent les frontières fermez et déporte des gents.
Ne nous laissons pas nous divisez par la politique d’asile allemand! Qui classe les réfugiés qui sont les bonnes ou de mauvaises réfugiés ou qui sont les bienvenues et qui n´ont pas la chance.
Pour cela, nous disons: Non! Nous avons tous un droit de vivre et une droit à la protection.

NO BORDER! NO NATION! STOP DEPORTATION!

Aufruf zur Demonstration: Keine Abschiebungen nach Afghanistan

Call for print out – Appel à imprimer – Kurzaufruf zum Ausdrucken(De+Engl+Fra)

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