Tag: Lager

An Email from women at #Niedstr to Frau #Tomaske

On the 27.05, the inhabitants of the Lager at Niedstr 1-2, sent to Frau Tomaske (LAF) the following complain. Until
today, they didn’t receive any answer and there are no changes in this unsustainable situation. What is LAF waiting for?

(Deutsch unten)
Dear Frau Tomaske,

In Soziale Initiative Niederlausitz e.v. Notunterkunft Neidstr 1-2 12159 Berlin, there is a huge problem with food. Women complained to administration 100 times but they do not listen. Last month a Woman tried to kill herself because of being desperate that the food is bad and she cannot afford to buy herself food everyday. also another woman got very angry because of the disgusting smell of the food which look like garbage and she brock some dishes.
The women mad a complaint in Arabic and over 73 signature is on it and signatures are getting more. We tried hard to explain it in English and German to other women.(every body here understand that “Essen Nicht gut”) Arabic women, Vietnamese, Iranian, Afghani, Balkan  women all signed about the terrible quality of the food. it is damaging our health. yesterday women were crying because they do not know what to feed their children. Today at the first day of Ramadan for Muslim people, they offer them very spicy food that burns in the through (this food was the the same of the lunch for us) . Women are very depressed of the food and the administration carelessness about this issue.

There are other issues such as:

1. Cleaning is done only one time per a day (It should be done 3 times as the administration informed me personally)  and the administration does not supervise this process. we offered to supervise it our self (only if they cooperate with us and listen to us). the hygiene level in toilets and showers is most of the time below zero! also most of the time no Soap nor Sanitizer in the toilets.

2.The office hours are  not enough to handle our problems (we wanted it to be as a minimum 2 hours a day).

3.No special food for pregnant women nor for children.

4.The Erste Hilfe room is always closed. although it is written that it should open every Thursday which is not enough of course.

5.The administration choose 6 women to form a residence council who wrote a protocol that every thing is fine in the Notunterkunft and that every body see improvements! which almost 73 women who signed this complaint did not see .

6.We are not allowed to close the doors of our rooms. some time the women in the room are sleeping or they want to get dressed. which make us in a state of panic and fear that the door can be opened any time.

This place is supposed to protect women, not to traumatize them!

7.Every time the administration try to convince us that they will build a kitchen. they said the building work will start on May now they say that it will start in June and will be done by January 2017. do we have to be tortured by this food more 8 months?

they also got permission for us to cook in two kitchens in other buildings near the Notunterkunft, which is good. But still women cannot afford to buy the material to cook because money is wasted on the uneatable food provided by the Notunterkunft.

The Administration informed me and three other women that they would meet with us to discuss these complaints. but we are afraid that they do not listen to us as usual.

We love this place which offer us safety and relatively good life. we do not want to leave it to another place. Nevertheless we do not want to take food from this place because it is very bad and damaging for our health and our children. “we want to buy our Owen food and cook for yourself.

we also want such measurements as in Fehrberliner Platz.
Please check the attached photos.
also attached the complaint.

Warm regards,

Women from NeidStr

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E-Mail an Frau Tomaske vom 29. Mai 2017

Sehr geehrte Frau Tomaske,

In der Soziale Initiative Niederlausitz e.V. Notunterkunft Neidstr. 1-2, 12159 Berlin gibt es ein riesiges Problem mit dem Essen. Die Bewohnerinnen haben sich 100 Mal bei der Administration beschwert, aber diese hört nicht zu. Letzten Monat hat sich eine Bewohnerin versucht umzubringen aus Verzweiflung über das schlechte Essen und dass sie es sich nicht leisten kann, Essen täglich selber zu kaufen. Eine andere Frau (Bewohnerin) ist sehr wütend geworden wegen dem ekelerregenden Geruch des Essens, das aussieht wie Abfall oder Essensreste, und hat Geschirr zerbrochen. Die Bewohnerinnen haben eine Beschwerde verfasst auf Arabisch, bisher sind 73 Unterschriften darauf, und es werden mehr. Wir haben uns viel Mühe gegeben, es auf Englisch und Deutsch zu übersetzen für die anderen Frauen. (Alle verstehen hier dass “Essen nicht gut”) Arabische Frauen, Vietnamesinnen, Bewohnerinnen aus dem Iran, Afghanistan und aus dem Balkan haben alle unterschrieben als Statement über die schreckliche Qualität des Essens. Es gefährdet und ruiniert unsere Gesundheit. Gestern haben Frauen geweint weil sie nicht wissen, was sie ihren Kindern zu essen geben sollen.

Heute war der erste Tag des Ramadans für muslimische Menschen und sie haben ihnen sehr scharfes Essen angeboten, das in der Kehle brennt (das war das gleiche Essen wie das Mittagessen für uns anderen). Die Bewohnerinnen sind sehr deprimiert wegen der Essenssituation und die Unbekümmertheit und Lethargie der Administration bezüglich dieses Themas.

Es gibt noch andere Problematiken:

1. Es wird nur einmal pro Tag geputzt (es sollte dreimal pro Tag sein, wie mich die Administration persönlich informiert hat) und die Administration überwacht das nicht. Wir haben angeboten, selber die Supervision zu übernehmen (unter der Bedingung, dass sie mit uns kooperieren und uns zuhören). Die hygienische Situation in den Toiletten- und Duschräumen ist meistens unter aller Sau! Meistens gibt es auch keine Seife oder Desinfektionsmittel in den Toilettenräumen.

2. Die Bürozeiten sind nicht genug lang, um unsere Probleme anzugehen (wir fordern minimum 2 Stunden pro Tag).

3. Es wird kein spezielles, adequates Essen für schwangere Frauen und Kinder angeboten.

4. Der Erste-Hilfe-Raum ist immer zu. Obwohl da geschrieben steht, dass er jeden Donnerstag offen sei, was natürlich auch nicht genug ist.

5. Die Administration hat 6 Frauen ausgewählt um ein residence council (Bewohnerinnenrat) zu gründen. Dieser council hat ein Protokoll geschrieben, dass alles in Ordnung sei in der Notunterkunft und dass alle Verbesserungen sehen! Was 73 Bewohnerinnen, die die vorliegende Beschwerde unterschrieben haben, nicht sehen.

