Tag: Solidarität

Abschiebungen verhindern! Asylrecht zurückerobern! Demo in Nürnberg

Demo gegen Abschiebungen, 27.Mai 2017, Nürnberg

 

von Fluchtursache Bekämpfen

Gemeinsam und internationalistisch gegen Rassismus, Spaltung und Kriege

27. Mai 13 Uhr Rathenauplatz, Nürnberg

Geflüchtete, die nach Europa gelangen, sehen sich hier konfrontiert mit immer perfideren Abschottungsmaßnahmen, äußerst restriktiven Asylgesetzgebungen, behördlichen Schikanen, menschenverachtenden PolitikerInnen und Behörden sowie
einem mobilisierten rassistischen Mob. Viele von ihnen sehen sich dem Hohn ausgesetzt, dass die Staaten, aus denen sie wegen mörderischer Verhältnisse flohen, zum Zwecke der Abschottung zu „sicheren Herkunftsländern“ erklärt wurden.
Selbst in Krisen- und Kriegsregionen wie Afghanistan, Ukraine, Äthiopien, Irak, Iran, Armenien und Somalia wird abgeschoben.

Sie sehen sich auch konfrontiert mit gesellschaftlicher Benachteiligung und der Bedrohung, in ihre Herkunftsländer oder in europäische Länder wie Italien und Griechenland abgeschoben zu werden, in denen Geflüchtete oft unter miserabelsten
Bedingungen ums Überleben kämpfen müssen – obdachlos, ohne medizinische Versorgung, ausgebeutet und rassistischen Angriffen ausgesetzt. Es gilt nicht allein gegen eine Verschärfung der Abschiebepolitik nach der anderen
zu protestieren, sondern jeden Tag zu zeigen, dass es Widerstand gegen die rassistische Asylpolitik gibtWW, die von CDU, AfD, Grünen und SPD voran getrieben wird. Ist es Unrecht, wenn man gegen Recht handelt, das selbst Unrecht ist? War es falsch im Nationalsozialismus Menschen vor der Deportation zu verstecken? Nein. Aber es war gegen geltendes Recht! Und auch heute sehen sich diejenigen, die Menschen vor dem Zugriff des Staates und einer sicheren Abschiebung schützen wollen, mit staatlicher Verfolgung konfrontiert. PfarrerInnen, die Krichenasyl bieten, werden unter Druck gesetzt und mit Verfahren überzogen. Wer versucht Strukturen aufzubauen, um Menschen sichere Verstecke zu bieten, ist ständig der Gefahr hoher Strafen ausgesetzt. So ist das Einzige, was wir heute machen können, nicht auf den Staat zu vertrauen, sondern Solidarität zu leben.
Um es den jeweiligen EntscheiderInnen nicht ganz so leicht zu machen, Europa mit Stacheldrahtzäunen zu verbarrikadieren oder hunderttausende Menschen zurück in Kriegsgebiete und Elendsregionen abzuschieben, müssen wir die praktische Vernetzung von Geflüchteten und von UnterstützerInnen fördern. Um der Hetze gegen Flüchtlinge, dem politischen und gesellschaftlichen Rechtsruck, der Entrechtung der Geflüchteten und der zynischen europäischen Grenz- und Abschiebepolitik gemeinsam etwas Wirksames entgegenzusetzen, gilt:
Wir müssen was tun!
Menschen aus Äthiopien, Afghanistan, der Ukraine und all den anderen Ländern, aus denen Menschen fliehen, haben gute Gründe untereinander solidarisch zu sein. Menschen, die keine Fluchtgeschichte haben und Geflüchtete haben ebenfalls allen
Grund zur Solidarität. Nur in dieser Solidarität kann unsere Antwort liegen auf den Versuch uns zu spalten, in Konkurrenz zu setzen und gegeneinander auszuspielen. Nur mit dieser Solidarität können wir rassistischer Hetze, der Beschneidung unserer
Rechte, dem Rechtsruck in Europa etwas entgegensetzen und gemeinsam für ein besseres Leben für Alle eintreten.
Fluchtursachen made in Germany
Der Umgang mit den Geflüchteten und die Entscheidung, wer hier bleiben darf und wer ins Elend abgeschoben wird, liegt allein beim Staat BRD. HelferInnen werden zwar gern als unbezahlte humanitäre Ersthelfer genutzt, doch auch ihre Stimmen
werden nicht erhört, wenn es um Abschiebungen geht. Derselbe Staat, der seit Jahrzehnten Waffen in viele der Herkunftsländer unserer neuen NachbarInnen verkauft. Derselbe Staat, der Verträge mit den Regimen aufrechterhält, gegen die Geflüchtete in ihrer Heimat kämpfen mussten.
An dem Beispiel Türkei lässt sich leicht erkennen wie unbeeindruckt die BRD faschistische Regime als Handelspartner akzeptiert und gerne wegschaut, wenn Menschenrechte am laufenden Band gebrochen werden. Statt Sanktionen gibt es Bestrebungen Panzer direkt vor Ort bauen zu lassen. So stehen die Pläne von Rheinmetall mit der türkischen Firma BMC Panzer in der Türkei zu bauen vom Bundestag unwidersprochen. Und der Aufschrei ist groß, wenn deutsche PolitikerInnen mit Nazis verglichen werden, aber die Stimmen sehr leise, die den türkischen Präsidenten ehrlich einen Faschisten nennen. Es geht dem deutschen Staat um Handel und um Abschottung durch den Flüchtlingsdeal. Dabei ist das Schicksal von über 6 Millionen
Geflüchteten in der Türkei egal!
Doch die Doppelmoral hat noch viel ekelhaftere Züge. Hier wird vor der Unterdrückung der Frau und dem Menschenhandel im arabischen Raum gewarnt und ein Horrorklischee des arabischen Mannes geschürt. Während die deutsche Regierung
Handel mit Saudi-Arabien vorantreibt, dem Staat mit der größten Verstrickung in den global organisierten Menschenhandel und einem Frauenbild, das Frauen als Besitz des Mannes sieht.
Dieser Regierung dürfen wir nicht die Verantwortung für unsere neuen NachbarInnen überlassen!
Geflüchtete sind hier, weil ihre Heimatländer zerstört werden.
Die hierher – oft unter Lebensgefahr – Geflüchteten hatten gute Gründe, ihre Herkunftsländer zu verlassen. Die einzelnen Fluchtgründe mögen sehr unterschiedlich sein, sie sind aber zurückzuführen auf Unterdrückungsverhältnisse. Menschen fliehen wegen der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, wegen Kriegen und politischer Verfolgung, sie fliehen vor Hunger, Elend, ökologischen Katastrophen, Versklavung, Zwangsverheiratung, Verfolgung aufgrund ihrer ethnischen oder religiösen
Zugehörigkeit, ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Orientierung. Ein an Profit und Konkurrenz ausgerichtetes Wirtschaftssystem bringt überall auf der Welt Unrecht und Elend hervor und produziert in vielen Regionen Fluchtursachen.
Von den Härten von Flucht und Vertreibung und den schlechten Lebensbedingungen sind Frauen besonders betroffen.
Neben den Fluchtgründen, die alle treffen können, sind Frauen zusätzlich noch von besonderen Unterdrückungs- und Verfolgungsverhältnissen betroffen. Ihnen drohen oft Zwangsverheiratung, religiös motivierte Unterdrückung, Versklavung,
Genitalverstümmelung, Vergewaltigung und jegliche andere Formen von Gewalt bis hin zum Mord. In Kriegen werden Frauen häufig systematisch vergewaltigt. In den Flüchtlingslagern (auch in Deutschland) erleben geflohene Frauen größere
Bedrohungen als Männer. Ihnen drohen weiter sexuelle Gewalt, Zwangsprostitution, Übergriffe durch Wachpersonal oder BehördenvertreterInnen und Eingriffe in ihre Selbstbestimmung. Besonders gefährdet sind auch Menschen, die wegen ihrer
sexuellen Orientierung flohen und nun wiederum Angriffen und Erniedrigungen
ausgesetzt sind.
Sexismus, patriarchale Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen sind keine Spezifika bestimmter Regionen. In unterschiedlichen Ausprägungen existieren sie überall auf der Welt. Die patriarchalen Verhältnisse betreffen alle Frauen. Frauen-/genderspezifische Fluchtgründe müssen ohne Wenn und Aber anerkannt werden. Die Rechte von geflüchteten Frauen müssen mit allen Mitteln verteidigt werden.
Keine Lager für Frauen! Alle Lager abschaffen!
Wir fordern:
Schluss mit den Abschiebungen und der Abschottung!
Sofortige Beendigung der menschenverachtenden Maßnahmen nach dem Dublin III Abkommen!
Gleiche soziale und politische Rechte für alle!
Schluss mit den Ursachen von Flucht und Vertreibung!
Schluss mit Kriegseinsätzen und Militärindustrie, mit Rassismus, Patriarchat und Nationalismus!
Solidarität heißt:
Gemeinsam aktiv werden – für eine solidarische Welt ohne Ausbeutung
und Unterdrückung – Kein Mensch ist illegal

