Tag: police brutality

Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt am 10. Juli

Hussam Fadl – von der Polizei von hinten erschossen

Kundgebung 10. Juli, 17:00 Uhr, Platz der Luftbrücke 6, Polizeipräsidium

“Wir sind vor dem Tod geflohen und fanden nichts als den Tod.” (Zaman Gate, Ehefrau)

Am 27.9. 2016 wurde Hussam Fadl, Flüchtling aus dem Irak, bei einem Polizeieinsatz auf dem Gelände
einer Flüchtlingsunterkunft von hinten erschossen. Das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen die verantwortlichen Polizisten wurde Ende Mai 2017 mit dem Verweis auf Notwehr eingestellt. Dies kommt einem Freispruch der Polizisten gleich, die gezielt und von hinten auf Hussam Fadl geschossen haben. Die Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (KOP), die Beratungsstelle ReachOut und der Flüchtlingsrat Berlin kritisieren die Einstellung der Ermittlungen und rufen gemeinsam mit Familie Fadl zur Kundgebung gegen tödliche Polizeigewalt auf.

 
Familie Fadl floh im Jahr 2014 mit drei kleinen Kindern von Bagdad nach Deutschland. Auf ihrer
Flucht übers Mittelmeer und entlang der Balkanroute erlebten sie, was vielen Geflüchteten zustößt:
Hunger, Angst, Ungewissheit, Demütigungen, Behördenwillkür.

 
Endlich in Berlin angekommen, hofften sie auf Sicherheit und die Möglichkeit, ein neues Leben
aufzubauen. Die Familie wurde in einer Notunterkunft für Flüchtlinge, der Traglufthalle im Stadtteil
Moabit– dem sogenannten ‚Ballon’ – untergebracht. Sie versuchten, in Deutschland Fuß zu fassen
und trotz der fürchterlichen Umstände im Lager die Strapazen und Demütigungen der Flucht zu
vergessen.

 
Doch am 27.09.2016 wurde die kleine Tochter der Familie Fadl von einem anderen Bewohner im
direkten Umfeld der Notunterkunft sexuell missbraucht. Der mittlerweile verurteilte Täter wurde
bei der Tat von Bekannten der Familie überführt und sofort dem Sicherheitspersonal der Unterkunft
übergeben.

 
Nach Recherchen von KOP und ReachOut berichten damals Anwesende, dass sich an dem sonnigen
Septembertag viele Bewohner*innen des Lagers draußen vor der Halle aufhielten und sich die Tat
zwar schnell rumgesprochen hatte, jedoch trotz allgemeiner Aufregung keiner an Selbstjustiz dachte
oder sich dem Täter näherte. Allen war klar, dass dieser nun von Sicherheitspersonal und Polizei
behandelt würde, dahin hatten die unmittelbaren Zeugen des Missbrauchs den Mann schließlich
eigenhändig übergeben.

 
Zeug*innen berichten auch, dass die vom Sicherheitspersonal alarmierte Polizei mit mehr als 30
Beamt*innen anrückte, das Gelände umstellte, und alle Menschen bleiben mussten, wo sie sind,
niemand durfte rein oder rausgehen. Vor Ort wurde der Missbrauchsfall aufgenommen, der Täter
und die beiden Zeugen befragt. Die Polizei führte den Täter ab, brachte ihn zu einem Polizeiauto,
schloss die Türen, hinter denen der Täter sicher saß. Dann fielen Schüsse.

 
Fakt ist: Drei Polizeibeamte schossen auf Hussam Fadl, den unbewaffneten Vater des
missbrauchten Mädchens, als dieser sich dem Täter zu nähern versucht haben soll. Eine Kugel traf
ihn tödlich von hinten. Hussam Fadl stirbt noch am selben Tag im Krankenhaus. Er wurde im Alter
von 29 Jahren von Berliner Polizeibeamten von hinten erschossen. Er hinterlässt eine Frau und drei
Kinder.

 
Die Version der Polizei: Hussam Fadl sei mit einem Messer auf den Täter losgegangen. Diese
Geschichte ermöglicht den Schützen zu behaupten, sie hätten aus Notwehr geschossen und bedient
gleichzeitig das rassistische Stereotyp des ‚aggressiven, stets mit einem Messer bewaffneten Arabers, der nach Rache und Selbstjustiz sinnt’. Später tauchte ein Küchenmesser als ‚Beweismittel’ auf, das die Geschichte der Schützen untermauern soll.

 
Recherchen von Unterstützer*innen zeichnen ein anderes Bild und werfen viele noch offene Fragen
auf – diese müssen öffentlich und vor einem Gericht geklärt werden: Keine*r der Menschen an der
Traglufthalle hat das Messer vor Ort gesehen, Zeug*innen bestätigen übereinstimmend, HussamFadl sei definitiv unbewaffnet gewesen.

 
Wir fragen: warum haben die Polizisten geschossen? Wen wollten sie schützen? Ihre Kollegen – in
deren Richtung sie feuerten? Den Täter – der bereits gesichert im Auto saß? Welche Gefahr stellte
Hussam Fadl für wen da?

 
Wir fordern:
Lückenlose Aufklärung der Erschießung von Hussam Fadl!
Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft und ein Strafverfahren gegen die Polizeibeamten, die auf
Hussam Fadl geschossen haben!
Die sofortige Suspendierung der beschuldigten Polizisten!

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Pressekonferenz zum Strafprozess gegen AsylrechtsaktivistInnen in Luxemburg +++ press conference on criminal proceedings against activists in defence of asylum rights in Luxemburg

police using pepper spray in March for Freedom

 

in english further below!

