Tag: Flughafen Tempelhof

Gökyüzüne çizilmiş resimlere benzerdik

demonstration in solidarity with palestinian refugees by Berlin refugee movement

 

Gökyüzüne çizilmiş resimlere benzerdik – radio liveshow & discussion 15.05. 6PM (We!R#? empowerment hour #1)

 

Gökyüzüne çizilmiş resimlere benzerdik
Rüzgarın peşine takılan bir nefes gibiydik
Kırdı dallarımızı fırtınalar boranlar
Kaldı bahar çiçekleri üzerinde sevgimiz
We were like pictures drawn to the sky
we were like the breath after the wind
and storm and thunder broke our branches down
we left our love on the spring flowers.

(Anonymous from the prison after the military coup d`etat in Turkey)

 

On May 15th we were talking with Turgay, Can and Faruk about resistance in the media, music and in the kitchen. Turgay is a marxist political activist, journalist and writer from Turkey and has been imprisioned in Turkey for 15 years and sentenced to death. When an Amnesty International campaign against his unfair trial finally helped to release him temporarily from prison he managed to escape to Greece only to find himself in prison like captivity in this country once again. He managed to escape anothere time and continue his flight to Germany only to find himself again confined to a prison like camp. In 2012 he took part in the march of the refugees from Würzburg to Berlin and stayed in the refugee camp on Oranienplatz. Since then he has been taking part in the protests against the denial of basic rights for refugees, other migrants and opression of socially marginalized people in Germany. He works in a cooking collective in Berlin and got to know Can and Faruk when serving food to the people being held in the former airport at Tempelhof, Berlin, Germany’s biggest camp for refugees. Both of them are forced to live in the former airport building, together with thousands of people being held in isolation from the rest of town in a city were for more than ten years only expensive flats for affluent consumers and investors have been build.

the broadcast was live and public at our studio on Waldemarstraße 46

wearebornfree! Empowerment Radio (We!R) is an independent radioformat by Friends and Enemies. It was formed throughout the German Refugee Resistance. We aim to link regional social fights in an anticapitalist platform focusing on the selforganized fight of migrants worldwide, especially emphasizing on the fights of Refugee Women*, LGBTIQ and other marginalized groups.

wearebornfree! Empowerment Radio is supported by Kulturamt Kreuzberg and clearbluewater e.V.

 

 

+++++++++++++++++++

Gökyüzüne çizilmiş resimlere benzerdik – Radioliveshow & Diskussion 15.05. 18:00 (empowerment hour #1)

 

Gökyüzüne çizilmiş resimlere benzerdik
Rüzgarın peşine takılan bir nefes gibiydik
Kırdı dallarımızı fırtınalar boranlar
Kaldı bahar çiçekleri üzerinde sevgimiz
Wir waren wie Bilder, in den Himmel gemalt
Wir waren wie der Atem, den der Wind fortreißt
Unsere Zweige brachen im Sturm und Gewitter
Unsere Liebe blieb auf den Frühlingsblumen zurück

(anonym aus einem Gefängnis nach dem Militärputsch in der Türkei)

 

Am 15. Mai im Gespräch mit Turgay, Can und Faruk über Widerstand in Medien, Musik und Küche. Turgay, Journalist und Schriftsteller, kommt aus der Türkei, wo er als Marxist 15 Jahre lang ins Gefängnis gesperrt und zum Tode verurteilt wurde. Amnesty International organisierte eine Kampagne gegen den manipulierten Gerichtsprozess und half dabei, dass Turgay vorübergehend aus dem Gefängnis freikam. Bevor er erneut eingesperrt werden sollte gelang ihm die Flucht nach Griechenland, nur um dort erneut wie in einem Gefängnis festgehalten zu werden. Es gelang ihm weiterzuflüchten, nach Deutschland, wo er wiederum in ein Lager gesperrt wurde. 2012 nahm er am Protestmarsch der Geflüchteten von Würzburg nach Berlin teil und lebte im Camp der Geflüchteten auf dem Oranienplatz. Turgay macht mit in Berlin beim Protest der Geflüchteten und Migranten gegen die Verbote und Erniedrigungen mit denen sie in Deutschland zu kämpfen haben und beim Kampf der Vielen in Deutschland sozial an den Rand gedrängten. Er arbeitet in einem Koch-Kollektiv in Berlin und lernte Can und Faruk beim Kochen kennen im ehemaligen Flughafen Tempelhof, Berlin, Deutschlands größtem Lager für Geflüchtete. Beide leben interniert im ehemaligen Flughafen, zusammen mit tausenden anderer Menschen, in einer Stadt in der seit über zehn Jahren nur teure Wohnungen für potente Konsumenten und Investoren gebaut werden.

