Tag: solidarity

At Brienner Str Lager, people have said enough is enough #Berlin #LMG

In the last days, the life in the Lager at Brienner Str. 16, 10713 Berlin, has become unsustainable. Is well known that the conditions of the lagers of Berlin are always bad, there are always with problems with health, food, mistreatment of security hired by the responsible of the lager, hygienem, etc…

Now in lager at Brienner Str, people have said enough is enough. The triggering point of the protest was some days ago, a father was taking some bread from the kitchen to his kid, who was sick, and the security treating him as you can see in the videos below, as they often say, they are treated as animals.

Protest at lager Brienner Str. 16 10713 Berlin from Lager Watch on Vimeo.

Then they’ve decided to camp outside the Lager.Now around 50-60 people are denouncing the continuous abuses from the security, the existence of bedbugs affecting adults and children, the revolting food which was the cause why a woman wanted to take her life(she could not afford eating outside everyday), the prohibition to take food to the rooms, the lack of good hygienic conditions.

Once again we say loud and clear, we want the closure of all lagers and we want it now!!!

Join the protest in front of the lager in Briennerstr

Hi, some people don’t wanna come back to their camp and thay strike in front of it. They are single and family and they need some tents and … The adress is :
Brienner Str. 16, 10713 Berlin

According to the photos, there appears to be huge bed bug problem.

We were told that they need more tents, because they want to continue striking.

Any support and suggestions are welcome!

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

 

von Alle Bleiben!

Selami Prizreni wurde vom Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, das aktuell in Köln stattfindet, als Künstler und Redner eingeladen. Jedoch wurde er vor zwei Tagen abgeschoben. Dazu erklären die am Tribunal beteiligten Theaterhäuser Schauspiel Köln, Akademie der Künste der Welt Köln, Haus der Kulturen der Welt Berlin und HAU Hebbel am Ufer in Berlin:

Wir verurteilen die am 16.5. erfolgte Abschiebung von Selami Prizreni in den Kosovo aufs Schärfste! Selami Prizreni war als Teil der HipHop Gruppe K.A.G.E als Gast beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ eingeladen, das vom 17.-21.5. im Schauspiel Köln stattfindet. Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ ist eine internationale, von vielen Seiten geförderte Veranstaltung, die sich mit den Versäumnissen von Politik und Sicherheitsbehörden im Kontext des NSU-Komplexes beschäftigt. Selami Prizreni sollte hier als Musiker und als Aktivist auftreten. Selami Prizreni ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, er wurde 2010 schon einmal aus Deutschland abgeschoben, wogegen er erfolgreich geklagt hat. Umso unverständlicher ist seine erneute Abschiebung. Wir nehmen die Abschiebung nicht hin, sondern fordern die sofortige Rückkehr Selami Prizrenis! Wir brauchen ihn hier, als Künstler, als Kollegen, als Kämpfer für die Rechte der Roma, als Freund!

Das Tribunal NSU-Komplex auflösen ist ein Projekt der Betroffenen des NSU-Terrors. Sie haben für diese öffentliche Auseinandersetzung Gäste eingeladen. Selami Prizreni ist einer von ihnen. Seine Abschiebung verhindert diese Auseinandersetzung. Wir fordern daher die Behörden des Bundes und des Landes NRW auf, die Rückkehr von Selami Prizreni noch heute zu ermöglichen.

Erstunterzeichner*innen:

Thomas Laue, Chefdramaturg des Schauspiel Köln, Köln

Ekaterina Degot, Künstlerische Leiterin Akademie der Künste der Welt, Köln

Bernd M. Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer, Berlin

Dr.in Johanna Schaffer, Professorin Kunsthochschule Kassel

Bjørn Melhus, Professor Kunsthochschule Kassel

Paula Bulling, Comiczeichnerin

Madeleine Bernstorff, Filmkuratorin / Autorin

pong film (Alex Gerbaulet, Caroline Kirberg, Merle Kröger, Philip Scheffner)

Konstanze Schmitt, Künstlerin

Ulf Aminde, Professor für Zeitbasierte Künste, *foundationClass, Kunsthochschule Weissensee

Birgit Weyhe, Autorin / Zeichnerin

Florian Wüst, Filmkurator Transmediale

Nadja Krüger, Filmemacherin

Dr. Ulrike Klöppel, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Todd Sekuler, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Cem Kaya, Filmemacher

Jörg Franzbecker, Kurator M.1 Hohenlockstedt / Arthur Boskamp-Stiftung

Nanna Heidenreich, Professorin für Digital Narratives – Theory / ifs internationale filmschule köln

Mareike Bernien, Kunsthochschule Kassel

Claudia Hummel, Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin

Natascha Sadr Haghighian, Künstlerin, Hochschule für Künste, Bremen

Johannes Paul Raether, Professor Kunstakademie Düsseldorf

Bini Adamczak, Autorin

Alice Romoli, Peng! Collective

Dagi Knellesen, Historikerin

Udo Richter, Schwarze Risse Berlin

Prof. Birgit Hein, Vizedirektorin Sektion Bildende Kunst

Tasja Langenbach, Künstlerische Leitung, Videonale Bonn

Doris Liebscher, Juristische Fakultät Humboldt Universität Berlin

Heimo Lattner, Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart

Max Linz, Autor / Regisseur

Ayşe Güleç, Community Liaison documenta 14

Anna Anders,Professorin Universität der Künste Berlin,Fakultät Gestaltung

Karola Gramann, Künstlerische Leitung Kinothek Asta Nielsen e.V., Frankfurt a.M.

Thomas Kilpper, Künstler

Kutlu Yurtseven, Musiker

Tunçay Kulaoğlu, Autor, Dramaturg, Filmemacher
Anna Heilgemeir, stadt von unten, Berlin

Aurora Rodonò, Universität Köln

Maja Figge, Universität der Künste Berlin

Prof. Juliane Karakayali, Evangelische Hochschule Berlin
Katharina König-Preuss, MdL DIE LINKE Thüringen

Ulaş Sener, Universität Potsdam

Kornelia Kugler, Systrar Productions

Sebastian Bodirsky, Video-Editor

Dr. Hussein Jinah, BMA ver.di

Romin Khan, ver.di Bundesverwaltung

Jule Sievert, Kulturmanagerin

Prof. Ove Sutter, Kulturanthropologie, Universität Bonn

Prof. Karin Michalski, KHM Köln

Rixxa Wendland / Christian Obermüller, KuratorInnen spot the silence

Daniel Poštrak, Filmemacher

Michael Willenbücher, Techniker, HU Berlin

Marion von Osten, Künstlerin

ninotschka, Künstlerinnenkollektiv

Annika Hoegner, Künstlerin

Ulrike Steglich, Publizistin

Dr. Daniel Bendix, Universität Kassel

Naomi Hennig, Kuratorin / Künstlerin

Suza Husse, Kuratorin

Aysun Bademsoy, Filmemacherin

Markus Dorfmüller, Fotograf

Robert Burghardt, stadt von unten, Berlin

Kerstin Honeit, Kunsthochschule Kassel

Renate Lorenz, Professorin für Kunst und Forschung, Akademie der Bildenden Künste Wien

Thorbjoern R. Christiansen, Künstler

Renee Uta von der Lippe, Historikerin

Sabine Heinz, Informationswissenschaftlerin

Prof. Dr. Daniel Loick, Goethe Universität Frankfurt

Andreas Siekmann, Künstler

Alice Creischer, Künstlerin

nGbK, neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin

Ballhaus Naunynstraße, Berlin

District Berlin

Alpha Nova Galerie, Berlin

Vierte Welt, Berlin

After the Butcher, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen, Berlin

Bundes Roma Verband e.V.

Roma Art Action

Initiative alle bleiben!

Roma Antidiscrimination Network

Roma Center Göttingen e.V.