6. Es ist uns nicht erlaubt, die Türen unserer Räume abzuschliessen. Manchmal schlafen die Frauen in den Räumen oder wollen sich anziehen. Das bedeutet ein konstantes Gefühl und Zustand von Panik und Angst, dass die Türe jederzeit geöffnet werden kann.
Dieser Ort ist dafür da, die Frauen zu beschützen, und nicht, sie zu traumatisieren!

7. Jedes Mal will uns die Administration weismachen, dass sie eine Küche bauen werden. Sie sagten, dass die Arbeiten dafür im Mai anfangen, jetzt sagen sie:  Im Juni, und die Arbeiten  sollen bis Januar 2018 fertiggestellt werden. Sollen wir weitere 8 Monate von diesem Essen gequält werden?

Sie haben eine Erlaubnis eingeholt für uns, in zwei anderen Küchen in anderen Gebäuden nahe der Notunterkunft zu kochen, was gut ist. Aber die Frauen können sich die Kochzutaten immer noch nicht selber kaufen, weil das Geld verschwendet wird für das unessbare Essen, das in der Notunterkunft zur Verfügung gestellt wird.

Die Administration hat mich und drei andere Bewohnerinnen darüber informiert, dass sie sich mit uns treffen und diese Beschwerden besprechen möchten. Aber wir befürchten, dass sie uns wie üblich nicht zuhören.

Wir lieben diesen Ort, der uns Sicherheit uns relativ gute Lebenskonditionen bietet. Wir wollen ihn auch nicht verlassen. Nichtsdestotrotz können wir das angebotene Essen nicht essen, weil es sehr schlecht und schädlich ist für unsere Gesundheit und die Gesundheit unserer Kinder. Wir wollen unser eigenes Essen, unsere eigenen Zutaten kaufen und für uns selber kochen.

Wir fordern ähnliche Messungen wie am Fehrbelliner Platz.

Bitte sehen Sie sich die beiligenden Fotos an.
Ebenso angehängt ist die Beschwerde.

Beste Grüße,

Frauen aus NiedStr
Email attachments :

Hauptpunkte der Kritik der Lagerproteste Brienner Straße 16 / Berlin-Wilmersdorf

Seit über einer Woche haben mehr als 80 Menschen, allesamt Familien, die Bewohner*innen der Brienner Straße 16 in Berlin-Wilmersdorf, das Lager aus Protest gegen die unmenschlichen Bedingugen vor Ort verlassen. Sie entschieden sich draußen vor dem Lager zu bleiben, bis sie einen neuen Ort zum Bleiben bekommen.

Die meisten Probleme des Lagers, das vom Arbeiter-Samariter-Bund betrieben wird, sind schon seit fast zwei Jahren immer wieder Thema:

  • Die Security hat keinen Respekt vor den Menschen. Sie schreien Kinder an, sind aggressiv und brutal. Oft setzten sie Gewalt gegen die Bewohner*innen an. Nachts sind sie sehr laut.
  • Das Essen der Kantine ist sehr schlecht, teilweise auch abgelaufen. Kinder mögen es nicht und sind oft krank deswegen. Manche Menschen hatten schon eine Lebensmittelvergiftung, und haben in kurzer Zeit viel Gewicht verloren. Essen von außen darf ins Lager gebracht werden, aber das Essen der Kantine kann nur in der Kantine zu bestimmten Zeiten gegessen werden. Selbst die Security sagt, so ein schlechtes Essen würden sie nicht essen wollen.
  • Die Zimmer dürfen nicht abgeschloßen werden. Die Bewohner*innen haben keinen eigenen Schlüssel. Jede*r kann jeder Zeit rein. Ob Polizei, Sozialarbeiter*innen, Security oder andere Bewohner*innen.
  • Es gibt nur ein paar Stunden pro Tag, wo sich die Leute duschen können. Es gibt für 900 Leute vier Duschräume.
  • Toiletten und Duschen sind oft im schlechtem Zustand.
  • In einem Stockwerk sind die Menschen besonders stark von Bettwanzen betroffen.

 

Nachfolgend einige Statements von verschiedenen Bewohner*innen:

Die Securitys ärgern dich, bis du ein bißchen lauter wirst und dann schlagen sie dich. Es gibt Sachen, die die Security machen muss, weil es seine Arbeit ist, aber er macht es nicht, weil er keine Lust hat. Sie sind immer respektlos und aggressiv, egal ob du ein Mann, eine Frau oder ein Kind bist. Immer wenn es Probleme gibt zwischen der Security und den Leuten, die Leute sind immer schuld. Fast alle Security können kein gutes Deutsch, die meisten beleidigen uns auf ihrer Sprache, oft in Türkisch. Bewohner vom Heim, die Türkisch können, haben uns das erzählt. Nachts ist die Security immer laut, du kannst nichts sagen. Sonst schlagen sie dich, während die anderen Bewohner schlafen. Das passiert oft. Wenn du ein Problem mit einer Security hast, hast du Probleme mit allen. Die hassen dich dann. Viele Kinder haben Angst vor der Security, weil sie oft gesehen haben, wie die Security jemanden schlägt.

 

Yemek Haktır / Essen ist ein Recht

Bizler Halberstadt kampında yasayan mültecileriz. Bütün mülteci kamplarında olduğu gibi yaşadığımız bu kampta da yemekler çok kötü. Yetişkinler olarak bizler ve
çocuklarımız bu yemekleri yiyememekteyiz. Dağıtılan bazı gıdaların son kullanma tarihi, verilen tarihten iki ya da üç gün sonra bitmekte.
Karnımızı cocuklarımızla birlikte doyurabileceğimiz saglıklı yemekler tüketmek istiyoruz. Bu yüzden bir dilekçe yazıp yetkililere ilettik. Kampta yaşayan insanların yarısından fazlası bu konuda aynı fikirde.
Haberi yaygınlaştırmanızı, sesimizi duyurmanızı istiyoruz.
Wir sind Geflüchtete, die in einem Lager in Halberstadt leben. Wie in allen Flüchtlingslagern ist das Essen in dem Lager in dem wir leben sehr schlecht.  Wir als Erwachsene und Kinder können diese Gerichte nicht essen. Von den verteilten Lebensmitteln haben manche ein seit zwei oder auch drei Tagen abgelaufenes Verfallsdatum. Wir wollen zusammen mit unseren Kindern gesunde Mahlzeiten konsumieren, die unsere Mägen ernähren können. Deshalb haben  wir eine Petition geschrieben und diese an die Behörden weitergeleitet. Mehr als die Hälfte der Menschen, die im Lager leben, haben zu  dem Thema die gleiche Meinung. Leiten Sie diese Nachricht weiter und verschaffen sie unserer Stimme Gehör.

