Tag: Abschiebung

Wuppertal: Abschiebung durch selbstorganisierten Protest von Geflüchteten verhindert. Demo am Samstag!

english below

Aktuell werden viele Geflüchtete der Erstaufnahmeeinrichtung Art Hotel in Wuppertal nach dem Dublin III-Verfahren abgeschoben und zwar nach Italien. Am 03.07.2017 wurden bereits 38 Menschen aus dem Art Hotel abgeschoben. Am Mittwoch (05.07.2017) sollten weitere 38 Menschen abgeschoben werden. Besonders skandalös ist dabei, dass versucht wurde, die Geflüchteten kurz vor einer selbst-organisierten Demonstration am Samstag abzuschieben. Diese wurde jedoch durch den laustarken Protest von Geflüchteten und weiteren solidarischen Menschen verhindert und der Bus fuhr leer wieder ab.

Den Aufruf für die Demo findet ihr unter dem Video.

Solidarität gegen Abschiebungen
Samstag, 8. Juli 2017
13:00 Uhr Kundgebung / 14:00 Uhr Demonstration
Bahnhof – Wuppertal Oberbarmen

Wir haben die Angriffe auf unser Leben satt. Nirgends auf der Welt sind wir sicher, weder in unseren Herkunftsländern, noch in Europa, noch in Deutschland. Ein Teil der Verantwortlichen sitzt diese Woche in Hamburg und feiert sich selbst, während wir Tag und Nacht um unser Leben kämpfen müssen.

Wir, Flüchtlinge aus Wuppertal und Umgebung wollen am kommenden Samstag auf der Straße zeigen, dass wir nicht erlauben werden, dass mit unserem Leben gespielt wird.

Wir werden es nicht zulassen, dass man uns nach Afghanistan, Irak oder Sudan zurückschickt, wo die NATO-Staaten zusammen mit Kriegsherren aller Länder für die Situation mit verantwortlich sind. Wir finden es beschämend, dass offensichtliche Lügen verbreitet werden und Afghanistan zu einem sicheren Land gemacht wird. Es ist eine Schande, dass man darüber nachdenkt, in einem Land wie Syrien sichere Zonen „Safe Zones“ aufzubauen. Wessen Bomben regnen jede Nacht auf die Köpfe der Menschen in Syrien? Ist überhaupt ein Frieden gewollt oder geht es rein um noch mehr Hass, damit der Krieg und das Geschäft weiterlaufen?

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Westafrika schickt, wo wir verfolgt und unser Leben nicht mehr sicher sind. Wir werden es nicht zulassen, dass unser Leben gekauft wird und Gelder an unsere korrupten Staatsherren bezahlt werden, damit sie Papiere ausstellen und uns zurücknehmen, um uns wieder zu verfolgen und auszubeuten. Unsere Länder werden bereits seit 500 Jahren ausgebeutet, die Rohstoffe sind bereits an die großen Konzerne dieser Welt ausverkauft und nun verkauft man auch uns öffentlich.

Wir werden nicht zulassen, dass man uns nach Italien oder Griechenland abschiebt, wo wir auf den Straßen überleben müssen oder als die neuen Sklaven Europas für die billigen Agrarprodukte mehr als 16 Stunden am Tag schuften müssen, gleichzeitig aber kein Recht auf Gesundheitsversorgung haben und der Lohn nicht mal ausreicht, um eine Wohnung sich zu mieten.

Wir können es nicht zulassen, dass unsere Brüder und Schwester aus Balkan, kein Recht auf Asylverfahren haben und sofort in Abschiebezentren kommen. Es ist für uns beschämend, wie hier unsere Mitmenschen aus dem Balkan kriminalisiert worden, damit die Abschiebungen dorthin gesellschaftsfähig gemacht werden. Das Gleiche geschah mit unseren Geschwistern aus Nordafrika. Nun hat die Bundesregierung alles daran gesetzt und die Staaten „bearbeitet“, damit sie uns zurücknehmen. Wer von uns kommt als nächstes dran?

Zur selben Zeit wird hier in Europa Hass gesät, damit die Menschen hier, diejenigen also die von Niedriglohn und Armut betroffen sind, sich mit uns nicht solidarisieren. Doch wir teilen das gleiche Leid. Egal ob in unseren Ländern oder hier, es sind die gleichen Konzerne und ihre Diener in den Staatsapparaten, die uns ausplündern, ausbeuten, gegeneinanderhetzen, damit sie noch reicher werden. Wir jedoch müssen tagtäglich schauen, wie wir überleben, wie wir unseren Kindern eine Zukunft aufbauen können. Wir wollen eine Welt, in der wir solidarisch diese zum Wohle aller gestalten können. Wir wollen eine Welt in dem Wohlstand und Frieden unser Leben prägen und nicht eine Agenda der G7 oder G20, eine Agenda der Konkurrenz und des Wettbewerbs, dass Kriege schürt und Arm und Reich.

Wir sagen, Asylrecht ist Menschenrecht und kein Privileg.
Wir sind gezwungen, unser Leben zu schützen und daher entscheiden wir, dort zu leben, wo unser Leben sicher ist.

