Tag: Initiative in Memory of Oury Jalloh

Veranstaltung über den Fall Oury Jalloh am Freitag den 9.9.und am 11.09. in Berlin +++ event about the case Oury Jalloh on friday 9th of sept. and sunday 11th of sept. in Berlin

Oury Jalloh1

 

in english further below

Oury Jalloh – Das war Mord – Burnt in a police cell in Dessau, Germany

Oury Jalloh starb im Januar 2005 in einer Polizeizelle in Dessau, er verbrannte. Die Polizei behauptet, er hätte sich selbst angezündet, an Händen und Füßen gefesselt auf einer feuerfesten Matratze. Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh sagt von Anfang an: “Das war Mord!” Sie konnte nachweisen, dass sich das Feuerzeug vor dem Brand nicht in der Zelle befand, der Feueralarm von den diensthabenden Beamt_innen mehrmals ausgeschaltet wurde und dass der Brand ohne Brandbeschleuniger völlig anders verlaufen wäre. Trotzdem sind die Verantwortlichen bis heute nicht bestraft worden und die Staatsanwaltschaft hält an der Unfall-These fest.

Am Freitag, den 9.9. um 20 Uhr, zeigt die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh zusammen mit dem Wearebornfree! Empowerment Radio (We!R)  (Einlass 19:30) im «West Germany» (Skalitzer Straße 133, 10999 Berlin) einen Dokumentarfilm über den Fall Oury Jalloh, stellt die eigene Arbeit vor und freut sich danach auf Fragen.

Und am Sonntag, den 11.9., von 18 – 21 Uhr gibt es einen gemeinsamen Broadcast in der Waldemarstr. 46, im Rahmen von KottiFm (http://kotti.fm/) Im Radio auf 90.1 MHz, ab 19 Uhr auch auf 88.4 MHz in Berlin und 90.7 MHz in Potsdam.

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Oury Jalloh died in January 2005 in a police cell in Dessau, Germany, he burnt to death. The police claims Oury Jalloh put himself on fire, tied on hands and feet to a fireproof matress. The Initiative in Rembemberance of Oury Jalloh made it clear from the beginning : «That was murder!». The Initiative could prove, that the lighter had not been in the cell before the fire started, that the firealarm had been turned off by the officers in charge for several times, and that the fire would have developed in a completely different way had there not been used fire accelerators. Yet, those who are responsible have not been punished till today and the Public Prosecutors office still claims it was an accident.

On Friday the 9th of September the Initiative in Rememberance of Oury Jalloh and Wearebornfree! Empowerment Radio (We!R) will show a documentary about the case of Oury Jalloh. We’ll present the work of the initiative and are looking forward to your questions.The film will start at 8pm (doors open at 7:30h) at ‘West Germany’ (Skalitzer Straße 133, 10999 Berlin, 2nd floor, staircase next to the optician Efendi, the staircase after the staircase of Monarch)

On Sunday the 11th of September from 6pm to 9pm Wearebornfree!Empowerment-Radio (We!R) and the Initiative in Rememberance of Oury Jalloh together will do a broadcast, in the recording-studio of We!R at Waldemarstr. 46, as part of KottiFm (http://kotti.fm/)(live radio from Kottbusser Tor during september – you can listen to the live stream on this webadress). On Air at 90.1 MHZh, from 7pm also on 88.4 MHZ in Berlin and 90.7 MHZ in Potsdam.

Oury Jalloh2

Oury Jalloh Calling AUFKLÄRUNG statt AUSREDEN – WER HAT OURY JALLOH ERMORDET?

Oury Jalloh

Oury Jalloh

AUFRUF ZU DEUTSCHLANDWEITEN MAHNWACHEN

anlässlich der neuen „Transparenz“-Offensive der Dessauer Staatsanwaltschaft

am 18.08.2016 ab 11:00 Uhr mit Brandversuchen

am sächsischen Institut für Brand- und Löschforschung in Schmiedeberg, wo die Staatsanwaltschaft das Brandgeschehen nachstellen lassen will.