Lager-Repressionen gehen weiter: Ein Brief aus dem MUF-Lager Wittenberger Str. 16

Update 19. März:

Fragen gestellt – Hausverbot erhalten – in die Obdachlosigkeit geschicktÜber die katastrophalen Vorgänge in der ersten Modularen Unterkunft für Geflüchtete: Wittenberger Str. 16, Marzahn

Am 03. März 2017 wurde die Notunterkunft Pankstraße (Wedding) geschlossen. Alle Bewohner*innen mussten in die Wittenberger Str. 16 (Marzahn) umziehen. „12 Personen stellten Fragen, die Antwort war Hausverbot, die Konsequenz: Obdachlosigkeit für mehr als 10 Tage“ so Julius Martin, Pressesprecher der AG Politik von Wedding.hilft.

 

Warum? Hier die Schilderungen der betroffenen Geflüchteten:

Bei Eintreffen in der neuen Unterkunft herrschte Chaos. Schleppend wurden die ankommenden Geflüchteten in Zimmer verteilt. Eine Gruppe von 12 Geflüchteten fragte bei der Heimleitung des Betreibers Volkssolidarität, Frau Nowicki (früher PeWoBe), nach, ob sie die Zweibett-Zimmer jeweils mit ihren Freunden beziehen könnten. Die Heimleiterin wies die Fragenden mit einem aggressiven “Nein“ ab und zog sich in ihr Büro zurück. Alle weiteren Versuche, mit der Heimleitung über eine spätere Lösung ins Gespräch zu kommen, wurden vehement abgewiesen. Um die Fragenden endgültig abzuwehren, teilte Frau Nowicki schließlich mit, ihre Arbeitszeit sei zu Ende. Die Betroffenen müssten jetzt gehen und dürften auch nicht wiederkommen. Ein mündliches Hausverbot wurde erteilt, eine schriftliche Bestätigung wurde ihnen allerdings verwehrt. Die Heimleitung gab später an, sie habe sich bedroht gefühlt, zu tätlicher Gewalt sei es allerdings nicht gekommen.

Die Geflüchteten wurden an einem Freitagnachmittag in die Obdachlosigkeit verbannt ohne Chance auf Vorsprache bei zuständigen Behörden, ohne schriftliche Bestätigung des „Hausverbots“, ohne Handhabe. In den kommenden Tagen versuchten einzelne Betroffene immer wieder, Obdach zu erhalten und in der MUF Marzahn unterzukommen – ohne Erfolg.
Bis zum darauffolgenden Montag sprachen die Betroffenen wiederholt bei den zuständigen Behörden vor, wurden zwischen LAF (im ICC) und dem Bezirksamt im Rathaus Wedding hin und her verwiesen. Niemand fühlte sich zuständig. Eine tagelange Odyssee nahm ihren Lauf (wie auch Unterstützer*innen von Wedding.hilft bezeugen können). Erst durch die Vermittlung Ehrenamtlicher konnten die Betroffenen Mitte März endlich in die Wittenberger Straße einziehen.

„Dieser Vorfall ist allerdings nur eines vieler Beispiele von Willkür durch Heimleitung und Security“, so Julius Martin. Bewohner*innen berichten, dass sie mit ihren Anliegen nicht zur Heimleitung durchdringen und mithilfe der Security „City Control“ stets abgewiesen würden. Außerdem führe die Security bei jedem Verlassen und Betreten der Unterkunft illegale Taschenkontrollen durch und verhalte sich respektlos. U.a. hätten Security-Mitarbeiter das Fahrradschloss eines Bewohners aufgebrochen, „und das Rad an anderer Stelle einfach hingeworfen. Wir fühlen uns in dieser Unterkunft sehr unwohl und diskriminiert.“

„Heimleitung und Security sind untragbar und müssen dringend abgesetzt werden“, so Julius Martin weiter. „Der Betreiber ‚Volkssolidarität’ und das LAF müssen endlich Verantwortung für die katastrophalen Vorgänge in dieser Unterkunft übernehmen.“

Interviewanfragen und Kontakt zu Betroffenen: politik@wedding-hilft.de

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Hier noch mal der Hinweis, warum die deutsche Lagerindustrie und deren Massenlagerung der asylsuchenden Menschen eine passive Sklaverei sind:

Die asylsuchenden Menschen sind entmenschliche und austauschbare Werkzeuge von verschiendenen “Sozialen” Unternehmen wie z.B. Volksolidarität und diverse Security-Unternehmen wie WISAG oder SECURITAS, die aufgrund der Entrechtung der Menschen durch das deutsche Asylrecht, sich das Recht zur Unterdrückung aktiv zum Leitmotiv ihrer Lohnarbeit machen und sich nach aussen als “humanitäre-helfende Personen und Unternehmen” verkaufen. Zwar wird das Asylrecht auf der Bundesebene geregelt, jedoch in solchen Fällen sieht man wie auch die scheinlinke Rot-Rot-Grüne-Landesregierung in Berlin und deren zuständigen Personen wie z.B.  Sozialsenatorin Elke Breitennach (Die Linke-Berlin) nicht reagieren, da asylsuchende Menschen ohnhin keine Wähler*innen sind, sondern ebenfalls als Spielball des Spielball des politischen Spiels dienen.