Wir laden jede/n ein, der die Lügen und die Erniedrigungen nicht mehr erträgt, mit uns auf die Straße zu kommen. Wir wollen zeigen, dass Solidarität und Zusammenhalt die Grundlagen unserer Gemeinschaften und des menschlichen Lebens sind.

Solidarität statt Spaltung und Hass

http://thecaravan.org/node/4586

+++ ENGLISH +++

Wuppertal: Deportation of 38 people stopped through self-orgaized protest by refugees. Demo on Saturday!

Currently, many refugees are subject to deportations from the reception camp Art Hotel in Wuppertal to Italy in accordance to the Dublin III regulation. 38 people have been deported from Art Hotel on June 3rd already. On Wednesday (June 5th) 38 more people should be deported. This is especially scandalous because they tried to deport the refugees shortly before a self-organized demonstration on Saturday. However, the deportation was stopped by the protest of refugees and other people in solidarity, and the bus returned empty.

Find the call for the demo on Saturday, June 8th, below the video.

 

Solidarity against deportations
July 8: 01:00pm (13:00) Manifestation
02:00pm (14:00) Demonstration
In front of the Wuppertal-Oberbarmen train station- Wuppertal Oberbarmen

Enough is enough. We are fed up with the attacks on our lives. Nowhere on the earth we are safe, not in our own countries, not in Europe nor in Germany. Part of the responsible persons gather this week in Hamburg and celebrate themselves. At the same time, we are obliged to struggle day and night to survive.

We, refugees from Wuppertal and surroundings want to show our presence on the streets and manifest, that we do not allow anyone to play with our lives.

We are here because you destroy our countries!

We do not allow that they deport us to Afghanistan, Iraq, or Sudan. The NATO-states together with other warlords are responsible for the situation in these countries. It is shaming that blatant lies are spread and Afghanistan is made to a safe country. It is perverse that people even think of building safe zones for refugees in Syria. Whose bombs are raining each night on the roofs of Syrian civilians? Is peace wanted at all or is more hatred desired, in order to keep the war running and the profits flowing?

United against colonial injustice

We do not allow that we are sent to West Africa, where we are persecuted and our lives are not safe. We do not allow that our lives are bought by giving money to our corrupt state lords, in order to issue papers and take us back, to start again with persecution and exploitation. Our countries are being exploited since more than 500 years. Our natural resources have been sold cheap to the big corporations of the world. Now, our lives are being sold publicly and cheap.

We do not allow that we are deported to Italy or Greece, where we have to live on the streets and to work more than 16 hours a day on the farms as the new slaves of Europe. At the same time we have no access to medical care and the money we earn is not even enough to rent a small flat.

We can not accept that our brothers and sisters from Balkan have no right to apply for asylum here and are immediately upon arrival put into deportation centers. It is shaming, how our people from Balkan have ben criminalized by German authorities to legitimate the deportations to those countries and prepare the society here for the deportation crimes. The same happened with our brothers and sisters from North Africa. Now the Federal Republic of Germany has done everything and continuously pushed the states to take us back. Who will be the next?

Hatred is grown here in Europe in order to avoid that the people in Europe who are affected by low wages and poverty do solidarize with us. But we share the same pain. No matter if here or in our countries, the same corporations and their servants in the states plunder and exploit us, divide us, to get richer. But we have to struggle to survive and to build a future for our children. We want a world that is based on solidarity for the wealth of humanity. We want a world where peace and wealth are shaping our lives and not an agenda of the G7 or G20, an agenda of competition and corruption, an agenda that perpetually generates war, generates poor and rich.

We say Asylum is a human right and not a privilege.

We are forced to protect our lives and therefore we pledge to live there, where our lives are safe.

We invite everyone that cannot bear anymore the lies and the humiliation to join us to the streets. We want to demonstrate that solidarity and the connection between people are the principles of our communities and those of human being.

Solidarity instead of division and hatred.

http://thecaravan.org/node/4586

 

Manifestation against Deportations, 29.06.2017, Flughafen Berlin-Tegel

stop deportation illustration

Wir sind Geflüchtete aus Pakistan und wir leben in Deutschland. Wir haben Probleme in unserem Herkunftsland und wir sind von dort weg gegangen. Jetzt will uns die deutsche
Regierung wieder abschieben. Was wird dann mit uns passieren? Am Flughafen in Pakistan werden wir am Flughafen von der Polizei festgenommen und wenn unsere Familien oder Freunde nichts davon wissen müssen wir im Gefängnisbleiben. Es ist möglich dass wir nach ein paar Tagen frei kommen, oder erst nach Jahren. Das wissen wir nicht. In
Deutschland haben wir um Asyl gebeten, aber wir bekommen unsere Rechte nicht. Manche von uns wurden zurück in ihre Länder geschickt, noch bevor ihr Asylverfahren beendet war. Jedes Mal wenn eine(r) von uns abgeschoben wird, leben hunderte in Angst.