Pressekonferenz zum Ergebnis der Gerichtsverhandlung:
Montag, 10.04.2017, um 10 Uhr
in Waldemarstraße 46, 10999 Berlin
Pressekontakt: emal_g@hotmail.com 01575 373 0574

  • Sechs Aktivist*innen des March for Freedom zwei Jahre nach brutalem Polizeieinsatz bei friedlichem Protest in Luxemburg (Stadt) angeklagt
  • Gerichtsverhandlung zu Vorwurf der “Rebellion” in Luxemburg am 5. und 6. April
  • Aktivist*innen werten Anklage als Versuch, friedlichen Protest für Rechte von Geflüchteten zu diffamieren
  • und kritisieren unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt der Luxemburger Polizei

2 1/2 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom sind sechs AktvistInnen in Luxembourg-Stadt angeklagt. Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxembourg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“

Den Angeklagten wird gemeinschaftlicher Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand.

Aktivist*innen des March for Freedom werten die Anklage als einen Versuch, friedlichen Protest für Rechte von geflüchteten Menschen zu diffamieren und zu kriminalisieren: “Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren, aber ich habe keine Angst. Ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe, dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist, für die Freiheit und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf. Es geht nicht, wegzuschauen, wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen”, erklärt einer der angeklagten Aktivist*innen.

Beim selbstorganisierten March for Freedom marschierten ca. 100 Aktivist*innen von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel. Sie überquerten friedlich 6 EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, um gegen die europäische Migrations- und Asylpolitik zu protestieren.

In Luxembourg hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der EU-Innenministerkonferenz gebeten. Dem friedlichen Protest wurde daraufhin ein massiver Polizeieinsatz entgegengesetzt. Mit Reizgas, Schlagstöcke und Hunden ohne Maulkorb gingen die Beamt*innen auf die Protestierenden los. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Auch Polizist*innen wurden durch ihr eigenes Reizgas verletzt und wollen dies den Aktivist*innen anlasten. 13 Teilnehmende wurden festgenommen. Einige wurden anschließend auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm. Ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig” so der angeklagte Aktivist, welcher auch seit 2012 im Refugee Protest am Oranienplatz in Berlin aktiv war, und bis heute unter körperlichen Beschwerden von jenem Gewalteinsatz der Polizei leidet.

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land ein. Auf direkte Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhafteten wenige Stunden später entlassen und konnten ohne weiteres das Land verlassen. Luxemburger Jurist*innen kritisierten den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

Mehr als 2 Jahre nach dem Vorfall, kurz vor Ende der Verjährungsfrist, erhob die Staatsanwaltschaft dann Anklage. Die Hauptverhandlung in Luxembourg wurde 2016 zweimal vertagt, das zweite Mal weil das Gericht keinen Dolmetscher für einen der Angeklagten bestellt hatte. Der Prozess hat schließlich am 5. und 6. April 2017 stattgefunden.

 

Berichte vom Prozess auf Twitter:

 

 

Berichte von Aktivisten und Unterstützern:

oplatz.net Refugee Movement, Berlin.

Communiqué zum “Freedom March”-Prozess (#luxTrial) Jonk Lénk, Luxemburg April 2017.

Bericht der Pressekonferenz der Angeklagten des March for Freedom (#luxtrial) Jonk Lénk, Luxemburg April 2017.

Protestmarsch nach Brüssel: Protest March against Fortress Europe from Strasbourg to Brussels, May and June 2014 Dossier auf labournet, Deutschland 2014.

Freedom not Frontex Blog zum Protestmarsch, Europa 2014.

 

Presseberichte:

Von wem ging die Gewalt aus? Bericht aus dem Tageblatt, Luxemburg April 2017.

Wirklich gerecht? Kommentar des Tageblatt, Luxemburg April 2017.

Dünne Beweislage, widersprüchliche Aussagen Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg April 2017.

March for Freedom: TeilnehmerInnen vor Gericht Bericht der Woxx, Luxemburg Dezember 2016.

Police accused of abusing protester Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg Juni 2014.

“Wir sind der Abschaum der Gesellschaft” Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg Juni 2014.

Brutaler Polizeieinsatz in Luxemburg : Mit Hunden gegen Flüchtlingsprotest Bericht in der taz, Berlin Juni 2o14.

Ausschreitungen bei Minister-Treffen Bericht des Tageblatt, Luxemburg Juni 2014.

Proteste von Asylsuchenden: Innenminister schalten auf stur Bericht auf Telepolis, Deutschland Juni 2014.

Sie riskieren alles für die Freizügigkeit Bericht der Zeit, Hamburg Juni 2014.

Protestmarsch von Geflüchteten nach Brüssel, Festnahmen in Berlin Bericht auf Telepolis, Deutschland Mai 2014.

 

 

+++++++++

Press conference on the outcome of the trial:
Monday 10th of April 10AM
at Waldemarstr. 46, 10999 Berlin

Press contact: emal_g@hotmail.com 01575 373 0574

  • six campaigners of the March for Freedom have been charged in Luxemburg two years after a brutal police operation against peaceful protesters
  • the trial was held in Luxemburg April 5th and 6th based on the allegation of ‘rebellion’
  • activists see the accusation as an attempt to vilify peaceful protest in defence of refugee’s right
  • and luxemburgish police is being criticized for disproportionate use of violence

Two and a half years after the international mobilization for the March for Freedom, six activists were charged with serious crimes in Luxembourg. Thirteen activists were brutally arrested during Day of Action demonstration on June 5, 2014. They were demonstrating against the European Union Conference of the Ministers of the Interior, on the subject “the fight against illegal immigration.”

The arrested activists were accused of violating Article 269 of the Luxembourg Criminal Code – i.e. Rebellion. In addition there were also charges of personal injury, property damage, insulting a police officer and resisting arrest.

Activists of the March for Freedom qualify the accusation as an attempt to vilify and criminalize peaceful protests in defence of the rights of refugees: “EU politics consist in dividing the people, discriminating them, but I’m not afraid. I’m fighting for freedom and I hope everyone will understand that it’s no crime to fight for freedom and one’s rights. We need the people to show solidarity with our fight. Looking away is no option while others have to fight for their freedom”, says one of the indicted activists.