 


 

Betreff: Flüchtlingsheim, Volkssolidarität, Wittenberger Str.16, 12689 Berlin
Sehr geehrte Damen und Herren,
am Freitag, 03. März 2017, wurden wir vom Flüchtlingsheim in der Pankstr. 70, in o. gen. Flüchtlingsheim umgesiedelt.
Leider haben wir mit der Heimleitung und der Securitas viele Probleme, daß wir uns hier sehr unwohl und diskreminiert fühlen.
Bei unserer Ankunft wurden uns alle unsere elektrischen Geräte abgenommen. Uns wurde gesagt, diese würden wir am Montag  zurückerhalten, was leider bis heute noch nicht geschehen ist.
Letzte Woche musste ein Mitbewohner ein eigens gekauftes Werkzeug ebenfalls abgeben, so gibt es noch einige Beispiele. In den vorigen Wohnheimen haben wir diese Erfahrungen nicht machen müssen.  Auch ein vernünftiges Gespräch mit dem Personal, ist leider nicht möglich. Schnell heißt es: “Ihr habt keine Rechte” oder “Ihr könnt nichts machen” oder “wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr ja gehen”.  Diese Äußerungen sind sehr enttäuschend für uns, für unser sowieso schon schwieriges Leben im Flüchtlingsheim.
Wir hätten gerne eine  andere Heimleitung und anderes Securitas-Personal, damit wir uns etwas wohler fühlen. Vielen Dank für Ihr Hilfe und Unterstützung!!!
Mit freundlichen Grüßen

Die Bewohner des Flüchtlingsheim”

 


 

Im Anhang findet ihr die PDF-Dateien der Pressemitteilungen von Wedding.Hilft (Poltik AG)

17-03-15 – PM – Turnhallenleerzug

17-03-18 – PM – Hausverbot für Nachfragen

 

www.wedding-hilft.de

www.facebook.com/LagerMobiBerlin

HALBERSTADT NERESİ ++++ WHERE IS HALBERSTADT

picture of a camp for asylum seekers near Halberstadtin english further below

Almanya nın birçok yerinde olduğu gibi Magdeburg kentine bağlı olan Halberstadt da da bir mülteci kampı var. Şehirden ve insanlardan uzakta, ormanın ötesinde bulunan bu kampta, kampta kalan mültecilerin anlatımına göre yaklaşık 2000 kişi yaşıyor. Halberstadt mülteci kampından şehire ulaşmak istenildiğinde insanlar 45 dakika yürümek zorunda. Bu kampa gitmek için taşıma aracı bulmak oldukça güç.

Halberstadt, eskiden Polonya askerlerinin kullanmış olduğu bir askeri kampmış. Almanya da bulunan bütün eski askeri kampların yapısı aynı. Dikdörtgen şeklinde binalar var. Halbestad da kapasitenin üstünde mülteci olduğu için bu binaların dışında, geniş boş araziye tahtadan, tek katlı barakalar yapılmış. Bu baraka odaların içinde aşağı yukarı altı kişi kalıyor. Odaların içinde hapishanelerde kullanılanlara benzer iki katli demir ranzalar var. Tuvalet ve mutfaklar gene ek olarak yapılmış barakaların içinde.

Halberstadt da giderken mülteci kampına giden yolun üerindeki bir tabela dikkatleri çekiyor. Ok şeklindeki tabelanın üzerine sadece Asyl Mülteci yazıyor, tabelada başka bir yazı yok. Kampa giden yolun üzerinde dolaşan mülteciler var. Kampa girerken demir parmaklıklardan geçiliyor. Parmaklığın hemen ardında çok sayıda güvenlik görevlisi var. Güvenlik görevlilerinin hemen yanında da polis araçları ve polisler dikiliyor.

Kamp binasının bir köşesinde toplanmış dalgın ve üzüntülü mülteciler görünüyor. İnternet erişimi binanın sadece bu köşesinde var, kış soğuğunde internete erişmek isteyen mülteciler bu köşede dikilmek zorundalar.

Halberstadt mülteci kampı içinde mahkeme, sağlık, yemek gibi tüm şeyler var yani mülteciler sürekli bu izolasyon kampının içinde beklemek zorunda. Zaten isteseler de kampın dışına çıkma şansları yok. Nereye gidecekler. Bir yerlere gitmek için gerekli paraları yok ve mültecilerin şehir içindeki mekanlara gitmeleri o kadar kolay değil.

picture of a camp for asylum seekers near HalberstadtDaily Resistance gazetesi olarak bu kamptaki mülteci arkadaşlarımızı ziyaret ettik. Gazetelerimizi verdik ve mültecilerle beraber yemek yeyip sohbetler ettik. İzolasyonu kırmanın tek yolu, bu sistemi bilerek inşa eden sistemlere karşı mücadele etmektir. Almanya sisteminin mülteci kamplarında yaptığı izolasyon sistemi bilinçli bir politikanın ürünüdür. Mülteciler izolasyon içinde ezilip geldikleri yere kendi istekleri ile gitsinler diye böylesi bir izolasyon sistemi izleniyor.

Başbakan Merkel geçtiğimiz günlerde oturumu olmayan mültecilerin ülkeyi hızla terketmesi gerektiğini söyledi. Tunusla da geri gönderme anlaşması imzalandı. Merkel, gerekirse mültecileri atmak için zor kullanacaklarını söyledi.

 

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Like in several cities in Germany, there is also a refugee camp in Halberstadt/Magdeburg. As it is reported, at least 2000 refugees are living in this refugee camp, which is pretty out of center and beyond the forest. Refugees have to walk at least 45 minutes when they want to reach the city center. Also it’s very difficult to find transportation to reach this camp.

Halberstadt had been a Polish military camp. The structure is quite similar to many other old military camps that are modified to refugee camps in Germany. The shape of the buildings is rectangular. A lot of single-storey, wooden buildings are seen on the wide hall in the camp because of over-capacity. At least 6 people are living in each barrack. There are double tier bunks in these rooms that remind people the prison. Some barracks are used as toilets and as kitchen.

When we were driving through the refugee camp of Halberstadt, we saw an interesting traffic sign. “Asylum” was written on this arrow shaped sign and nothing else. On the way to the camp, we saw the refugees were walking. When we got inside of the camp, we passed through gatings like at the entrance of a prison. Right behind the gatings a lot of security officers and next to them police officers with their cars were standing. After we passed the entrance we walked through the refugee camp. It was not very hard to see sadness on the faces of refugees. Then we saw a group of refugees standing next to a building. We found out that there is Wi-fi access here and people have to stand there to use it. It was really sad to see those people standing there in this cold weather and trying to use it.