„Wir fordern ein Ende der Angst, ein Ende der Abschiebungen nach Pakistan, von Dublin-Abschiebungen und allen Abschiebungen aus der EU.“, erklärt ein Betroffener aus dem Vorbereitungskreis der Kundgebung.

Beginn ist am 29.06.2017 am Flughafen Berlin Tegel (nahe der TXL-Bushaltestelle), um 17:00.


Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen unter 015218022242 sowie stopdeportation.group@riseup.net gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stop Deportation Group

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

Offener Brief des Tribunal NSU Komplex auflösen mit Unterstützung der kooperierenden Theater und Organisationen gegen die Abschiebung von Selami Prizreni

 

von Alle Bleiben!

Selami Prizreni wurde vom Tribunal „NSU-Komplex auflösen“, das aktuell in Köln stattfindet, als Künstler und Redner eingeladen. Jedoch wurde er vor zwei Tagen abgeschoben. Dazu erklären die am Tribunal beteiligten Theaterhäuser Schauspiel Köln, Akademie der Künste der Welt Köln, Haus der Kulturen der Welt Berlin und HAU Hebbel am Ufer in Berlin:

Wir verurteilen die am 16.5. erfolgte Abschiebung von Selami Prizreni in den Kosovo aufs Schärfste! Selami Prizreni war als Teil der HipHop Gruppe K.A.G.E als Gast beim Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ eingeladen, das vom 17.-21.5. im Schauspiel Köln stattfindet. Das Tribunal „NSU-Komplex auflösen“ ist eine internationale, von vielen Seiten geförderte Veranstaltung, die sich mit den Versäumnissen von Politik und Sicherheitsbehörden im Kontext des NSU-Komplexes beschäftigt. Selami Prizreni sollte hier als Musiker und als Aktivist auftreten. Selami Prizreni ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, er wurde 2010 schon einmal aus Deutschland abgeschoben, wogegen er erfolgreich geklagt hat. Umso unverständlicher ist seine erneute Abschiebung. Wir nehmen die Abschiebung nicht hin, sondern fordern die sofortige Rückkehr Selami Prizrenis! Wir brauchen ihn hier, als Künstler, als Kollegen, als Kämpfer für die Rechte der Roma, als Freund!

Das Tribunal NSU-Komplex auflösen ist ein Projekt der Betroffenen des NSU-Terrors. Sie haben für diese öffentliche Auseinandersetzung Gäste eingeladen. Selami Prizreni ist einer von ihnen. Seine Abschiebung verhindert diese Auseinandersetzung. Wir fordern daher die Behörden des Bundes und des Landes NRW auf, die Rückkehr von Selami Prizreni noch heute zu ermöglichen.

Erstunterzeichner*innen:

Thomas Laue, Chefdramaturg des Schauspiel Köln, Köln

Ekaterina Degot, Künstlerische Leiterin Akademie der Künste der Welt, Köln

Bernd M. Scherer, Intendant Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Annemie Vanackere, Intendantin HAU Hebbel am Ufer, Berlin

Dr.in Johanna Schaffer, Professorin Kunsthochschule Kassel

Bjørn Melhus, Professor Kunsthochschule Kassel

Paula Bulling, Comiczeichnerin

Madeleine Bernstorff, Filmkuratorin / Autorin

pong film (Alex Gerbaulet, Caroline Kirberg, Merle Kröger, Philip Scheffner)

Konstanze Schmitt, Künstlerin

Ulf Aminde, Professor für Zeitbasierte Künste, *foundationClass, Kunsthochschule Weissensee

Birgit Weyhe, Autorin / Zeichnerin

Florian Wüst, Filmkurator Transmediale

Nadja Krüger, Filmemacherin

Dr. Ulrike Klöppel, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Todd Sekuler, Institut für Europäische Ethnologie; Humboldt-Universität zu Berlin

Cem Kaya, Filmemacher

Jörg Franzbecker, Kurator M.1 Hohenlockstedt / Arthur Boskamp-Stiftung

Nanna Heidenreich, Professorin für Digital Narratives – Theory / ifs internationale filmschule köln

Mareike Bernien, Kunsthochschule Kassel

Claudia Hummel, Institut für Kunst im Kontext, Universität der Künste Berlin

Natascha Sadr Haghighian, Künstlerin, Hochschule für Künste, Bremen

Johannes Paul Raether, Professor Kunstakademie Düsseldorf

Bini Adamczak, Autorin

Alice Romoli, Peng! Collective

Dagi Knellesen, Historikerin

Udo Richter, Schwarze Risse Berlin

Prof. Birgit Hein, Vizedirektorin Sektion Bildende Kunst

Tasja Langenbach, Künstlerische Leitung, Videonale Bonn

Doris Liebscher, Juristische Fakultät Humboldt Universität Berlin

Heimo Lattner, Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart

Max Linz, Autor / Regisseur

Ayşe Güleç, Community Liaison documenta 14

Anna Anders,Professorin Universität der Künste Berlin,Fakultät Gestaltung

Karola Gramann, Künstlerische Leitung Kinothek Asta Nielsen e.V., Frankfurt a.M.

