Tag: police violence

Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt am 10. Juli

Hussam Fadl – von der Polizei von hinten erschossen

Kundgebung 10. Juli, 17:00 Uhr, Platz der Luftbrücke 6, Polizeipräsidium

“Wir sind vor dem Tod geflohen und fanden nichts als den Tod.” (Zaman Gate, Ehefrau)

Am 27.9. 2016 wurde Hussam Fadl, Flüchtling aus dem Irak, bei einem Polizeieinsatz auf dem Gelände
einer Flüchtlingsunterkunft von hinten erschossen. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen die verantwortlichen Polizisten wurde Ende Mai 2017 mit dem Verweis auf Notwehr eingestellt. Dies kommt einem Freispruch der Polizisten gleich, die gezielt und von hinten auf Hussam Fadl geschossen haben. Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), die Beratungsstelle ReachOut und der Flüchtlingsrat Berlin kritisieren die Einstellung der Ermittlungen und rufen gemeinsam mit Familie Fadl zur Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt auf.

 
Familie Fadl floh im Jahr 2014 mit drei kleinen Kindern von Bagdad nach Deutschland. Auf ihrer
Flucht übers Mittelmeer und entlang der Balkanroute erlebten sie, was vielen Geflüchteten zustößt:
Hunger, Angst, Ungewissheit, Demütigungen, Behördenwillkür.

 
Endlich in Berlin angekommen, hofften sie auf Sicherheit und die Möglichkeit, ein neues Leben
aufzubauen. Die Familie wurde in einer Notunterkunft für Flüchtlinge, der Traglufthalle im Stadtteil
Moabit– dem sogenannten ‚Ballon’ – untergebracht. Sie versuchten, in Deutschland Fuß zu fassen
und trotz der fürchterlichen Umstände im Lager die Strapazen und Demütigungen der Flucht zu
vergessen.

 
Doch am 27.09.2016 wurde die kleine Tochter der Familie Fadl von einem anderen Bewohner im
direkten Umfeld der Notunterkunft sexuell missbraucht. Der mittlerweile verurteilte Täter wurde
bei der Tat von Bekannten der Familie überführt und sofort dem Sicherheitspersonal der Unterkunft
übergeben.

 
Nach Recherchen von KOP und ReachOut berichten damals Anwesende, dass sich an dem sonnigen
Septembertag viele Bewohner*innen des Lagers draußen vor der Halle aufhielten und sich die Tat
zwar schnell rumgesprochen hatte, jedoch trotz allgemeiner Aufregung keiner an Selbstjustiz dachte
oder sich dem Täter näherte. Allen war klar, dass dieser nun von Sicherheitspersonal und Polizei
behandelt würde, dahin hatten die unmittelbaren Zeugen des Missbrauchs den Mann schließlich
eigenhändig übergeben.

 
Zeug*innen berichten auch, dass die vom Sicherheitspersonal alarmierte Polizei mit mehr als 30
Beamt*innen anrückte, das Gelände umstellte, und alle Menschen bleiben mussten, wo sie sind,
niemand durfte rein oder rausgehen. Vor Ort wurde der Missbrauchsfall aufgenommen, der Täter
und die beiden Zeugen befragt. Die Polizei führte den Täter ab, brachte ihn zu einem Polizeiauto,
schloss die Türen, hinter denen der Täter sicher saß. Dann fielen Schüsse.

 
Fakt ist: Drei Polizeibeamte schossen auf Hussam Fadl, den unbewaffneten Vater des
missbrauchten Mädchens, als dieser sich dem Täter zu nähern versucht haben soll. Eine Kugel traf
ihn tödlich von hinten. Hussam Fadl stirbt noch am selben Tag im Krankenhaus. Er wurde im Alter
von 29 Jahren von Berliner Polizeibeamten von hinten erschossen. Er hinterlässt eine Frau und drei
Kinder.

 
Die Version der Polizei: Hussam Fadl sei mit einem Messer auf den Täter losgegangen. Diese
Geschichte ermöglicht den Schützen zu behaupten, sie hätten aus Notwehr geschossen und bedient
gleichzeitig das rassistische Stereotyp des ‚aggressiven, stets mit einem Messer bewaffneten Arabers, der nach Rache und Selbstjustiz sinnt’. Später tauchte ein Küchenmesser als ‚Beweismittel’ auf, das die Geschichte der Schützen untermauern soll.

 
Recherchen von Unterstützer*innen zeichnen ein anderes Bild und werfen viele noch offene Fragen
auf – diese müssen öffentlich und vor einem Gericht geklärt werden: Keine*r der Menschen an der
Traglufthalle hat das Messer vor Ort gesehen, Zeug*innen bestätigen übereinstimmend, HussamFadl sei definitiv unbewaffnet gewesen.

 
Wir fragen: warum haben die Polizisten geschossen? Wen wollten sie schützen? Ihre Kollegen – in
deren Richtung sie feuerten? Den Täter – der bereits gesichert im Auto saß? Welche Gefahr stellte
Hussam Fadl für wen da?

 
Wir fordern:
Lückenlose Aufklärung der Erschießung von Hussam Fadl!
Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft und ein Strafverfahren gegen die Polizeibeamten, die auf
Hussam Fadl geschossen haben!
Die sofortige Suspendierung der beschuldigten Polizisten!

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Internationaler Aufruf zu Aktionstagen an der Grenze Frankreich Italien

International mobilisation IN THE FRENCH-ITALIAN BORDER ON 15TH AND 16TH APRIL

Deutsch – English – français

14.-17. April

Internationaler Aufruf zu Aktionstagen an der französisch-italienischen Grenze

Am Osterwochenende 14.-17. rufen wir international auf, Migrant_innen zu unterstützen und die Situation von Verfolgung und Repression an der Französisch-italienischen Grenze anzugreifen. Lasst uns unsere Realitäten und unsere Kämpfe teilen und zahlreich demonstrieren!

Das Projekt entstand aus dem “Réseau Migrant Sud-Est”, mit Menschen aus Grenoble, Marseille, Gap, la Roya, den Cevennen, den Alpes de Haute Provence, Var, den Alpes maritime und mehreren Regionen Italiens.

In ganz Europa mit seinen inneren und äußeren Grenzen sind Migrant_innenmit einem militärischen Polizeistaat konfrontiert, der sie kontrolliert, einsperrt, sie verletzt und vertreibt. Diejenigen, die versuchen “ihre” Gebiete zu durchqueren oder sich dort niederzulassen.

An der französisch-italienischen Grenze, die im Jahr 2015 wieder eingerichtet wurde, sammeln sich die „Reisenden“ in Ventimiglia, um die Überquerung der Grenze zu versuchen, was immer schwieriger wird, über das Roya-Tal, durch Menton und die Umgebung.

Die Jagd der Staaten und der EU auf Migrant_innen nimmt immer weiter zu und hat bereits mehrere Leben gekostet. Für die Reisenden heißt dies Abschiebung, auch wenn sie minderjährig sind oder Asyl suchen. Für Unterstützer_innen bedeutes dies Strafverfolgung und Repression, die Zahl der Strafprozesse steigt.

Das Konzept der Illegalisierung von Migration kommt nicht von ungefähr: Es bietet die Ausbeutung von Arbeitskräften zu niedrigstem Lohn im Interesse des Kapitals. Es dient als Vorwand um uns zu spalten und um immer weitergehende Kontrollen, weitere Prekarisierung und Unterdrückung zu akzeptieren. Nicht zu reden von all denen, die an diesem lukrativen Markt reich werden, zwischen Stacheldraht, Beton und High-Tech-Ausrüstung.

Doch Solidarität und Widerstand sind möglich: NoBorder Camps, massive Unterstützung von Grenzüberquerungen durch Soli-Strukturen und verschiedene andere Solidaritätsaktionen: In Ventimiglia und darüber hinaus drückt sich dies in verschiedenen Formen aus. Die Initiativen werden teilweise von Repression verfolgt, aber sie zeigen uns, dass es möglich ist, zumindest für einen Moment Breschen der Freiheit und der Solidarität in die Festung zu schlagen.

Hinsichtlich ihrer Grenzen und dem Rückzug des Sozialen fordern wir die Bewegungsfreiheit und ein Bleiberecht für alle und überall!

Kommt zu den Aktionstagen an der Französisch-italienischen Grenze vom
14. bis 17. April:

● um die Situation an der Französisch-italienischen Grenze und drum
herum sichtbar zu machen

● um uns zusammen zu organisieren, egal was unser Status ist, wir wollen
die weit verbreitete Repression anprangern und angreifen

● um uns über unsere unterschiedlichen Realitäten, Kämpfe und Strategien
auszutauschen, unseren individuellen Situationen folgend.