100 activists participated in the March for Freedom. From May to June 2014, they marched 500 kilometers from Strasbourg to Brussels. In their protest against the European migration and asylum policies, the activists peacefully crossed six EU boarders and organized days of action in many cities, and a one week protest camp in Brussels.

In Luxembourg a delegation of refugees requested the right to address the EU conference of the Ministers of the Interior. There was a massive police action against the March for Freedom protesters. The Police officers moved against the protesters with tear gas, clubs and dogs without muzzles. One activist was bitten by a dog and many participants suffered injuries from the tear gas and beatings. Some police sustained injuries from their own tear gas, and wanted to blame this on the activists! Thirteen participants were arrested. Some of them were then abused and humiliated at the police station.

“I took part in many demonstrations but what happened in Luxemburg was dreadful. Without prior communication police simply attacked and encircled the demonstration. They said we were an armed rebellion and it’s not true; it was a peaceful march; the police acted violently”, explains the activist who also took part in the refugee protest on Oranienplatz, Berlin, starting in 2012 and still today is suffering physical conditions caused by the violent police operation.

The police action brought sharp public criticism about the Luxembourg police in their own country. After a few hours, the Luxembourg Ministry of the Interior ordered all thirteen of the arrested activists to be released, and they were able to leave the country without further problems. Luxembourg lawyers criticized the “disproportionate use of force” by the police. The Ministry of the Interior investigation committee then dealt with the police deployment.

More than two years later, just before the end of the limitation period, the Prosecutor pressed charges.
The actual trial was postponed twice in 2016; the second time was because the state did not have a translator for one of the defendants. The trial finally took place on April 5th and 6th 2017.

 

for twitter coverage of the trial:

 

 

reports by activists and people supporting them:

oplatz.net Refugee Movement, Berlin.

Communiqué zum “Freedom March”-Prozess (#luxTrial) Jonk Lénk, Luxemburg April 2017.

Bericht der Pressekonferenz der Angeklagten des March for Freedom (#luxtrial) Jonk Lénk, Luxemburg April 2017.

Protestmarsch nach Brüssel: Protest March against Fortress Europe from Strasbourg to Brussels, May and June 2014 Dossier auf labournet, Deutschland 2014.

Freedom not Frontex Blog zum Protestmarsch, Europa 2014.

 

 

press reports:

Von wem ging die Gewalt aus? Bericht aus dem Tageblatt, Luxemburg April 2017.

Wirklich gerecht? Kommentar des Tageblatt, Luxemburg April 2017.

Dünne Beweislage, widersprüchliche Aussagen Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg April 2017.

March for Freedom: TeilnehmerInnen vor Gericht Bericht der Woxx, Luxemburg Dezember 2016.

Police accused of abusing protester Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg Juni 2014.

“Wir sind der Abschaum der Gesellschaft” Bericht des Luxemburger Wort, Luxemburg Juni 2014.

Brutaler Polizeieinsatz in Luxemburg : Mit Hunden gegen Flüchtlingsprotest Bericht in der taz, Berlin Juni 2o14.

Ausschreitungen bei Minister-Treffen Bericht des Tageblatt, Luxemburg Juni 2014.

Proteste von Asylsuchenden: Innenminister schalten auf stur Bericht auf Telepolis, Deutschland Juni 2014.

Sie riskieren alles für die Freizügigkeit Bericht der Zeit, Hamburg Juni 2014.

Protestmarsch von Geflüchteten nach Brüssel, Festnahmen in Berlin Bericht auf Telepolis, Deutschland Mai 2014.

# WeRadio! show with activists who are on trial after the March for Freedom 2014

Freedom not frontex

Two and a half years after the internationally organized March for Freedom, six activists are going to trial. During the day of action on May 5, 2014 there were thirteen brutal arrests at a demonstration on the Kirchberg in Luxemburg.

2 1/2 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom sind 6 AktvistInnen in Luxembourg-Stadt angeklagt. Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxembourg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“

 

Help fund defense of asylum activists against criminal charges in Luxemburg 

(important note the case „M4F“)

Transfer funds to: Rote Hilfe e.V.

Sparkasse Göttingen

IBAN: DE 25 2605 0001 0056 0362 39

BIC: NOLADE21GOE

Spendenaufruf: Strafprozess in Luxembourg gegen AsylrechtsaktivistInnen

Spenden bitte unbedingt mit Verwendungszweck „M4F“ an:

Rote Hilfe e.V. Sparkasse Göttingen

IBAN: DE 25 2605 0001 0056 0362 39

BIC: NOLADE21GOE

 

Spendenaufruf: Strafprozess in Luxembourg gegen AsylrechtsaktivistInnen

march for freedom 2014

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Rote Hilfe e.V.
Sparkasse Göttingen
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BIC: NOLADE21GOE

2 1/2 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom sind 6 AktvistInnen in Luxembourg-Stadt angeklagt. Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxembourg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“
Den Angeklagten wird gemeinschaftlicher Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand.
Beim selbstorganisierten March for Freedom marschierten ca. 100 AktivstInnen von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel. Sie überquerten friedlich 6 EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, um gegen die europäische Migrations- und Asylpolitik zu protestieren.
In Luxembourg hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache beider EU-Innenministerkonferenz gebeten. Dem friedlichen Protest wurde daraufhin ein massiver Polizeieinsatz entgegengesetzt. Mit Reizgas, Schlagstöcke und Hunden ohne Maulkorb ging die BeamtInnen auf die Protestierenden los.
Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Auch Polizisten wurden durch ihr eigenes Reizgas verletzt und wollen dies den AktivistInnen anlasten!
13 Teilnehmende wurden festgenommen. Einige wurden anschließend auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt. Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land ein. Auf direkte Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhaftete wenige Stunden später entlassen und konnten ohne weiteres das Land verlassen.
Luxemburger JuristInnen kritisierten den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz. Mehr als 2 Jahre nach dem Vorfall, kurz vor Ende der Verjährungsfrist, erhob die Staatsanwaltschaft dann Anklage.
Die Hauptverhandlung in Luxembourg wurde 2016 zweimal vertagt, das zweite Mal weil das Gericht keinen Dolmetscher für einen der Angeklagten bestellt hatte. Der nächste Termin ist für den 5. und 6. April 2017 festgesetzt. Wer zur Prozessbeobachtung mit nach Luxemburg reisen möchte, ist willkommen. Reisekosten können leider nicht übernommen werden.
Die Prozess- und Anfahrtskosten haben inzwischen ein beträchtliches Niveau erreicht. Wir sind ca. 2000 EUR im Minus und freuen uns über finanzielle Unterstützung und Publicity für diesen Fall. Über Google findet man bereits zahlreiche Presseberichte. Unsere Statements stehen auf unseren Blogs (s.u.).