Thomas Kilpper, Künstler

Kutlu Yurtseven, Musiker

Tunçay Kulaoğlu, Autor, Dramaturg, Filmemacher
Anna Heilgemeir, stadt von unten, Berlin

Aurora Rodonò, Universität Köln

Maja Figge, Universität der Künste Berlin

Prof. Juliane Karakayali, Evangelische Hochschule Berlin
Katharina König-Preuss, MdL DIE LINKE Thüringen

Ulaş Sener, Universität Potsdam

Kornelia Kugler, Systrar Productions

Sebastian Bodirsky, Video-Editor

Dr. Hussein Jinah, BMA ver.di

Romin Khan, ver.di Bundesverwaltung

Jule Sievert, Kulturmanagerin

Prof. Ove Sutter, Kulturanthropologie, Universität Bonn

Prof. Karin Michalski, KHM Köln

Rixxa Wendland / Christian Obermüller, KuratorInnen spot the silence

Daniel Poštrak, Filmemacher

Michael Willenbücher, Techniker, HU Berlin

Marion von Osten, Künstlerin

ninotschka, Künstlerinnenkollektiv

Annika Hoegner, Künstlerin

Ulrike Steglich, Publizistin

Dr. Daniel Bendix, Universität Kassel

Naomi Hennig, Kuratorin / Künstlerin

Suza Husse, Kuratorin

Aysun Bademsoy, Filmemacherin

Markus Dorfmüller, Fotograf

Robert Burghardt, stadt von unten, Berlin

Kerstin Honeit, Kunsthochschule Kassel

Renate Lorenz, Professorin für Kunst und Forschung, Akademie der Bildenden Künste Wien

Thorbjoern R. Christiansen, Künstler

Renee Uta von der Lippe, Historikerin

Sabine Heinz, Informationswissenschaftlerin

Prof. Dr. Daniel Loick, Goethe Universität Frankfurt

Andreas Siekmann, Künstler

Alice Creischer, Künstlerin

nGbK, neue Gesellschaft für Bildende Kunst, Berlin

Ballhaus Naunynstraße, Berlin

District Berlin

Alpha Nova Galerie, Berlin

Vierte Welt, Berlin

After the Butcher, Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst und soziale Fragen, Berlin

Bundes Roma Verband e.V.

Roma Art Action

Initiative alle bleiben!

Roma Antidiscrimination Network

Roma Center Göttingen e.V.

Romadness Strange Movies Production

Sächsischer Flüchtlingsrat e. V.

Selbstuniversität e.V., Berlin

Raumerweiterungshalle, Berlin

Buchladen zur schwankenden Weltkugel, Berlin

Betonsalon, Berlin

glokal e.V., Berlin

Kassel Postkolonial

Berliner Hefte zu Geschichte und Gegenwart der Stadt

Stadtrevue-Kollektiv, Köln

 

“This is the voice of freedom” – Interview with Zaki

Interview with a deported person to Afghanistan

In February 2016, refugees protested against their planned deportations with a hunger strike in the deportation prison in Mühldorf am Inn (Bavaria). After the fire in one of the cells, the prison authorities answered with banning visits and mails. The following day, one of the inmates was deported to Afghanistan despite to the injuries caused by the fire. The foreign office (Ausländerbehörde) in Munich was blocked in solidarity with the protest for several hours. After three weeks of hunger strike, Zaki K. was deported as the last of the strikers against his will with Air India from Frankfurt to Kabul. Because of the solidarity action three activists were on trial on the 14th of March 2017. Read here their process declaration (German). The interview with Zaki was conducted before the trial.

Hello Zaki. Last year you were involved in the hungerstrike in the deportation prison in Mühldorf and got deported after a long struggle. This week is the court hearing because of a solidarity action, which took place during your protest. We thought it is a good possibility to speak with you again.

Yes, I have a lot to say, but who will listen to these things? When I was in Germany, I saw the truth. What the police did with me, they cannot deny that, because I have proofs. How the German police, the German lawmakers, how they lie to people, how they cheat the asylum people. Inacceptable things happened in 2016. With a white paper in the pocket they deported me.

What do you mean with white paper? Do you mean they deported you without any legal ground?

Yes, a fake paper. When I was on hungerstrike, they deported me. The time they came, my lawyer was not working, lunchtime. Six guards came, pushed me by force out, took me out. They just showed me a pocket and said: „All your papers came from the court in Nürnberg. Just take your things and when you are in the car, you can read the papers.“ I took my things, went in the police car, we started driving to Frankfurt and I asked again to see the papers from court. They said „Later, at the airport“. At the airport I told them again to give me my papers. They refused again. Later when I was able to open that pocket I saw that there were some papers of my marriage legalisation, but mainly white papers! I was shocked. What? That policeman? That Landratsamt? They are cheating me so bad? They must be ashame of what they did with me. I still have this pocket with me. One day I will write a story about it. About how Germany is talking so much, and cheating me.

The deportation was around 10 months ago. Can you tell us what has happened in the last months and in your first days and weeks back in Afghanistan?