Romadness Strange Movies Production

Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Selbstuniversität e.V., Berlin

Raumerweiterungshalle, Berlin

Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Berlin

Betonsalon, Berlin

glokal e.V., Berlin

Kassel Postkolonial

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt

Stadtrevue-Kollektiv, Köln

 

Wir fordern die Rückkehr von Selami Prizreni nach Deutschland!

Selami Prizreni Allebleiben

 

von Allebleiben!

Liebe Freund_innen und Unterstützer_innen,

16_05_17 Stellungnahme Selami

 

Selami Prizreni wurde heute morgen um fünf Uhr morgens von der Polizei abgeholt, um seine Abschiebung durchzuführen.

Die Abschiebung des in Essen geborenen und aufgewachsenen Roms trifft ihn, Familie und Freunde schmerzhaft.

Eigentlich hätten wir den Tag zusammen verbracht: heute ist Roma Resistance Day: Am 16. Mai 1944 wehrten sich die Häftlinge des „Zigeunerlagers“ Auschwitz-Birkenau erfolgreich gegen die Liquidierung des Lagers. Der Erfolg des Aufstands war von kurzer Dauer – nach weiterem Widerstand wurden die überlebenden Häftlinge Anfang August schließlich in die Gaskammern geschickt.

Selami befindet sich jetzt schon im Kosovo und es ist unklar, wie es weitergeht. Er ist in Deutschland faktischer Inländer.

Wir fordern seine sofortige Rückkehr möglich zu machen. Wie ist uns egal. Wir wissen nur, er muss zurück!

Mit dem beigefügten Schreiben wenden sich das Roma Antidiscrimination Network und der Bundes Roma Verband e.V. an verschiedene Politiker_innen, um die Abschiebung Selamis rückgängig zu machen und das Bleiberecht für ihn zu erwirken.

Wir brauchen Eure Solidarität; unterstützt unsere Forderungen, indem ihr die Petition für Selami unterschreibt und diese E-Mail weiterleitet!

https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-selami-prizreni-jetzt

Mit solidarischen Grüßen


Dear friends and supporters,

16_05_17 Statement_SelamI

Today, at 5am the police came for Selami Prizreni to deport him to Kosovo.Selami is a Rom born in Essen (Germany), and his deportation hurts him, his family and friends deeply.

Selami is a Rom born in Essen (Germany), and his deportation hurts him, his family and friends deeply.

Actually, we would have spent this day together – 16th May is Roma Resistance Day: At this date in 1944 the „Zigeunerlager“ prisoners at Auschwitz-Birkenau fought succesfully against their liquidation. The success was just temporary – after another resistance, the surviving prisoners were sent to death in gas chambers in the beginning of August.

Selami is now in Kosovo, and it is unclear, what will happen. He is at home in Germany.

We demand to enable his return. We don‘t care how it is made possible. We only know, that he have to come back!

The writing in the attachment is an appael by Roma Antidiscrimination Network and Bundes Roma Verband e.V. to politicians in order to withdraw Selamis deportation and grant him the right to stay in Germany.

We need your solidarity. Please, support our demands by signing the petition for Selami and forwarding our e-mail.

https://www.openpetition.de/petition/online/bleiberecht-fuer-selami-prizreni-jetzt

With solidary regards

 

COURT HEARING TODAY COULD OVERTURN APPEAL DENIALS FOR MUMIA ABU-JAMAL

Statements from Mobilization4Mumia in Philladelphia USA on the occation of the anniversary of his arrest 35 years ago and his birthday

Today, April 24, 2017, Mumia’s Abu-Jamal’s 63rd birthday, there is a court hearing on his PCRA (Post-Conviction Relief Act) petition in the Pennsylvania courts. This is a new legal action to overturn State Supreme Court decisions from 1995-2008 that denied him freedom despite his innocence. Mumia’s appeals asserted the police and prosecution manufactured the proof of his guilt and suppressed evidence of his innocence. Abu-Jamal was scheduled for execution in 1995 and 1999 but was saved by mass international protests. In 2012 he was re-sentenced to life imprisonment without the possibility of parole. 

This new legal action can open the door to Abu-Jamal’s freedom, overturning the denials of his appeals. A dozen other men who were prosecuted by Castille and then denied appeals, will also be heard in court. We need to show the courts of injustice that Mumia and other prisoners should not spend another day on “slow death row.” All of these unjustly-incarcerated men should be immediately released from prison! 

#RefugeesSRB We Are Still in #Serbia

We are still in Belgrade. One of us joined the Cars Of Hope Wuppertal team, who are working with refugees and support the Soul Welders projects in the Serbian capital. Another short impression from Belgrade.

Written by Riot Turtle

Solidarity not charity! The situation in Belgrade changed since the last time I was here. The conditions people are forced to live in due to border closures are dehumanizing and many people work hard to stop that.

Yesterday there was a demonstration against Refugee detentions in Hungary and border closures in Röszke, at the Hungarian/Serbian border.

röszke protest Hungary

Image: Demo against Refugee detentions and border closures in Röszke, Hungary on Saturday. Image by Twitter account freetheroszke11

I had actually planned to go to the demonstration but changed my mind as we are leaving Belgrade in a few days and there are loads of work to be done here.

Yesterday we supported the shower truck of Soul Welders again. This time at the barracks behind the main train station of Belgrade.  Many refugees in Serbia live outside or in abandoned buildings and have no access to running water. Refugees can take a shower in the shower truck and get a clean towel, a t-shirt, socks and underwear. Soul Welders also distribute soap, shampoo, tooth paste and tooth brushes. The truck drives to Belgrade, the Serbian/Croatian border and the Serbian/Hungarian border. Soon we will publish an interview with Soul Welders activists about this great project.

Nobody knows how much people are living in and around the barracks. I guess there are about 1500 people here. Many people here are nervous, because they are afraid to be evicted soon. The huge construction site of the “Belgrade Waterfront” gentrification project is coming closer and closer to the barracks.

We observed that Serbian police is doing a lot of ID checks around the main train station in Belgrade. Much more compared to the last time we were here (February 2017). We also spoke with people who were intimidated by Serbian cops, especially close to the borders. People who are supporting refugees there hear sentences like: ‘The next time we see you here, we will arrest you! ”

That makes the conditions people are working in even more difficult, but the motivation to continue the work with refugees is high.

If you want to support our work with refugees, please donate.

Paypal account: carsofhopewtal@gmx.de

Bank account information :

Name of account holder: Sozialtal e.V.

Iban: DE80 3305 0000 0000 6968 49

Bic: WUPSDE33XXX

Description : Cars Of Hope

Internationaler Aufruf zu Aktionstagen an der Grenze Frankreich Italien

International mobilisation IN THE FRENCH-ITALIAN BORDER ON 15TH AND 16TH APRIL

Deutsch – English – français

14.-17. April

Internationaler Aufruf zu Aktionstagen an der französisch-italienischen Grenze

Am Osterwochenende 14.-17. rufen wir international auf, Migrant_innen zu unterstützen und die Situation von Verfolgung und Repression an der Französisch-italienischen Grenze anzugreifen. Lasst uns unsere Realitäten und unsere Kämpfe teilen und zahlreich demonstrieren!

Das Projekt entstand aus dem “Réseau Migrant Sud-Est”, mit Menschen aus Grenoble, Marseille, Gap, la Roya, den Cevennen, den Alpes de Haute Provence, Var, den Alpes maritime und mehreren Regionen Italiens.

In ganz Europa mit seinen inneren und äußeren Grenzen sind Migrant_innenmit einem militärischen Polizeistaat konfrontiert, der sie kontrolliert, einsperrt, sie verletzt und vertreibt. Diejenigen, die versuchen “ihre” Gebiete zu durchqueren oder sich dort niederzulassen.

An der französisch-italienischen Grenze, die im Jahr 2015 wieder eingerichtet wurde, sammeln sich die „Reisenden“ in Ventimiglia, um die Überquerung der Grenze zu versuchen, was immer schwieriger wird, über das Roya-Tal, durch Menton und die Umgebung.