The essential services such as court, hospital, food… are provided within the borders of this camp in order to provide isolation of the refugees. Moreover they have no choices to go out to, even when they are willing to. Where will they go? They don’t have enough money and also it’s not very easy to enter the places in Halberstadt, which is a very small city, surrounded by old buildings with a mostly right-wing society.picture of a camp for asylum seekers at Halberstadt

We visited our friends in this refugee camp as Daily Resistence Newspaper. We gave our newspapers, we ate something and we spoke with the refugees. The only way to break out of this isolation, is to struggle against this isolation system. The isolation system is an outcome of a planned policy in Germany. This policy is to suppress refugees in order to show them that Germany is not a good place either and in order to make them decide to turn back to their home countries, which are full of clashes, conflicts and war.

Recently, Merkel has declared that refugees who have no residence will be deported quickly and an agreement with Tunisia has been signed.

KOMMT AM 8.MÄRZ MIT NACH EISENHÜTTENSTADT!

Kundgebung am 8. März 2017 von 12.30 – 15.00 Uhr vor dem zentralen Erstaufnahmelager (ZAST) Eisenhüttenstadttext in english

Kundgebung am 8. März 2017 von 12.30 – 15.00 Uhr vor dem zentralen Erstaufnahmelager (ZAST) Poststrasse 72, Eisenhüttenstadt

Wer als Geflüchtete nach Brandenburg kommt, wird zuerst nach Eisenhüttenstadt ins Erstaufnahme- lager gebracht. Hier wird entschieden, ob Du überhaupt eine Chance hast, einen Asylantrag zu stellen. Hier wird über Leben und Tod entschieden. Hier leben Menschen in Angst schon am nächsten Tag auf der anderen Seite des Zauns zu landen, im Abschiebegefängnis auf dem gleichen Gelände. Geflüchtete Menschen werden hier festgehalten, mit der Ungewissheit – wann und wohin es als nächstes geht.

Statt geflüchteten Menschen Asyl zu gewähren werden sie wie Kriminelle behandelt. Beamte nehmen Fingerabdrücke…. Immer wieder kommt es zu Übergriffen. Besonders hart trifft es Frauen und Kinder. Es gibt keine Privatsphäre. Missbrauchsfälle seitens des deutschen roten Kreuzes (DRK) Mitarbeiter in der ZAST waren nur die Spitze des Eisbergs.

Daher sagen wir:

Keine Lager für Frauen und Kinder! Alle Lager abschaffen! Weg mit den (neuen) Asylgesetzen! Abschiebung stoppen!

Zum Download und Ausdrucken auf Deutsch und Englisch

 

Ralley on 8th of March 2017 from 12:30 – 15:00 in front of the Central Reception Center (ZAST)
Poststrasse 72, Eisenhüttenstadt

Who comes to Brandenburg as a refugee, is first put into the  central reception center in Eisenhüttenstadt. Here, it will be  decided whether you get a chance to apply for asylum at all.
This decision is a matter of life and death. People are living in constant fear to end up on the other side of the fence the next  day. In the deportation prison which is located in the same
compound.
Refugees are kept here in Eisenhüttenstadt without a clue about  when and where they will be transferred next. Instead of granting  them asylum they are treated like criminals. The officers take  fingerprints… Again and again, violent assaults happen, especially against women and children. There is no privacy.
Cases of sexual abuse by the employees of the German Red Cross (DRK) that were made public are only the tip of the iceberg.

This is why we say:

No Lager for Women and Children! Abolish all Lagers!
No to the (new) asylum laws! Stop Deportation!

COME & JOIN US ON 8th OF MARCH IN EISEN!

Impressions of the expert conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

Conference “Protection of Refugees against gender-based Violence”

text in german

by International Women’s Space

There are two forms of violence, according to Jennifer Kamau, an activist of International Women’s Space Berlin, a political group. The first form hits people directly and comes from individuals and structures, while the second form occurs when the public looks away and stays silent. The latter is worse because it ends up accepting and reinforcing certain other forms of violence, in particular, (structural) racist violence.
Along with other activists, Jennifer visits women in refugee centres, bringing their first-hand experiences of violent abuse to the public. In her workshop titled “Self-organized groups and empowerment“, Kamau spoke passionately about violence against (refugee) women in Germany. She raised the question of human rights “Where are they? (human rights) “, she asked.
Jennifer Kamau’s workshop was one of many that were held at the conference titled “Protection of Refugees against gender-based Violence – Empowerment of Refugee Women “. It was organized by Frauenhauskoordinierung (Association of Women’s Shelters) in cooperation with leading German independent welfare organisations. The idea was to bring project funders and other stakeholders in this field to share/exchange information and network. Self-organisations and representatives of LGBTTIQ were also speakers at the event. The conference was part of a project funded by the Federal Commissioner for Migration, Refugees and Integration. The project aims to implement measures to protect refugee women against violence and to empower them.
Since counselling and support structures for refugee women are not available everywhere, Frauenhauskoordinierung focuses on developing approaches for a better transition management. In order to provide such access, the support systems must be connected with the areas of migration and asylum.
At the conference, Heike Rabe of the German Institute for Human Rights spoke about the legal challenges and loopholes that exist in the current system at the interface between immigration law and violence protection. She raised the issue of how immigration and welfare authorities deal with women subject to the Residenzpflicht or residency requirement, who may want to move to another city or live in another federal state following incidents of violence at their centre. Heike Rabe believes the current immigration, asylum and benefit laws are sufficient. They ‘just’ need to be practised. She spoke about existing legal provisions by which the State can transfer residents and thus protect the survivor by separating her from the perpetrator. The Protection Against Violence Act and police powers to intervene apply at these centres. However, what is lacking is the effective application of the provisions stipulated in the immigration, asylum and benefits laws. Heike Rabe called for appropriate guidelines for authorities to assess cases of gender-based violence. On the other hand, it is important to have support systems that encourage women to assert their rights, she stressed.
Another speaker, Elisabeth Ngari, of Women in Exile spoke about “empowerment, victimisation, and solidarity“. She believes women refugees face double victimisation – first, as displaced people and then also as women. She therefore stressed the importance of empowering women refugees. Her organisation conducts workshops where women refugees talk about current topics, exchange information and discuss gender-specific issues. Women in Exile are a politically active group and have called for, among other things, the abolishment of all lagers in their campaign: “No Lager For Women”.
What can social work do or ‘offer’ in this context? Prof. Nivedita Prasad from Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin, who raised this question, has called for social work to be regarded as a human rights profession. Social workers must check that all women have access to protection measures and spaces. Empowerment must be integral to every social workers’ understanding of their profession. Nivedita Prasad also spoke about the dangers of racist exclusions, like the created separation of ‘us’ and ‘them’, the culturalizing instrumentalization of violence against women (e.g. Cologne incident on New Year’s Eve 2015), the ‘integration mania instead of inclusion’, as well as the intersectionality of sexualized violence and asylum. Ultimately, she said, it is important that every social worker starts with him/herself to make structural inadequacies, visible and public. How is racism dealt with in your field of work? When looking for a new co-worker, why do I not look for a multilingual colleague who I can engage with at eye level and instead go for “just“ an interpreter?
At the final panel, Denise Klein from agisra e.V., Cologne said that our current system of violence protection is a ‘two tier’ one. “We are the ones that created the collective centres and Asylum Seekers Benefits’ Law (Asylbewerberleistungsgesetz), and now we see the consequences of that. If refugees had the same rights and liberties, then we would not need a special support system for them“.
According to Jennifer Kamau, it is time that white people took responsibility. “Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task“, she stressed.
In conclusion, the conference sent a very strong signal by questioning structures that maintain white privilege. The idea was to come out of one’s comfort zone and use our position to fight for protection against gender-based violence and (structural) racism and to forge honest relationships based on trust with women refugees and stand in solidarity with their self-organized struggles. “If you want to change you have to start on your own, with whatever little you can do. But stop being silent about the things you see“, urged Jennifer Kamau.