The Landratsamt in Tirschenreuth decided to deport me without any reason. My papers for the marriage were at the Standesamt and two years they told me „tomorrow, tomorrow“. And then in the end, they told me that because I am a Muslim I am not allowed to marry. They requested more and more papers. I gave them all the papers, all the documents. There was one person working there, saying „I will be the person, who is sending you back to Afghanistan.“ Even two years before, he told me „I will send you back.“. In the end they took my passport, called the police and  they took me. Before in the court they were saying, „You just want to marry to stay in Europe.“ Hey, about what they were talking? I am having children in Norway! I was twenty years in Europe!

They deported me from Frankfurt to Afghanistan. The German police was working at the airport in Kabul – they sold me to Afghanistan. When I got out of the airport I had nobody to go to, no family. A country full of war. I was going to hell. I wasn‘t able to find somebody. I found a place to stay for a couple of days in Kabul. I was so scared and also ill from the hugerstrike. I had so many problems in my body, with my knee, with my back, allergies.

Soon in Afghanistan I was kidnapped! They asked for money, but I had nothing. It happened even close to a military base, where they have so many cameras. Then there was a big suicide bombing, when they attacked a military base in Kabul. I was injured from that. I was in hospital because of my leg. Then I applied for a visa in Turkey and went there, after five, four months. It was too difficult to live in this place. I love my country, but there is war.

I experienced this three times! When they deported me for the first time from Europe to Afghanistan, I was kidnapped. My father was the vice president of Afghanistan in the past. In 2011 I opened a small shop and again I was kidnapped. I payed 24.000 Dollar to be released. In Afghanistan so many people don‘t have work so they work with so many diffrent groups. They can threaten you to take your money and empty your pockets. This is not a joke, not a story to tell. When I was deported to Afghanistan, the Taliban told me: „You come from Europe, so you have money.“ But I swear, I had nothing. They just pushed me on the street and said, „You work for Germany“. So I told myself that I cannot live in this country anymore, I had to leave again. Three times they did this with me, they came in the night, took me and took everything from me.

And if Germany is sending me back to Afghanistan, I think, they support them. Because they know the situation of our country. European gouvernments pay money to Afghanistan. For this money, they have to take back their citizens. But we need your help, not your money. We don‘t tell you to come to Afghanistan and help us. We don‘t need your police to teach us! You can help us to make streets, to make schools.  Help us to fight against those, who are destroying our country. This is not a war because of religion, but it is a war because of petrol, a war of oil, a war of soil. We grew up with the war. It makes up everything of our history. Everywhere terrorist attacks. Christians, Muslims, Jews are killed in the name of Islam.

Now I am in Turkey, I work, I have everything, I live in a beautiful city. In Germany I was not allowed to go to school, they put me at some remote place and I was not allowed to move 20 km outside. I was staying in Tirschenreuth, my lawyer in Munich. That‘s 4,5 hours travelling. How can I reach him? When I got back, there was no bus anymore.

In the middle of December there was a mass deportation to Afghanistan and there are negotiations about a new contract between Afghanistan and Germany so that it will be more easy to deport people. What do you think about that?

Asylum seekers never got any chance. Every month you have to decide, whether you spend your money for a lawyer or for food. And then often, as it was in my case, the lawyer is not working for you. I called him thousand times, and he was not answering. Because he knows that I am an asylum seeker and that he can do that with me.

The court, the Landratsamt, they just didn‘t wanted to listen, what kind of problem people have in Afghanistan. They think they are better than you. How can we believe that Germany has good laws? It‘s true, Germany has good laws, a good economy, but only for themselves. If Germany is sending so many people back, everybody will say about Germany that it is so bad. The other part of Afghanistan, the Taliban, they will enjoy that. They say, „See, this is Europe.“ And young boys get brainwashed, join the war against the NATO and become suicide bombers. Why do they send so many Afghan people back? The young generation will not forget this. I don‘t think it is good if people hate Germany. Why has this terrorist attack happened before Christmas in Berlin? Why? It is the mistakes of the lawmakers!

Germany makes many enemies for themselves. People just want to start a new life.  They don‘t think, that they will take social money, when they go to Germany. This is what people in Germany think: „We give them everything from our pockets.“ How you give us something from your pockets? If in 2016 Germany took half a million asylum seekers – in Turkey there were ten millions asylum seekers!

We are human beings. The fingers of my hand are the same size as yours. We can learn from each other something. If you have water, share a little of your water. If you have knowledge, teach people, let them learn. I lived in so many countries. Iran, Turkey, Bulgaria, Greece, Germany, Sweden, Norway and I learned from everywhere something.

Looking back on the hungerstrike in Mühldorf last year – how do you see the protest now?

The authorities in Mühldorf, they didn‘t want to help. The boss of the Muehldorf prison, he was living in Afghanistan two years. Many of them had been in Afghanistan. He told me: „Your country is very good, why you don‘t go back?“ I said: „You have been there only to do your job. You have been in secure military bases, not outside. If you went outside, you went with your soldiers.“ The police of Mühldorf, they are sick people. They have wrong information about asylum people. And in the Bundesamt, there are also working sick people.