Die Jagd der Staaten und der EU auf Migrant_innen nimmt immer weiter zu und hat bereits mehrere Leben gekostet. Für die Reisenden heißt dies Abschiebung, auch wenn sie minderjährig sind oder Asyl suchen. Für Unterstützer_innen bedeutes dies Strafverfolgung und Repression, die Zahl der Strafprozesse steigt.

Das Konzept der Illegalisierung von Migration kommt nicht von ungefähr: Es bietet die Ausbeutung von Arbeitskräften zu niedrigstem Lohn im Interesse des Kapitals. Es dient als Vorwand um uns zu spalten und um immer weitergehende Kontrollen, weitere Prekarisierung und Unterdrückung zu akzeptieren. Nicht zu reden von all denen, die an diesem lukrativen Markt reich werden, zwischen Stacheldraht, Beton und High-Tech-Ausrüstung.

Doch Solidarität und Widerstand sind möglich: NoBorder Camps, massive Unterstützung von Grenzüberquerungen durch Soli-Strukturen und verschiedene andere Solidaritätsaktionen: In Ventimiglia und darüber hinaus drückt sich dies in verschiedenen Formen aus. Die Initiativen werden teilweise von Repression verfolgt, aber sie zeigen uns, dass es möglich ist, zumindest für einen Moment Breschen der Freiheit und der Solidarität in die Festung zu schlagen.

Hinsichtlich ihrer Grenzen und dem Rückzug des Sozialen fordern wir die Bewegungsfreiheit und ein Bleiberecht für alle und überall!

Kommt zu den Aktionstagen an der Französisch-italienischen Grenze vom
14. bis 17. April:

● um die Situation an der Französisch-italienischen Grenze und drum
herum sichtbar zu machen

● um uns zusammen zu organisieren, egal was unser Status ist, wir wollen
die weit verbreitete Repression anprangern und angreifen

● um uns über unsere unterschiedlichen Realitäten, Kämpfe und Strategien
auszutauschen, unseren individuellen Situationen folgend.

● um uns Zeit für gemeinsame Aktion zu nehmen und die „Festung Europa“
zu zerstören.

Gegen Grenzen und ihre Welt!

*******************

vorläufiges Programm

14.4. Freitag: Aufbau – Beginn

Samstag 15.4:
– Morgens: Workshops
– Nachmittags: Vorträge, Diskussionen und Vorführungen,
– Abends: Musik, Konzerte, Bar

Sonntag, 16.4.: Protest, möglichst wenig offensiv, sondern Festivalartig

Montag, 17.4.: Abbau, Zeit um Netzwerke zu stärken, Ostereiersuche und
mehr..

Weitere Informationen in den kommenden Wochen oder kontaktieren Sie uns:

mobilisationinternationale2017@riseup.net
internationale Mobilisierung, 2017 (facebook)
mobilisationinternationale2017.noblogs.org

++

14.-17. of April
Days of Action at the Franco-Italian border

At the Weekend 14th to 17th of April we call for Action days for the international support of migrants and denounce the situation of tracking and repression on the Franco-Italian border. Let us share our realities, our struggles and demonstrate together!

This idea came out of a self-organized group, resulting from the „Réseau Migrant Sud-Est“ with people from Grenoble, Marseille, Gap, La Roya, Cévennes, Alpes de Haute Provence, Var, Alpes Maritimes, and several regions of Italy.

Everywhere in Europe and at its internal and external borders, „migrants“ are confronted with the military-police systems of states that control, lock, violate and expel those who attempt to cross „their“ territories or want to live there.

On the Franco-Italian border, re-established in 2015, the „migrants“ gather around Ventimiglia to attempt the increasingly difficult passage through the Roya valley or Menton and its surroundings. The tracking of the state and European forces, very intense, has already cost several lives. For the „migrants“ arrested it means deportation, even if they are minors or are asking for asylum. For the supporters it means judicial repression: Trials are multiplying right now.

The concept of „clandestine immigration“ is by no means a coincidence, it is offering a low-cost workable labor force to imperialist and capitalist interests. It serves as a cop-out to divide us and make us accept ever more controls, precariousness, repression. Not to mention all those who get rich in this juicy market, between barbed wire, concrete and high-tech equipment.

However, solidarity and resistances is possible. In Ventimiglia and elsewhere it has taken various forms: No Border camps, massive support of travelling by solidarity people, demonstrations, active solidarities and various actions. Even if these initiatives have sometimes been repressed, they show us that it is possible, at least for a moment, to open paths of freedom and solidarity inside the fortress.

Faced with their borders and fortress Europe, we demand freedom of movement and the right to stay for all and everywhere.

We call for international mobilization at the Franco-Italian border

APRIL 14-17th for:

● Visibilize the situation on the Franco-Italian border and its surroundings

● To organize together, whatever our administrative status, to denounce
and fight repression

● To exchange around the different realities and strategies of
struggles, according to our territories and our concrete situations

● Take the time to meeting for planning common actions to break
„fortress Europe“

Against the borders and their world!

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Preliminary program

Friday, 14th: reception, Start

Saturday, 15th:
– morning: workshops
– afternoon: conferences-discussions- projections
– evening: music, acoustic concerts, bar

Sunday, 16th: Protest as big as possible, non-offensive but festive

Monday 17th: networking, egg hunt and more

For more information see the next weeks or contact us:

Mobilizationinternationale2017@riseup.net
International mobilization 2017 (facebook)
Mobilizationinternationale2017.noblogs.org

++

français

14.-17. avril

Mobilisation Internationale à la frontière franco-italienne

Week-end du 15 et 16 avril de mobilisation internationale pour soutenir les personnes migrantes et dénoncer la situation de traque et de répression à la frontière franco-italienne. Venons partager nos réalités, nos luttes et manifester en nombre !

Ce projet est né d’une commission autogérée, issue de la coordination « Réseau Migrant Sud-Est » regroupant des personnes résidant à Grenoble, Marseille, Gap, dans La Roya, les Cévennes, les Alpes de Haute Provence, le Var, les Alpes maritimes, et plusieurs régions d’Italie.

Partout en Europe et à ses frontières internes et externes, les « migrant-e-s » se heurtent aux dispositifs militaro-policiers des États qui contrôlent, enferment, violentent et expulsent celles et ceux qui tenteraient de traverser « leurs » territoires ou de s’y installer.

A la frontière franco-italienne, rétablie en 2015, les « migrant-e-s » affluent autour de Vintimille pour tenter le passage, de plus en plus difficile, par la vallée de la Roya ou par Menton et ses environs. La traque des forces étatiques et européennes, très intense, a déjà coûté plusieurs vies. Pour les « migrant-e-s » arrêté-e-s, c’est la déportation, même s’illes sont mineures ou qu’illes demandent l’asile. Pour les soutiens, c’est la répression administrative et/ou judiciaire. Les procès se multiplient.

Le concept « d’immigration clandestine » n’est en rien un hasard, en offrant une main d’œuvre corvéable à bas coût aux intérêts impérialistes et capitalistes. Il sert d’épouvantail social pour nous diviser et nous faire accepter toujours plus de contrôles, de précarité, de répression. Sans compter tous ceux qui s’enrichissent sur ce marché juteux, entre barbelés, béton et matériel high-tech.

Pourtant, solidarités et résistances sont possibles. A Vintimille et ailleurs, elle a pris diverses formes : campements, presidio No Borders, passages massifs en force ou au compte goutte aidés par des personnes solidaires, manifestations, solidarités actives et actions diverses. Même si ces initiatives ont parfois été réprimées, elles nous montrent qu’il est possible, au moins pour un instant, d’ouvrir des brèches de liberté et de solidarité dans la forteresse.

Face à leur frontières et au repli communautaire, nous revendiquons la liberté de circulation et d’installation pour tout-e-s.