● um uns Zeit für gemeinsame Aktion zu nehmen und die „Festung Europa“
zu zerstören.

Gegen Grenzen und ihre Welt!

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vorläufiges Programm

14.4. Freitag: Aufbau – Beginn

Samstag 15.4:
– Morgens: Workshops
– Nachmittags: Vorträge, Diskussionen und Vorführungen,
– Abends: Musik, Konzerte, Bar

Sonntag, 16.4.: Protest, möglichst wenig offensiv, sondern Festivalartig

Montag, 17.4.: Abbau, Zeit um Netzwerke zu stärken, Ostereiersuche und
mehr..

Weitere Informationen in den kommenden Wochen oder kontaktieren Sie uns:

mobilisationinternationale2017@riseup.net
internationale Mobilisierung, 2017 (facebook)
mobilisationinternationale2017.noblogs.org

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14.-17. of April
Days of Action at the Franco-Italian border

At the Weekend 14th to 17th of April we call for Action days for the international support of migrants and denounce the situation of tracking and repression on the Franco-Italian border. Let us share our realities, our struggles and demonstrate together!

This idea came out of a self-organized group, resulting from the „Réseau Migrant Sud-Est“ with people from Grenoble, Marseille, Gap, La Roya, Cévennes, Alpes de Haute Provence, Var, Alpes Maritimes, and several regions of Italy.

Everywhere in Europe and at its internal and external borders, „migrants“ are confronted with the military-police systems of states that control, lock, violate and expel those who attempt to cross „their“ territories or want to live there.

On the Franco-Italian border, re-established in 2015, the „migrants“ gather around Ventimiglia to attempt the increasingly difficult passage through the Roya valley or Menton and its surroundings. The tracking of the state and European forces, very intense, has already cost several lives. For the „migrants“ arrested it means deportation, even if they are minors or are asking for asylum. For the supporters it means judicial repression: Trials are multiplying right now.

The concept of „clandestine immigration“ is by no means a coincidence, it is offering a low-cost workable labor force to imperialist and capitalist interests. It serves as a cop-out to divide us and make us accept ever more controls, precariousness, repression. Not to mention all those who get rich in this juicy market, between barbed wire, concrete and high-tech equipment.

However, solidarity and resistances is possible. In Ventimiglia and elsewhere it has taken various forms: No Border camps, massive support of travelling by solidarity people, demonstrations, active solidarities and various actions. Even if these initiatives have sometimes been repressed, they show us that it is possible, at least for a moment, to open paths of freedom and solidarity inside the fortress.

Faced with their borders and fortress Europe, we demand freedom of movement and the right to stay for all and everywhere.

We call for international mobilization at the Franco-Italian border

APRIL 14-17th for:

● Visibilize the situation on the Franco-Italian border and its surroundings

● To organize together, whatever our administrative status, to denounce
and fight repression

● To exchange around the different realities and strategies of
struggles, according to our territories and our concrete situations

● Take the time to meeting for planning common actions to break
„fortress Europe“

Against the borders and their world!

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Preliminary program

Friday, 14th: reception, Start

Saturday, 15th:
– morning: workshops
– afternoon: conferences-discussions- projections
– evening: music, acoustic concerts, bar

Sunday, 16th: Protest as big as possible, non-offensive but festive

Monday 17th: networking, egg hunt and more

For more information see the next weeks or contact us:

Mobilizationinternationale2017@riseup.net
International mobilization 2017 (facebook)
Mobilizationinternationale2017.noblogs.org

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français

14.-17. avril

Mobilisation Internationale à la frontière franco-italienne

Week-end du 15 et 16 avril de mobilisation internationale pour soutenir les personnes migrantes et dénoncer la situation de traque et de répression à la frontière franco-italienne. Venons partager nos réalités, nos luttes et manifester en nombre !

Ce projet est né d’une commission autogérée, issue de la coordination « Réseau Migrant Sud-Est » regroupant des personnes résidant à Grenoble, Marseille, Gap, dans La Roya, les Cévennes, les Alpes de Haute Provence, le Var, les Alpes maritimes, et plusieurs régions d’Italie.

Partout en Europe et à ses frontières internes et externes, les « migrant-e-s » se heurtent aux dispositifs militaro-policiers des États qui contrôlent, enferment, violentent et expulsent celles et ceux qui tenteraient de traverser « leurs » territoires ou de s’y installer.

A la frontière franco-italienne, rétablie en 2015, les « migrant-e-s » affluent autour de Vintimille pour tenter le passage, de plus en plus difficile, par la vallée de la Roya ou par Menton et ses environs. La traque des forces étatiques et européennes, très intense, a déjà coûté plusieurs vies. Pour les « migrant-e-s » arrêté-e-s, c’est la déportation, même s’illes sont mineures ou qu’illes demandent l’asile. Pour les soutiens, c’est la répression administrative et/ou judiciaire. Les procès se multiplient.

Le concept « d’immigration clandestine » n’est en rien un hasard, en offrant une main d’œuvre corvéable à bas coût aux intérêts impérialistes et capitalistes. Il sert d’épouvantail social pour nous diviser et nous faire accepter toujours plus de contrôles, de précarité, de répression. Sans compter tous ceux qui s’enrichissent sur ce marché juteux, entre barbelés, béton et matériel high-tech.

Pourtant, solidarités et résistances sont possibles. A Vintimille et ailleurs, elle a pris diverses formes : campements, presidio No Borders, passages massifs en force ou au compte goutte aidés par des personnes solidaires, manifestations, solidarités actives et actions diverses. Même si ces initiatives ont parfois été réprimées, elles nous montrent qu’il est possible, au moins pour un instant, d’ouvrir des brèches de liberté et de solidarité dans la forteresse.

Face à leur frontières et au repli communautaire, nous revendiquons la liberté de circulation et d’installation pour tout-e-s.

Nous appelons à une mobilisation internationale à la frontière
franco-italienne LES 15 ET 16 AVRIL pour :

● Visibiliser la situation à la frontière franco-italienne et ses alentours

● S’organiser ensemble, quel que soit notre statut administratif, pour
dénoncer et combattre la répression généralisée

● Échanger autour des différentes réalités et stratégies de luttes,
selon nos territoires et nos situations concrètes

● Prendre le temps de la rencontre dans la perspective d’actions
communes pour briser l’« Europe forteresse »

Contre les frontières et leur monde

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Programme temporaire

Vendredi 14 : montage – accueil

Samedi 15 :
– matin : ateliers
– après-midi : conférences-discussions- projections
– soir : chants, concerts acoustiques, bar

Dimanche 16 : Manifestation la plus large possible, non-offensive mais
festive

Lundi 17 : démontage, prendre le temps de consolider les liens, chasse
aux œufs et plus si affinité

Pour plus d’infos ces prochaines semaines ou nous contacter :

mobilisationinternationale2017@riseup.net
mobilisation internationale 2017 (facebook)
mobilisationinternationale2017.noblogs.org

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

picture of the violent police arrests at Luxemburg during the march for freedom
March for Freedom Police violence in Luxemburg

Picture of the violent police arrests in Luxemburg during the Refugee March for Freedom 2014

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.picture taken at the march for freedom close to Shengen

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

English

Solidary with the Luxemburg Defendants – Free all Political Prisoners!

March for Freedom Police violence in Luxemburg

Yesterday we were at a rally to “free all political prisoners! “. It was in front of the prison on TurmStr. in Berlin. We were that because of the arrest of 11 people in Luxemburg who were in arrested at the March for Freedom Luxemburg in 2014. I was also arrested at that time. In the photo I am laying on the ground under the police. The police attacked the demonstration in front of the building where conference of the ministers of Interior was taking place. The attacked with dogs. The dogs wore no mussels. We were there to protest against Dublin 3 & 4 etc. and against deportation and European Union asylum policies and against closing the borders. The police in Luxemburg beat us up and now two years later we are being accused. On November 29, 2016 we were in court in Luxemburg. There was no translator and the trial was put off until the 5th and 6th of April 2017. That is why we went to the demo to free all political prisoners yesterday (March 18th)  in Berlin, and we spoke about what happened in Luxemburg. For me it is very clear. We fight for our civil rights, for freedom of movement. It is important that the people come together and fight together for their rights. Everyone has the right to demonstrate! I have participated in many demos, but what happened in Luxemburg, that was really bad. Without any warning, the police had simply moved in and surrounded the demonstration. It has been said that we started an armed revolution, and that isn’t true. It was a peaceful marc, the police were violent. Six of our people were then accused two years later. I am one of them.