In Mühldorf, we were treated you so bad. I saw people in prison who had serious problems with their teeth. They asked for a doctor, but the guards denied to call one. They said, he has to wait untill Monday. They just give you food, nobody wants to eat. If you complain, they say: „you are not coming to a hotel, this is not your father‘s house. Why are you coming here?“ I was thinking about what has happened with the Jews in the past in Germany and thought „Hey, these prison guards are really Nazis.“ I had another picture of Germany before. I thought they respect people. I was ready to give my heart to the people of Germany. I never wanted to committ any crime.

Are you still in contact to other hungerstrikers?

Yes, to Ahmad, who wanted to kill himself. When I was in Mühldorf, so many people wanted to kill themselves, to hang themselves. They didn‘t want to let news come out of Mühldorf. Another  person, after 30 years, they wanted to send him back. He is from Serbia. He has children here. 30 years he was here! He cut his arms. One day I woke up, I saw the blood on the ground. I turned the light on and saw that he is bleeding. I asked him later: „Brother, why do you want to die?“ He said, „If they send me back, after 30 years here, it is a new country for me.“ How can you give a person so much pain? Is this a dangerous person for Germany?

This is the voice of freedom. I don‘t want to be scared of any politician, of nobody. This is for all people around the world, Jews, Muslims, all people, who love freedom. Freedom is not just for Afghanistan, or Norway, of Germany. Freedom must be for all. All around the world. Not just for one country. I respect myself, so I respect everybody. But these people, maybe they don‘t respect themselves, because they are cheaters, liars, only talking about freedom. What does  freedom mean? Democracy? What is happening in the name of democracy? They are just using this name.

People have a lot of pain, they lost theirs lives. They don‘t want to remember, to see the cities and remember the friends they lost. When I see the schools in Afghanistan, I have to remember the bombings, how my school friend died. So dirty things happen. But they don‘t let us explain our lives. If you want to sell us to a country, sell. If you want to buy a country like this, do it, but 130 years before, the United Kingdom came to Afghanistan. They take everything, we beat them, they went to Pakistan. Who came next? So many others. Then Russia came, then NATO. We, the people, have nothing to do with politics. Me, personally, I don‘t want to listen to the stupid politicians. It is not, that if they offer you money, you can just go back. I want to live free. I want to live with every religion. I am a Jew, I am a Muslim, I am a Christian, I am a Buddhist. I don‘t want anybody to be scared to say what their religion is. The religion is not doing something bad, the people are making something bad, in the name of religion.

How is the situation now of your wife and children in Norway?

Last week my son had birthday and everytime he is telling me: „Father I love you so much, I miss you so much, I don‘t know why you don‘t come. When will you come?“ He is ten years now, when he was six, he told me the same things. The court didn‘t listen to us. How can I trust a court anymore? How can I trust the police anymore? We want to be together, we are a family.

Are you still trying to legalise your marriage?

Yes, but the problem is that my wife is working 30 percent, because she cannot work more. My children are born in Norway. According to the law of human rights, you are not allowed to seperate families. But I know, that we don‘t get our rights because we are Muslims. And the European people don‘t like Muslims, they hate them. It‘s not like before, a free Europe. This is the new Europe. They put in the minds of the young people: „Muslims are bad.“

What is your hope for the future?

If I look at the situation, I have zero hope for the future. Europe is talking nice about human rights. Everytime they are talking about human rights in other countries, but they themselves are the bosses of cheaters. You can make a hungerstrike thousand times and you will become sick. Why is there is a prison for asylum people? Why are they in the prison? Because they ran from war!

I read about history and the Nazi times in Germany.. You understand, how this was possible.
Our situation in Germany comes out what has happened in the past. It did not end in German society. They don‘t want to burn us in the oven, but they want to burn us in another way.

In the end, what you want to tell the German authorities?

I want to tell the German lawmakers, that with this kind of deportations you cannot solve the problem. They will hate Germany. If you don‘t listen to people, they explode at some point.

It is coming back to you, if Millions of people hate you. Why they don‘t send the doctors back to Afhanistan? Why not the ingenieurs? They accept them, but they send the normal people back. They need doctors and ingeniurs, they don‘t need us.

I love Germany, not because of the money or the social benefits. I have a lot of respect, even if they push me in the danger, I still want to thank the good people there and for the time I spend there.

Friday, March 31st, 11am: Demo against deportations to Tunisia – Together against deportations!

Demo against deportations to Tunisia

Together against deportations!

Friday | 31th of march | 11am
Embassy of Tunisia | Lindenallee 16 | close to ZOB Berlin

We‘re a group of tunisians who will protest against the planned deportation of 1500 people. For that
we want to kindly invite you to join us!

First of all, we will protest in front of the Tunisian embassy against their decision to give out travel
documents for said 1500 persons.

Afterwards we will go to the ministry of interior and will protest the decision of carrying out those
deportations.