Nous appelons à une mobilisation internationale à la frontière
franco-italienne LES 15 ET 16 AVRIL pour :

● Visibiliser la situation à la frontière franco-italienne et ses alentours

● S’organiser ensemble, quel que soit notre statut administratif, pour
dénoncer et combattre la répression généralisée

● Échanger autour des différentes réalités et stratégies de luttes,
selon nos territoires et nos situations concrètes

● Prendre le temps de la rencontre dans la perspective d’actions
communes pour briser l’« Europe forteresse »

Contre les frontières et leur monde

*******************

Programme temporaire

Vendredi 14 : montage – accueil

Samedi 15 :
– matin : ateliers
– après-midi : conférences-discussions- projections
– soir : chants, concerts acoustiques, bar

Dimanche 16 : Manifestation la plus large possible, non-offensive mais
festive

Lundi 17 : démontage, prendre le temps de consolider les liens, chasse
aux œufs et plus si affinité

Pour plus d’infos ces prochaines semaines ou nous contacter :

mobilisationinternationale2017@riseup.net
mobilisation internationale 2017 (facebook)
mobilisationinternationale2017.noblogs.org

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

picture of the violent police arrests at Luxemburg during the march for freedom
March for Freedom Police violence in Luxemburg

Picture of the violent police arrests in Luxemburg during the Refugee March for Freedom 2014

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.picture taken at the march for freedom close to Shengen

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

English

Solidary with the Luxemburg Defendants – Free all Political Prisoners!

March for Freedom Police violence in Luxemburg

Yesterday we were at a rally to “free all political prisoners! “. It was in front of the prison on TurmStr. in Berlin. We were that because of the arrest of 11 people in Luxemburg who were in arrested at the March for Freedom Luxemburg in 2014. I was also arrested at that time. In the photo I am laying on the ground under the police. The police attacked the demonstration in front of the building where conference of the ministers of Interior was taking place. The attacked with dogs. The dogs wore no mussels. We were there to protest against Dublin 3 & 4 etc. and against deportation and European Union asylum policies and against closing the borders. The police in Luxemburg beat us up and now two years later we are being accused. On November 29, 2016 we were in court in Luxemburg. There was no translator and the trial was put off until the 5th and 6th of April 2017. That is why we went to the demo to free all political prisoners yesterday (March 18th)  in Berlin, and we spoke about what happened in Luxemburg. For me it is very clear. We fight for our civil rights, for freedom of movement. It is important that the people come together and fight together for their rights. Everyone has the right to demonstrate! I have participated in many demos, but what happened in Luxemburg, that was really bad. Without any warning, the police had simply moved in and surrounded the demonstration. It has been said that we started an armed revolution, and that isn’t true. It was a peaceful marc, the police were violent. Six of our people were then accused two years later. I am one of them.

It is the policy of the EU is to split people , to discriminate against them. But have no fear, I will fight for freedom and I hope that everyone understands that it is not criminal to fight for freedom, and for ones rights. We need solidarity from people in our fight. One cannot look the other way when other people have to fight for their freedom.

I hope that it goes well on the 5th and 6th of April. On Friday March 24, there will be a meeting at Waldemarstr. 46 (corner Adalbert Str.), come by and inform yourselves, you can ask questions and show your solidarity.

On Monday March 20 there will be a radio program about the story in Luxemburg on wearebornfree Empowerment Radio at 10 a.m. Turn it on and tune in!

Here you find our previous articles

 

 

18.03. Aktionstag: Berlin Abschiebefrei – Grenzenlos Solidarisch

***please see english, french, arabic and farsi translation below***

BERLIN ABSCHIEBEFREI – GRENZENLOS SOLIDARISCH
Internationaler Aktionstag gegen das europäische Grenzregime
18.03.2017 + 12 Uhr + Flughafen Schönefeld

Der Flughafen Berlin-Schönfeld ist nicht nur ein wichtiges Verkehrskreuz der Hauptstadt, sondern auch ein Knotenpunkt des europäischen Grenzregimes. Aktuell werden zwei Mal pro Monat Maschinen gechartert, um Menschen in die West-Balkan-Staaten abzuschieben, die vor gut einem Jahr zu so genannten sicheren Drittstaaten erklärt wurden. In den kommenden Monaten droht eine massive Zunahme der Abschiebepraxis: Tausende Afghanen sollen in ein vom Krieg zerstörtes und immer noch von kriegerischen Auseinandersetzungen geprägtes Land zurückgeschickt werden. Und Angela Merkel ruft mit ihrem „16-Punkte-Plan“ zu einer „nationalen Kraftanstrengung“ für mehr Abschiebungen auf und plant, zentrale „Ausreisezentren“, bei denen es sich letztlich um Gefängnisse handelt, in der Nähe von Flughäfen einzurichten.

Wir stellen uns gegen diese Abschottungspolitik: Wir wollen nicht, dass Menschen wie Schwerverbrecher behandelt werden, indem sie von der Polizei abgeführt, aus ihren Familien und Freundeskreisen gerissen und in Flughäfen gesammelt werden – um sie dann, wenige Stunden später, zum Beispiel in Afghanistan, an einem der gefährlichsten Orte der Welt, einfach abzuladen. Statt Geflüchtete anhand von „guter“ und „schlechter“ Bleibeperspektive, anhand von Nationalitäten, Fluchtgründen oder ökonomischer Verwertbarkeit zu unterteilen, brauchen wir einen gemeinsamen Kampf gegen die rassistische Spaltung! Statt Angst und Hass zu schüren brauchen wir eine Politik der Solidarität, die das Recht auf ein gutes Leben für alle einfordert!

Am 18. März werden wir am Flughafen Schönefeld für unsere Vision eines Berlins demonstrieren, in dem Migration keine Bedrohung ist, in dem „Willkommen“ keine Frage der politischen Konjunktur ist, sondern die Möglichkeit zu bleiben mit einschließt. Ein Berlin, in dem kein Mensch Angst haben muss, am nächsten Tag abgeschoben zu werden. Wir demonstrieren für ein Berlin als Solidarity City. Solidarische Stadt heißt für uns auch, dass alle Menschen Zugang zu Bildung, Wohnraum und Gesundheitsversorgung haben – und zwar unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus! In diesem Sinne appellieren wir an die neue Berliner Landesregierung, die in ihrem Koalitionsvertrag einen „Paradigmenwechsel“ in Bezug auf das Aufenthalts- und Asylrecht ankündigt, diesen auch wirklich einzuläuten. In dem Koalitionsvertrag wird nämlich auch erklärt, dass Abschiebungen durch die verstärkte Förderung der sogenannten „unterstützten Rückkehr“ ersetzt werden sollen, durch eine Politik also, die Anreize für Flüchtlinge zur sogenannten freiwilligen Ausreise schaffen will. Bei diesem Vorhaben handelt es sich keineswegs um einen Paradigmenwechsel, sondern lediglich um den Versuch, der Abschiebepraxis einen vermeintlich humanen Anstrich zu verpassen.

Indem wir am Flughafen demonstrieren, schließen wir auch an die Flughafenproteste der letzten Wochen an: In Frankfurt und München versammelten sich viele Menschen, um sich den bereits erfolgten Abschiebungen nach Afghanistan zu widersetzen. Und in den USA wehrten sich Tausende gegen den von Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp für Geflüchtete und viele Muslime. Sie blockierten die Zufahrtswege zu Terminals, forderten die Einreiseerlaubnis für ihre Familien, ihre Nachbar_innen, ihre Freund_innen und erklärten ihre Städte unter dem Slogan #heretostay zu „Sanctuary Cities“ – „Orten der Zuflucht“ –, in denen Migrant_innen ohne Papiere vor Abschiebungen geschützt sind.