www.fluchtursachen.tk bekämpfen
facebook.com/fluchtursachen

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

 

von Alle Bleiben!

Selami Prizreni wurde vom Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, das aktuell in Köln stattfindet, als Künstler und Redner eingeladen. Jedoch wurde er vor zwei Tagen abgeschoben. Dazu erklären die am Tribunal beteiligten Theaterhäuser Schauspiel Köln, Akademie der Künste der Welt Köln, Haus der Kulturen der Welt Berlin und HAU Hebbel am Ufer in Berlin:

Wir verurteilen die am 16.5. erfolgte Abschiebung von Selami Prizreni in den Kosovo aufs Schärfste! Selami Prizreni war als Teil der HipHop Gruppe K.A.G.E als Gast beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ eingeladen, das vom 17.-21.5. im Schauspiel Köln stattfindet. Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ ist eine internationale, von vielen Seiten geförderte Veranstaltung, die sich mit den Versäumnissen von Politik und Sicherheitsbehörden im Kontext des NSU-Komplexes beschäftigt. Selami Prizreni sollte hier als Musiker und als Aktivist auftreten. Selami Prizreni ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, er wurde 2010 schon einmal aus Deutschland abgeschoben, wogegen er erfolgreich geklagt hat. Umso unverständlicher ist seine erneute Abschiebung. Wir nehmen die Abschiebung nicht hin, sondern fordern die sofortige Rückkehr Selami Prizrenis! Wir brauchen ihn hier, als Künstler, als Kollegen, als Kämpfer für die Rechte der Roma, als Freund!

Das Tribunal NSU-Komplex auflösen ist ein Projekt der Betroffenen des NSU-Terrors. Sie haben für diese öffentliche Auseinandersetzung Gäste eingeladen. Selami Prizreni ist einer von ihnen. Seine Abschiebung verhindert diese Auseinandersetzung. Wir fordern daher die Behörden des Bundes und des Landes NRW auf, die Rückkehr von Selami Prizreni noch heute zu ermöglichen.

Erstunterzeichner*innen:

Thomas Laue, Chefdramaturg des Schauspiel Köln, Köln

Ekaterina Degot, Künstlerische Leiterin Akademie der Künste der Welt, Köln

Bernd M. Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer, Berlin

Dr.in Johanna Schaffer, Professorin Kunsthochschule Kassel

Bjørn Melhus, Professor Kunsthochschule Kassel

Paula Bulling, Comiczeichnerin

Madeleine Bernstorff, Filmkuratorin / Autorin

pong film (Alex Gerbaulet, Caroline Kirberg, Merle Kröger, Philip Scheffner)

Konstanze Schmitt, Künstlerin

Ulf Aminde, Professor für Zeitbasierte Künste, *foundationClass, Kunsthochschule Weissensee

Birgit Weyhe, Autorin / Zeichnerin

Florian Wüst, Filmkurator Transmediale

Nadja Krüger, Filmemacherin

Dr. Ulrike Klöppel, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Todd Sekuler, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Cem Kaya, Filmemacher

Jörg Franzbecker, Kurator M.1 Hohenlockstedt / Arthur Boskamp-Stiftung

Nanna Heidenreich, Professorin für Digital Narratives – Theory / ifs internationale filmschule köln

Mareike Bernien, Kunsthochschule Kassel

Claudia Hummel, Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin

Natascha Sadr Haghighian, Künstlerin, Hochschule für Künste, Bremen

Johannes Paul Raether, Professor Kunstakademie Düsseldorf

Bini Adamczak, Autorin

Alice Romoli, Peng! Collective

Dagi Knellesen, Historikerin

Udo Richter, Schwarze Risse Berlin

Prof. Birgit Hein, Vizedirektorin Sektion Bildende Kunst

Tasja Langenbach, Künstlerische Leitung, Videonale Bonn

Doris Liebscher, Juristische Fakultät Humboldt Universität Berlin

Heimo Lattner, Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart

Max Linz, Autor / Regisseur

Ayşe Güleç, Community Liaison documenta 14

Anna Anders,Professorin Universität der Künste Berlin,Fakultät Gestaltung

Karola Gramann, Künstlerische Leitung Kinothek Asta Nielsen e.V., Frankfurt a.M.