Finally we will demonstrate in front of the chancellors office in order to make our demand heard, that she shall cancel the agreement with Tunisia. Because we believe that, everyone should have the
right to choose their place of residence!

We hope that you all come and bring all your friends, so that we can be loud together and show our resistance against deportations!

If you have any questions, don‘t hesitate to contact us:
01577 4531 480
asylum.seekers.movement@gmail.com

Call for demonstration in PDF

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Gemeinsam gegen Abschiebungen!

Freitag  |  31. März  | 11Uhr
Tunesische Botschaft | Lindenallee 16 | beim ZOB Berlin

Wir sind eine Gruppe Tunesier*innen, die gegen die geplante Abschiebung von 1500 Menschen demonstrieren wollen.

Dazu laden wir euch herzlich nach Berlin ein!

Zuerst werden wir vor der tunesischen Botschaft eine Kundgebung halten und gegen die Ausstellung von Reisedokumenten für besagte 1500 Menschen protestieren.

Danach werden wir vor das Innenministerium ziehen und die Entscheidung zur Durchführung der Abschiebungen kritisieren.

Schließlich werden wir vor dem Bundeskanzlerinamt für die Aufkündigung des Abkommens zwischen Deutschland und Tunesien demonstrieren. Dabei fordern wir das Recht der freien Wohnortswahl für jeden Menschen ein!

Wir hoffen auf euer Kommen und, dass ihr all eure Freund*innen mitbringt, damit wir gemeinsam und laut unseren Widerstand gegen Abschiebungen zeigen!

Wenn ihr Fragen zur Anreise oder ähnlichem habt, meldet euch unter:
01577 4531 480
asylum.seekers.movement@gmail.com

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مع بعض ضد الترحيل!
الجمعة | 31 . مارس | الساعة 11
أمام السفارة التونسية | Lindenallee 16
نحن مجموعة من تونسين نتشرف بحضوركم معنا في
مظاهرة ببرلين ضد ترحيل 1500 شخص!
امام السفارة التونسية مظاهرة يطلب عدم تسليم
للحكومة اللمانيا وثائق سفر 1500 شخص.
امام وزارة الداخلية ضد قرار تنفيذ التسفير.
امام مكتب المستشيرة مركل بهدف الغاء قرار
التفاقية بين المانيا و تونس لان نطلب حق العيش حر
في المكاان الذي يختاره الشخص.
و نتمنى أان تحضر معنا أنتم و أصدقائكم
ونحكي بصوت واحد ضد الترحيل! و شكرا
اذا عندكم اي أسئلة عن التريق الخ, رجاء التصال على
رقم و ايمايل التالي
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MONTAG, 27.3., 15 Uhr: Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan vor Abschiebezentrum

Demo gegen Abschiebungen nach Afganistan

MONTAG, 27. März, 15 Uhr: Kundgebung gegen Abschiebungen nach Afghanistan
vor dem neuen Abschiebekoordinierungszentrum, in der BAMF Außenstelle Badensche Straße 23, 10715 Berlin (U Berliner Straße)

Afghanistan ist nicht sicher – dennoch hält die Bundesregierung weiterhin an ihrem brutalen Abschiebekurs fest. Am Montag, den 27. März soll aus München der nächste Abschiebeflug nach Afghanistan gehen. Das Berliner Bündnis gegen Abschiebungen ruft zu einer Kundgebung gegen diese skrupellose Abschiebepolitik auf.

In ganz Deutschland sind schon tausende Menschen auf die Straße gegangen um sich gegen dieses Unrecht zu stellen. Wir geben keine Ruhe, wir kämpfen weiter und fordern: Stoppt die Abschiebungen! Für ein dauerhaftes Bleiberecht!

Facebook: https://de-de.facebook.com/events/676075375913406/

MONDAY, March 27th, 3pm: Rally against deportation to Afghanistan
in front of new Deportation Coordination Center, at BAMF in Badensche Straße 23, 10715 Berlin (U Berliner Straße)

Afghanistan is not safe – nevertheless the German government continues its brutal deportaion policy. On Monday, March 27th, there will be the next charter flight deportation to Afghanistan from Munich. The Berlin Alliance against Deportations to Afghanistan calls for a rally against this ruthless deportation policy.

All over Germany thousands were marching on the streets to rise up against this injustice. We will not be silent, we continue fighting and demand: Stop deportations! Permanent residency permission for all!

 

* Zum /Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanista/n haben sich folgende Organisationen zusammengeschlossen:

Afghanisches Kommunikations-­ und Kulturzentrum e.V.
Daily Resistance Newspaper
Flüchtlingsrat Berlin e.V.
Hazara World Council
Interventionistische Linke Berlin
IPPNW Berlin e.V.
Itehad Berlin
Jugendliche ohne Grenzen
Komitee zur Unterstützung der politischen Gefangenen in Iran e.V.
KommMit e.V / BBZ
KuB – Kontakt­ und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.
Migrationsrat Berlin-Brandenburg e.V.
Newsgroup Afghanistan
oplatz.net Media Group
Stop Deportation Group
Verein iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.
Welcome to Europe
Women in Exile e.V.
Yaar – Bildung, Kultur, Begegnung e.V.

w2eu Statement 22.01.2017: No Dublin Returns to Greece!