Auch am 18. März sind wir mit unserem Protest nicht allein: Das Hotel City Plaza in Athen, das 2016 besetzt wurde und seitdem als selbstverwaltetes Zuhause für Geflüchtete zu einem Ort des Antirassismus und der Solidarität geworden ist, hat zu einem internationalen Tag des Widerstands aufgerufen. Der 18. März wurde deshalb ausgewählt, weil genau vor einem Jahr das EU-Türkei-Abkommen unterzeichnet wurde – ein schmutziger Deal mit dem autoritären Erdogan-Regime, der die Türkei zu einem „sicheren Drittstaat“ für Geflüchtete erklärte und damit Abschiebungen und Abschottung erleichterte. Dieses Abkommen reiht sich ein in weitere bereits existierende und geplante milliardenschwere Deals mit diktatorischen Staaten, die dafür sorgen sollen, dass Geflüchtete wieder zurückgeschickt bzw. vor den Toren Europas gestoppt werden können. Um gegen diese Politik zu demonstrieren, gehen heute viele Menschen in verschiedenen deutschen Städten sowie in Griechenland, Italien, Spanien, der Schweiz und Österreich auf die Straße. Gemeinsam kämpfen wir gegen das brutale Grenzregime und für Bewegungsfreiheit.

FÜR DAS RECHT ZU KOMMEN, ZU BLEIBEN UND ZU GEHEN!
GLEICHE SOZIALE RECHTE FÜR ALLE!

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

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BERLIN, FREE OF DEPORTATIONS – SOLIDARITY WITHOUT BORDERS
International Day of Action against the European Border Regime
18.03.2017 + 12 o’clock + Airport Schönefeld

The Berlin-Schönfeld airport is not only an important transport junction of the capital, but also a hub of the European border regime. Currently planes are being chartered twice a month to deport people and send them back to the Western Balkan countries, which were declared as safe countries of origin a year ago. A massive increase of deportations is looming in the coming months: thousands of Afghans are to be sent back to a country still ravaged by war and shaped by wartime disputes. Angela Merkel is calling for a „national effort“ for increased deportations with her „16-points-plan“ and is further planning the implementation of centralized „exit centers“, which are de facto prisons, near airports.
We oppose this policy of isolation: We do not want people to be treated like dangerous criminals by being arrested detained by the police, torn from families and friends and cordoned off at airports – only to then simply unload them a few hours later in one of the most dangerous places in the world. Instead of separating refugees along “good” and “bad” perspectives of stay, categorizing people by nationality, reason for flight, or potential economic utility, we need a joint fight against racist division! Instead of inciting fear and hatred, we need a policy of solidarity that demands the right to a good life for all!
On March 18, we will protest to show our vision of Berlin at Schönefeld Airport, a Berlin in which migration is not a threat, in which “welcome” is not a question of the political climate, but includes the real possibility to stay. A Berlin in which no one has to be afraid to be deported the next day. We are demonstrating for Berlin as a city of solidarity. For us, a city of solidarity also means that all people have access to education, housing and health care – regardless of their residence status! In this sense, we call upon the new Berlin government, which announced a “paradigm shift” with regard to the right of residence and asylum in its coalition agreement, to actually get this shift under way. The coalition agreement also states that deportations are to be replaced by the increased support of so-called “supported returns”, a policy which aims to create incentives for refugees for a so-called voluntary leave. This project is by no means a paradigm shift, but merely an attempt to whitewash an inhumane deportation practice.
By protesting at the airport, we are also joining the airport protests of the last weeks. Many people gathered in Frankfurt and Munich to resist the deportations to Afghanistan already taking place. And in the US, thousands fought against President Trump`s imposed entry ban for refugees and many muslims. They blocked the access routes to terminals, demanded permitted entry for their families, neighbors and friends and declared their cities as „Sanctuary CIties” under the slogan #heretostay, where migrants without papers are protected against deportations.

On March 18 we are also not alone with our protest: The Hotel City Plaza in Athens, which was occupied in 2016 and since then has served as a self-organised home for refugees and a place of antiracism and solidarity, called for an international day of resistance. March 18 was selected because exactly one year ago, the EU-Turkey agreement was signed – a dirty deal with the authoritarian Erdogan regime, which declared Turkey a “safe third country” for refugees and facilitated deportations and foreclosure. This agreement is part of other already existing and planned deals worth billions with dictatorial states, which ensure that refugees can be sent back or stopped at the gates of Europe. In order to protest against this policy, today many people will take to the streets in different German cities and in Greece, Italy, Switzerland and Austria. Together we are fighting against the brutal border regime and for freedom of movement.

FOR THE RIGHT TO COME, TO GO AND TO STAY!
EQUAL SOCIAL RIGHTS FOR ALL!

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
Linke Berlin, Watch the Med Alarmphone und NAF (Neue Alternative für Flüchtlinge)

+++++++++++++++ français ++++++++++++++++++++++

Berlin sans déportations – solidarité sans frontières
Journée internationale d’actions contre le régime européen des frontières
18.03.2017 + 12 h+ aéroport Schönefeld

L’aéroport de Berlin-Schönefeld n’est pas seulement un carrefour important de la capitale, mais aussi un lieu central du régime européen des frontières.
Actuellement, deux fois par mois, des vols charter partent pour expulser les gens aux pays des Balkans occidentaux, qui étaient déclarés des états tiers sûrs. Dans les mois prochains une augmentation massive des déportations est à venir : des milliers d’Afghans seront renvoyés aux pays détruits par la guerre et encore marqués par un conflit armé. En effet, avec son «plan à 16 points», Angela Merkel appelle à des « efforts nationaux » pour plus d’expulsions et prévoit d’établir des centres de départs groupés à proximité des aéroports.

Nous nous opposons à cette politique de cloisonnement : Nous ne voulons pas que de personnes soient traitées comme des criminels, accompagnées par la police, arrachées à leur famille et à leurs ami_e_s et regroupées dans des aéroports avant d’être simplement abandonnées quelques heures plus tard dans l’un des lieux les plus dangereux au monde. Au lieu de classer les réfugié_e_s en fonction d’une perspective de séjour « positive » ou « négative », en fonction de nationalités, de motifs de fuite ou d’utilité économique, nous avons besoin d’une lutte commune contre la division raciste ! Au lieu d’attiser la peur et la haine et de polluer encore le climat politique en Allemagne, nous avons besoin d’une -politique de la solidarité qui demande une bonne vie pour tous!

Le 18 Mars, nous manifestons à l’aéroport de Schönefeld pour notre vision de Berlin, où la migration n’est pas une menace, où le “Bienvenu” n’est pas une question de conjoncture politique, mais compris comme la possibilité de rester. Berlin, où personne ne doit avoir peur d’être expulsé le lendemain. Nous manifestons pour un Berlin comme Ville de Solidarité. Ville de Solidarité pour nous signifie que tous ont accès à l’éducation, au logement et aux soins de santé – indépendamment de leur statut de résidence !
En ce sens, nous demandons au nouveau gouvernement de Land de Berlin, qui annonce un «changement conceptuel» en rapport avec le droit de séjour et le droit d’asile dans son accord de coalition, de vraiment le réaliser. Car l’accord annonce aussi remplacer les expulsions par le soutien renforcé au „financement des retours“, par une politique qui veut créer des invites pour des départ volontaires. Ce projet est en aucun cas un changement conceptuel, mais simplement une tentative de donner aux déportations une apparence soi-disant humaine.

Avec la manifestation à l’aéroport, nous suivons aussi les manifestations des dernières semaines: A Francfort et Munich, de nombreuses personnes se sont rassemblées pour lutter contre les déportations déjà faites vers l’Afghanistan.
Des milliers de personnes ont protesté aux États-Unis contre l’interdiction pour les réfugiés et de nombreux musulmans d’entrer sur le territoire, décrétée par le président Donald Trump. Ces personnes ont bloqué les voies d’accès aux terminaux, demandé l’autorisation d’entrer sur le territoire pour leur famille, leurs voisin_e_s, leurs ami_e_s et ont fait de leurs villes, avec le slogan #heretostay, des «villes sanctuaires» ou «lieux de refuge » dans lesquels elles s’opposent à l’expulsion de migrant_e_s sans papiers.