It is the policy of the EU is to split people , to discriminate against them. But have no fear, I will fight for freedom and I hope that everyone understands that it is not criminal to fight for freedom, and for ones rights. We need solidarity from people in our fight. One cannot look the other way when other people have to fight for their freedom.

I hope that it goes well on the 5th and 6th of April. On Friday March 24, there will be a meeting at Waldemarstr. 46 (corner Adalbert Str.), come by and inform yourselves, you can ask questions and show your solidarity.

On Monday March 20 there will be a radio program about the story in Luxemburg on wearebornfree Empowerment Radio at 10 a.m. Turn it on and tune in!

Here you find our previous articles

 

 

Anti-Sicherheitskonferenz-Demo München 18ter Februar 2017

Anti-Sicherheitskonferenz-Demo
Eine unserer Mitstreiterinnen hält auf der Demonstration gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz, am 18.02 2017 eine Rede:
Die Zeit der Willkommenskultur ist schon längst vorbei. Deutschland ist zum Abschiebeland geworden. Die Geflüchtetenpolitik der Europäischen Union hat eine tödliche Form bekommen. Allein im Jahr 2016 sind 5022 Geflüchtete bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten steigt und unsere Geschwister, die die Flucht überlebt haben, werden trotzdem in den Tod abgeschoben. Deutscher Staat paktiert mit diktatorischen Regimen, um die Fluchtwege zu sperren und die Abschiebungen umzusetzen.
Während die Politiker*innen im Westen sich über Donald Trump und seine Mauer an den Grenzen zu Mexiko ärgern, haben alle Länder der Balkanroute ihre Grenzen komplett mit Zäunen geschlossen. In München Neuparlach wurde eine vier Mete hohe und 50 Meter lange Mauer gezogen, um ein Wohngebiet von der Geflüchtetenunterkunft zu trennen.  In der Nähe des Geflüchtetencamps im nordfranzösischen Calais wurde eine Mauer gebaut, nachdem das Camp brutal geräumt wurde. Europa hat schon längst die Mauer von Trump gebaut.
Wir werden zum Opfer des rechten Terrors in Deutschland. Massenhaft werden wir zurück in die Kriegsländer abgeschoben. Als ob das nicht genug wäre, werden wir  in den heuchlerischen Medien und Polizeiakten als Kriminelle dargestellt. Das heißt, unser Leben und unsere Gesundheit sind in den Augen des deutschen Staates keinen Cent wert. In diesem Sinne bleibt uns nichts anderes übrig als für unsere demokratischen Rechte einen existenziellen Kampf zu führen.
Heute sind wir auf die Straße gegangen, um gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu protestieren, weil wir die Konsequenzen ihrer verbrecherischen Kriegspolitik sind. Sie sind verantwortlich für alle Fluchtursachen und Tode und profitieren davon.
Wir sehen uns gezwungen, die selbstverständlichen Dinge immer wieder zu erklären, warum wir zum Beispiel nach Deutschland gekommen sind. Unser Alltag spiegelt die imperialistische Barbarei wider. Während wir für westliche Firmen für Sklavenlohn arbeiten, unsere Häuser zerbombt werden, wir in die Flucht gedrängt werden,  wird das Leben im Westen für einige Wenige zum Paradies.
Wir sind Non-Citizens, das heißt; die Ausgeschlossenen und Entrechteten. Wir sehen uns gezwungen, für die selbstverständlichen humanitären Forderungen unser Leben ins Spiel zu setzen, weil die rassistische Ignoranz in Deutschland tief verankert ist. Wir müssen Widerstand leisten, um beispielsweise die Lager zu verlassen, weil wir sonst eingesperrt bleiben. Wir organisieren uns selbst, damit unsere Stimme nicht mehr ungehört bleibt, obwohl unsere Lage die Schlagzeilen füllt.
Selbst die Aktivist*innen, die „Refugees Welcome“ sagen, werden kriminalisiert. Der deutsche Staat nutzt jegliches Mittel, um uns in die Isolation zu drängen. Der deutsche Staat spaltet die Unterdrückten und Ausgebeuteten, und teilt die Menschen ein in Ausländliche und Einheimische, in „Legale“ und „Illegale“, in „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „politische Flüchtlinge“. Wir versuchen dagegen mit unserem Widerstand die Isolation zu durchbrechen und dabei die rassistischen Zustände zu überwinden.
Weltweit sind die Rechten Parteien und Bewegungen auf dem  Vormarsch. Die neoliberale Ordnung ist in der Krise. Als Verantwortliche für ihre kapitalistische Krise erklären sie die Geflüchteten, die Arbeiter*innen, Frauen und Jugendlichen verantwortlich. Das bedeutet, wenn heute Geflüchtete abgeschoben werden, dann werden morgen die Arbeiter*innen zur Zielscheibe.  Mit Angriffen auf unsere demokratischen Rechte wollen die kapitalistischen Staaten aus der Krise rauskommen. Wir wissen aber, dass sie niemals eine produktive Lösung finden können. Denn ihre Ordnung ist auf Sand gebaut.
Diese Demonstration sollte uns die Möglichkeit eröffnen, den Protest gegen die Angriffe auf die demokratischen Rechte, die Abschiebungen, den Krieg, den Rassismus, den Sexismus, die Ausbeutung und Unterdrückung zu vereinen.
Wir fordern;
Sofortigen Stopp aller Abschiebungen!
Anerkennung aller Asylanträge!
Abschaffung des Lagersystems und der Residenzpflicht!
Das Recht auf Arbeit, dezentrales Wohnen und Bildung!
Rücknahme aller Abkommen, die auf Kosten der Geflüchteten vereinbart wurden!
Sofortigen Stopp der Kriegsforschung an den Hochschulen!

Oury Jalloh, das war Mord. Sa. 07th.Jan.2017

Oury Jalloh Aufruf zur Gedenkdemonstration in Dessau 2017

german bellow

Oury Jalloh, it was murder. Sa. 07th.Jan.2017 – Let the symbol of the lighter represent the many deaths that are undocumented here in Germany

It is that time of the year again. When we stand in remembrance of the awful events that took place on January 7th 2005. Last week in Paris, two white men were prosecuted for forcing a black man off a train on the Metro because of his race. These men were held accountable for their actions and the victim was compensated.

Oury Jalloh was not forced off a train, he was burnt alive, yet the Police Officers who did this were not held accountable and his family was never compensated.
We shall never stop demanding justice for our murdered brother, and we shall keep returning to Dessau each year on the anniversary of his death to voice the atrocity of this barbaric crime against humanity that was committed at the hands of government Civil Servants, the German Police.

We shall groom the younger ones to keep this candle burning against the strong heavy winds of brutality and against all odds. Because Oury Jalloh shall never see his son grow, he shall not contribute to his son´s wellbeing and in the way he would have wanted him turn into a young man.

Oury Jalloh shall never stand against the injustices imposed on him. He can never tell the world which one of the officers lit that lighter on that fateful day of 7th January 2005, because he was silenced. But the more they silence us, the louder we shall become. They shall continue to silence us but we shall never finish.
We are here to remind them, that when we stand here in Dessau for Oury Jalloh, we stand not only against all atrocities inflicted upon the black population, but we stand against the violations that are inflicted on all minorities in the German system. We shall never waver, we shall keep the voice loud until justice is served truthfully, rightfully and fairly to all.

Let the symbol of the lighter represent the many deaths that are undocumented here in Germany. Let Oury Jalloh´s murderous events in cell number five be the symbol of the African struggles in the neo colonial atrocities against the black man. Oury Jalloh, das war Mord.

From your comrades in Oldenburg in Niedersachsen.
Regina Mauricia Kiwanuka

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Oury Jalloh, das war Mord. Samstag, 7. Januar 2017 – Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren

„Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren. Lasst uns die mörderischen Ereignisse um Oury Jalloh in Zelle Nr. fünf das Symbol für die afrikanischen Kämpfe in den neokolonialen Grausamkeiten gegen den Schwarzen Menschen werden.“

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der wir uns an die schrecklichen Ereignisse, die am 7. Januar 2005 stattgefunden haben, erinnern.

Letzte Woche wurden in Paris zwei weiße Männer angeklagt, weil sie aus rassistischen Gründen einen Schwarzen Mann gezwungen haben, einen U-Bahn-Zug zu verlassen. Diese Menschen sind für ihre Tat zur Verantwortung gezwungen worden und das Opfer wurde entschädigt.