Eindrücke von der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt“ am 23. September 2016, Berlin

Nach Jennifer Kamau, Aktivistin der Gruppe International Women‘s Space Berlin, gibt es zwei Formen von Gewalt: diejenige, die von Personen oder Strukturen ausgehend Menschen direkt (be)trifft und diejenige, die entsteht, wenn die Öffentlichkeit dabei wegschaut und schweigt. Letztere sei die schlimmere, weil sie bestimmte Formen von Gewalt – vor allem (strukturelle) rassistische Gewalt – akzeptiert und damit verfestigt.
Sehr eindringlich spricht Jennifer Kamau in ihrem Workshop zum Thema „Selbstorganisierte Gruppen und Empowerment“ über Gewalt gegen (geflüchtete) Frauen in Deutschland. „Where are the human rights?“, fragt sie. Gemeinsam mit anderen Frauen macht sie auf die Missstände politisch aufmerksam, besucht geflüchtete Frauen in Unterkünften und verleiht den unzähligen Geschichten von Gewalterfahrungen in Deutschland eine Stimme.
Es ist ein Workshop neben vielen anderen an diesem Tag auf der Fachveranstaltung „Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt – Empowerment von geflüchteten Frauen“, organisiert von Frauenhauskoordinierung in Kooperation mit den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege. Es geht um fachlichen Austausch und Vernetzung von Projektträgern und weiteren Akteuren, die sich in diesem breiten Themenfeld engagieren. Selbstorganisationen und Vertreter_innen von LSBTTIQ* sind als Referierende und Expert_innen aktiv eingebunden. Anlass ist ein im Rahmen der Bundesbeauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration gefördertes Projekt, in dem Maßnahmen zum Gewaltschutz und zur Stärkung der Frauen umgesetzt werden.
Frauenhauskoordinierung richtet zudem den Blick auf die Erarbeitung von Ansätzen für ein erfolgreiches Übergangsmanagement, denn nicht überall sind das Angebot und der Zugang zu Beratung und Unterstützung für geflüchtete Frauen gesichert. Dafür sei vor allem die Vernetzung der Hilfesysteme mit den Bereichen der Migration und Flucht notwendig.
So spricht Heike Rabe vom Deutschen Institut für Menschenrechte in ihrem Vortrag über die rechtlichen Herausforderungen und Lücken an der Schnittstelle zwischen Ausländerrecht und Gewaltschutz. Wie gehen die Ausländer- und Leistungsbehörden damit um, wenn Frauen, die der Residenzpflicht unterliegen oder Wohnsitzauflagen haben, aufgrund eines Gewaltvorfalls in einer Unterkunft schnellstmöglich in eine andere Stadt oder in ein anderes Bundesland umziehen möchten? Nach ihrer Auffassung sind die bestehenden Gesetze ausreichend. Sie müssen „nur“ angewandt werden. Die Behörden haben die Möglichkeiten der Umverteilung und damit der Trennung von Täter und Opfer im Sinne des Schutzes der Betroffenen. Das Gewaltschutzgesetz und die polizeilichen Eingriffsbefugnisse greifen auch in den Unterkünften. Es fehlt aber zum einen an der effektiven Anwendung der Vorschriften im Aufenthalts-, Asyl- sowie Leistungsrecht. Hier wären sogenannte ermessenleitende Vorgaben im Fall von geschlechtsspezifischer Gewalt für die Behörden hilfreich. Zum anderen ist es wichtig, dass das Unterstützungssystem Frauen ermutigt, ihre Rechte geltend zu machen.
Elisabeth Ngari von Women in Exile referiert über „Empowerment, Viktimisierung, Solidarität“. Sie spricht von der doppelten Viktimisierung, der geflüchtete Frauen durch die Fluchterfahrung und das gleichzeitige Frausein ausgesetzt werden. Empowerment von geflüchteten Frauen sei daher sehr wichtig. Women in Exile führen daher Workshops mit anderen geflüchteten Frauen durch; hier wird den Themen der Frauen Raum gegeben, es werden Informationen geteilt und aktuelle Probleme diskutiert. Damit diese Themen auch in der Öffentlichkeit hörbar werden, sind Women in Exile politisch aktiv und fordern unter anderem im Rahmen einer Kampagne: „Keine Lager für Frauen“.
Was kann Soziale Arbeit in diesem Kontext tun bzw. „leisten“? Prof. Dr. Nivedita Prasad von der Alice Salomon Hochschule Berlin appelliert an eine Soziale Arbeit als Menschenrechtsprofession. Jede_r Sozialarbeiter_in muss prüfen, ob Schutzmaßnahmen und -orte verfügbar und zugänglich für alle Frauen sind. Empowerment gehöre zum Grundverständnis einer jeden Sozialen Arbeit. Sie spricht aber auch von Hindernissen, die sich vor allem in der gefährlichen Praxis rassistischer Ausschlüsse wiederfinden. So zum Beispiel durch die häufige diskursive Trennung zwischen „wir“ und „den anderen“, die kulturalisierende Instrumentalisierung von Gewalt gegen Frauen (Beispiel Köln, Silvester 2015), die „Integrationsmanie statt Inklusion“ sowie die Intersektionalität von sexualisierter Gewalt und Flucht. Wichtig sei es letztendlich, dass jede_r Sozialarbeiter_in bei sich selbst anfängt und versucht strukturelle Defizite sichtbar und öffentlich zu machen: Wie wird mit Rassismus in meinem Arbeitsumfeld umgegangen? Warum suche ich bei der Stellenbesetzung nicht eine_n mehrsprachige_n Kollegin_Kollegen „auf Augenhöhe“, sondern „nur“ eine_n Dolmetscher_in?
Auch auf dem Abschlusspodium wird es deutlich: Es gäbe aktuell einen Gewaltschutz „zweiter Klasse“, so Denise Klein von agisra e.V. in Köln. „Wir haben die Massen- und Gemeinschaftsunterkünfte und das Asylbewerberleistungsgesetz geschaffen – jetzt sehen wir die Konsequenzen. Wenn Geflüchtete die gleichen Rechte und die gleiche Freizügigkeit hätten, dann bräuchte es kein gesondertes Unterstützungssystem.“
Laut Jennifer Kamau ist es – schon längst überfällig – an der Zeit, dass weiße Menschen Verantwortung übernehmen. Schließlich betont sie: „Africa is not poor. You took us all. You told us: here it’s better, so now we are here but we suffer from your system. Changing the structure in your country is not our but your task.“
In diesem Sinne hatte die Veranstaltung eine sehr eindringliche Note, die ans eingemachte weiße Privilegiennest ging. Es sollte darum gehen, die eigene „comfort zone“ zu verlassen und eigene Machtpositionen im Kampf für Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt und (strukturellem) Rassismus zu nutzen. Es geht auch darum, ehrliche Vertrauensbeziehungen zu geflüchteten Frauen aufzubauen und sich mit bestehenden selbstorganisierten Kämpfen zu solidarisieren. „If you want to change you have to start on your own the little you can do. But stop being silent about the things you see“, so Jennifer Kamau.