Nous ne serons pas les seuls à manifester: l’Hôtel City Plaza à Athènes, qui a été occupé en avril 2016 et qui sert depuis de foyer autogéré pour les réfugié_e_s et de lieu de lutte contre le racisme et pour la solidarité, a déclaré une journée internationale de solidarité. Le 18 mars a été choisi car à ce jour est la date anniversaire de la signature de l’accord entre l’UE et la Turquie – un accord honteux avec le régime d’Erdoğan qui fait de la Turquie un « État tiers sûr » pour les réfugiés et facilite ainsi les expulsions et le cloisonnement. Il ne représente qu’un seul des nombreux accords existants déjà ou prévus avec des États dictatoriaux qui visent à empêcher la migration ou le retour des réfugiés. Des manifestations auront lieu en Grèce, en Allemagne, en Italie, en Espagne, en Suisse et en Autriche. Nous rejoignons à cette date un mouvement de protestation européen contre le régime brutal des frontières et pour la liberté de circulation.

POUR LE DROIT DE VENIR
DE RESTER ET DE PARTIR
DROITS EGAUX POUR TOUS

Welcome2Stay, LA:IZ, Bündnis für bedingungsloses Bleiberecht, Afrique-Europe-Interact, Bündnis gegen Lager, Corasol, Stop Deportation, Flüchtlingsrat Brandenburg, Interventionistische
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+++++++++++++++++++ العربية ++++++++++++++++++++++++++

برلين بلا ترحيلات – التضامن بلا حدود
يوم الأنشطة السياسية الدولي ضد نظام الحدود الأوروبية
18.03.2017 + 12 Uhr + Flughafen Schönefeld المطار شونيفيلد

ليس المطار برلين – شونيفيلد مركز المرور للعاصمة فحسب بل مركز نظام الحدود الأوروبية أيضا. وحاليا تُحجز طائرات مرتين بالشهر لترحيل الناس إلى دول البلقان الغربي التي سُمّيت بلدان آمنة في العام الماضي. ويبدو أن نهدَّد بمزيد من تطبيق الترحيلات: سيجبر هذا آلاف من الأفغان إلى العودة إلى بلد مدمّر من الحرب وما زال إلى اليوم يدمَّر من قبل اشتباكات حربية. وتدعو المستشارة الألمانية أنغيلا ميركيل بخطتها “النقط الستة عشر” إلى “اجتهاد الوطن” لمزيد من الترحيلات ويخطط “مراكز المغادرة” قرب المطارات التي في الحقيقة سجون.
نقف أمام سياسة الانحباس هذه: لسنا نريد أن يكون ناس معامَلين مثل المجرمين بأن تعتقلوهم الشرطة وتقلعوهم من بين عائلاتهم وأصدقائهم وتجمعوهم بالمطارات – لكي ساعات بعد ذلك تنزلهم بمن أخطر أماكن العالم. وبدل أن يصنف لاجئين طبقا لأملهم في الإقامة فباحتمال كبير أو صغير وطبقا لجنسياتهم ولأسباب للجوء و لإمكانية استغللالهم فنفتقر إلى نضال مشترك ضد التمباعدة العنصرية! وبدل بذر بذور الخوف والحقد فنحتاج إلى سياسة التضامن التي تطالب بالحق بحياة طيبة!
سنتظاهر يوم الثمانية عشر مارس\ آذار في المطار شونيفيلد في برلين لصالح حلمنا لمدينة هذه الذي به الهجرة لسيت خطرا وبه الاستقبال ليس قضية الوضع السياسي الحالي بل يشمل الامكانية بالإقامة. وهي برلين فيها لا خوف من الترحيل باليوم التالي. نتظاهر لأجل مدينة برلين كمدينة متضامنة. وبرأينا يحمل اللقب مدينة متضامنة كذلك المعنى أن تكون التعليم والسكن والرعاية الصحية في متناول كل شخص – بغض التظر عن إقامته! ولذلك ندعو حكومة برلين الجديدة التي تعِد في اتفاق ائتلافها تغيير سياسة الإقامة والهجرة إلى أنها حقيقةً تقوم به. يذكر اتفاق الائتلاف أنه ستكون الترحيلات متبدّلة بـ”العودات المدعومة” فبسياسة تهدف إلى ترغيب الناس إلى “المغادرة الإختيارية” أيضا. وليست الخطة هذه تغيير السياسة السابقة بل محاولة أن تُصبغ صورة تطبيق الترحيل أكثر بالإنسانية.
وبأن نتظاهر بالمطار ننضط إلى التظاهرات في المطارات من الأسابيع الأخيرة: تجمعت كثرة الناس في فرانكفورت وميونيخ ليعارضوا الترحيلات إلى أفغانستان. وفي الولايت المتحدة عارضت الألاف توقيف الدخول من المسلنين واللاجئين الذي يعلنه رئيس الولايات االمتحدة دونالد ترامب. وكانوا يسددون مداخل المطارات ويطالبوا بمنح دخول لعائلاتهم أو جيرانهم أو أصدقائهم وسمموا مدنهم تحت الشعار #هنالكيأبقي “مدن المأوى” بها المهاجرون بلا أوراق محميون.
إن بذلك لن نكون لوحدنا في الثامن عشر من شهر مارس\ آذار: الفندق اسمه “سيتي بلازا” في أثينا الذي اُعتصم به في العام ألفين وستة عشر ومنذئذ أصبح مستخدما كسكن منظم الذات للاجئين ومكان مناضه للعنصرية والتضامن يدعو إلى يوم المعارضة الدولي. واختير اليوم هذا لأنه وُقّعت الاتفاقية بين المانيا وتركيا – اتفاقية مزرية مع حكومة أيردوغان المستبدة التي سمّيت تركيا بلد آمن للاجئين وسهّلت به الترحيلات والانحباس. وهذه الاتفاقية واحدة من عدة الاتفاقيات قيمها ملايير يورو مع حكومات مستبدة أخرى التي أهدافها أن توقف اللاجئين قبل ما يصلون أوروبا وتسهل ترجيعهم. ولتظاهر ضد السياسة هذه سيتجمع عدد كبير من الناس بالشوارع في مدن مختلفة في ألمانيا وإطاليا وإسبانيا والنمسا وسويسرا. إن معا نكافح نظام الحدود القاسية ولأجل حرية التحرك!

لصالح الحق بالمجيء وبالبقاء وبالذهاب!
نفس الحقوق الاجتماعية لكل شخص!

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++++++++++ فارسی +++++++++++++++++++++++