Hintergrund: Am 26.7.2016 hat die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau die Anwältinnen der Familie kurzfristig über die geplante Durchführung eines Brandversuches am 18.8.2016 informiert und eine formelle Einladung zur persönlichen Teilnahme ausgesprochen. Da diese „Einladung“ außer der Anmerkung „zur Nachstellung des Zellenbrandes am 7.1.2005“ keinerlei konkrete Informationen zu Fragestellungen, Versuchsplanung und -durchführung oder zum Auswertungsdesign enthielt und der Termin im Übrigen – entgegen üblicher Gewohnheit – vorher nicht abgestimmt wurde, erging am 1.8.2016 ein dringliches Antwortschreiben des Rechtsbeistandes der Familie an die Staatsanwaltschaft, in welchem die Nebenklagevertreterin Gabriele Heinecke die Verlegung des Termins beantragte.  Frau Heinecke befindet sich zu dem Termin im Urlaub. Da hierauf keine Reaktion erfolgte, baten die Rechtsbeistände der Familie per Eilantrag am 08.08.2016 erneut um die Darlegung konkreter Informationen zum Brandversuch sowie um eine Verschiebung des Termins.

Am 11. August 2016 veröffentlichte der Pressesprecher der StAW Dessau-Roßlau, StA Olaf Braun eine Pressemitteilung an jene Pressevertreter*innen, die zum „ergebnisoffenen Brandversuch“ am 18. August 2016 geladen worden sind. Darin stellt der StA Braun Behauptungen und Unterstellungen auf, die nicht den tatsächlichen Ablauf der Ereignisse wiedergeben bzw. diese manipulativ verfälschen. So wurde u.a. behauptet, dem Rechtsbeistand der Familie sei mehrfach Gelegenheit gegeben worden, eigene Vorschläge für weitere wissenschaftliche Untersuchungen zu unterbreiten. Mit den fallkundigen Brandsachverständigen aus Irland, England und Kanada, die Brand- und Aktengutachten zum Fall angefertigt und zuletzt die dokumentierten Ermittlungen seit dem 07.01.2005 bewertet haben, wurde entgegen der öffentlichen Bekundungen der Staatsanwaltschaft zu Kooperation und Austausch bisher kein Kontakt aufgenommen. Die seitens der Nebenklage seit 2014 mehrfach wiederholte Aufforderung zur Stellungnahme zu den Konsequenzen aus der eindeutigen Spurenlage am manipulativ präsentierten Feuerzeug, ist die Staatsanwaltschaft bis heute mit hartnäckiger Ignoranz und Antwortverweigerung begegnet.

Die geplante Nachstellung des Brandverlaufs vom 7.1.2005 muss aber alleine schon deswegen scheitern, weil sie an der zentralen Frage des Falles vorbeigeht. Obgleich unabhängige Gutachten nachgewiesen haben, dass der Feuerzeugrest – der erst drei Tage nach der Tatortuntersuchung auftauchte – ein manipuliertes Beweismittel ist, ignoriert die Dessauer Staatsanwaltschaft beharrlich, dass der angeblich in einer Brandschutttüte gefundene Feuerzeugrest nicht in der Zelle 5 gewesen sein kann. Wiederholte Laboruntersuchungen haben ergeben, dass dem Feuerzeugrest weder Bestandteile der Matratze, noch Fasern der Kleidung oder DNA von Oury Jalloh anhaften. An diesem Feuerzeugrest befinden sich nachweislich keinerlei Reste des Brandschuttes aus Zelle 5, dafür aber eine Vielzahl  tatortfremde Faserreste und Faserverbünde sowie zwei Tierhaare und DNA jeweils unbekannter Herkunft, welche teilweise sogar noch unverbrannt sind.

Wir rufen Euch daher auf an Euren Standorten am 18.08.16 ab 11:00 Uhr (oder später) Mahnwachen oder Kundgebungen zu organisieren und mit uns gemeinsam zu protestieren:

 

  • Wir protestieren gegen das beharrliche Klammern der Staatsanwaltschaft Dessau an der

Hypothese, Oury Jalloh habe sich selbst angezündet, obgleich alle Fakten dagegensprechen.

 

  • Wir protestieren gegen die Manipulation des Tatgeschehens durch Präsentation eines Feuerzeugs als Tatwerkzeug, das sich nachweislich nicht in der Zelle von Oury Jalloh befunden hat.

 

  • Wir protestieren gegen die Behauptung der Staatsanwalt, dass es keinerlei Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter am Brandgeschehen gibt.

 

  • Wir fordern die Staatsanwaltschaft auf, die Beweislage im Fall Oury Jalloh öffentlich anzuerkennen: Oury Jalloh kann das Feuer in Zelle 5 nicht selbst entzündet haben, da ihm kein Zündmittel zur Verfügung stand

 

  • Wir fordern die Staatsanwaltschaft auf, endlich nach den Mördern von Oury Jalloh zu suchen:

 

WER hat Oury Jalloh angezündet?

und

WER hat das „Beweismittel“ Feuerzeug in wessen Auftrag manipuliert?