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Presseberichte:
http://www.taz.de/Brutaler-Polizeieinsatz-in-Luxemburg/!139936/
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ausschreitungen-bei-Minister-Treffen-26455230

Blog:
https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Press contact:
emal_g@hotmail.com
01575 373 0574

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Two and a half years after the international mobilization for the March for Freedom, six activists were charged with serious crimes in Luxembourg. Thirteen activists were brutally arrested during Day of Action demonstration on June 5, 2014. They were demonstrating against the European Union Conference of the Ministers of the Interior, on the subject “the fight against illegal immigration.” The arrested activists were accused of violating Article 269 of the Luxembourg Criminal Code – i.e. Rebellion. In addition there were also charges of personal injury, property damage, insulting a police officer and resisting arrest.

100 activists participated in the March for Freedom. From May to June 2014, they marched 500 kilometers from Strasbourg to Brussels. In their protest against the European migration and asylum policies, the activists peacefully crossed six EU boarders and organized days of action in many cities, and a one week protest camp in Brussels.

In Luxembourg a delegation of refugees requested the right to address the EU conference of the Ministers of the Interior. There was a massive police action against the March for Freedom protesters. The Police officers moved against the protesters with tear gas, clubs and dogs without muzzles.

One activist was bitten by a dog and many participants suffered injuries from the tear gas and beatings. Some police sustained injuries from their own tear gas, and wanted to blame this on the activists!

Thirteen participants were arrested. Some of them were then abused and humiliated at the police station. The police action brought sharp public criticism about the Luxembourg police in their own country. After a few hours, the Luxembourg Ministry of the Interior ordered all thirteen of the arrested activists to be released, and they were able to leave the country without further problems.

Luxembourg lawyers criticized the “disproportionate use of force” by the police. The Ministry of the Interior investigation committee then dealt with the police deployment. More than two years later, just before the end of the limitation period, the Prosecutor pressed charges.

The actual trial was postponed twice in 2016; the second time was because the state did not have a translator for one of the defendants. The next date for the trial is set for April 5th and 6th 2017. We welcome all who would like to join in monitoring the trial. Unfortunately, we are not able to pay for travel expenses.

The court and travel costs have bin significant. We are in debt for over EU 2000 in this case. We would appreciate financial support and publicity for this case. One can find many press reports on this case through Google. Our statements are posted on our blogs (see below)

Press reports:

http://www.taz.de/Brutaler-Polizeieinsatz-in-Luxemburg/!139936/

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/story/Ausschreitungen-bei-Minister-Treffen-26455230

Blog: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Press contact: emal_g@hotmail.com 01575 373 0574

Solidarität mit den in Luxemburg Angeklagten, Freilassung aller politischen Gefangenen!

picture of the violent police arrests at Luxemburg during the march for freedom
March for Freedom Police violence in Luxemburg

Picture of the violent police arrests in Luxemburg during the Refugee March for Freedom 2014

Gestern waren wir auf der Kundgebung für die Freilassung aller politischen Gefangenen! vor dem Gefängnis in der Turmstr. in Berlin. Wir waren dort wegen der Verhaftung von 11 Leuten in Luxemburg auf dem March for Freedom 2014. Auch ich bin damals verhaftet worden; auf dem Foto liege ich unter den Polizisten am Boden. Die Polizei hatte mit Hunden ohne Maulkorb die Demo angegriffen vor dem Gebäude, wo die  Innenministerkonferenz stattfand. Wir haben dort gegen  Dublin 3, 4 usw., gegen Abschiebungen und EU-Asylpolitik und gegen geschlossene Grenzen protestiert. Die Polizei in Luxemburg hat uns geschlagen und jetzt zwei Jahre später sind wir angeklagt. Am 29. November 2016 waren wir schon in Luxemburg vor Gericht aber es gab keinen Dolmetscher und die Verhandlung wurde verschoben auf den 5. und 6. April 2017. Deswegen waren wir gestern auf der Demo für die Freilassung aller politischen Gefangenen! in Berlin und haben erzählt was in Luxemburg  passiert ist – für mich ist sehr klar, wir kämpfen für unsere Rechte, für Bewegungsfreiheit. Es ist wichtig, dass die Leute zusammenkommen und zusammen kämpfen für ihre Rechte  – jeder hat das Recht zu demonstrieren! Ich habe an vielen Demos teilgenommen aber was in Luxemburg passiert ist war schlimm; ohne Kommunikation hat die Polizei einfach angegriffen und die Demo eingekesselt. Es wurde gesagt, dass wir eine bewaffnete Revolution gemacht hätten und das stimmt nicht, es war ein friedlicher Marsch, die Polizei war gewalttätig. 6 Leute von uns wurden dann zwei Jahre später angeklagt, ich bin einer davon.

Die Politik der EU ist es die Leute zu spalten, sie zu diskriminieren aber ich habe keine Angst, ich kämpfe für die Freiheit und ich hoffe dass alle Leute vestehen, dass es nicht kriminell ist für die Freiheit zu kämpfen und für seine Rechte zu kämpfen. Wir brauchen die Solidarität der Menschen in unserem Kampf, es geht nicht wegzuschauen wenn andere Menschen um ihre Freiheit kämpfen müssen.picture taken at the march for freedom close to Shengen

Ich hoffe dass am 5. und 6. April alles gut läuft. Am Freitag, den 24.03. gibt es ein Treffen in der Waldemarstr. 46 (Ecke Adalbert Str.), kommt vorbei und informiert Euch, ihr könnt Fragen stellen und seid solidarisch!