برلینِ بدون اخراج اجباری – همبستگی نامحدود
روز بین‌المللی اقدام علیه رژیم مرزی اروپا
ساعت 12 ظهر روز شنبه 18/3/2017 – فرودگاه شونیفلد
فرودگاه شونیفلد برلین یک مرکز رهبری رژیم مرزی اروپا نیز می‌باشد. در حال حاضر در این فرودگاه هر ماه دو هواپیما به کرایه گرفته می‌شوند تا توسط این پروازها مهاجرین کشورهای غرب بالکان، اخراج گردند. این خطر وجود دارد که روند اخراج‌های اجباری در ماه‌های آینده افزایش یابد: می‌خواهند هزارها افغان را به یک کشور جنگ‌زده و کاملاً متاثر از جنگ بازپس بفرستند. انگلا مرکل با طرح یک برنامه 16 نقطه‌یی، تقاضای یک بسیج ملی برای افزایش اخراج‌های اجباری را کرده است و برنامه دارد تا در نزدیک فرودگاه‌ها مراکزِ اخراجِ اجباری “شبیه زندان‌ها” را ایجاد نماید.
ما در مقابل اين سياست ضد مهاجرتى مى ايستيم: به جاى اينكه پناهجويان را از نظر كمى و يا زيادى دورنماى اقامت، يا از روى مليت، دلايل فرار و يا از لحاظ بازدهى اقتصادى شان تقسيم نمايم، نيازمند مبارزه جمعى عليه نژادپرستى هستیم. به جاى شعله ور ساختن آتش نفرت و ترس از مهاجرين، نيازمند يك سياست همبستگى هستيم؛ سياستى كه خواستار حق زندگى خوب براى همه باشد.
در ١٨ مارچ همه با هم براى برلينى صداى اعتراض خود را بلند خواهيم كرد كه در آن با پناهجو و “خوش آمد به پناهجو” بازى سياسى نشود، بلكه امكان “ماندن” برای همه در آن باشد. در اين روز برای برلینی تظاهرات خواهيم كرد که در آن هیچ انسانی با این ترس زندگی نکند که فردا اخراج می‌شود. ما براى شهری همه‌پذير، شهرى كه در آن همه بدون وابستگی به وضعیت اقامتی شان به آموزش، محل زندگى و مراقبت های پزشكى دسترسى داشته باشند، تظاهرات مى كنيم.
از اینرو، ما از دولت جدید برلین می‌خواهیم که در قرارداد دولت ائتلافی‌اش در رابطه با قانون مهاجرت و قانون اقامت یک تغییر پارادایم (تغییر اساسی در تفکر و عملکرد) را اعلان نماید و به صورت حقیقی طلیعه‌دار این تغییر باشد. در قرارداد دولت ائتلافی برلین ذکر شده که با مشوق‌ها برای بازگشت داوطلبانه، پناهجویان ترغیب به بازگشت داوطلبانه گردند و این موضوع جایگزین اخراج اجباری گردد! این سیاست تشویق پناهجویان برای بازگشت داوطلبانه، هیچگاهی تغییر پارادایم نیست، بلکه حقیقتاً یک نقاشی ظاهراً انسانی است که با این نقاشی تلاش می‌شود عمل اخراج اجباری پوشیده گردد.
با تظاهرات در فرودگاه شونیفلد، ما نیز به آنهایی می‌پیوندیم که در هفته‌های گذشته در فرودگاه‌ها دست به تظاهرات زدند:
در فرانکفورت و مونشن انسان‌های زیادی گردهم جمع شدند تا علیه دیپورت پناهجویان افغان از طریق فرودگاه‌های شهرشان اعتراض کنند و به اخراج اجباری نه بگویند.
در آمریکا، هزارها تن در برابر فرمان رئیس جمهور ترامپ مبنی بر ممنوعیت سفرِ مسلمانان و پناهجویان به این کشور ایستاد شدند و اعتراض کردند. معترضین مسیرهای دسترسی به ترمینال‌های فرودگاه‌ها را مسدود کرده و با انسداد این راه‌ها از دولت خواستار صدور مجوز ورود به اعضای خانواده‌شان، دوستان و همسایه‌هایشان گردیدند و با ذکر شعار #HereToStay “اینجا برای ماندن”؛ شهرهای‌شان را پناهگاه‌‌هایی عنوان کردند که در آنها مهاجرین بودن اسناد نیز محفوظ هستند.

در 18 مارچ با تظاهرات خود تنها نیستیم! هوتل سیتی پلازا در شهر آتن یونان که از سال 2016 بدین‌سو به خانه‌یی خود مدیریتی پناهجویان و فعالان ضد نژادپرستی در این شهر تبدیل شده است، نیز در این روز فراخوان صادر کرده و خواستار روز بین‌المللی ایستادگی علیه اخراج اجباری گردیده است.
18 مارچ به این دلیل انتخاب شده است که دقیقاً یک سال قبل در همین روز، تفاهمنامه اتحادیه اروپا و ترکیه امضا شد و اتحادیه اروپا با رژیم خودکامه اردوغان معامله کثیفی را کرد که براساس آن ترکیه به عنوان کشور امن سومی بیان شد و بدین‌ترتیب زمینه اخراج اجباری به این کشور مهیا گردید. امضای چنین توافقنامه‌ها همراه با معاملات مالی میلیونی با کشورهای دیکتاتوری در حال گسترش است تا از طریق این معاملات با دیکتاتورها، آنها مانع فرار انسان‌ها از جبر به دروازهای اروپا شوند و یا پناهجویان وارد شده به اروپا دوباره به کشورهای جبر، ستم و دیکتاتوری بازپس فرستاده شوند.
در حال حاضر انسان‌های زیادی در شهرهای مختلف آلمان و همچنان در کشورهای یونان، ایتالیا، اسپانیا، سویس و اتریش به خیابان‌ها رفته‌اند و یا می‌روند تا علیه رژیم وحشیانه مرزی و همچنان برای آزادی تحرک، صدای اعتراض‌شان را بلند کنند.
ما اعتراض می‌کنیم:
برای حق آمدن، ماندن و رفتن
برای حقوق اجتماعی برابر برای همه

Impressions of the expert conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

Conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

text in german

by International Women’s Space

There are two forms of violence, according to Jennifer Kamau, an activist of International Women’s Space Berlin, a political group. The first form hits people directly and comes from individuals and structures, while the second form occurs when the public looks away and stays silent. The latter is worse because it ends up accepting and reinforcing certain other forms of violence, in particular, (structural) racist violence.
Along with other activists, Jennifer visits women in refugee centres, bringing their first-hand experiences of violent abuse to the public. In her workshop titled “Self-organized groups and empowerment“, Kamau spoke passionately about violence against (refugee) women in Germany. She raised the question of human rights “Where are they? (human rights) “, she asked.
Jennifer Kamau’s workshop was one of many that were held at the conference titled “Protection of Refugees against gender-based Violence – Empowerment of Refugee Women “. It was organized by Frauenhauskoordinierung (Association of Women’s Shelters) in cooperation with leading German independent welfare organisations. The idea was to bring project funders and other stakeholders in this field to share/exchange information and network. Self-organisations and representatives of LGBTTIQ were also speakers at the event. The conference was part of a project funded by the Federal Commissioner for Migration, Refugees and Integration. The project aims to implement measures to protect refugee women against violence and to empower them.
Since counselling and support structures for refugee women are not available everywhere, Frauenhauskoordinierung focuses on developing approaches for a better transition management. In order to provide such access, the support systems must be connected with the areas of migration and asylum.
At the conference, Heike Rabe of the German Institute for Human Rights spoke about the legal challenges and loopholes that exist in the current system at the interface between immigration law and violence protection. She raised the issue of how immigration and welfare authorities deal with women subject to the Residenzpflicht or residency requirement, who may want to move to another city or live in another federal state following incidents of violence at their centre. Heike Rabe believes the current immigration, asylum and benefit laws are sufficient. They ‘just’ need to be practised. She spoke about existing legal provisions by which the State can transfer residents and thus protect the survivor by separating her from the perpetrator. The Protection Against Violence Act and police powers to intervene apply at these centres. However, what is lacking is the effective application of the provisions stipulated in the immigration, asylum and benefits laws. Heike Rabe called for appropriate guidelines for authorities to assess cases of gender-based violence. On the other hand, it is important to have support systems that encourage women to assert their rights, she stressed.
Another speaker, Elisabeth Ngari, of Women in Exile spoke about “empowerment, victimisation, and solidarity“. She believes women refugees face double victimisation – first, as displaced people and then also as women. She therefore stressed the importance of empowering women refugees. Her organisation conducts workshops where women refugees talk about current topics, exchange information and discuss gender-specific issues. Women in Exile are a politically active group and have called for, among other things, the abolishment of all lagers in their campaign: “No Lager For Women”.
What can social work do or ‘offer’ in this context? Prof. Nivedita Prasad from Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin, who raised this question, has called for social work to be regarded as a human rights profession. Social workers must check that all women have access to protection measures and spaces. Empowerment must be integral to every social workers’ understanding of their profession. Nivedita Prasad also spoke about the dangers of racist exclusions, like the created separation of ‘us’ and ‘them’, the culturalizing instrumentalization of violence against women (e.g. Cologne incident on New Year’s Eve 2015), the ‘integration mania instead of inclusion’, as well as the intersectionality of sexualized violence and asylum. Ultimately, she said, it is important that every social worker starts with him/herself to make structural inadequacies, visible and public. How is racism dealt with in your field of work? When looking for a new co-worker, why do I not look for a multilingual colleague who I can engage with at eye level and instead go for “just“ an interpreter?
At the final panel, Denise Klein from agisra e.V., Cologne said that our current system of violence protection is a ‘two tier’ one. “We are the ones that created the collective centres and Asylum Seekers Benefits’ Law (Asylbewerberleistungsgesetz), and now we see the consequences of that. If refugees had the same rights and liberties, then we would not need a special support system for them“.
According to Jennifer Kamau, it is time that white people took responsibility. “Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task“, she stressed.
In conclusion, the conference sent a very strong signal by questioning structures that maintain white privilege. The idea was to come out of one’s comfort zone and use our position to fight for protection against gender-based violence and (structural) racism and to forge honest relationships based on trust with women refugees and stand in solidarity with their self-organized struggles. “If you want to change you have to start on your own, with whatever little you can do. But stop being silent about the things you see“, urged Jennifer Kamau.