Oury Jalloh wurde nicht etwa aus einem Zug gejagt; er wurde bei lebendigem Leib verbrannt, und dennoch wurden die Polizeibeamten, die das taten, dafür nicht zur Verantwortung gezogen und seine Familie ist bis heute nicht entschädigt worden.

Wir werden niemals aufhören, für unseren ermordeten Bruder Gerechtigkeit einzufordern, und wir werden weiterhin jedes Jahr nach Dessau zurückkehren zum Jahrestag seines Todes, um die Grausamkeit dieses barbarischen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu verkünden, das durch die Staatsbeamten, die deutsche Polizei, verübt worden ist.

Wir werden die Jüngeren darauf vorbereiten, damit diese Kerze am Brennen gehalten wird gegen die starken und heftigen Winde der Brutalität und allen Widrigkeiten zum Trotz. Weil Oury Jalloh niemals seinen Sohn aufwachsen sehen wird, nicht zu seinem Wohlergehen beitragen kann und nicht nach seinem Willen darauf Einfluss nehmen kann, wie er sich zu einem jungen Mann entwickelt.

Oury Jalloh wird sich niemals gegen die Ungerechtigkeiten, die ihm auferlegt wurden, wehren können. Er kann der Welt niemals mitteilen, welcher der Beamten das Feuerzeug entzündet hat an diesem verhängnisvollen 7. Januar 2005, denn er wurde zum Schweigen gebracht. Doch je mehr sie uns zum Schweigen bringen wollen, desto lauter werden wir werden. Sie werden uns weiterhin zum Schweigen bringen wollen, aber wir werden nie aufhören.

Wir sind hier, um sie daran zuerinnern, dass wir, wenn wir hier in Dessau für Oury Jalloh stehen, wir nicht nur gegen alle Grausamkeiten, die der Schwarzen Bevölkerung auferlegt werden, stehen, sondern wir stehen für alle Verletzungen, die allen Minderheiten im deutschen System angetan werden. Wir werden niemals schwanken, wir werden unsere Stimme laut halten, bis wahrhaftig, rechtmäßig und gerecht Gerechtigkeit allen gegenüber geübt wird.

Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren. Lasst uns die mörderischen Ereignisse um Oury Jalloh in Zelle Nr. fünf das Symbol für die afrikanischen Kämpfe in den neokolonialen Grausamkeiten gegen den Schwarzen Menschen werden. Oury Jalloh, das war Mord.

Von euren Mitstreitern aus Oldenburg in Niedersachsen

Regina Mauricia Kiwanuka

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Spende:

The VOICE Refugee Forum ist ein unabhängiges Community-Netzwerk von politischen Flüchtlingsaktivist_innen, die für die Wahrung ihrer Menschenrechte in Gleichheit und Freiheit sowie für ihre Menschenwürde kämpfen:

Thank you all!
In solidarity,
The VOICE Refugee Forum

Donation Account:
Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Kontonummer: 127829
BLZ: 260 500 01
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BIC: NOLADE21GOE

Oury Jalloh Campaign: “When Exposing a Crime is treated as committing a Crime, You Are Ruled By Criminals.”

Oury Jalloh

french bellow

On the 7th of January 2005, 2 African brothers Oury Jalloh and Layé Alama Kondé, were murdered by German Police in Dessau and Bremen (Germany) respectively.

The murder of Oury Jalloh is not singular nor is the perpetrator of the crime individual. It was a collective, systemic and systematically State-organized crime that still goes unabated.

The LIVES of Africans/Black people and also other minorities do not matter in Germany/Europe

Come to Dessau and fight for the lives that don’t seem to matter.

7th January, 2017 at 14.00 O’clock at the main Train station in Dessau.

12 years have passed since Oury Jalloh and Layé Alama Konde were murdered in police cells in Dessau (with both hands and feet tied to tiled walls and floor) and Bremen (through poisoning) respectively. It’s only through the tireless struggle of a few activists and networks that we have succeeded in getting a glimpse of collective and organized criminality on the part of the German State, in the clearing up of evidence in both cases, which definitely proved that these brothers were murdered.

For Oury Jalloh, the official prosecutor’s thesis of suicide has been disproved by various facts and indices while some activists that have been behind the case have been unjustly prosecuted and are still being persecuted with repeated police violence during demonstrations as a consequence.

The same day in Bremen, another African fatally succumbed to emetics forcefully administered to him by German police. In all these years, none of the trials against policemen, that were only opened up after immense pressure, led to an enlightenment on the circumstances of both Oury Jalloh and Laye Alama Konde’s deaths.

This continuous colonial reality, reflected through organized killing of to be Migrants in the Mediterranean, the deportation practices, the investigations against relatives of the victims of NSU or the rise of the AfD and other right-wing entities in Germany and Europe makes it more important than ever for us to come together to challenge and fight these evils of the 21th Century.

Remembering and fighting for justice for Oury Jalloh, Layé Kondé, Mariame Saar, Christy Schwundeck, Dominique Kuomadio (the list goes on) and all the others is a matter of self-defense.

The more united we are in challenging and defending ourselves and values against these monsters of the 21th Century, the more we expose the cracks of a world order and systems that have failed Humanity and will destroy Humanity if we do not stop them.

OURY JALLOH IS NOT AN INDIVIDUAL CASE — NO ONE WILL BE FORGOTTEN!

RESPECT OUR EXISTENCE – OR – EXPECT OUR RESISTANCE!

…..

Campagne d’Oury Jalloh: «Quand on expose un crime et qu’on se fait traiter comme commettant un crime, c’est être gouverné par des criminels ».

Le 7 janvier 2005, deux frères africains furent respectivement assassinés par la police allemande : Oury Jalloh à Dessau et Layé Alama Kondé à Brême (Allemagne).
Le meurtre d’Oury Jalloh n’est pas un cas unique et n’est pas non plus un crime individuel. Il s’agissait d’un crime collectif, systémique et méthodiquement organisé par l’État et qui se poursuit.

La VIE des « Noirs » Africains et d’autres minorités n’a pas d’importance en Allemagne / Europe
Venez à Dessau et luttez pour des vies qui ne semblent pas avoir d’importance.

Le 7 janvier 2017, à 14h00, à la gare principale de Dessau.

12 ans se sont écoulés depuis qu’Oury Jalloh et Layé Alama Konde furent assassinés respectivement dans les cellules de police à Dessau (avec les deux mains et les deux pieds attachés au mur et sol carrelés) et à Brême (par l’empoisonnement). C’est grâce à la lutte acharnée de quelques militants et de réseaux que nous avons réussi à avoir un aperçu de cette criminalité collective et organisée par l’Etat allemand, et par l’éclaircissement de preuves dans les deux cas, qu’il est définitivement prouvé que nos frères furent assassinés.

Pour Oury Jalloh, la thèse officielle de suicide du procureur fut réfutée par des faits et indices divers et parce que certains militants se sont accrochés derrière l’affaire. Ces militants ont été injustement poursuivis et continuent à être persécutés et à subir les violences policières lors des manifestations en conséquence.
Le même jour, à Brême, un autre Africain succomba fatalement à des émétiques que la police allemande lui avait administrés avec force. Pendant toutes ces années, aucun des procès contre les policiers n’ont été ouverts, seulement après une immense pression, ce qui a permis d’éclairer les circonstances des deux décès, d’Oury Jalloh et de Laye Alama Konde.

Cette réalité coloniale continue, qui se traduit par les tueries organisées de migrants en Méditerranée, les pratiques d’expulsions, les enquêtes contre les proches des victimes de la NSU ou la montée en puissance de l’AfD et d’autres organisations de la droite en Allemagne et en Europe , ce qui fait qu’il est plus important que jamais de nous réunir pour défier et combattre ces maux du 21ème siècle.
Se souvenir et lutter pour la justice pour Oury Jalloh, Layé Kondé, Mariame Sarre, Christy Schwundeck, Dominique Kuomadio (la liste se poursuit) et tous les autres est une question de légitime défense.

Plus nous sommes unis pour défier et défendre nos valeurs et nous-mêmes contre ces monstres du 21ème siècle, plus nous pouvons démontrer les fissures de l’ordre mondial et les systèmes qui ont fait échoué l’Humanité et ce qui la détruira si nous ne les arrêtons pas.
OURY JALLOH N’EST PAS UN CAS INDIVIDUEL – NUL NE SERA OUBLIÉ !

RESPECTEZ NOTRE EXISTENCE – OU – ATTENDEZ-VOUS Á NOTRE RÉSISTANCE !

…..