Am Montag, den 20. März gibt es eine Radiosendung über die Geschichte in Luxemburg auf Wearebornfree Empowerment Radio um 10:00 morgens, schaltet ein!

hier findet ihr  ältere Artikel zum selben Thema

 

English

Solidary with the Luxemburg Defendants – Free all Political Prisoners!

March for Freedom Police violence in Luxemburg

Yesterday we were at a rally to “free all political prisoners! “. It was in front of the prison on TurmStr. in Berlin. We were that because of the arrest of 11 people in Luxemburg who were in arrested at the March for Freedom Luxemburg in 2014. I was also arrested at that time. In the photo I am laying on the ground under the police. The police attacked the demonstration in front of the building where conference of the ministers of Interior was taking place. The attacked with dogs. The dogs wore no mussels. We were there to protest against Dublin 3 & 4 etc. and against deportation and European Union asylum policies and against closing the borders. The police in Luxemburg beat us up and now two years later we are being accused. On November 29, 2016 we were in court in Luxemburg. There was no translator and the trial was put off until the 5th and 6th of April 2017. That is why we went to the demo to free all political prisoners yesterday (March 18th)  in Berlin, and we spoke about what happened in Luxemburg. For me it is very clear. We fight for our civil rights, for freedom of movement. It is important that the people come together and fight together for their rights. Everyone has the right to demonstrate! I have participated in many demos, but what happened in Luxemburg, that was really bad. Without any warning, the police had simply moved in and surrounded the demonstration. It has been said that we started an armed revolution, and that isn’t true. It was a peaceful marc, the police were violent. Six of our people were then accused two years later. I am one of them.

It is the policy of the EU is to split people , to discriminate against them. But have no fear, I will fight for freedom and I hope that everyone understands that it is not criminal to fight for freedom, and for ones rights. We need solidarity from people in our fight. One cannot look the other way when other people have to fight for their freedom.

I hope that it goes well on the 5th and 6th of April. On Friday March 24, there will be a meeting at Waldemarstr. 46 (corner Adalbert Str.), come by and inform yourselves, you can ask questions and show your solidarity.

On Monday March 20 there will be a radio program about the story in Luxemburg on wearebornfree Empowerment Radio at 10 a.m. Turn it on and tune in!

Here you find our previous articles

 

 

Turkey: State paramilitaries are destroying Syrian refugees’ tent homes in İzmir

As of February 8th, refugees living in tents in the Torbalı and Bayındır districts of İzmir are being evacuated in accordance with district governorate decisions through the intervention of its gendarmerie State paramilitary force. The tent areas are being removed. Thousands of refugees, who left their countries because of the civil war in Syria, have been struggling to survive as seasonal agricultural workers and living in the tent camps, constructed through their own efforts, in rural areas of İzmir.

Since Wednesday, many tent areas have been removed by gendarmerie without reason. Some tent areas were given until Monday to evacuate. Refugees whose assigned residence city is not İzmir have been expelled and people are being told they are expected to rent homes. However, for the majority of the refugees who work for very low wages it is not possible to earn enough money to move into a house.

In return for originally directing people to the tent areas and finding people jobs, “dayıbaşı” (the bosses of the areas) deduct money from refugees’ wages, pay irregularly or do not pay people at all. Since the agricultural workers need to live close to their working areas and don’t know the local language [Turkish], they are forced to accept the dayıbaşı system. Thus, being evacuated from their tents means taking away their means to an income.

What this means is that refugees who already left everything they had in Syria will, for a long time, now be unable to earn an income — demand for seasonal workers decreases in winter. They have survived through the cold weather thanks to tents, food, firing, diapers and hygiene products provided by a limited number of volunteers and CSO’s. The tent areas, which lack toilets, showers, clean water and  have been covered in mud from rainfall, are being ignored by the authorities.

These conditions affect children the most. Children are exposed to illnesses and developmental disabilities as a result of poor nutrition and health conditions. Hospitals deny treatment to refugees without documents. Even the death of baby Noaf, of pneumonia, after being refused hospital treatment did not impact government policy; which makes it particularly hard for refugees to get registered. And there are lots of children suffering from pneumonia in the camps. The threat of forced displacement by the gendarmerie further deepens the trauma of children, initially caused by the civil war and subsequent poor living conditions.

Last May, before the harvest, these tent areas providing a living space for nearly 2,000 people were removed by the district governorate. It is thought-provoking that the same action is now being taken just before seed-time, when the demand for seasonal workers increases. All this despite three years of speculation that the district governorate and municipality had plans to move people from the tent areas to one central place; to improve the living conditions of agricultural worker refugees.

The following two tabs change content below.

[Testimony] The symbol of the Refugee Black box: Break the silence, break deportation by Regina Mauricia Kiwanuka

Original source: The voice forum

Break the silence, break deportation by Regina Mauricia

Some say that the Africans must try and forget or accept the calamities that befell the African continent. “Stop singing colonial injustices, stop singing the slave trade slogan,” they say. We all know that these calamities have not only ravaged other lands in other continents, they have succeeded in eliminating populations over populations of various nations in the course of escaping the detritus left behind by the aggressors. Today, a refugee is either burned alive in cell number 5 and forever silenced, or brutally deported and left for dead, or they are dumped here in asylum camps with horrible conditions.

That is the situation at home and abroad, and that is why refugees shall never forget and or try and accept the calamities because the old ones are being replaced with fresh ones. Refugees are ambushed here and also at home with the injustices in our homelands and the ones here in Europe.