Thomas Kilpper, Künstler

Kutlu Yurtseven, Musiker

Tunçay Kulaoğlu, Autor, Dramaturg, Filmemacher
Anna Heilgemeir, stadt von unten, Berlin

Aurora Rodonò, Universität Köln

Maja Figge, Universität der Künste Berlin

Prof. Juliane Karakayali, Evangelische Hochschule Berlin
Katharina König-Preuss, MdL DIE LINKE Thüringen

Ulaş Sener, Universität Potsdam

Kornelia Kugler, Systrar Productions

Sebastian Bodirsky, Video-Editor

Dr. Hussein Jinah, BMA ver.di

Romin Khan, ver.di Bundesverwaltung

Jule Sievert, Kulturmanagerin

Prof. Ove Sutter, Kulturanthropologie, Universität Bonn

Prof. Karin Michalski, KHM Köln

Rixxa Wendland / Christian Obermüller, KuratorInnen spot the silence

Daniel Poštrak, Filmemacher

Michael Willenbücher, Techniker, HU Berlin

Marion von Osten, Künstlerin

ninotschka, Künstlerinnenkollektiv

Annika Hoegner, Künstlerin

Ulrike Steglich, Publizistin

Dr. Daniel Bendix, Universität Kassel

Naomi Hennig, Kuratorin / Künstlerin

Suza Husse, Kuratorin

Aysun Bademsoy, Filmemacherin

Markus Dorfmüller, Fotograf

Robert Burghardt, stadt von unten, Berlin

Kerstin Honeit, Kunsthochschule Kassel

Renate Lorenz, Professorin für Kunst und Forschung, Akademie der Bildenden Künste Wien

Thorbjoern R. Christiansen, Künstler

Renee Uta von der Lippe, Historikerin

Sabine Heinz, Informationswissenschaftlerin

Prof. Dr. Daniel Loick, Goethe Universität Frankfurt

Andreas Siekmann, Künstler

Alice Creischer, Künstlerin

nGbK, neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin

Ballhaus Naunynstraße, Berlin

District Berlin

Alpha Nova Galerie, Berlin

Vierte Welt, Berlin

After the Butcher, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen, Berlin

Bundes Roma Verband e.V.

Roma Art Action

Initiative alle bleiben!

Roma Antidiscrimination Network

Roma Center Göttingen e.V.

Romadness Strange Movies Production

Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Selbstuniversität e.V., Berlin

Raumerweiterungshalle, Berlin

Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Berlin

Betonsalon, Berlin

glokal e.V., Berlin

Kassel Postkolonial

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt

Stadtrevue-Kollektiv, Köln

 

Tutuklu Gazeteci Gabriele Del Grande İçin Dayanışma Eylemi// Solidaritätsaktion für den inhaftierten Journalisten Gabriele Del Grande

(deutsch unten)

20 Nisan 2017 saat 19’da Berlin-Kreuzberg-Kottbussertor’da, Türkiye’de gözaltına alınan İtalyan gaeteci Gabriele Del Grande için bir dayanışma eylemi gerçekleştirildi. Dayanışma eylemi Mülteci Hareketi ve Antifaşistler tarafından organize edildi. Eylemciler değişik dillerde “Hepimiz Gabrieleyiz”, “Gazetecilere Özgürlük” yazılı dövizler taşıdılar.

Gabriele Del Grande, hazırlamakta olduğu kitabı için röportaj yapmak üzere Türkiye’de bulunuyordu. Suriye savaşından kaçan mültecilerle röportaj yapmak için Hatay’da bulunduğu sırada 9 Nisan günü polis tarafından gözaltına alındı. Önce Hatay’daki sınırdışı hapishanesine koydular onu daha sonra da Muğla’daki sınırdışı hapishanesine sevkettiler. Tutuklu gazeteci, düne kadar yakınlarıyla ya da avukatıyla görüştürülmedi. Gerçekleştirdiği protestolar sonunda dün ilk defa eşiyle bir telefon görüşmesi yapabildi. Eşine, açlık grevine başlayacağını söyledi. Tutuklanma gerekçesini bilmediğini, yaptığı işlerin içereği ile ilgili olarak uzun sorgulamalara tabi tutulduğunu söyledi.

Gabriele Del Grande daha önce de İtalya’ya göçen mültecilerle ilgil bir belgesel film yapmıştı.

Auf Deutsch:

Am 20. April 2017 um 19 Uhr fand eine Solidaritätsaktion für den in der Türkei in Haft genommenen italienischen Journalisten Gabriele Del Grande am Kottbusser Tor in Berlin Kreuzberg statt. Die Solidaritätsaktion wurde von Antifaschist*innen und der Flüchtlingsbewegung organisiert. Aktivist*innen trugen Banner, auf denen in mehreren Sprachen „Wir sind Gabriel“, „Freiheit für Journalisten“ geschrieben war.

Gabriele Del Grande war für sein Buchpojekt in der Türkei. Er wollte in Hatay vor dem Krieg in Syrien Geflüchtete interviewen, und wurde dort von der Polizei am 9. April festgenommen. Zuerst kam er in Hatay ins Gefängnis. Danach wurde er zur Abschiebehaft nach Muğla transportiert. Der eingesperrte Journalist durfte bis gestern weder seine Nächsten noch seinen Anwalt sehen. Nach den durchgeführten Protesten konnte er zum ersten Mal gestern ein Telefongespräch mit seiner Frau führen. Seine Frau sagte, er würde einen Hungerstreik beginnen. Er wisse den Grund seiner Verhaftung nicht, er sei aber einem langen Verhör über den Inhalt seiner Arbeit unterzogen worden.

Gabriele Del Grande hatte zuvor einen Dokumentarfilm gedreht, der sich mit Flüchtlingen beschäftigt, die nach Italien ausgewandert sind.

21.04.2017

Turgay UluBerlin

 Solidaritätsaktion für den in der Türkei in Haft genommenen italienichen Journalisten Gabriele Del Grande

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

picture of the violent police arrests at Luxemburg during the march for freedom
March for Freedom Police violence in Luxemburg

Picture of the violent police arrests in Luxemburg during the Refugee March for Freedom 2014

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.picture taken at the march for freedom close to Shengen

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

English

Solidary with the Luxemburg Defendants – Free all Political Prisoners!

March for Freedom Police violence in Luxemburg

Yesterday we were at a rally to “free all political prisoners! “. It was in front of the prison on TurmStr. in Berlin. We were that because of the arrest of 11 people in Luxemburg who were in arrested at the March for Freedom Luxemburg in 2014. I was also arrested at that time. In the photo I am laying on the ground under the police. The police attacked the demonstration in front of the building where conference of the ministers of Interior was taking place. The attacked with dogs. The dogs wore no mussels. We were there to protest against Dublin 3 & 4 etc. and against deportation and European Union asylum policies and against closing the borders. The police in Luxemburg beat us up and now two years later we are being accused. On November 29, 2016 we were in court in Luxemburg. There was no translator and the trial was put off until the 5th and 6th of April 2017. That is why we went to the demo to free all political prisoners yesterday (March 18th)  in Berlin, and we spoke about what happened in Luxemburg. For me it is very clear. We fight for our civil rights, for freedom of movement. It is important that the people come together and fight together for their rights. Everyone has the right to demonstrate! I have participated in many demos, but what happened in Luxemburg, that was really bad. Without any warning, the police had simply moved in and surrounded the demonstration. It has been said that we started an armed revolution, and that isn’t true. It was a peaceful marc, the police were violent. Six of our people were then accused two years later. I am one of them.