Informationen zu Gruppenanreisen zur Demonstration in Gedenken an den 12. Todestag von Oury Jalloh in Dessau-Roßlau am 7. Januar 2017:
https://www.facebook.com/ouryjallohinfo/

Gedenkdemo für OURYJALLOH ➡ 07.01.17 ➡ DESSAU ➡ 14:00 Uhr ➡ Hbf. Dessau

Berlin und Potsdam:
Für alle, die aus Berlin und Potsdam
Treffpunkt für die Busanreise: Oranienplatz 11.00 Uhr  

An-/Abreise auf Frankfurt/Main mit dem Bus zur Demo “Oury Jalloh – Das war Mord” am 7.
Januar 2017 in Dessau.  Abfahrt in Frankfurt ist um 6:45h vom DGB-Haus.

Aus Hamburg
fahren zwei Busse zur Demo: SAMSTAG 7.1.2017 um 7 Uhr morgens am S Bhf Sternschanze https://www.facebook.com/kara.wane.12

Köln:
OURY JALLOH BUSTOUR 2017 Köln – Dessau: Samstag 07.01.2017 Abfahrt: 06:00 Uhr Köln Bhf-West
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010862675397

Magdeburg:
Zugtreffpunkt für die Fahrt zur Oury Jalloh-Demo am 07. Januar 2017 um 12:45 Uhr am ZOB in Magdeburg

Leipzig:
TREFFPUNKT in LEIPZIG am 07.01.17, um gemeinsam auf die
Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau mit dem Zug zu fahren!
*** 13Uhr am Leipziger Hauptbahnhof – Gleis 20 ***

Dresden- Neustadt:
nach Dessau gibt es eine gemeinsame Anreise aus Dresden: Treffpunkt Bf. Neustadt um 10:45 Uhr

Hannover:
Wenn es einen dritten Bus geben soll, meldet euch bis Montag, 17 Uhr verbindlich bei uns per Mail: hannover@interventionistische-linke.org

Frankfurt:
Abfahrt in Frankfurt ist um 6:45h vom DGB-Haus. Tickets gibt es in der Karl-Marx-Buchhandlung in Bockenheim.

GREIFSWALD:
Ab sofort gibt es im IKUWO Tickets für den Bus am 07.01.2017 nach Dessau. Immer Dienstags bis Samstags

Erfurt:
Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Fahrt zur Gedenkdemo am 7.1. in #Dessau: 11:15 Uhr am Hauptbahnhof in Erfurt

End:

Donation for refugee community campaign to end the deportation and social exclusion in Germany
The VOICE Refugee Forum is an independent community network of refugee political activists who are fighting for the respect of our human rights in equality, freedom and human dignity:

We unite against Deportation and Social Exclusion to break the isolation culture of lager control of refugees and by detention or imprisonment, by racism and discrimination in Germany. We stand for organized refugee grass root resistance and campaigns against the oppression and the repression of the refugee communities, including the fight against colonial injustice in Germany and Europe

We need your donation! – Start your contribution and make regular donation to support our struggle!

You can make a donation to support the work and political resources that we do have.

We’re entirely funded by independent donation of individuals and solidarity from people like you.

Reward 2015: The VOICE Refugee Forum – The refugee political resources in Germany

Contribute to our continuity!

Thank you all!
In solidarity,
The VOICE Refugee Forum

Donation Account:
Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Kontonummer: 127829
BLZ: 260 500 01
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29
BIC: NOLADE21GOE

About the wind as our companion and the deportation prison in our heads. Looking back on two months of protest

protest-march-2016-munchen-to-nurnberg

The time has come to take stock of our struggle over the past two months, to know where we have been succesful and where we have lost time. This is the moment of truth.

I took part in the demonstration of 07.09.2016 which marked the beginning of our protest actions not only as a member of Refugee Struggle for Freedom but as a person, as a human being, but mainly because I belong to this world that belongs to nobody and that no one has contributed to create. You can talk about borders or illegal entries, but what about the overexploitation of our natural resources, what about Western puppet-politicians who are governing our countries and what about all that which exists but does not belong to us? No one talks about it, nobody, because we are used as objects when there is a need us – for example as cheap labor force, or as a scapegoat for social conflicts. But when there is no more need for us, we become the misery of the world.

At Sendlinger Tor, I felt very integrated because we were able to experience the realities of life outside the camps, with people of good will who supported us. Even though we had to deal with Nazis and other troublemakers, it was better than being locked up in the camps.

The walking route to Nürnberg made me and many others come to life again. We were able to savor nature, far from everything, with the pure wind, which knows neither race nor nationality and who has guided us with its rhythmic breath through the cities of Germany. Crossing these cities was like crossing borders. If only the world could be like that! For all the benefits of the world are created for humans. Birds know no boundaries, but we, human beings with consciousness, deprive other human beings of their right to move, to come and go freely, and this leads to fear of being arrested or mistreated.

On our return from Nürnberg, we had to go on hunger strike because it was the only way to make ourselves heard. It was a lot harder because there are a lot of ill people among us who, despite their illnesses, went on a hunger strike even though it could have had an adverse effect on their health. On the fifth day we announced that the next day we would also stop drinking. That same afternoon, the police came suddenly with 600 police officers to end our strike. Some of us stayed, others went to the other side of the street and climbed the trees. As those who stayed there, how could we have resisted 600 policemen? We, 60 refugees at the end of their forces?
On the other side of the street I could hear the cries of my friend who had been kicked by the policemen. And as if the brutal repression of the police was not enough, each refugee who took refuge in the trees will be liable to a very high fine.

It was to be expected that the police would suddenly come to put an abrupt end to our hunger strike, we had to expect to be held responsible for all the problems of others simply because we opposed to all the German institutions that want to destroy us or have already destroyed us for quite a long time. It is always said that solidarity must be lived together. That is what we did. We fought alongside unions and independent social groups without asking for anything in return. Now we need you. So, help us!

I have my own problems, my own worries, but it is nothing compared to the daily difficulties my brothers encounter. They are afraid to start a new life from zero in another country. They are afraid of being expelled and confronted with their past. And this fear is well founded. One of our brothers was deported to Afghanistan, another to Senegal, a third has left on his own, and seven others have been transferred to the Bamberg camp.

Even though we are not in detention camps in order to be deported, our thoughts and daily fear is worse than a modern prison. What have we done? What is our sin? Is it a crime to flee from war, misery, poverty, repression? Do people deserve this condemnation and the exclusion from all systems?

We, the people of the Global South, are the victims and the scapegoats of all time. We were sold as slaves, forced into the liberation of Europe during the two wars, colonized and stripped, and yet our zest for life is stronger than all the evil we have been subjected to in the past and that we still suffer today. You may find it difficult to put yourself in our place, to listen to our voices, to feel our suffering, to understand our struggle “Freiheit – freedom, kein Mensch ist illegal”. We do not want to be concentrated in camps like a herd that is given the opportunity to drink, we want to be an integral part of society with the right to go and to come, the right to education but also the right to work. We all know that with all these rights inequalities will still be visible to the eyes of all. Like the struggle of women against sexual inequalities. That is why we will continue to fight. The truth is that having a residence permit does not mean you’re off the hook. On the contrary, it is only the beginning of the fight against inequalities.

In conclusion, let me say that leaving borders open means giving back to humanity its right to free movement everywhere on earth, but first of all let’s open our hearts and free them from racism, colonialism and trivialities of this world such as money and power.

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Du vent comme notre compagnon aux centres d’expulsion dans nos têtes. Rétrospective sur deux mois de protestes

Le moment est venu de faire le point sur notre combat des deux derniers mois, de savoir où on a réussi et sur quoi on a perdu notre temps. C´est le moment de vérité.

J´ai pris part à la manifestation du 07.09.2016 qui a marqué le début de nos actions de protestation non seulement en tant que membre de Refugee Struggle for Freedom mais en tant que personne, en tant qu´être humain, mais surtout parce que j´appartiens à ce monde qui n´appartient à personne et que personne n´a contribué à sa création. Vous pouvez parler de frontières ou d´entrées illegales, mais qu´en est-il de la surexploitation de nos ressources naturelles, qu´en est-il des politiciens occidentaux, marionnettes régissant nos pays et qu´en est-il de tout ce qui existe et qui ne nous appartient pas? Personne n´en parle, personne, parce qu´on nous utilise comme des objets quand on a besoin de nous – par exemple comme main d´oeuvre bon marché ou comme bouc émissaire des conflits sociaux.  Mais quand on a plus besoin de nous, on devient la misère du monde.