Witnessing our brothers and sisters getting kidnapped from the shores of the African continent and dragged to faraway continents to enslave and abuse them in the most inconceivable manner that shall haunt and torment the Africans for generations to come is not something that leaves one´s memory. As if that was not enough, before the poor African peasants
could recover from the first dreadful trauma, the very same people returned in another form of enslavement known as colonialism.

The continent was demarcated to satisfy the colonial masters´ tastes and likings. The demarcation separated the populations under the divide and rule policies of the masters. Before the African people picked up the pieces to try and reorganize their continent, the resilient leaders of the continent that were to guide it back to its tracks, were killed off one by one by the same aggressors. Thomas Sankara (Burkina Faso), Kwame Nkrumah (Ghana), Patrice Lumumba (Congo), Ben. Kiwanuka (Uganda),
Stephen Biko (South Africa), the list is endless.

This confusion resulting from the selfish intrusion that tore the African continent apart during the masters´ conflict among themselves for ownership of various lands and regions, is the same tyrannical operation imposed on the minorities in the name of deportation here in the federal republic of Germany. This collision that impacted the African continent and spread on to other lands in various continents has compounded us together in a form of the minorities of the western hemisphere.

The black box symbolizes the subsequent transparency expected to emerge from all the atrocities imposed on the refugees in Europe and especially here in Germany. The black box must be broken to reveal and to correct all the wrongs subjugated to that fateful Airplane. The Airplane was enormously tampered with and killing many in the process, that reads our homelands. We are the refugees, the minorities that should be compensated within the human rights horizons, compensated for the afflictions that befell us in accordance with the black box´s findings.

The aggressive deportations, the inhuman conditions in the asylum camps, the social exclusions that shall always remind us of the apartheid, the burning of refugees like Oury Jalloh in cell number 5 in Dessau. The brutal killings of refugees within the police brutality in the form of serving and protecting the citizens, the various forms of psychological torment are all patterns of brutal and greedy exploitation.

This interprets that the Berlin conference of 1884 to 1885 that begun the colonial journey is tantamount to the FRONTEX. The FRONTEX is the killer whale to the refugees, just as the horrible nightmare of colonialism affected all refugees and destroyed their countries. FRONTEX is another REPRODUCTION of the same exploitation and infringement, because this time the invasion to our numerous countries whether colonized or not has a different formula.

Silence is not an option, it is a non-existing phrase in our understanding. The ancestors in those days had no voice, they were
attacked and destroyed right before their very eyes, some were even caught unaware. This is another generation that is expected to respect humanity for proper reconstruction and to eradicate the ignorance of the society on the abuses and crimes of the deportation regimes and to unfold the colonial injustices of the system up to this day. Regina Mauricia Kiwanuka, Oldenburg The VOICE Refugee Forum – Refugee Community Network

Spenden für die Kampagnen der Flüchtlingscommunity zur Beendigung von Abschiebungen und sozialer Ausgrenzung

http://thevoiceforum.org/node/3915

Oury Jalloh, das war Mord. Sa. 07th.Jan.2017

Oury Jalloh Aufruf zur Gedenkdemonstration in Dessau 2017

german bellow

Oury Jalloh, it was murder. Sa. 07th.Jan.2017 – Let the symbol of the lighter represent the many deaths that are undocumented here in Germany

It is that time of the year again. When we stand in remembrance of the awful events that took place on January 7th 2005. Last week in Paris, two white men were prosecuted for forcing a black man off a train on the Metro because of his race. These men were held accountable for their actions and the victim was compensated.

Oury Jalloh was not forced off a train, he was burnt alive, yet the Police Officers who did this were not held accountable and his family was never compensated.
We shall never stop demanding justice for our murdered brother, and we shall keep returning to Dessau each year on the anniversary of his death to voice the atrocity of this barbaric crime against humanity that was committed at the hands of government Civil Servants, the German Police.

We shall groom the younger ones to keep this candle burning against the strong heavy winds of brutality and against all odds. Because Oury Jalloh shall never see his son grow, he shall not contribute to his son´s wellbeing and in the way he would have wanted him turn into a young man.

Oury Jalloh shall never stand against the injustices imposed on him. He can never tell the world which one of the officers lit that lighter on that fateful day of 7th January 2005, because he was silenced. But the more they silence us, the louder we shall become. They shall continue to silence us but we shall never finish.
We are here to remind them, that when we stand here in Dessau for Oury Jalloh, we stand not only against all atrocities inflicted upon the black population, but we stand against the violations that are inflicted on all minorities in the German system. We shall never waver, we shall keep the voice loud until justice is served truthfully, rightfully and fairly to all.

Let the symbol of the lighter represent the many deaths that are undocumented here in Germany. Let Oury Jalloh´s murderous events in cell number five be the symbol of the African struggles in the neo colonial atrocities against the black man. Oury Jalloh, das war Mord.

From your comrades in Oldenburg in Niedersachsen.
Regina Mauricia Kiwanuka

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Oury Jalloh, das war Mord. Samstag, 7. Januar 2017 – Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren

„Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren. Lasst uns die mörderischen Ereignisse um Oury Jalloh in Zelle Nr. fünf das Symbol für die afrikanischen Kämpfe in den neokolonialen Grausamkeiten gegen den Schwarzen Menschen werden.“

Es ist wieder diese Zeit des Jahres, in der wir uns an die schrecklichen Ereignisse, die am 7. Januar 2005 stattgefunden haben, erinnern.

Letzte Woche wurden in Paris zwei weiße Männer angeklagt, weil sie aus rassistischen Gründen einen Schwarzen Mann gezwungen haben, einen U-Bahn-Zug zu verlassen. Diese Menschen sind für ihre Tat zur Verantwortung gezwungen worden und das Opfer wurde entschädigt.

Oury Jalloh wurde nicht etwa aus einem Zug gejagt; er wurde bei lebendigem Leib verbrannt, und dennoch wurden die Polizeibeamten, die das taten, dafür nicht zur Verantwortung gezogen und seine Familie ist bis heute nicht entschädigt worden.