 

Wo immer Ihr seid, organisiert Mahnwachen oder Kundgebungen am 18.08. um gegen die Sinnlosigkeit dieses Brandversuches zu demonstrieren und ein Zeichen für das breite öffentliche Interesse am Fall Oury Jalloh zu setzen.

 

KEINE SPUREN – KEIN FEUERZEUG – KEINE „SELBSTENTZÜNDUNG“ DURCH OURY JALLOH !

 

TOUCH ONE – TOUCH ALL

#OuryJalloh

#BlackLivesMatter

 

Mehr Informationen und jede Menge Infomaterial auf https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

PM vom 05.08.2016: https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2016/08/pm-2016-08-04_wer-hat-oury-jalloh-ermordet_final.pdf

PM vom 15.08.2016: https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2016/08/pm-2016-08-14_falsche-erklc3a4rung-der-staw.pdf

Video “Falsche Fragen – keine Antworten!”: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/2016/08/14/falsche-fragen-keine-antworten/

Begleittext zum Video: https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2016/08/pm-2016-08-14_falsche-fragen-keine-antworten.pdf

Dokumentenmappe: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/dokumentenmappe-zu-falsche-erklaerung-der-staatsanwaltschaft-vom-15-08-2016/

 

! ! !   O U R Y   J A L L O H   —   D A S   W A R   M O R D   ! ! !

TOGETHER WE STAND – UNITED WE’LL WIN

Oury Jalloh

ouryTOGETHER WE STAND – UNITED WE’LL WIN

TOUCH ONE – TOUCH ALL

The Public Prosecution Office of Dessau is going to perform on
re-enactment of the fire of January 7th, 2005 in Saxony:

Date: August 18th 2016
Place: Institute of Fire – and extinguishing research,
Altenberger Straße 64,
01744 Dippoldiswalde, OT Schmiedeberg
Time: 11 am

… together with invited press media.

Google Maps Oury Jalloh family – his father and brother – do not want the re-enactment to take place with public media coverage like a showcase of a prosecution did Prevented justice from being served for so many years prosecution is hiding from the incidental attorneys and fooling the public by denying mainstream answers to the most central evidence of the case: There was no lighter at hand in police cell No 5 at the time of the Initiative in Remembrance of Oury Jalloh is calling into the Black and Refugee and Migrants communities to join in German-wide vigils as to show critical attention to the manipulation of public opinion and pervertion of justice! Organize local vigils as from 11 am in public places and spaces as to power up our demand did justice needs to be served – not only in the case of Oury Jalloh but all victims of German Europe’s warfare, degradation and police brutality of state!

The Initiative in Memory of Oury Jalloh enters the media campaign of the Procuratorate Dessau with the “New” “open-ended” “transparency” “offensive” resolutely counter!