Eindrücke von der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ am 23. September 2016, Berlin

Nach Jennifer Kamau, Aktivistin der Gruppe International Women‘s Space Berlin, gibt es zwei Formen von Gewalt: diejenige, die von Personen oder Strukturen ausgehend Menschen direkt (be)trifft und diejenige, die entsteht, wenn die Öffentlichkeit dabei wegschaut und schweigt. Letztere sei die schlimmere, weil sie bestimmte Formen von Gewalt – vor allem (strukturelle) rassistische Gewalt – akzeptiert und damit verfestigt.
Sehr eindringlich spricht Jennifer Kamau in ihrem Workshop zum Thema „Selbstorganisierte Gruppen und Empowerment“ über Gewalt gegen (geflüchtete) Frauen in Deutschland. „Where are the human rights?“, fragt sie. Gemeinsam mit anderen Frauen macht sie auf die Missstände politisch aufmerksam, besucht geflüchtete Frauen in Unterkünften und verleiht den unzähligen Geschichten von Gewalterfahrungen in Deutschland eine Stimme.
Es ist ein Workshop neben vielen anderen an diesem Tag auf der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt – Empowerment von geflüchteten Frauen“, organisiert von Frauenhauskoordinierung in Kooperation mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. Es geht um fachlichen Austausch und Vernetzung von Projektträgern und weiteren Akteuren, die sich in diesem breiten Themenfeld engagieren. Selbstorganisationen und Vertreter_innen von LSBTTIQ* sind als Referierende und Expert_innen aktiv eingebunden. Anlass ist ein im Rahmen der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördertes Projekt, in dem Maßnahmen zum Gewaltschutz und zur Stärkung der Frauen umgesetzt werden.
Frauenhauskoordinierung richtet zudem den Blick auf die Erarbeitung von Ansätzen für ein erfolgreiches Übergangsmanagement, denn nicht überall sind das Angebot und der Zugang zu Beratung und Unterstützung für geflüchtete Frauen gesichert. Dafür sei vor allem die Vernetzung der Hilfesysteme mit den Bereichen der Migration und Flucht notwendig.
So spricht Heike Rabe vom Deutschen Institut für Menschenrechte in ihrem Vortrag über die rechtlichen Herausforderungen und Lücken an der Schnittstelle zwischen Ausländerrecht und Gewaltschutz. Wie gehen die Ausländer- und Leistungsbehörden damit um, wenn Frauen, die der Residenzpflicht unterliegen oder Wohnsitzauflagen haben, aufgrund eines Gewaltvorfalls in einer Unterkunft schnellstmöglich in eine andere Stadt oder in ein anderes Bundesland umziehen möchten? Nach ihrer Auffassung sind die bestehenden Gesetze ausreichend. Sie müssen „nur“ angewandt werden. Die Behörden haben die Möglichkeiten der Umverteilung und damit der Trennung von Täter und Opfer im Sinne des Schutzes der Betroffenen. Das Gewaltschutzgesetz und die polizeilichen Eingriffsbefugnisse greifen auch in den Unterkünften. Es fehlt aber zum einen an der effektiven Anwendung der Vorschriften im Aufenthalts-, Asyl- sowie Leistungsrecht. Hier wären sogenannte ermessenleitende Vorgaben im Fall von geschlechtsspezifischer Gewalt für die Behörden hilfreich. Zum anderen ist es wichtig, dass das Unterstützungssystem Frauen ermutigt, ihre Rechte geltend zu machen.
Elisabeth Ngari von Women in Exile referiert über „Empowerment, Viktimisierung, Solidarität“. Sie spricht von der doppelten Viktimisierung, der geflüchtete Frauen durch die Fluchterfahrung und das gleichzeitige Frausein ausgesetzt werden. Empowerment von geflüchteten Frauen sei daher sehr wichtig. Women in Exile führen daher Workshops mit anderen geflüchteten Frauen durch; hier wird den Themen der Frauen Raum gegeben, es werden Informationen geteilt und aktuelle Probleme diskutiert. Damit diese Themen auch in der Öffentlichkeit hörbar werden, sind Women in Exile politisch aktiv und fordern unter anderem im Rahmen einer Kampagne: „Keine Lager für Frauen“.
Was kann Soziale Arbeit in diesem Kontext tun bzw. „leisten“? Prof. Dr. Nivedita Prasad von der Alice Salomon Hochschule Berlin appelliert an eine Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Jede_r Sozialarbeiter_in muss prüfen, ob Schutzmaßnahmen und -orte verfügbar und zugänglich für alle Frauen sind. Empowerment gehöre zum Grundverständnis einer jeden Sozialen Arbeit. Sie spricht aber auch von Hindernissen, die sich vor allem in der gefährlichen Praxis rassistischer Ausschlüsse wiederfinden. So zum Beispiel durch die häufige diskursive Trennung zwischen „wir“ und „den anderen“, die kulturalisierende Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen (Beispiel Köln, Silvester 2015), die „Integrationsmanie statt Inklusion“ sowie die Intersektionalität von sexualisierter Gewalt und Flucht. Wichtig sei es letztendlich, dass jede_r Sozialarbeiter_in bei sich selbst anfängt und versucht strukturelle Defizite sichtbar und öffentlich zu machen: Wie wird mit Rassismus in meinem Arbeitsumfeld umgegangen? Warum suche ich bei der Stellenbesetzung nicht eine_n mehrsprachige_n Kollegin_Kollegen „auf Augenhöhe“, sondern „nur“ eine_n Dolmetscher_in?
Auch auf dem Abschlusspodium wird es deutlich: Es gäbe aktuell einen Gewaltschutz „zweiter Klasse“, so Denise Klein von agisra e.V. in Köln. „Wir haben die Massen- und Gemeinschaftsunterkünfte und das Asylbewerberleistungsgesetz geschaffen – jetzt sehen wir die Konsequenzen. Wenn Geflüchtete die gleichen Rechte und die gleiche Freizügigkeit hätten, dann bräuchte es kein gesondertes Unterstützungssystem.“
Laut Jennifer Kamau ist es – schon längst überfällig – an der Zeit, dass weiße Menschen Verantwortung übernehmen. Schließlich betont sie: „Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task.“
In diesem Sinne hatte die Veranstaltung eine sehr eindringliche Note, die ans eingemachte weiße Privilegiennest ging. Es sollte darum gehen, die eigene „comfort zone“ zu verlassen und eigene Machtpositionen im Kampf für Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und (strukturellem) Rassismus zu nutzen. Es geht auch darum, ehrliche Vertrauensbeziehungen zu geflüchteten Frauen aufzubauen und sich mit bestehenden selbstorganisierten Kämpfen zu solidarisieren. „If you want to change you have to start on your own the little you can do. But stop being silent about the things you see“, so Jennifer Kamau.

Susann Thiel

Die Fachveranstaltung “Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt” hat am 23.9.2016 in Berlin stattgefunden.

Im folgenden finden Sie ein Bericht über die Veranstaltung. Einen weitereren Bericht gibt es auf der Seite der Beauftragten für Migration, Flucht und Integration.

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