Wir werden niemals aufhören, für unseren ermordeten Bruder Gerechtigkeit einzufordern, und wir werden weiterhin jedes Jahr nach Dessau zurückkehren zum Jahrestag seines Todes, um die Grausamkeit dieses barbarischen Verbrechens gegen die Menschlichkeit zu verkünden, das durch die Staatsbeamten, die deutsche Polizei, verübt worden ist.

Wir werden die Jüngeren darauf vorbereiten, damit diese Kerze am Brennen gehalten wird gegen die starken und heftigen Winde der Brutalität und allen Widrigkeiten zum Trotz. Weil Oury Jalloh niemals seinen Sohn aufwachsen sehen wird, nicht zu seinem Wohlergehen beitragen kann und nicht nach seinem Willen darauf Einfluss nehmen kann, wie er sich zu einem jungen Mann entwickelt.

Oury Jalloh wird sich niemals gegen die Ungerechtigkeiten, die ihm auferlegt wurden, wehren können. Er kann der Welt niemals mitteilen, welcher der Beamten das Feuerzeug entzündet hat an diesem verhängnisvollen 7. Januar 2005, denn er wurde zum Schweigen gebracht. Doch je mehr sie uns zum Schweigen bringen wollen, desto lauter werden wir werden. Sie werden uns weiterhin zum Schweigen bringen wollen, aber wir werden nie aufhören.

Wir sind hier, um sie daran zuerinnern, dass wir, wenn wir hier in Dessau für Oury Jalloh stehen, wir nicht nur gegen alle Grausamkeiten, die der Schwarzen Bevölkerung auferlegt werden, stehen, sondern wir stehen für alle Verletzungen, die allen Minderheiten im deutschen System angetan werden. Wir werden niemals schwanken, wir werden unsere Stimme laut halten, bis wahrhaftig, rechtmäßig und gerecht Gerechtigkeit allen gegenüber geübt wird.

Lasst das Symbol des Feuerzeugs die vielen undokumentierten Tode hier in Deutschland repräsentieren. Lasst uns die mörderischen Ereignisse um Oury Jalloh in Zelle Nr. fünf das Symbol für die afrikanischen Kämpfe in den neokolonialen Grausamkeiten gegen den Schwarzen Menschen werden. Oury Jalloh, das war Mord.

Von euren Mitstreitern aus Oldenburg in Niedersachsen

Regina Mauricia Kiwanuka

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Spende:

The VOICE Refugee Forum ist ein unabhängiges Community-Netzwerk von politischen Flüchtlingsaktivist_innen, die für die Wahrung ihrer Menschenrechte in Gleichheit und Freiheit sowie für ihre Menschenwürde kämpfen:

Thank you all!
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Oury Jalloh Campaign: “When Exposing a Crime is treated as committing a Crime, You Are Ruled By Criminals.”

Oury Jalloh

french bellow

On the 7th of January 2005, 2 African brothers Oury Jalloh and Layé Alama Kondé, were murdered by German Police in Dessau and Bremen (Germany) respectively.

The murder of Oury Jalloh is not singular nor is the perpetrator of the crime individual. It was a collective, systemic and systematically State-organized crime that still goes unabated.

The LIVES of Africans/Black people and also other minorities do not matter in Germany/Europe

Come to Dessau and fight for the lives that don’t seem to matter.

7th January, 2017 at 14.00 O’clock at the main Train station in Dessau.

12 years have passed since Oury Jalloh and Layé Alama Konde were murdered in police cells in Dessau (with both hands and feet tied to tiled walls and floor) and Bremen (through poisoning) respectively. It’s only through the tireless struggle of a few activists and networks that we have succeeded in getting a glimpse of collective and organized criminality on the part of the German State, in the clearing up of evidence in both cases, which definitely proved that these brothers were murdered.

For Oury Jalloh, the official prosecutor’s thesis of suicide has been disproved by various facts and indices while some activists that have been behind the case have been unjustly prosecuted and are still being persecuted with repeated police violence during demonstrations as a consequence.

The same day in Bremen, another African fatally succumbed to emetics forcefully administered to him by German police. In all these years, none of the trials against policemen, that were only opened up after immense pressure, led to an enlightenment on the circumstances of both Oury Jalloh and Laye Alama Konde’s deaths.

This continuous colonial reality, reflected through organized killing of to be Migrants in the Mediterranean, the deportation practices, the investigations against relatives of the victims of NSU or the rise of the AfD and other right-wing entities in Germany and Europe makes it more important than ever for us to come together to challenge and fight these evils of the 21th Century.

Remembering and fighting for justice for Oury Jalloh, Layé Kondé, Mariame Saar, Christy Schwundeck, Dominique Kuomadio (the list goes on) and all the others is a matter of self-defense.

The more united we are in challenging and defending ourselves and values against these monsters of the 21th Century, the more we expose the cracks of a world order and systems that have failed Humanity and will destroy Humanity if we do not stop them.

OURY JALLOH IS NOT AN INDIVIDUAL CASE — NO ONE WILL BE FORGOTTEN!

RESPECT OUR EXISTENCE – OR – EXPECT OUR RESISTANCE!

…..

Campagne d’Oury Jalloh: «Quand on expose un crime et qu’on se fait traiter comme commettant un crime, c’est être gouverné par des criminels ».

Le 7 janvier 2005, deux frères africains furent respectivement assassinés par la police allemande : Oury Jalloh à Dessau et Layé Alama Kondé à Brême (Allemagne).
Le meurtre d’Oury Jalloh n’est pas un cas unique et n’est pas non plus un crime individuel. Il s’agissait d’un crime collectif, systémique et méthodiquement organisé par l’État et qui se poursuit.

La VIE des « Noirs » Africains et d’autres minorités n’a pas d’importance en Allemagne / Europe
Venez à Dessau et luttez pour des vies qui ne semblent pas avoir d’importance.

Le 7 janvier 2017, à 14h00, à la gare principale de Dessau.