It is the policy of the EU is to split people , to discriminate against them. But have no fear, I will fight for freedom and I hope that everyone understands that it is not criminal to fight for freedom, and for ones rights. We need solidarity from people in our fight. One cannot look the other way when other people have to fight for their freedom.

I hope that it goes well on the 5th and 6th of April. On Friday March 24, there will be a meeting at Waldemarstr. 46 (corner Adalbert Str.), come by and inform yourselves, you can ask questions and show your solidarity.

On Monday March 20 there will be a radio program about the story in Luxemburg on wearebornfree Empowerment Radio at 10 a.m. Turn it on and tune in!

Here you find our previous articles

 

 

Grenzregime 3: Der lange Sommer der Migration

 Der lange Sommer der Migration Grenzregime III Buchvorstellung – Grenzregime 3 in Berlin

Dienstag, 28.02.2017 – 19.30 – k-fetisch (Wildenbruchstraße 86, 12045 Berlin)

Buchvorstellung und Diskussion

Grenzregime 3: Der lange Sommer der Migration

Im Jahr 2015 spitzten sich jene Verhältnisse zu, die bereits zuvor das europäische Grenzregime gekennzeichnet hatten: Die Risse des Dublin-und Schengensystems, die Widersprüche zwischen europäischen Abschottungsversuchen, erstarkendem Nationalismus und auf der anderen Seite lokalen Solidaritätspraxen und der Bewegung der Migration.

Der Sammelband Grenzregime 3 hat zeitnah aktivistische und wissenschaftliche Perspektiven auf die Verschiebungen im Grenzregime an den verschiedenen Orten in und außerhalb Europas entwickelt und gebündelt. Auf der Buchvorstellung haben wir Gelegenheit Einblicke in die Perspektiven der Autor*innen Chandra-Milena Danielzik und Lina Ewert sowie Mathias Rodatz und Stefanie Kron als Mitherausgeber*innen zu nehmen und zu diskutieren: Welche Entwicklungen des Grenzregimes können wir rekapitulieren? Wie können diese Widersprüche zugespitzt werden? Welche alternativen Visionen von Europa werden in diesen Kämpfen sichtbar?

Stefanie Kron und Mathias Rodatz rekapitulieren den langen Sommer der Migration und die Krise, Rekonstitution und ungewisse Zukunft des europäischen Grenzregimes.

Lina Ewert erörtert Chancen und Grenzen zivilgesellschaftlicher Seenotrettung am Beispiel der Organisation Seawatch.

Chandra-Milena Danielzik blickt auf die Willkommenskultur, die Geflüchteten-Bewegung und die Suche nach Gemeinsamkeiten der Kämpfe um Rechte.

Eine Veranstaltung des Berlin-Knotens von kritnet (Netzwerk kritische Migrations- und Grenzregimeforschung) in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Schlafplatzorga Vortrag & Küfa

most favorite signboard of Schlafplatzorga

Liebe Leute,

am Donnerstag, 09.02.2017 ist es endlich mal wieder Zeit für die Schlafplatzorga-Küfa, um 19.00 in der Scherer (Schererstraße 8 – Wedding, U-Bahn Linie 9, Nauener Platz).

Die monatliche, unvergleichlich leckere Küfa der Schlafplatzorga wird ab jetzt immer einen Vortrags- und Diskussionsteil umfassen! Das Thema der
Referentin am 9.2. wird sein “Neue Kriege”.
Dazu laden wir 19:00 Uhr in den InfoLaden der Scherer8 ein, ab 20:00 Uhr kann in der Bar rumgehangen werden. Küfa gibt es ab 20:30. Es wird ein Gericht aus dem Tschad gekocht, da der SoliZweck diesmal der Abschied eines lieben Menschen ist, der in sein Heimatland zurück geht, weil es ihm nicht vergönnt ist in Deutschland eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Damit er sein eigenes Business als Busfahrer gründen kann, müssen wir alle gut essen und SoliSchnaps trinken, damit viel Kohle zusammen kommt!
Platten werden aufgelegt!!!
Kein Kampf ohne Mampf!!!

In Vorfreude,
eure Schlafplatzorga

Team Schlafplatzorga OPlatz

Contact us:

When only Monday – Friday: 18.00 – 20.00

Personal near Oranienplatz / Café “Tante Horst”, Oranienstr. 45, Kreuzberg

https://goo.gl/maps/nw2tn9fEjG12

and with our new phone nr. – 0 152 133 850 64

E-mail: schlafplatzorga@gmail.com
Web: https://www.facebook.com/schlafplatzorga

Break the Deportation DNA Chain: “Refugee Black Box – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten”- Jenseits der Gerichtssäle!

Break the Deportation DNA Chain: "Refugee Black Box – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten"

Offizielle Ankündigung
Break the Deportation DNA Chain: “Refugee Black Box – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten”- Jenseits der Gerichtssäle!

27. bis 29. Januar 2017 in Jena – Thüringen.
Save the date! Teilt die Veranstaltung!


Das The VOICE Refugee Forum – Flüchtlingscommunity-Netzwerk von AktivistInnen der Flüchtlings/MigrantInnencommunity wird zusammen mit Anti-Abschiebungsaktivisten am Wochenende vom 27. bis 29. Januar 2017 in Jena die erste Agenda zur Planung des Veranstaltungsprojekts “Black Box Solidarity – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten” präsentieren und diskutieren.

Es handelt sich um ein “Prepar-Tainment” – Wochenendtreffen zur Vorbereitung des politischen Veranstaltungsprojekts “Black Box Solidarity – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten”

Worüber wollen wir sprechen?
Unser Diskussionsschwerpunkt wird darauf liegen, wie wir die Kette der Abschiebung von innen heraus brechen können, auf Strategiediskussionen von Break-Deportation-Aktionen: Unsere historischen Hintergründe und unsere vergangenen politischen Kämpfe gegen Abschiebung und soziale Ausgrenzung werden die Leitlinie unseres fortgesetzten Einsatzes für Gerechtigkeit und Menschenwürde sein.
Wir wollen darüber diskutieren, wie wir, die AktivistInnen der Flüchtlings/MigrantInnengemeinschaft in Deutschland, die unterschiedlichen Gesichter des Unrechts in Europa überwinden können. Wir werden über unsere Erfahrungen, die Kämpfe und Kampagnen der Flüchtlingscommunity gegen die Abschiebekultur des deutschen und europäischen rassistischen Nationalismus und gegen die soziale Ausgrenzung in Deutschland sprechen. Wir wollen darüber redem, wie wir die Missbräuche und Verletzungen unserer Rechte, die Korruption des Abschiebesystems, die gesellschaftliche Ignoranz auch der deutschen Eliten und Politiker gegenüber der menschlichen Würde und der Bewegungsfreiheit bekämpfen können.