A Sendlinger Tor, je me sentais très intégré parce qu´on a pu vivre les réalités de la vie en dehors des camps avec des gens de bonnes volontés qui nous soutenaient. Même si nous avons eu à faire á des nazis et autres faiseurs de troubles, c´était mieux que d´être enfermés dans les camps.

La route à pied jusqu´à Nürnberg m´a fait revivre ainsi que beaucoup d´autres. On a pu savourer la nature, loin de tout, avec le vent pur, qui, lui, ne connait ni race, ni nationalité et qui nous a guidé avec son souffle rythmique à travers les villes d´ Allemagne. En traversant ces villes, c´était comme si nous traversions des frontières. Si le monde pouvait être comme ça! Car tous les bienfaits du monde sont crées pour les humains. Les oiseaux ne connaissent pas de frontières mais nous, êtres humains dotés d´une conscience, nous privons d´autres êtres humains de leur droit de bouger, d´aller et de venir librement et cela entraine la peur d´être arrêté ou maltraité.

A notre retour de Nürnberg, on a dû entamer la grève de faim parce que c´était le seul moyen de se faire entendre. C était très plus dur parce qu´il y a beaucoup de malades parmi nous qui, malgrès leurs maladies, ont fait quand même la grève de la faim alors que ça pouvait nuire d`avantage à leur santé. Le cinquième jour, nous avons annoncé que le lendemain, nous arrêterions aussi de boire. L´après-midi même, la police est arrivée subitement avec 600 policiers pour mettre fin à notre grève. Certains d´entre nous sont restés sur place, d´autres sont allés de l´autre côté de la rue et sont montés dans les arbres. Nous qui étions restés sur place, comment aurions-nous pû résister face à 600 policiers? Nous, 60 refugié(e)s à bout de forces?
De l´autre côté de la rue, je pouvais entendre les cris de mon ami qui avait reçu des coups de pied des policiers. Et comme si la répression brutale de la police ne suffisait pas, chaque réfugié s´étant réfugié dans les arbres sera passible d´une amende très élevée.

On devait s´y attendre que la police arriverait soudainement pour mettre fin de façon brutale à notre grève de la faim, on devait s´y attendre d´être pris comme responsable pour tous les problèmes des autres, simplement parce qu´on s´est opposé à toutes ces institutions allemandes qui veulent nous détruire ou qui nous ont déjà détruit depuis bien longtemps. On dit toujours que la solidarité doit se vivre ensemble. C´est ce qu´on a fait. On s´est battu aux côtés de syndicats et de groupes sociaux indépendants sans rien demander en retour. Maintenant nous avons besoin de vous. Alors, aidez-nous!

J´ai mes propres problèmes, mes propres soucis mais ce n´est rien par rapport aux difficultés quotidiennes que rencontrent mes frères. Ils ont peur de recommencer leur vie à zéro dans un autre pays. Ils ont peur d´être expulsés et d´être confrontés à leur passé. Et cette peur est bien fondée. Un de nos frères a été expulsé en Afghanistan, un autre au Sénégal, un 3ème a quitté le pays par ses propres moyens et 7 autres ont été transférés dans le camps de Bamberg.

Même si nous ne sommes pas dans des camps de rétention afin d´être expulsés, nos pensées et la peur quotidienne est pire qu´une prison moderne. Qu´avons-nous fait? Quel est notre péché? Est-ce un crime de fuir la guerre, la misère, la pauvreté, la répression? Mérite-t´on cette condamnation et l´ exclusion de tous les systèmes?

Nous, les gens du Grand Sud, nous sommes les victimes et les boucs émissaires de tous les temps. Nous avons été vendu comme esclaves, emmenés de force dans la libération de l´Europe pendant les deux guerres, colonisés et dépouillés et pourtant notre joie de vivre est plus forte que tout ce mal qu´on nous a fait subir par le passé et que nous subissons encore aujourd´hui. Vous avez peut-être du mal à vous mettre à notre place, à écouter nos voix, à sentir notre souffrance, à comprendre notre combat „Freiheit – liberté, kein Mensch ist illegal“. Nous ne voulons pas être concentrés dans des camps comme un troupeau que l´on abreuve, nous voulons faire partie intégrante de la société  avec le droit d´aller et de venir, le droit à l´éducation mais aussi le droit de travailler. Nous savons tous qu´avec tous ses droits il restera encore des inégalités visibles aux yeux de tous. Comme le combat des femmes face aux inégalités sexuelles. C´est pourquoi nous continuerons de nous battre. La vérité est que le fait d´avoir un titre de séjour ne veut pas dire qu´on est tiré d affaire. Au contraire, ce n´est que le début du combat face aux inégalités.

Pour terminer, je veux vous dire que laisser les frontières ouvertes, c´est redonner à l´humanité son droit à la libre circulation partout sur terre, mais tout d´abord ouvrons nos coeurs et libérons les du racisme, du colonialisme et des futilités de ce monde tel que l´argent et le pouvoir.

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Vom Wind als unserem Begleiter zum Abschiebeknast in unseren Köpfen. Rückblick auf zwei Monate Protest

Jetzt ist es an der Zeit auf unsere Aktionen der letzten zwei Monaten zurückzublicken um zu sehen wo die Erfolge waren und wo wir unnötig unsere Energie verschwendet haben. Es ist die Zeit der Wahrheit.

Ich habe an der Demonstration am 07.09.2016, mit der unser  Protest seinen Anfang nahm, nicht nur als Mitglied der Bewegung Refugee Struggle for Freedom sondern auch als Person, als Mensch teilgenommen. Als Mensch gehöre ich zu dieser Welt, aber diese Welt gehört niemanden, sie wurde nicht von Menschen erschaffen. Ihr könnt über Grenzen und illegale Einreise reden aber was ist mit der Ausbeutung unserer Bodenschätze, was ist mit den Marionetten westlicher Politik, die unsere Staaten regieren, was ist mit all dem, was unser ist, uns aber nicht gehört?  Niemand erwähnt das, niemand. Wir werden wie Objekte benutzt wenn man uns braucht – zum Beispiel als billige Arbeitskräfte oder als gesellschaftliche Sündenböcke. Wenn man uns aber nicht mehr braucht, werden wir zum Elend der Welt.

Am Sendlinger Tor habe ich mich sehr integriert gefühlt, weil wir zusammen das Leben außerhalb der Lager erleben durften, mit Unterstützer*innen und Menschen mit guten Absichten. Obwohl wir auch mit Nazis und Anderen mit weniger guten Absichten konfrontiert waren, war es auf jeden Fall besser als in den Lagern eingesperrt zu sein.

Der Weg nach Nürnberg hat mich und viele anderen wieder zum Leben erweckt. Wir konnten die Natur spüren, weit weg von allem, mit dem Wind als Begleiter, der keine Grenzen und auch keine Staatsangehörigkeit kennt. Er hat uns durch deutsche Städte geführt und es war, als ob wir über Grenzen gingen. Wenn die Welt so sein könnte! Sie ist für uns Menschen erschaffen worden. Vögel haben keine Grenzen aber wir, Menschen, obwohl wir einen denkenden Verstand besitzen,  entziehen anderen Menschen das Recht auf Bewegung, auf freie Wahl des Aufenthaltsorts und so entsteht Angst vor Repression und Festnahme.

Nach unserer Rückkehr aus Nürnberg haben wir den Hungerstreik angefangen. Es war für uns die einzige Möglichkeit. Es war sehr hart weil viele von uns krank sind. Trotz ihrer Krankheit haben sie beim Hungerstreik mitgemacht, auch wenn dies ihrer Gesundheit geschadet hat.
Am fünften Tag haben wir angekündigt, am Tag darauf auch auf das Trinken zu verzichten. Am Nachmittag kam unerwartet die Polizei mit 600 Polizisten um den Hungerstreik zu beenden. Manche von uns sind da geblieben wo sie waren, andere sind auf die andere Straßenseite gegangen und auf Bäume geklettert. Wir, die geblieben sind, wie hätten wir uns gegen 600 Polizisten wehren können? Wir, nur 60 Asylbewerber*innen am Ende ihrer Kräfte.

Von der anderen Straßenseite konnte ich die Schreie meines Freundes hören, der die Tritte der Polizei abbekommen hat. Zusätzlich zu der brutalen Auseinandersetzung mit der Polizei erwartet jeder von denen, die auf den Bäumen waren, eine hohe Geldstrafe.