Susann Thiel

Die Fachveranstaltung “Schutz von geflüchteten Menschen vor geschlechtsspezifischer Gewalt” hat am 23.9.2016 in Berlin stattgefunden.

Im folgenden finden Sie ein Bericht über die Veranstaltung. Einen weitereren Bericht gibt es auf der Seite der Beauftragten für Migration, Flucht und Integration.

Greece: Hunger Strike in Elliniko Camp in Athens

Hunger Strike in Elliniko CampInfomobile Information with, about and for refugees in Greece

On 5th February 2017, most of the adults among the 711 refugees residing in a state-run Camp in the former Athens National Airport (Camp Elliniko II), in the majority coming from Afghanistan, started a hunger strike to protest against their degrading living conditions demanding for their transfer to homes, papers and freedom of movement for all. As reported by one of the refugees, it is very likely that residents of the two other camps in Elliniko (the nearby Olympic baseball and a hockey stadiums) might join in the protest tomorrow.

Among the 1,600 refugees living in the three camps of Elliniko there are some who are there already since one year. Elliniko Camp was opened already back in autoumn 2015, in a period where thousands were arriving to Greece and many stayed homeless in the parks and squares of Athens.
Planned as a temporary solution to ‘clear’ the capitals’ streets from the many homeless and repeatedly announced to be closed as belonging to one of the most infamous camps in Greece, it still stayed open until today, but always portrayed as ‘provisory’ under the UNHCR-category ‘informal site’.

Refugees used to live in the former airport throughout 2016 for months suffering under overcrowdedness, filthy insufficient toilettes and showers, inadequate food and without any information or legal aid. While the population has been reduced visible, the camp still is inadequate to host refugees and living conditions remain poor. Many highly vulnerable people still stay there. There are elderly, pregnant women, single mothers, people with mental health problems, people with chronic and
heavy diseases etc. In the meantime, many refugees are living there since one year.

Amongst others, refugees who started the protest complained about the quality of the food, lack of basic needs as for example milk and diapers for babies and toddlers, no hot water, no laundry, lack of translators for sick persons who have to go to hospital and no coverage of their transportation there. It is matter of survival, they state. They do not care about having more clothes or more food. But: food which doesnt’ make sick. Enough food, in order not to be hungry. Heating in order not to freeze.

“There are only a hand full of persons among us who speak English
and who can translate. They have to accompany anyone who gets sick to
the hospital, as the authorities and NGOs do not provide us with
translators for these purposes nor are there translators found in the
hospitals. We don’t even get the transportation costs re-funded for the
public transport used while accompanying some sick person. Some of us
got fined more than 30 times already for using the public transportation
without tickets. We will have severe problems in our asylum procedure,
to get an ID and passport, if recognized, if we have open fines to pay.
And they will increase successively if unpaid.”

Refugees living in Elliniko are suffering also mentally from the living conditions in the camp and their insecure situation in Greece and Europe.

“There are often fights. No one feels safe. People are in a
miserable state. they don’t know what to do. Many fear to stay forever
in Greece, where even Greek people cannot survive. There are no jobs,
there is no future. We fear European policies, which aim to increase
deportations of Afghans. Some of us have their relatives back in
Afghanistan. They cannot sleep at night, because they left them back in
conflict. There are people staying here who drink and fight. There is no
safety in the camp. There is no survival in Greece and there is no
safety in Afghanistan.”

More than 60% of the refugees in all three Elliniko Sites are women and
children

Amongst the refugee population in the camp are women with their kids awaiting their transfer to another European state where their husbands are. There are small kids with Asthma, like this 4-year-old girl who has to go to hospital almost every single night. People lock the doors to protect the salon from the cold, so no fresh air can enter. Many people smoke inside, others cook. The sewage water from the toilettes smells. So many get problems to breath. There is also a young man who had so
severe psychological problems, that he had to be transferred into the psychiatric clinic for a month. He was paranoid, thinking at any point someone wanted to kill him. He is taking medicaments now, but he is back in the camp, staying among 700 persons with his family. There is this pregnant lady in her 6th month, who often gets pains and has to visit the hospital again and again. She still lives there. Another woman just gave birth in there one month before. She is also still there.