Prepar-Tainment – Programm

Freitag und Samstag : Es werden Workshops und Podiumsdiskussionen stattfinden. Parallel zu den Diskussionen wird die Fotoausstellung des Proteststreiks der Flüchtlingscommunity “We will Rise” der O-Platz-Bewegung gezeigt, auch Straßentheater, Kundgebungen und eine Demonstration gehören zu unserer politischen Arena. Nach den Diskussionen und Workshops findet ein Abendprogramm mit Soli-Musik und Konzerten statt.

Samstagabend:

Kulturelle Beiträge und Live- Soli-Konzerte im Café Wagner, Jena. Auf der Liste stehen:

⦁ Das Schwabinggrad Ballet zusammen mit der Hamburger Performancegruppe Arrivati, die sich als »autonomes Kollektiv von Flüchtlingen und People of Colour« bezeichnen
⦁ System D , “eine grenzüberschreitende musikalische Erfahrung, die Unterdrückung, die politische Situation und Grenzkontrollen herausfordert. Reggae ist nicht tot.” (Leipzig)
Sonntag : Fortsetzung der Diskussionen, Perspektiven auf dem Weg nach vorne

Das “Black Box Solidarity – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten” ist ein politisches Experiment und ein Prozess, um unseren alternativen Freiraum wiederzuerschaffen und durch die Röntgenstrahlen der politischen Solidarität der Flüchtlinge eine kritische Aufklärung zu schaffen über die Dekaden des Flüchtlingskampfes gegen die Jahrhunderte kolonialen Unrechts der Abschiebung.

Das Konzept ist ein Prozess aus Inspirationen unserer Kämpfe wie zum Beispiel: der Internationale Flüchtlingskongress der Karawane 2000 in Jena – der Beginn der Residenzpflicht-Kampagne; Oury Jallohs Tod in der Polizeizelle Nr.5 in Dessau 2005 und die daraus folgenden Gerichtsverfahren ab 2008, das Karawane-Festival 2010 gegen Koloniales Unrecht in Jena, das Break Isolation Refugee Camp in Erfurt 2012, auf dem der Protestmarsch von Würzburg nach Berlin 2012 organisiert wurde, und das Internationale Flüchtlingstribunal 2013, die unter anderem von The VOICE und der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen organisiert wurden. (Siehe Links unten) Es steht im Geist der Kontinuität der Kämpfe von The VOICE Refugee Forum seit 1994 im Flüchtlingslager Mühlhausen.

Die Aktionen der Black Box sollen dazu dienen, die Ignoranz der Gesellschaft gegenüber den Missbräuchen und den Verbrechen des Abschieberegimes offenzulegen und die kolonialen Ungerechtigkeiten des Systems sichtbar zu machen.

Wie Marcus Garvay sagte: “Vergesse niemals, dass Intelligenz die Welt regiert und Ignoranz die Lasten trägt. Deshalb: Entferne dich so weit wie möglich von der Ignoranz und strebe so weit wie möglich danach, intelligent zu sein.

Wie in einem Tribunal soll das System angeklagt werden und es soll sich eine Plattform bieten, auf der die Gequälten ihre eigenen Anklagen in das öffentliche Bewusstsein tragen können. Es beinhaltet auch Elemente des Festivals mit seinen kulturellen Beiträgen. Die Idee parodiert die “Black Box” eines Flugzeugs. Sie beinhaltet sensible Informationen, die entscheidend für das Funktionieren sind. Die Gequälten können ihre Klagen einreichen, die die Basis für die nächsten Protestaktionen gegen die allgegenwärtige koloniale Ungerechtigkeit bilden werden.

Schließt euch uns an für die Graswurzelkämpfe der Flüchtlingscommunitybewegung im Jahr 2017 und macht aus “Black Box Solidarity – die ununterdrückbare Stimme und Kraft der Gequälten” eine konkrete und ermächtigende Waffe der politischen Solidarität.

Durch unser Zusammenkommen werden wir weiter voneinander lernen, wie wir unsere Stärke durch Selbstermächtigung ausbauen können, um diese Kultur der Abschiebung zu durchbrechen und die unterschiedlichen Gesichter der Ungerechtigkeit in Europa zu überwinden. Die meisten von uns sind Opfer von Krieg, brutaler und habgieriger Ausbeutung sowie Ausgrenzung. Einige von uns haben ihre Familie verloren, viele von uns sind getrennt von ihren Kindern, Ehefrauen- oder Männern während unzählige von uns auf ihrem Weg nach Europa unter den wachsamen Augen von FRONTEX gestorben sind. Aus diesem Grund sind heute viele von uns traumatisiert. Doch anstatt, dass man uns die nötige therapeutische und andere Unterstützung gibt, werden wir diskriminiert und erleiden verschiedene Formen der psychologischen Folter. Es wird von uns erwartet, dass wir dankbar das unausgesprochene Label „Untermensch“ in der Bezeichnung Flüchtling akzeptieren, weil hier keine Bomben auf unsere Köpfe fallen. – (Break Deportation Culture – Deportation is criminal and we fight to stop it!

Abschiebungen und die damit verbundene Korruption des Rechtssystems und des Regimes sind kriminell! Bekämpft rassistischen Nationalismus!

Lasst uns die Dinge aufschütteln! Bringt das Abschieberegime zu Fall! Stoppt die Abschiebungen!

Bitte spendet und engagiert euch und arbeitet mit uns für eine unabhängige Flüchtlingsgemeinschaft und schließt euch uns und unserer Bewegung an für die Graswurzelkämpfe der Flüchtlingsgemeinschaften im Jahr 2017 an, um aus پgThe Refugee Black Box” eine konkrete und ermächtigende Waffe der politischen Solidarität zu machen

Die Veranstaltung wird durch öffentliche Spenden und Solidaritätsbeiträge finanziert.

Förderverein The VOICE e.V., Sparkasse Göttingen, Code „Break Deportation“
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29

http://breakdeportation.blogsport.de | http://thevoiceforum.org | http://thecaravan.org

Links:
Flüchtlingskongress vom 21. April bis 1. Mai 2000 in Jena
The Caravan Internation Refugee Congress Jena 2000 – “Unite against Deportation and Social Exclusion”
https://www.nadir.org/nadir/kampagnen/karawane-kongress/

Refugee Struggle against Residenzpflicht 2000
Einblick in den Kampf gegen die Residenzpflicht
http://residenzpflicht-apartheid.net/download/residenzpflicht-reader.pdf

Oury Jalloh Campaign Revisited – Break the Silence Archives 2005 – 2009 (English and German) http://thevoiceforum.org/node/1213

“Unite against colonial injustice in commemoration of the victims of Fortress Europe” http://www.karawane-festival.org

Break Isolation – Refugee Protest March from Würzburg to Berlin! http://thevoiceforum.org/node/2683

Refugee International Tribunal in Berlin in 2013,
http://www.refugeetribunal.org/

Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2stay‘ vom 18. bis zum 23. März 2017

Welcome2stay Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2stay‘ vom 18. bis zum 23. März 2017

English, Français and Arabic below! انجليزي وعربي تحت! Einfaches Deutsch unten! Alle Flyer unten!

Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben

Das europäische System der Abschottung wird noch brutaler, Deutschland geht mit immer mehr Abschiebungen voran – lasst uns gemeinsam laut werden! Beteiligt Euch an den bundesweiten Aktionstagen vom 18. bis zum 23. März 2017 für Bleiberecht und gleiche soziale Rechte für alle. Zeigt Eure
solidarischen Netzwerke, Eure Kämpfe und Eure Visionen von einer Gesellschaft in der Migration keine Bedrohung ist.

Zu diesen bundesweiten Aktionstagen rufen wir, vom Bündnis Welcome2Stay, auf. Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus verschiedenen Gruppen und Organisationen des Antirassismus, der migrantischen Selbstorganisation und der Willkommensinitiativen.

Wir fanden uns im Anschluss an den sogenannten „Sommer der Migration 2015“ zusammen, um gemeinsam eine zivilgesellschaftliche Stimme zu entwickeln. Auf einem Kongress im Juni 2016 einigten wir uns, auf die Kernforderungen nach gleichen sozialen Rechten für alle und dem Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.

Jetzt wollen wir aktiv werden und gemeinsam unseren Forderungen Ausdruck verleihen. Die Aktionstage sollen die Stimmen dieser solidarischen Gesellschaft hörbar machen. Sie sollen zeigen, an wie vielen Orten die ganz praktische Umsetzung dieser Forderungen schon gelebt wird. Ebenfalls sollen sie ein Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck innerhalb der Gesellschaft setzten und gegen den Trend des autoritären
nach-unten-Tretens. Egal ob Straßenaktion, Demo, Nachbarschaftsfest oder Infostand: Macht Euch sichtbar, zeigt Eure Arbeit, zeigt Eure Kämpfe und Visionen. Werdet erfinderisch und vor allem: schickt uns Videos, Berichte und Fotos davon. Wir haben für die zentrale Organisation der Tage ein Team zusammengestellt, das die verschiedenen Aktionen koordiniert, Öffentlichkeitsarbeit macht und auch sonst für all Eure Fragen zur Verfügung steht. Für all dies wird es auch noch eine große Arbeitskonferenz in Göttingen am 14. Januar geben (s.u.).

Aufgrund der aktuellen Situation soll im Mittelpunkt des Aktionstages das Bleiberecht stehen: Die in den letzten Monaten verabschiedeten Asylpakete, in denen so genannte sichere Herkunftsstaaten definiert
wurden, haben bereits zu einem massiven Anstieg von Abschiebungen in winterkalte osteuropäische Länder geführt. Die Abkommen mit einigen afrikanischen Staaten, sowie mit Afghanistan lassen weitere
Massenabschiebungen in nächster Zeit befürchten. Vermutlich werden in den nächsten Monaten zehntausende Afghan*innen in ein vom Krieg zerstörtes und immer noch von kriegerischen Auseinandersetzungen gekennzeichnetes Land zurückgeschickt.

Warum das Wochenende vom 18. März 2017? An diesem Tag jährt sich die Unterzeichnung des EU-Türkei Deals, der die „Regulierung der Flüchtlingsströme“ zum Ziel hat und so zur Brutalisierung des
europäischen Grenzregimes beiträgt. Mit dem Aufruf zu Aktionen an diesem Tag reihen wir uns ein, in einen europaweiten Protest gegen das brutale Grenzregime und den Kampf für Bewegungsfreiheit, sowie das Recht auf Ankommen und Bleiben. So ruft auch das Hotel City Plaza in Athen zu Aktionen auf. Das Hotel City Plaza wurde vor einem halben Jahr besetzt und dient seit dem als siebenstöckiges, selbstverwaltetes Zuhause für Geflüchtete und Ort des Antirassismus und der Solidarität. (Hier findet Ihr den Aufruf:
http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

Um unsere Aktionen zu koordinieren und uns über Aktionsformen und
Handlungsansätze auszutauschen, einander zu inspirieren und zu ermutigen, laden wir zu einer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 von 12 – 17 h in die Musa in Göttingen ein.


 

Call for nationwide action days ‚Welcome2Stay‘ from 18th to the 23rd March 2017
For the right to come, to go and to stay

The European system of exclusion is getting more and more brutal. Germany is going ahead with more and more deportations – Let us raise our voice together! Join the nationwide days of action for a right to
stay and equal social rights for everyone from 18th to 23rd of March. Show your solidarity, your struggles and your visions of a society in which migration does not pose a threat.

Welcome2Stay is calling for these nationwide action days. We are a network of various groups and organisations working in the field of antiracism, self-organisation of migrants and welcoming initiatives.
Following the so called “Summer of migration 2015” we came together to develop a common civic voice and on a congress in June 2016 we agreed on two core demands for equal social rights and the right to come, to go and to stay.

Now we want to spring into action and express our common demands. The action days are supposed to raise attention to the voice of this solidary society. They are supposed to show that the practical application of these demands is already happening in many places. They are also supposed to take a stance against the current rightward shift in society and against the trend of authoritarian kicking down. It does
not matter if street action, demo, neighbourhood party or information booth: Take a stand. Show your work, show your struggles and show your visions. Get creative and above all send us videos, reports and pictures of it. We put together a team for the central organisation and coordination of the various activities on these action days. It will be also responsible for public relations and for any other questions. For all of this there will be also a big conference in Göttingen on the 14th January (see below).

Due to the current situation the focus of the action days will be on the right to stay. The adopted asylum packages, which state the so called safe countries of origin, led to a massive increase of deportations to
ice-cold eastern European countries. After the conclusion of agreements with some African states as well as with Afghanistan we fear further mass deportations in the near future. Probably in the next few months
ten thousands of Afghans will be send back to a country, which is still destroyed by war and suffers from military conflicts.

Why did we choose the weekend of 18th March 2017? On this day will be the anniversary of the ratification of the EU-Turkey deal. The objective of this deal was the “regulation of refugees’ flows”, which is
contributing to the brutalisation of the European border regime. With this call for the 18th March we are joining the Europe-wide protests against the brutal boarder regime and struggle for freedom of movement as well as the right to come and stay. Also the Hotel City Plaza in Athens is calling for action. This 7 floor hotel was squatted half a year ago and serves since then as a self-administrated home for refugees and as a place of antiracism and solidarity. (Here you can find
the call: http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

We invite you to our conference on 14th January 2017 in Göttingen (place and time will be announced). We invite you to coordinate our actions and to exchange views on our forms and approaches of action. We invite you to inspire and encourage each other. We invite you to our conference.