Wir hätten wissen können, dass der polizeiliche Angriff, also die Räumung des Hungerstreikes, die darauf folgende Repression plötzlich kommen würde. Wir hätten wissen können, dass wir als Schuldige für alle Probleme aller hingestellt werden würden, aus dem einzigen Grund, dass wir es gewagt haben gegen die deutschen Behörden zu protestieren. Gegen die Behörden, die uns vernichten möchten und auch seit langem bereits vernichtet haben. Es wird immer gesagt, dass Solidarität gelebt werden muss. Wir haben darauf geantwortet. Wir haben an der Seite von Gewerkschaften und gesellschaftlichen Gruppen gekämpft ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Jetzt brauchen wir Sie. Mögen Sie uns nun zur Seite stehen!

Ich habe meine persönlichen Problemen aber sie sind nichts im Vergleich zu dem Leid, das meine Schwestern und Brüder täglich erfahren. Sie haben Angst, ihr Leben in einem anderen Land von Null wieder anzufangen. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Und tatsächlich wurden in den letzten Wochen ein Bruder von uns nach Afghanistan abgeschoben und einer in den Senegal, ein anderer hat aus Verzweiflung das Land selbst verlassen. Sieben weitere Freunde wurden in das Abschiebelager nach Bamberg gebracht.

Aber schon bevor wir in Gefängnisse und Abschiebelager eingesperrt werden, leben wir in einem modernen Gefängnis. Der Abschiebeknast in unseren Köpfen, der uns jeden Tag begleitet und in uns arbeitet, ist der schlimmste. Was ist unser Vergehen? Was haben wir getan? Ist es ein Verbrechen, dem Krieg, dem Elend, der Armut, der Gewalt entkommen zu wollen? Ist es gerechtfertigt, uns deshalb aus allen Systemen auszuschließen?

Wir, Menschen aus dem Globalen Süden, sind die Opfer und Sündenböcke aller Zeiten. Wir wurden als Sklaven verkauft, gezwungen in den beiden Weltkriege für die Befreiung Europas zu kämpfen, wir wurden kolonialisiert und geplündert. Unsere Lebensfreude ist aber stärker als alle Demütigungen, die wir in der Vergangenheit und bis heute noch erfahren. Es ist für Euch vielleicht schwierig uns und unseren Schmerz zu verstehen, unsere Stimmen zu hören, unser Kampf und Motto „Freiheit – liberté, kein Mensch ist illegal“ nachzuvollziehen. Wir möchten nicht wie Tiere in Abschiebelager eingezwängt und gefüttert werden, wir möchten ein vollständiger Teil dieser Gesellschaft sein, wir möchten das Recht haben, uns zu bewegen wo wir hin möchten, wir möchten das Recht auf Bildung aber auch das Recht auf Arbeit haben. Auch wenn wir diese Rechte genießen werden noch Ungerechtigkeiten in der Welt bestehen. Wie der Kampf von Frauen gegen Geschlechterungleichheit. Deswegen werden wir weiter kämpfen.  Die Wahrheit ist, dass eine Aufenthaltsgenehmigung nicht die Lösung unserer Probleme ist. Es ist nur der Anfang des Kampfes gegen Ungerechtigkeiten aller Art.

Zum Schluss möchte ich euch noch sagen, dass wenn man die Grenzen öffnet, bekommt die Weltbevölkerung ihr angeborenes Recht auf Bewegungsfreiheit wieder zurück. Dafür müssen wir aber erst unsere Herzen öffnen und von Kolonialismus, Rassismus und Belanglosigkeiten wie Geld und Macht befreien.

Prozess in Luxemburg – Repression gegen ‘March For Freedom”

english & french below

2 1/2 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom sind 6 Aktvist_innen in Luxemburg-Stadt angeklagt. Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxemburg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“

Nun sind am 29.11. 2016 sechs der Verhafteten in Luxemburg vorgeladen. Ihnen wird gemeinschaftlich Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (bewaffnete Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand.

 

Beim selbstorganisierten March for Freedom marschierten ca. 100 Aktivst_innen von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel. Sie überquerten friedlich 6 EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel.

 

Am besagten Tag hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der Innenministerkonferenz gebeten. Daraufhin kam es zu einem massiven Polizeieinsatz mit Reizgas, Schlagstöcken und Hunden ohne Maulkorb. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Verhaftete wurden auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

 

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land. Auf Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhaftete wenige Stunden später entlassen. Luxemburger Jurist_innen kritisierten in der Presse den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

 

Mehr als 2 Jahre nach dem Vorfall, kurz vor Ende der Verjährungsfrist, meldet sich nun die Staatsanwaltschaft mit fabriziert erscheinenden Anklagen. Sechs der 13 Verhafteten wird nun „bewaffnete Rebellion“ nach vorheriger Vereinbarung vorgeworfen.

 

Es ist zu erwarten, dass die kritisierten Sicherheitsbehörden einen politischen Prozess führen wollen. Trotz der schwachen Beweislage sind die Anklagen sehr massiv. In Luxemburg gibt es kaum politische Verfahren und keine große Öffentlichkeit, wie in Nachbarstaaten. Daher rufen wir auf zu internationaler Prozessbeobachtung. Spenden für Fahrt- und Anwaltskosten sind auch willkommen.

 

Kommt zum Prozess! Meldet euch per Mail für Mitfahrten.

 

Spendenkonto:

“Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

 

Prozesstermin:

29.11.16

um 9:00, in Luxemburg – Stadt

 

Presseberichte:

http://www.taz.de/Brutaler-Polizeieinsatz-in-Luxemburg/!139936/

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ausschreitungen-bei-Minister-Treffen-26455230

Blog:

https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

 

E-Mail:

lux14@riseup.net

 

Trial in Luxemburg – Repression against „March for Freedom“

Two and a half years after the internationally organized March for Freedom, six activists are going to trial. During the day of action on May 5, 2014 there were thirteen brutal arrests at a demonstration on the Kirchberg in Luxemburg. The demonstration was a protest against a meeting of European Union Ministers of Interior entitled “Fight Against Illegal Immigration”.

Now six of those who were arrested in Luxemburg are being summoned to court on November 29, 2016. They are accused of collectively violating Article 269 of the Luxembourg Criminal Code (armed rebellion). In addition there are individual counts of bodily injury, damage to property, insulting [the police]and resisting arrest.

During the self-organized “March for Freedom” ( May – June 2014), about 100 activists marched more than 500 kilometers from Strasbourg to Brussels. They peacefully crossed 6 EU national borders and organized days of action in several cities, as well as a one-week protest camp in Brussels.

On the day in question, a delegation of refugees had asked to speak to the House of Representatives’ Conference. The response was a massive police deployment including use of pepper spray, batons and dogs without muzzles. One activist was bitten by a dog and several participants suffered injuries due to pepper gas and beatings. The physical abuse and racial humiliation continued in the police station.

This news of this Luxembourg police action was criticized strongly in their own country. By order of the Luxembourg Ministry of the Interior, all 13 detainees were released a few hours after their arrest. Luxembourg lawyers’ denunciation of the “disproportionate use of violence” by the police was reported in the press. An investigation committee of the Ministry of the Interior then dealt with this police deployment.

More than two years after the incident, just before the end of the statute of limitations, the prosecutor’s office has announced newly fabricated accusations. Six of the thirteen people who were originally arrested are now accused of plotting an “armed rebellion“.

It is expected that the security authorities who were criticized, now want to create a political show trial. Despite the lack of evidence, the accusations are massive. Political trials are very rare in Luxembourg and there is as not much public awareness there as there is in neighboring countries. Therefore, we call for international observers to come to the trial. Donations for travel and legal fees are also welcome.

Come to the trial! Sign up for the bus trip by mail.

Send donations to:

Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

Trial: November 29, 2016 9 a.m., in Luxemburg – Stadt

Newspaper reports:

http://www.taz.de/Brutaler-Polizeieinsatz-in-Luxemburg/!139936/

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ausschreitungen-bei-Minister-Treffen-26455230

Blog:

https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

E-Mail:

lux14@riseup.net

Salut tout le monde!

En 2014, plus que 100 personnes ont participé dans la marche pour la liberté de Strassbourg à Bruxelles pour revendiquer la liberté de circulation pour toutes et tous. maintenant, 2 ans aprés, six activistes doivent se présenter au tribunal pour une accusation en connection avec un jour d’action à Luxembourg. Biensur, quelques un.e.s de vous se souviennent encore des images de la réaction brutale de la police à la protestation paisible en occasion de la réunion de l’UE concernant “la lutte contre l’immigration illégale”, ou peut-être vous y étiez
vous-mêmes… La procedure judiciaire aura lieu le 29 novembre à 9 h à Luxembourg
(ville). Ne laissons pas nos ami.e.s activistes et ami.e.s subir cela toute seule.

Si tu peux, viens là-bas et montres ta solidarité!