Now, the refugees are trying to rase their voices to the world. They are already self-organised, having elected five representatives and holding plenaries since months. Now they want to provoke change, as they cannot suffer any longer.

“I am in danger in Afghanistan. I am even in danger in Greece. I was
told to get myself an appointment at the Asylum Service via Skpye, but
Skype isn’t responding.”

A woman holding a speech on the protest today said:

“We left Afghanistan because of the life-threatening situation and
for a future for our children. You closed the borders in front of us.
You locked us up in Greece. Now you are responsible to provide us with
what is needed to survive at least. Our children get sick here, and the
one doctor we have here for a few hours a day doesn’t give them medicine
but tell them to go an drink some water or some juice. We have the right
to have a good doctor, to have medicine. Even a pregnant woman gave
birth here, because the ambulance came so late.”

“There are mice in here. There is so much garbage outside. People
get sick from being here.”

Most adult refugees living in the camp attended the hunger strike today and plan to continue until the authorities, UNHCR and Danish Refugee Council (DRC) who are responsible in the camp listen and react to their demands:

– Open homes! Open the cities! Immediate evacuation of all into
dignified living conditions!

“We need to stay in the city and in our own rooms or flats. We don’t
want to be transferred to just another tent camp or prefab camp at the
margins of society! We want our children to go to school and we want to
go to work and earn our own living by ourselves in order to build up our
lives independently. We want to be free and participate in daily life as
all others do in this country.”

– Give papers and residence to stay to all refugees and allow anyone who
wants to move to another country to relocate legally and to join their
relatives! No discrimination of certain nationalities!

“The relocation program is discriminative. The right of free
movement should be given to all refugees. Many have their mothers,
fathers, brothers or sisters, their children or grandparents abroad.
Everybody has the right to be with his or her families. All people have
the right to live and work, somewhere, where it is possible to survive.
Even Greeks are searching for jobs outside of Greece. They are surviving
by returning to stay with their families. We have no one to help us
here, no one to open his or her house for us or to give us food. If
there is a chance to survive here, to find a job here, then we will
stay. As long as there isn’t, we should be allowed to move on legally.”

– Stop deportations to Turkey! Stop deportations to Greece! Stop
deportations to Afghanistan! Stop deportations to any unsafe countries!
The right to life for all!

“We fight for our rights. We fight for the rights of the others too.
The ones who are on the islands now, should be allowed to come to the
mainland, to seek asylum here, to stay here. Currently, people hardly
arrive to Greece anymore. The Turkish and the Greek Coast Guard,
together with the European Coast Guard fight refugees back on the sea
border. They stop them, from arriving to a place for asylum and
protection. The few who still come should be given a chance to stay.
Some of them who were allowed to move to the mainland arrive to Athens
without a place to stay. They are not permitted in the camps. Others
come to Athens without permit. They even have to return to the island.
We want freedom for all.”

“They want to start returning refugees who have been fingerprinted
here after March 15th of this year, back to Greece. No one can survive
here. We like to be in Greece. There are some nice people here, the
weather is good and the mentality of the Greeks is a little bit like our
own. But there are no jobs and there is no help for us. So how can we
find a home? How can we secure food for our kids? We also liked much
more to be in our homes in Afghanistan. But there is so safety but but
only war.”

“Europe is talking about the deportation of Afghans. Some countries
started already to return our people back even though their lives are in
danger in Afghanistan. Our president has signed a deal with Europe to
get money in exchange for taking refugees back. But our own politicians
keep their families in Europe for their own safety. European governments
advice their own citizens not to visit our country for safety reasons.
If we go back, we will die. Everybodys’ lives matter!”

Book Launch: Living in Refugee Camps in Berlin: Women*s Perspectives and Experiences

International Women Space BerlinPresentation, Reading and Discussion with authors

16.12.2016, 6pm at Werkstatt der Kulturen, seminar room 1, Wissmannstraße 32

In the summer and fall of 2015, the year that marked the beginning of what later became known as the “refugee crisis,” 1.1 million people arrived in Germany with the goal of seeking asylum. When taking a critical look at the way refugees are portrayed in media and public discourses in Germany, it is striking to note that the diversity – and the individuality – of these newly arrived persons is often reduced to certain stereotypes that go hand in hand with specific privileges and (moral) rights that are granted or denied them. Furthermore, women* are often absent in these images and discussions, and hence their specific experiences, realities, vulnerabilities and needs – not only during their flight but also after their arrival while living in refugee camps – often remain unaddressed.

This is all the more critical as according to the UNHCR, the percentage of refugee women* and children arriving in Greece and seeking asylum in the European Union increased from an estimated 27% in June 2015 to 55% in January 2016. This book provides insights into the various ways in which women* perceive of and experience their living conditions in five different asylum accommodation centers in Berlin. In particular, it explores how women* – who have fled from countries such as Syria, Afghanistan, Eritrea and Albania, and who have diverse socio-economic, linguistic and educational backgrounds – describe their lives in the camps with regard to health and care, administration and registration, social interactions and support, and safety and privacy.

The ethnographic research on which this book is based resulted from a collaboration between students and lecturers of the Institute of Social and Cultural Anthropology at Freie Universität Berlin and the Berlin-based group International Women’s Space. In this regard, the book aims to contribute to the improvement of the living conditions of refugee women* in Berlin and simultaneously hopes to provide a model for anthropological engagement in the face of increasingly complex socio-political challenges.

December 16 on Friday, between 11 a.m. – 12 a.m. we will be live on air in F Radio on 88,4 Mhz in Berlin + 90,7 Mhz in Potsdam and on www.piradio.de to talk about the book just before the book launch.

Here is the link of the book launch on Facebook: https://www.facebook.com/events/345213105854357/

International Women Space

Summary of research findings in PDF:

„Starting below Zero“: On the Situation of Women* in Refugee Camps in Berlin

“Anfangen unter Null”: Zur Situation von geflüchteten Frauen in Berliner Sammel-Unterkünften

 

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