 

Die Sendung war live und öffentlich im Studio in der Waldemarstraße 46
We! R ist ein unabhängiges Radioformat von Friends and Enemies, das sich im Kampf der Geflüchteten gegen ihre Diskriminierung in Deutschland gegründet hat. Wir verbinden regionale soziale Kämpfe in einer antikapitalistischen Plattform, im Mittelpunkt stehen selbstorganisierte Proteste von Migrant*innen, speziell von geflüchteten Frauen*, LGBTIQ und anderen marginalisierten Gruppen.

picture of a press conference outside the occupied school on Ohlauer Str.

wearebornfree! Empowerment Radio wird vom Kulturamt Kreuzberg und von clearbluewater e.V. unterstützt.

Protest infront of LaGeSo

Flüchtlingsprotest vorm Lageso

 

 

hallo*hello,

sogenannte refugees setzen ihren streik vorm ‪#‎LAGESO‬ gegen eine
versetzung ins massenlager im #flughafen-tempelhof fort. kommt zur
unterstützung vorbei.

the so-called refugees are continuing their strike infront of the LAGESO
against being transfered to the mass ‪#‎lager‬ in #‪airport‬-‪tempelhof‬.
come to suppurt the struggle.

address:

turmstr. 21 in berlin-moabit
U9-turmstr.

adresse:

lageso
turmstr. 21
berlin-moabit
U9 turmstr.

Follow on facebook

peace

Aufruf zur Kundgebung am 26. Juni auf dem Tempelhofer Feld

Idomeni, Konik, Pehlivanköy, Moria, Calais, Berlin Tempelhof – rassistische Separation bekämpfen, überall!!!

Kundgebung gegen Abschottung und Abschiebung
26. Juni, 16 Uhr auf dem Tempelhofer Feld, nahe dem Haupteingang Oderstraße am östlichen Ende der ehemaligen nördlichen Landebahn

Acht Monate ist es nun her, seit in den Hangars des ehemaligen Tempelhofer Flughafens eine „Notunterkunft“ errichtet wurde. Der Name täuscht darüber hinweg, dass es sich hier um eine Einrichtung handelt, in der Menschen seit vielen Monaten unter nicht hinnehmbaren Bedingungen in Isolation leben müssen. Das Lagersystem wird durch gesellschaftliche Spaltungen aufrechterhalten, die Menschen in Klassen, Nationalitäten und Geschlechter einteilen, entlang dieser Grenzen hierarchisieren und gegeneinander ausspielen. Von der Not der Bewohner_innen und der prekären Lage der Arbeiter_innen profitiert die Betreiberfirma Tamaja GmbH – für 2m² Wohnfläche und Essen, das niemanden schmeckt, erhält die Tamaja GmbH vom LaGeSo monatlich über 1000 € pro Person!
Unter dem Vorwand der Sorge gegenüber geflüchteten Menschen ging der Senat im Januar soweit, das Tempelhofer-Feld-Gesetz auszuhebeln. Dem Plan, auf dem Vorfeld Hallen aufzustellen und das Lager für bis zu 8000 Menschen auszubauen, opferte die Regierung das per Volksentscheid beschlossene Gesetz. Ganz klar ist es im Interesse der Regierenden das Feld mit Luxusimmobilien zu bebauen, was aus dem Lager wird, ist dagegen ungewiss. Einerseits sind nun deutlich weniger Menschen in den Hangars untergebracht und die Ausbaupläne wurden bisher nur ansatzweise verwirklicht. Andererseits besteht die Gefahr, dass es zu einer noch größeren Selektions- und Abschiebemaschine wird, die Menschen innerhalb kürzester Zeit filtert, registriert und abschiebt.
Wie sich die Lage entwickelt ist abhängig von der Abschottungspolitik der EU. Die EU-Außengrenzen wurden in den vergangenen Monaten dicht gemacht, sodass nur noch sehr wenige Menschen in Berlin ankommen. Doch selbst wenn die Hangars in Zukunft leer blieben und alle Menschen, die derzeit dort leben müssen, bleiben könnten, wäre dies nicht das Ende der rassistischen Separation. Denn Abschottung und Abschiebung gehen weiter, die Grenzen lösen sich nicht auf, sie verschieben sich, Menschen auf der Flucht scheitern an den hohen Grenzzäunen, sie werden festgesetzt in Lagern, in Moria (Lesbos), Konik (Montenegro), Calais, Tempelhof oder in der Türkei, beispielsweise in Pehlivanköy/Kırklareli, von wo aus sie im Auftrag der EU durch den türkischen Staat abgeschoben werden.
Im Gegensatz zu offensichtlich rassistischen Politiken des Kolonialismus, sind Grenzen im neoliberalen Kapitalismus fluide und beweglich geworden. Doch die Unterdrückung hört nicht auf, über komplexe Mechanismen wird sie noch raffinierter verschleiert. Während europäische Staaten im Verbund mit dem Kapital überall Menschen ausbeuten und Kriege führen, geben sie sich nach außen als überlegen, als die Krönung der Zivilisation.
Am 26. Juni um 16 Uhr wollen wir auf dem Tempelhofer Feld auf die Lage der Geflüchteten in den Hangars und in allen anderen Lagern sowie auf die gewalttätige Politik der (supra)nationalen und gesellschaftlichen Grenzen aufmerksam machen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ausbeutung Geflüchteter durch private Unternehmer_innen.
Kommt zahlreich und unterstützt den Versuch, der Abschottung in den Lagern am Rande des Felds auf dem Feld gelebte Solidarität entgegenzustellen!