Si tu connais quelqu’un.e à Luxembourg qui pourrait offrir un place pour dormir pour quelques nuits, informes-nous STP. Nous avons aussi besoin des voitures pour le trajet de Berlin a Luxembourg.

Biensur que des dons sont toujours les bienvenus:
“Protest March For Freedom”
Volksbank Fürstenwalde
IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77
BIC: GENODEF1FW1

The victims of this asylum system

hunger-strike-sendlinger-tor-munich-6th November 2016, Munich

With this statement, we were going to announce dry hunger strike on 5th of November – the eviction of our protest camp forestalled this:

 

Today I would like to share the story of a youth from Senegal with you. This youth, martyr, our brother, comrade and my cousin through blood bond. I want to share his story, because the administrations played with the life of this boy and are still playing with our lives.

Nfally Biaye was murdered in the cruelest way, barbarically with multiple stabs with a knife. Nfally himself called the police, to save his life from the hands of a criminal, the police whose purpose is supposed to be ensuring the safety of people. But instead of fulfilling
their duties, the police let him die.

Who cares about the life of a migrant, especially the one of an asylum seeker?

On the 21st of February 2016 at 0:35 Nfally, according to the police, wanted to go to sleep in his room in the camp in Dorfen. At this moment he didn’t think, that death would be waiting for him. The murderer waited for him behind his door to take his life.

Nfally died from the knife stabs of his roommate. But the police murdered him, because they could have helped him when he needed them. The district office in Dorfen murdered Nfally, because they know the previous history of the murderer. The asylum system murdered Nfally
because people are forced to live in the same room, without considering the discriminations and attacks, resulting from differences in nationality, religion, culture and sexuality. They pretent to want to control everything, but they aren’t able to protect individual freedom.

Today we start with a thirst strike and because you play the blind and deaf, you can treat as the same way as you did with Nfally. That way you can kill us, without doing it with your own hands.

In memory of all warriors for justice, freedom and humanity. In memory of Nfally.

***deutsch***

Mit dem folgenden Statement (de, fr) sollte am 5ten November der trockene Hungerstreik verkündet werden, die Räumung des Protestcamps kam uns zuvor:

Ich möchte heute gern die Geschichte eines Jugendlichen aus dem Senegal teilen. Dieser Jugendliche, Märtyrer, unser Bruder, unser Genosse, mein Cousin durch Blutsverwandtschaft. Ich möchte diese Geschichte teilen, weil die Behörden mit dem Leben dieses Jungen spielten und immer noch mit unseren Leben spielen.

Nfally Biaye wurde auf gemeinste Weise, barbarisch mit mehreren Messerstichen ermordet. Nfally selbst hat die Polizei gerufen, um sein Leben vor den Händen eines Kriminellen zu schützen, jene Polizei, die eigentlich zur Aufgabe hat, die Sicherheit von Personen sicherzustellen. Aber anstatt ihre Aufgaben zu erfüllen, ließ die Polizei ihn sterben.

Wen kümmert das Leben eines Migranten, vor allem das eines Asylsuchenden?

Am 21. Februar 2016 um 0:35 wollte Nfally, laut Polizei, in seinem Zimmer im Lager in Dorfen schlafen gehen. In diesem Moment dachte er nicht, dass der Tod auf ihn wartet. Der Mörder wartete hinter seiner Tür auf ihn, um ihn seines Lebens zu berauben.

Nfally starb unter den Messerstichen seines Zimmergenossen. Aber die Polizei ermordete ihn, weil sie ihm hätte helfen können als er dies benötigte. Das Landratsamt in Dorfen ermordete Nfally, weil sie von der Vorgeschichte des Mörders wussten. Das Asylsystem hat Nfally getötet, weil Personen im gleichen Zimmer zusammenleben müssen, ohne dass den Diskriminierungen und Angriffen Rechnung getragen wird, die aus der Unterscheidung von Nationalität, Religion, Kultur und Sexualität hervorgehen. Man tut so als wolle man alles kontrollieren, aber schafft es nicht die individuelle Freiheit zu schützen.

Heute beginnen wir einen Durstreik, und weil Ihr die Blinden und Tauben spielt, könnt Ihr es gleich so machen wie Ihr es mit Nfally gemacht habt. So könnt Ihr uns töten, ohne dass Ihr es mit Euren eigenen Händen tut.

In Erinnerung an alle Kämpfer und Kämpferinnen die für Gerechtigkeit, Freiheit, und Menschlichkeit kämpften. In Erinnerung an Nfally.

*** français ***

Je voudrais partager aujourd’hui l’histoire de ce jeune sénégalais, cet adolescent, ce Martyr, notre frère, camarade, cousin à moi par les liens du sang. Je voudrais partager cette histoire parce que les autorités ont joué avec la vie de ce jeune et continuent de jouer avec nos vies.

Nfally Biaye a été tué de la manière la plus ignoble, barbare avec plusieurs coups de couteaux. La police, celle qui devait assurer la sécurité des personnes fut appelé par Nfally lui-même pour sécuriser sa vie aux mains d’un criminel, mais la police au lieu de prendre ses responsabilités l’a laissé mourir.

Qui se souciera de la vie d’immigré surtout d’un demandeur d’asile ?

Le 21 février 2016 à 0.35 selon les précisions de la police Nfally a été tue en voulant entrer dans sa chambre pour dormir au camp de Dorfen. Il ne pensait pas que la mort l’attendait, caché derrière la porte, le tueur l’attendait pour lui ôter la vie.

Nfally est mort sous les coups de couteau de son colocataire. Mais la police l’a tué parce qu’il pouvait l’aider quand il en avait besoin. Le Landratsamt de Dorfen a tué Nfally parce qu’ils savaient les antécédents du tueur. Le système d’asile a tué Nfally, parce qu’il fait cohabiter des personnes dans la même chambre sans se rendre compte des discriminations et assauts qui résultent des différences de nationalité, religion, culture et sexualité. On prétend de vouloir tout contrôler, mais n’arrive pas à protéger la liberté individuelle.

On commence aujourd’hui la grève de soif et comme vous jouez les aveugles et les sourds, vous pouvez faire comme vous avait fait avec Nfally. C’est de nous tuer sans que votre main y assiste.

À la mémoire de tous ces combattants et combattantes qui se sont battus pour la justice, la liberté et enfin pour l’humanité. À la mémoire de Nfally.

Munchen: Räumung des Protest Camps und Baumbesetzung von 20 Aktivist*innen

Sendlinger Tor Münich Refugee Protest

4ter und 5ter November

Sendlinger Tor Platz, München

Update 19:30 Uhr, 5ter November

Es wurden 3 von 4 Aktivisten freigelassen.

Solidarität mit allen politischen Gefangenen!

sendlinger-tor-activists-are-free

 

Update 16:00 Uhr, 5ter November

Soli-Kundgebung vor der Polizei. Wache für die Inhaftierten der Räumung von Solidemo fordert freiheit für Sarr. Gefangene Aktivisten berichten von unverhältnismäßiger Polizeigewalt.

Wir sind friedlich was seit ihr?

sendlinger-tor-baumbesetz

 

Update 11:00 Uhr, 5ter November

4 Aktivisten sind im Polizeipräsidium in der

Update 4:00 Uhr, 5ter November

SEK Einsatz am #SendlingerTor. Polizei tritt #refugeestruggle Aktivist gegen den Kopf

sendlinger-tor-baumbesetz-sek-einsatz

 

zeigt deutlich, wie die Polizei bei der Räumung der Baumbesetzung am Sendlinger Tor vorgeht. Augehend von einem Platou auf einer Feuerwehrleiter reißen die Einsatzkräfte die Aktivist*innen von den Bäumen und schmeißen sie auf die Sprungkissen. Anschließend werden die Aktivist*innen in Krankenhäuser oder auf die Polizeistation gebracht.

 

Es wir erzählt, dass Stromstöße angewandt wurden, um einen Menschen vom Baum zu holen. Dies ist jedoch noch keine gesicherte Information.

Einer der Aktivisten erklärt: “Die Polizei sagt, wir haben uns selbst in die gefährliche Lage gebracht. Die eigentliche Gefahr ist es aber als geflüchtete Person in diesem Land zu leben.”

Sendlinger Tor Münich Aufräumung     Sendlinger Tor Münich Refugee Protest

Update 2:00 Uhr

Unterstützende, die bei den Bäumen ausgeharrt haben, werden von USK-Einsatzkräften geräumt.

Die ersten Leitern werden an den Bäumen angebracht – die Räumung beginnt.

 

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