12 ans se sont écoulés depuis qu’Oury Jalloh et Layé Alama Konde furent assassinés respectivement dans les cellules de police à Dessau (avec les deux mains et les deux pieds attachés au mur et sol carrelés) et à Brême (par l’empoisonnement). C’est grâce à la lutte acharnée de quelques militants et de réseaux que nous avons réussi à avoir un aperçu de cette criminalité collective et organisée par l’Etat allemand, et par l’éclaircissement de preuves dans les deux cas, qu’il est définitivement prouvé que nos frères furent assassinés.

Pour Oury Jalloh, la thèse officielle de suicide du procureur fut réfutée par des faits et indices divers et parce que certains militants se sont accrochés derrière l’affaire. Ces militants ont été injustement poursuivis et continuent à être persécutés et à subir les violences policières lors des manifestations en conséquence.
Le même jour, à Brême, un autre Africain succomba fatalement à des émétiques que la police allemande lui avait administrés avec force. Pendant toutes ces années, aucun des procès contre les policiers n’ont été ouverts, seulement après une immense pression, ce qui a permis d’éclairer les circonstances des deux décès, d’Oury Jalloh et de Laye Alama Konde.

Cette réalité coloniale continue, qui se traduit par les tueries organisées de migrants en Méditerranée, les pratiques d’expulsions, les enquêtes contre les proches des victimes de la NSU ou la montée en puissance de l’AfD et d’autres organisations de la droite en Allemagne et en Europe , ce qui fait qu’il est plus important que jamais de nous réunir pour défier et combattre ces maux du 21ème siècle.
Se souvenir et lutter pour la justice pour Oury Jalloh, Layé Kondé, Mariame Sarre, Christy Schwundeck, Dominique Kuomadio (la liste se poursuit) et tous les autres est une question de légitime défense.

Plus nous sommes unis pour défier et défendre nos valeurs et nous-mêmes contre ces monstres du 21ème siècle, plus nous pouvons démontrer les fissures de l’ordre mondial et les systèmes qui ont fait échoué l’Humanité et ce qui la détruira si nous ne les arrêtons pas.
OURY JALLOH N’EST PAS UN CAS INDIVIDUEL – NUL NE SERA OUBLIÉ !

RESPECTEZ NOTRE EXISTENCE – OU – ATTENDEZ-VOUS Á NOTRE RÉSISTANCE !

…..

Informationen zu Gruppenanreisen zur Demonstration in Gedenken an den 12. Todestag von Oury Jalloh in Dessau-Roßlau am 7. Januar 2017:
https://www.facebook.com/ouryjallohinfo/

Gedenkdemo für OURYJALLOH ➡ 07.01.17 ➡ DESSAU ➡ 14:00 Uhr ➡ Hbf. Dessau

Berlin und Potsdam:
Für alle, die aus Berlin und Potsdam
Treffpunkt für die Busanreise: Oranienplatz 11.00 Uhr  

An-/Abreise auf Frankfurt/Main mit dem Bus zur Demo “Oury Jalloh – Das war Mord” am 7.
Januar 2017 in Dessau.  Abfahrt in Frankfurt ist um 6:45h vom DGB-Haus.

Aus Hamburg
fahren zwei Busse zur Demo: SAMSTAG 7.1.2017 um 7 Uhr morgens am S Bhf Sternschanze https://www.facebook.com/kara.wane.12

Köln:
OURY JALLOH BUSTOUR 2017 Köln – Dessau: Samstag 07.01.2017 Abfahrt: 06:00 Uhr Köln Bhf-West
https://www.facebook.com/profile.php?id=100010862675397

Magdeburg:
Zugtreffpunkt für die Fahrt zur Oury Jalloh-Demo am 07. Januar 2017 um 12:45 Uhr am ZOB in Magdeburg

Leipzig:
TREFFPUNKT in LEIPZIG am 07.01.17, um gemeinsam auf die
Gedenkdemonstration für Oury Jalloh in Dessau mit dem Zug zu fahren!
*** 13Uhr am Leipziger Hauptbahnhof – Gleis 20 ***

Dresden- Neustadt:
nach Dessau gibt es eine gemeinsame Anreise aus Dresden: Treffpunkt Bf. Neustadt um 10:45 Uhr

Hannover:
Wenn es einen dritten Bus geben soll, meldet euch bis Montag, 17 Uhr verbindlich bei uns per Mail: hannover@interventionistische-linke.org

Frankfurt:
Abfahrt in Frankfurt ist um 6:45h vom DGB-Haus. Tickets gibt es in der Karl-Marx-Buchhandlung in Bockenheim.

GREIFSWALD:
Ab sofort gibt es im IKUWO Tickets für den Bus am 07.01.2017 nach Dessau. Immer Dienstags bis Samstags

Erfurt:
Zugtreffpunkt zur gemeinsamen Fahrt zur Gedenkdemo am 7.1. in #Dessau: 11:15 Uhr am Hauptbahnhof in Erfurt

End:

Donation for refugee community campaign to end the deportation and social exclusion in Germany
The VOICE Refugee Forum is an independent community network of refugee political activists who are fighting for the respect of our human rights in equality, freedom and human dignity:

We unite against Deportation and Social Exclusion to break the isolation culture of lager control of refugees and by detention or imprisonment, by racism and discrimination in Germany. We stand for organized refugee grass root resistance and campaigns against the oppression and the repression of the refugee communities, including the fight against colonial injustice in Germany and Europe

We need your donation! – Start your contribution and make regular donation to support our struggle!

You can make a donation to support the work and political resources that we do have.

We’re entirely funded by independent donation of individuals and solidarity from people like you.

Reward 2015: The VOICE Refugee Forum – The refugee political resources in Germany

Contribute to our continuity!

Thank you all!
In solidarity,
The VOICE Refugee Forum

Donation Account:
Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Kontonummer: 127829
BLZ: 260 500 01
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29
BIC: NOLADE21GOE

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