Oury Jalloh had no Feurzeug in cell no. Video “WRONG QUESTIONS – NO ANSWERS”  Dessauer prosecutor manipulated public and experts * * * The Dessauer prosecutor leads the public with false information to the nose around. So the Chief says chief prosecutor Folker Bittman in an interview with the television magazine / MONITOR / of 15 October 2015 that it no initial suspicion of giving third party involvement. [1] <#_ ftn1> Bittman silent while the Chief Prosecutor now retired located aware Christian Preissner a separate already on 30 October 2013 death investigation for murder against persons unknown in the case of Oury had initiated Jalloh. occasion to was because the attorney general a concrete reference to a possible suspect had entered and this to was forwarded prosecutor Dessau. Preissner applied then a house search at the whistleblower – the possible suspects, however, was not even heard. The results of the fire tests of Irish experts Maksim Smirnou forced Dessauer prosecutor for further investigation steps. With the aim of educating the fire and cause of death Preissner commissioned already involved medical expert Prof. Dr. Gerold Kauert (toxicology) and Prof. Dr. Michael Bohnert (Forensic Medicine) with a common Vorgutachten to possible fire and causes of death among considering the results of Smirnou. Smirnou had impressively demonstrated that a fire screen, as on 7 January 2005 in the cell was found 5 that is reachable only by means of accelerants is. Kauert and Bohnert started on 02.24.2015 a “Forensic toxicology report” in which four possible scenarios were developed, three of which the use of contained accelerants. Here Kauert and surprised Bohnert with a remarkably constructed variant, which they judge ultimately be the most likely, since the mere inflammation of PU mattress core in evaluating the results of the present insufficient combustion experiments to explain the found Brand image: After the mattress is only by Oury Jalloh himself or a third hand been fired, after which the Oury Jalloh due to a passed over the flame inhaled heat shock. * Only then would it doused third with accelerants and ignited. * [2] * <#_ FTN2> * Kauert and Bohnert rain an interdisciplinary approach to the formation of a “round table” of all parties legally involved for more research by fire experts. On June 16, 2015 Preissner commissioned then the Swiss fire expert Dr. Kurt Zollinger with considerations to further investigation steps and potential fire tests. The previously active in this investigation Attorney Olaf Braun was given the leadership of the case in October, 2015. Following the press conference initiative in Memory of Oury Jalloh on 27 October 2015, Berlin argued Brown, on demand of journalists that at the scene, the evidence objects and the body of residues of accelerants were found Oury Jalloh had, besides, but kept silent deliberately significant omissions in the examination process . As a “” of the investigation knows the Dessauer prosecutor that * not on 7.1.2005 at the scene in the cell 5 searched for accelerants *. It was * not fire expert * called to the scene, which is normally usual is. The crime scene investigation led officers from the State Criminal Police Office Saxony-Anhalt. These asservierten only part of the fire debris in total only 4 fire debris bags. Only three days later they gave then * only two of these bags to the laboratory for analysis of residues of accelerants *. The remaining fire debris, which was still in the cell, was shortly afterwards swept by the caretaker of the police station and, together with the discarded right handcuff in the dustbin. “As the investigations have been completed, I went down with my superiors, * after a week about *, and have cleaned up what was there left. There were still remnants of the inner life of the mattress and the outer skin, which was lying on the cot. These were small residues, not even a bucket full. Den I have only once set aside, then came the news that can away. “[3] <#_ ftn3> The mandated by the Initiative in Memory of Oury Jalloh London Fire experts Iain Peck has in its opinion of 15 June 2015 highlighted that the studies on volatile accelerant on corpse can not be utilized, as these only three months later as part of a second, of the initiative in Memory of made given Oury Jalloh in order morgue, but the viscera not packaged in accordance with sealed containers, but had been transported only in green plastic bags. it should be expressly noted that the prosecutor himself never such a fact-finding mission to the coroner’s office has granted Halle for the first section. also, from the opinion of chemical experts Ryll, which of the remaining evidence objects to statement prosecutor in March had investigated in 2014 for residues of accelerants, can , according to Peck, no conclusions can be drawn: * “** All flammable liquids are more or less volatile, and the residues of such liquids can volatilization loss. […] Such inflammable residues I would at the numerous analyzes and openings [of fire debris bags] after nine no longer wait years. For this reason, from any conclusions investigations [of Experts Ryll] be drawn as to whether 5-flammable in the detention cell fluids have been used to fire acceleration or not “. Iain Peck concludes:” Although no flammable liquids were detected, the absence of proof no evidence of absence. “* [4] <#_ ftn4> Based on this false information the prosecution succumbing both the mandated fire experts Zollinger, as well as the general public the mistaken belief it would be hard to wanted accelerants, but none have been found. In fact, but was either not at all or too late, only partially picked or . wanted in unusable samples * Initiative in Memory of Oury Jalloh * * Against the * * _ # _ burning ** _ # _ # Vertuschen_ Verklären_ _ # _ # Verschweigen_ Verhöhnen_ _ # Verfolgen_ * * _ _ * * OURYJALLOH – DASWARMORD *! * further press releases of the initiative: * * opinion of the plaintiff (de): https://initiativeouryjalloh.files.wordpress.com/2016/08/stellungnahme.pdf * * PM August 8 <#_ ftnref1> http://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/tod-in-der-polizeizelle-100.html [2] <#_ ftnref2> Prof. Dr. Gerold Kauert / Prof. Dr. Michael Bohnert: “Forensic – toxicological and legal medical expert opinion”, 24.02.2015. [3] <#_ ftnref3> testimony of the then caretaker Wolfgang Grimm before the Landgericht Magdeburg on 19/01/2012. [4] <#_ ftnref4> Opinion _Iain Peck , 15.06.2015_.

Initiative in Gedenken an Oury Jalloh: Pressemitteilung vom 5.8.2016 – Feuerzeugrest war nicht in der Zelle Nr. 5!