[Weisekiezinitiative _ AG-Politischer Widerstand]
http://weisekiezini.blogsport.de/

Keine Lager – Wohnraum für alle! Demonstration gegen die Errichtung eines Massenlagers auf dem Tempelhofer Feld

picture showing protest banners at the refugee camp in the former airport on Tempelhofer Feld

English translation below. Download Flyer in English, German, Farsi, and Turkish

Am Samstag, den 23. Januar 2016, wollen wir gegen den Ausbau der Lager im Flughafen Tempelhof, die Abschaffung des demokratisch beschlossenen Tempelhofer-Gesetzes, den Profit mit Geflüchteten, die katastrophalen Lebensbedingungen und vor allem gegen die Unterbringung von Menschen in Lagern an sich demonstrieren! Auftakt ist um 14 Uhr am Platz der Luftbrücke, von dort werden wir aufs Tempelhofer-Feld laufen, um den Menschen in den Lagern unsere Solidarität zu bekunden.

Keine Instrumentalisierung von Geflüchteten zum Zwecke der Gentrifizierung!

Der Senat plant derzeit das in einem Volksentscheid beschlossene Tempelhofer Feld Gesetz zu kippen. Es ist eines der ganz wenigen demokratisch beschlossenen Gesetze, der neoliberalen Regierung war es von Anfang an ein Dorn im Auge. Ausgerechnet die Geflüchteten werden nun durch die Politik zum Zwecke der Gentrifizierung instrumentalisiert. Auf dem Feld sollen Traglufthallen aufgestellt werden, insgesamt sollen bald um 8 000 Menschen auf dem Flughafengelände leben. Doch gerät das Gesetz erst einmal ins Wanken, wird auch der Bau von Luxuswohnungen und anderen gewinnbringenden Immobilien vorbereitet.

Keine Unterbringung in Lagern!

Flughafen Tempelhof – Chronik eines Lagers für zur Flucht gezwungene Menschen

Invitation of the initiative No Lager Neukölln/Tempelhof to Social Café Meeting in Lunte here, available in English, Farsi, French, and German:

Flyer Cafe Lunte_Weisekiezini_English, Farsi, French, German

IMG_34062_01

8. Woche (7. Dezember 2015 – 13. Dezember 2015)
Nachdem die Presse nach langem Ausschluss endlich Zutritt zu den Hangars des ehemaligen Tempelhofer Flughafens bekommen hat, wird die dortige Situation auch in der ARD und im ZDF thematisiert. In der Sendung vom 8. Dezember 2015 berichtet Frontal 21 über die Lager im ehemaligen Flughafen Tempelhof. (http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2622342/Fluechtlingskinder-ohne-Perspektive?setTime=5.231#/beitrag/video/2622342/Fluechtlingskinder-ohne-Perspektive) Zwar fanden die Journalist_innen einen „Zustand, den keiner lange Aushält“ vor, doch wisse „das [.] auch der Leiter der Notunterkunft Michael Elias“. Immerhin wird ein Zusammenhang zwischen den Zuständen und der „Massenschlägerei“, die ein sehr breites mediales Echo gefunden hatte, hergestellt. Elias führt dieses Ereignis auf eine kleinere Auseinandersetzung bei der Essensausgabe zurück, woraufhin „junge Männer“ ihren Frust abgelassen hätten. Im Widerspruch zu Äußerungen von Bewohner_innen (siehe 6. Woche) verlegt Elias die Ursache in die „jungen Männer“. Die schlimmen Zustände werden in diesem Beitrag eher leise angeprangert. Elias schiebt die Schuld auf die staatlichen Behörden und die Kamera folgt verständnisvoll.

Am 10. Dezember 2015 berichtet die ARD in der 20-Uhr-Tagesschau und in einem Text auf ihrer Internetpräsenz über die Lager. (https://www.tagesschau.de/inland/reportage-fluechtlinge-117.html) „Ein bisschen Adventsstimmung, für mehr ist kein Platz“ – im Video ist der Ton deutlich schärfer als bei Frontal 21. Mit den Worten von Bewohner_innen wird über einen „furchtbaren Ort“ berichtet. Der wohlorganisierte Pressetermin stößt auf Skepsis:
„Zwischen den Zeltreihen in Hangar 1 liegen Matten mit Spielzeug ausgebreitet. Ein Mann vom Kinderzirkus Cabuwazi lässt kleine Jungen auf Gymnastikbällen balancieren. Ziemlich beeindruckend – doch ist das alles nur für den Pressetermin inszeniert? Wenige Tage zuvor saßen die Flüchtlinge noch beschäftigungslos in den Hangars herum.“