 

Rencontre de mouvements du bienvenue, de la solidarité, de la migration et de l’antiracisme

Appel aux journées d’actions « welcome2stay » du 18 au 23 mars 2017 dans toute l’Allemagne
Pour le droit de venir, de partir et de rester

Le système européen de l’isolation devient de plus en plus violent, l’Allemagne marche devant en augmentant le nombre de reconduites – Allons ! Devenons plus forts ensemble !
Participez aux journées d’actions du 18 au 23 mars 2017 pour le droit de séjour et des droits sociaux égaux pour toutes et tous. Présentez vos réseaux solidaires, vos luttes et vos visions d’une société où la migration n’est pas une menace.

Nous, l’alliance « welcome2stay », appelons à ces journées d’actions ayant lieu en toute l’Allemagne. « Welcome2stay » est un réseau de différents groupes et organisations de l’antiracisme, de la gestion autonome migrante et d’initiatives d’accueil.
Nous nous sommes retrouvés après le dit « été de la migration 2015 » pour développer ensemble une voix de la société civile. Lors d’un congrès en juin 2016, on s’est mis en accord sur les demandes de droits sociaux égaux pour toutes et tous et le droit de venir, de partir et de rester.

Maintenant, on veut devenir actif pour exprimer ensemble nos demandes. Les journées d’action ont pour but de rendre audible la voix de cette société solidaire. Elles visent sur le but de montrer à combien de lieux la mise en pratique de ces demandes est déjà réalisée. De plus, elles devraient ouvrir la voie contre l’actuelle poussée à droite dans la société et contre la tendance autoritaire de donner des coups de pieds vers le bas de la société. Peut importe si action dans la rue, manifestation, fête de voisinage ou stand d’information : Rendez-vous visible, montrez votre travail, montrez vos luttes et vos visions. Devenez inventifs et avant tout : envoyez-nous-en des vidéos, des rapports et des photos. Pour l’organisation centrale de ces jours, nous avons crée une équipe qui coordonne les différentes actions, qui travaille dans les relations publiques et qui est à votre disposition pour toutes vos questions. Pour tout cela, il y aura encore une grande conférence de travail à Göttingen le 14 janvier 2017 (voir ci-dessous).

À cause de la situation actuelle, le droit de séjour sera au centre des journées d’actions : Les dits « paquets d’asile » des mois récents, dans lesquels sont définis des soi-disant « États d’origine sûrs », ont déjà mené à une croissance massive de reconduites dans des pays de l’Europe de l’Est avec un hiver très froid. Les accords avec quelques états africains et avec l’Afghanistan ouvrent la voie à d’autres potentielles reconduites de masse dans le temps qui vient. Dans les prochains mois, des dizaines de milliers d’Afghans seront reconduits dans un pays qui est détruit d’une guerre continue.

Pourquoi choisir le week-end du 18 mars 2017 ? C’est le premier anniversaire de la signature du traité entre l’Union Européenne et la Turquie qui a pour but la « régulation des courants de réfugiés » et qui contribue de cette manière à la déshumanisation du régime de frontières européen.
Avec l’appel à des actions ce jour-là, nous nous classons dans la protestation à l’échelle européenne contre le régime de frontière inhumain, dans la lutte pour la liberté de mouvement et le droit de venir et de rester. C’est aussi l’hôtel « City Plaza » à Athènes qui a appelé à ces actions. L’hôtel « City Plaza » a été occupé il y a une demi-année et sert depuis à un refuge autogéré de sept étages pour des réfugiés et à un lieu de l’antiracisme et de la solidarité. (Ici, vous trouverez l’appel : http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

Pour coordonner nos actions, pour parler de différentes formes d’actions et d’approches et pour nous inspirer et encourager mutuellement nous invitons à une conférence de travail le 14 janvier 2017 entre 12 et 17 heures à la Musa à Göttingen.


 

دعوة إلى أيام الأنشطة السياسية في كل أنحاء ألمانيا من الاتحاد “قدمتم
أهلا ووطئتم سهلا” في الفترة من ال18 حتى ال23 مارس\ آذار
لأجل الحق بالمجيء وبالذهاب وبالإقامة

يصبح نظام الاعتزال حاليا أقسى وأقسى. ويتقدم ألمانيا مع أكثر وأكثر
ترحيلات – لئن نعلو صوتنا معا!
شاركوا بأيام الأنشطة السياسية في كل أنحاء ألمانيا في الفترة من ال18 حتى
ال23 مارس\ آذار للحق بالإقامة ولحقوق اجتماعية متشابهة لكل شخص. أروا
جماعاتكم للتضامن وكفاحاتكم ورؤاكم من مجتمع به الهجرة ليست تهديداً.

ندعو نحن من الاتحاد “قدمتم أهلا ووطئتم سهلا” إلى هذه أيام الأنشطة
السياسية. نحن اتحاد أو تحالف أو شبكة من جماعات ومنظمات مناهضة للعنصرية
مختلفة ومنظمات الذات من اللاجئين والمهاجرين وجماعات الاستقبال.
اجتمعنا إثر ما يسمى بـ”صيف الهجرة 2015“ لنطور معا صوت المجتمع المدني
فالصوت ممن يستقبل هجرة القادمين الجدد. اتفقنا في مؤتمر في يونيو\حزيران
أن مطابنا الأساسية هي حقوق اجتماعية متشابهة لكل شخص والحق بالمجيء
وبالذهاب وبالإقامة.

نريد الآن ان نصبح نشاطاً ونقدم مطالبنا معاً. على أيام الأنشطة السياسية
أن يُسمِع صوت المجتمع المتضامن هذا. عليها أن تري عدد الأماكن بها هذا أمر
واقع. وكذلك عليها أن تمثل رمزا ضد التحول الحالي إلى اليمين والسلوك
المستبد الذي هو تقليل القيمة ممن أدناه أو ممن له أقل حقوق. سواء آعمال في
الشوارع أو مظاهرات أو حفلات في الحارات أو طاولات مع معلومات فاتركوا
أنفسكم ظاهرين وأروا عملكم وكفاحاتكم ورؤاكم. أبدعوا وخصوصا. ابعث إلينا
فيديوهات وتقريرات وصور من نشاطاتكم. ألفنا فريقا للتنظيم ألأساسي الذي
سينسق الأفعال المختلفة والعلاقات العامة وسيساعدكم في كل المواضيع. لأجل
كل هذا سوف يوجد مؤتمر في مدينة غوتنغن في ال14 يناير\ كانون الثاني.

بفضل الوضع الحالي يتعين التركيز على الحق بالإقامة: القوانين الجديدة التي
أصبحت موافقة عليه في المدة الأخيرة فيها تمت تعيين ما يسمى ببلاد آمنة
قادت إلى رفع ظاهر من الترحيلات إل بلاد شرق أوروبا الباردة جدا بسبب
الشتاء. تهدد الاتفاقات مع بلاد إفريقية وأفغانستان بتحى أكثر ترحيلات. من
المحتمل أن يسفروا بشكل إجباري أفغانيين وأفغانيات بعدد الآلاف إلى بلد
مدمر من الحرب وبه ما زالت اشتباكات حربية.