[ENGLISH BELOW]

Pressemitteilung vom 5. August 2016

Feuerzeugrest war nicht in der Zelle Nr. 5 !

Staatsanwaltschaft Dessau ermittelt mit den neuen Brandversuchen „ergebnisoffen“ an der zentralen Frage nach den Täter*innen vorbei.

Oury Jalloh kann das Feuer gar nicht selbst entzündet haben!

Seit dem 7.1.2005 hält die Staatsanwaltschaft Dessau beharrlich an ihrer Hypothese fest, dass die Entzündung der Matratze durch Oury Jalloh selbst erfolgt sei und gibt vor, dass es keinerlei Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter am Brandgeschehen gäbe.

Dabei hatte sie im Dezember 2012 selbst ein Prüfverfahren zur Ermittlung der Todesumstände im Fall eröffnet nachdem gerichtlich beauftragte Gutachter des LKA Sachsen-Anhalt bestätigt hatten, dass an dem Feuerzeugrest – der erst drei Tage nach der Tatortuntersuchung in einem Brandschuttbeutel – „aufgetaucht“ war, keinerlei Spuren der tödlichen Brandszene aufgefunden werden konnten.

Stattdessen konnten die Sachverständigen eine Vielzahl tatortfremder Einzelfasern und Faserverbünde nachweisen, die zwar mit dem Plastikmantel des Feuerzeuges verschmolzen waren, aber weder mit der Kleidung noch mit der Matratze, auf welcher Oury Jalloh festgekettet war, übereinstimmen.

Weitergehende Untersuchungen des LKA Baden-Württemberg haben darüber hinaus ergeben, dass sich an diesem entscheidenden „Beweismittel“ zusätzlich zwei Tierhaare unbekannter Herkunft befinden.

Zudem wurde die am Feuerzeugrest nachweisbare DNA als Nicht-Afrikanisch klassifiziert. DNA-Spuren von Oury Jalloh wären am unterstellten Auffinde-Ort des Feuerzeugrestes jedoch zwingend zu erwarten gewesen, erklärten die britischen Brandexpert*innen Iain Peck und Emma Wilson auf einer Pressekonferenz am 27. Oktober 2015 in Berlin. In ihrem Gutachten kommen die renommierten Brandsachverständigen zu dem Schluss, dass DIESES Feuerzeug zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Zelle gewesen sein kann.

Damit ist die oben unwidersprochene These der Staatsanwaltschaft nachhaltig und zwingend erschüttert bzw. hinreichend widerlegt!

Die konsequente Schlussfolgerung lautet daher:

Oury Jalloh kann die tödliche Feuersbrunst gar nicht selbst entzündet haben!

Er hatte schlichtweg kein geeignetes Zündmittel zu seiner Verfügung!

Die zentralen und zielführenden Fragen zur Ausrichtung der Ermittlungen müssten also demnach sein:

1. WER hat Oury Jalloh angezündet? und

2. WER hat das „Beweismittel“ Feuerzeug in wessen Auftrag manipuliert?

Die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh bezweifelt daher grundsätzlich die Sinnhaftigkeit der für den 18.08.2016 „angeordneten“ Brandversuche durch den beauftragten Sachverständigen Zollinger.

Verschleppung und mauern mit neuer „Transparenz“?

Oury Jalloh: Press release of PEACE- Int. concerning the developments in the case

Initiative in memory of Oury Jalloh

Oury Jalloh

On 27th of October 2015 the Initiative in Memory of Oury Jalloh is calling once more to a press conference in order to exhibit the findings till now, concerning the case of Oury Jalloh, demanding anew that the case be dealt with as a murder case and be investigated thoroughly and to the full.

It is close to 11 years, on the 7th of January 2005 Oury Jalloh, an African asylum seeker from Sierra Leone, was rubbed of his young life in a police cell in the German city of Dessau. The circumstances surrounding his death have not been adequately explained neither by police present at the time of the crime nor by judicial efforts on the side of the German regime. Countless days of hearings in the German courts costing almost half a million euro have proved futile in the case while numerous persecutions and charges against those seeking the truth of Oury Jalloh’s murder have put activists and relatives under enormous pressure. The unprofessional, unreliable, biased and actively manipulated criminal investigations have led to the African Communities, the Initiative in Memory of Oury Jalloh and supporters of their course to believe that the German regime is unwilling to give justice for the murdered African.