لماذا نهاية الأسبوع من ال18 مارس\ آذار 2017؟ بهذا التاريخ عيد ميلاد
الاتفاقية بين ألمانية وتركيا التي هي هدفها تخفيف ما يسمى بـ”تيارات
اللاجئين” وبذلك تساهم في وحشية نظام الحدود الأوروبية.
بالدعوة إلى نشاطات في هذه الأيام نقف مع احتجاجات أخرى في كل أنحاء أوروبا
ضد نظام الحدود القاسي والكفاح لأجل حرية التحرك والحق بالمجيء وبالإقامة.
كذلك يدعو الفندق “سيتي بلازا” إلى أفعال. يُعتصم الفندق به قبل نصف سنة
ومنذ ذلك تخدم العمارة سبعة الطوابق كمنزل يُسكن وينظَّم من قبل اللاجئين
ومكان المناهضة للعنصرية التضامن.
)http://solidarity2refugees.gr/international-call-city-plaza-18-march-european-day-action/)

لتنسيق أفعالنا والتبادل عن أنواع الأفعال والأهداف ولكب نلهم بعضنا بعضاً ندعو

إلى مؤتمر في ال14 يناير\ كانون الثاني في غوتنغن. سيتم تصريح الموقع والوقت


Aufruf zu bundesweiten Aktionstagen ‚Welcome2Stay‘ vom 18. bis 23. März 2017

Für das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben

(Kurzfassung: leicht zu lesen)

Wir sind Aktive im Bündnis Welcome2Stay („Willkommen um zu bleiben“). Wir rufen Euch zu Aktionstagen vom 18. bis 23. März 2017 in ganz Deutschland auf.

Welcome2Stay ist ein Netzwerk aus Gruppen gegen Rassismus, aus Organisationen von Migranten und  Willkommens-Initiativen. Wir fordern: gleiche soziale Rechte für alle und das Recht zu kommen, zu gehen und zu bleiben.

Die Aktionstage sollen die Stimme einer solidarischen Gesellschaft hörbar machen. Sie sollen ein Zeichen gegen den aktuellen Rechtsruck in der Gesellschaft setzen. Im Mittelpunkt soll das Bleiberecht stehen.

Am 18. März 2017 jährt sich der EU-Türkei-Deal. An diesem Tag werden europaweit Proteste stattfinden: gegen das brutale Grenzregime der EU und gegen die massenhaften Abschiebungen. Auch das selbstverwaltete Hotel City Plaza in Athen ruft zu Aktionen auf (hier). Wir reihen uns in diese Aktionen ein.

Macht Euch sichtbar: mit Straßen-Aktionen, Demos, Nachbarschafts-Festen oder Infoständen. Zeigt Eure Arbeit, Kämpfe und Solidarität. Bitte schickt uns Videos, Berichte und Fotos davon. Unser Koordinierungs-Kreis wird Eure Aktionen unterstützen und öffentlich machen.

Wir wollen die Aktionen mit Euch vorbereiten. Kommt zu unserer Arbeitskonferenz am 14. Januar 2017 von 12 bis 17 Uhr in die Musa in Göttingen!


Hier geht’s zum Download, zum Ausdrucken und Weiterverbreiten:

in Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Kurzfassung in einfachem Deutsch:

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Flyerversion-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Call-for-nationwide-action-days_flyer-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Franzoesisch-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Franzoesisch-page-002.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf_zum_bundesweiten_Aktionstag_Flyer_arabisch-page-001.jpg

http://welcome2stay.org/wp-content/uploads/2016/04/Aufruf-Aktionstage-Kurzfassung-3.jpg

Alternativ die gleichen Flyer in PDF – Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Kurzfassung in einfachem Deutsch:

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyerversionaufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyerversion

call-for-nationwide-action-days_flyer

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_franzoesisch

aufruf_zum_bundesweiten_aktionstag_flyer_arabisch

aufruf-aktionstage-kurzfassung-3

Widerstand gegen die Abschiebemaschinerie, Knäste und Grenzzäune

gefluchtete-im-hungerstreik-solidaritat-in-muhldorfHallo Genoss*innen,
am 21. Februar 2016 (1) sind zehn Geflüchtete aus verschiedenen Ländern im Abschiebeknast in Mühldorf am Inn, eine kleine Stadt in der Nähe von München, in den Hungerstreik getreten, weil ihnen gegen ihre Abschiebung kein anderes Mittel blieb. Allerdings wurde ihr Protest von Medien und Politik mit Ignoranz beantwortet.Aus politischer Solidarität und als Protest gegen diese Ignoranz haben wir uns entschieden, eine Aktion zu machen, damit die Stimme von diesen Geflüchteten gehört wird. Wir – drei antirassistischen, antifaschistischen Genoss*innen von euch – haben am 26. Februar 2016 (2) den Haupteingang des KVRs (Kreisverwaltungsreferat) blockiert, indem wir uns an die Haupteingangstüre ketteten. Unsere Forderung war die Aussetzung der Abschiebungen der Streikenden und dass den Hungerstreikenden eine Pressekonferenz in dem Abschiebeknast ermöglicht wird. (3) Weitere Infos zu dem Hungerstreik in Mühldorf und zu den Abschiebungen der Streikenden unter http://solidarityandresistance.blogsport.de/.

Nachdem wir die Blockade fünf Stunden aufrecht erhielten, wurden wir von Polizist*innen festgenommen. Vor drei Wochen haben wir Briefe bekommen, mit denen die Repression gegen uns  begonnen hat. Aus den drei verschiedenen Strafen, die jede von uns bezahlen soll, müssten wir insgesamt 7000 Euro bezahlen.

Wir sind der Meinung, dass unsere Aktion notwendig und dringend war, um den Medienfokus auf den Widerstand dieser Gruppe von Geflüchteten zu lenken, die von Abschiebung betroffen sind, einen letzten Versuch unternahmen, sich ihr Bleiberecht zu erkämpfen und deren Stimmen dann ungehört blieben.

Wir glauben, dass viele von euch in dieser Situation eine ähnliche Entscheidung getroffen hättet, deswegen hoffen wir, dass ihr euch als einen Teil dieser Aktion seht und euch mit uns solidarisiert.

Weil der Widerstand von Zaki und den anderen Hungerstreikenden nicht in Vergessen geraten soll.
Weil jeder Widerstand gegen die Abschiebemaschinerie, Knäste und Grenzzäune legitim ist.
Weil wir ihrer Repression unsere Solidarität entgegensetzen.

Solidarische Grüße,
Arash, Julia, Steffi

(1)
http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.drei-personen-in-gewahrsam-poccistrasse-versammlung-vor-kvr-aufgeloest.e099b87f-7a97-40cd-b6fa-ad01ddb47da1.html
(2)
http://www.br.de/nachrichten/oberbayern/inhalt/hungerstreik-asylbewerber-muehldorf-100.html
(3)
https://www.facebook.com/refugeestruggle/posts/471641599693302

DE97 4306 0967 8211 8888 01
GLS Bank
Stichwort: KVR Aktion

Next Page »