‘One step forward, hundreds back…’ seems to be the motto under which EU experts implement refugee policy, as currently also demonstrated in Greece. On 8 December 2015, the European Commission published its fourth recommendation on the resumption of Dublin Returns to Greece, this time stating that they could be gradually re-installed, as according to them, refugee rights would be adequately protected in Greece. At the same time, images of people who fled war and are now staying in tents covered in snow are spreading through the global media. Once more, the EU is using Greece to make a point: Dublin has to survive, not matter what, that’s the plan. But in reality, this failed plan has significant consequences, causing one more massive human tragedy in Europe for thousands of people who are escaping war, conflict, disaster, hunger and poverty.

Refugees are exposed to snow and rain while forced to stay in tents and unheated prefabricated houses, some of which are old and have broken doors and windows. Over the last days awful pictures from the “Hotspot” detention-camp in Moria on Lesvos have travelled around the world. This time, small tents, not even sufficient for a short summer rain, were collapsing under the pressure of snow and the heavy rains. These pictures where taken by the inhabitants themselves, only a few days after the Greek Deputy Minister of Migration Ioannis Mouzalas had proudly announced that now most refugees would not have to live in tents any more. But refugees and solidarity people alike rose in anger immediately posting photos and videos from camps all around Greece on the internet, demonstrating the opposite. The ‘Winterization’ project failed, during a time when the EU is asserting that Greece is now a safe place for refugees, able to offer adequate living conditions and proper access to asylum procedures.

Greece is not a safe country for refugees. Refugees stuck in Greece are suffering in the inhuman and inadequate living conditions in detention centres and mass camps despite the presence of the UNHCR and numerous international and national NGOs. Refugees lack basic legal rights, access to information and legal aid. They have endured months without access to asylum procedures. They have spent months fighting for their right to stay in Greece while the feasibility of their deportation to Turkey is being examined by the EU’s so-called asylum experts. Hundreds were returned without proper access to legal aid for an appeal against the return decision, without a proper examination of their individual persecution in Turkey, without their asylum claim being heard, without a proper examination of their vulnerability, which should exclude them from any deportation procedure. Their lives have been put on hold on the islands of the Aegean and on the mainland by long-lasting procedures of pre-registration and registration. Access to the asylum procedure is yet not secured as the blocked Skype calls to authorities remain the only way to make an appointment, while thousands of families are separated and have to wait to reunite for almost one year.

Even Greeks are escaping Greece. And so are recognized refugees as there is no welfare system and no labour market, which could offer on the prospect of a dignified life. Even survival is not secured upon receiving the right to stay in Greece as those recognized are excluded even from state housing for refugees and from most of the social support structures offered by NGOs. May we remind you that Greece is suffering for years from a massive economic crisis and all people living here have to cope with the devastating austerity measures forced upon them by the Troika, by our European governments and institutions.

We strongly denounce the EU’s dirty game! The Hotspots are detention centres at the external borders of Europe, meant to select and sort human beings into ‘deportable’ or ‘not-deportable’, ‘migrant’ or ‘refugee’, ‘useless’ or ‘useful’, ‘unwanted’ or ‘wanted’. EASO experts are those who carry out the selection. Frontex is not only the key-institution pursuing militarised controls and the deterrence of “refugee flows” at sea, but also responsible for deportations from the Aegean islands back to Turkey. The Dublin Regulation is a mechanism aimed to keep all refugees at the external borders of the EU. Relocation has failed with only 6,212 persons out of 66,400 successfully moving to other EU-states until the beginning of January 2016 – within the first year of a two-year implementation period. ‘Voluntary’ return is for most people the last choice, and a decision followed the suffering of massive deterrence policies, such as enduring for a year a life in a tent at the rims of Greek society. Refugees give up, finally, preferring to “die at once, than every second again and again” – a sentence that is heard over and over again by refugees in the Greek camps. The cruelty of deportations to Afghanistan is obvious, when we see how European citizens are advised not to go there due to concerns for their safety. Nevertheless, and ironically, the life-threatening situation in Afghanistan is swiftly forgotten when it comes to the granting of asylum to Afghan refugees. The EU-Turkey Deal is nothing more than the result of the blackmailing strategies of a dictator, using Europe’s desire to keep refugees out as leverage.

But Dublin will fall again! Deportations to Greece were already once stopped back in 2011 following the decision of the European Human Rights Court in the case ‘MSS v. Greece’ – and as a result of a long struggle during which many, many refugees escaped from Greece, were deported and escaped again. Some had to flee through Europe 5-6 times. But finally it was over, they succeeded often, and stayed.
Dublin Returns to Greece will be strongly contested in national and international courts again now. As we have seen, the Dublin-regulation has been overrun many times before by the struggles for freedom of movement of individuals and groups.
Mouzalas had to correct himself. We politely suggest the European Commission to do the same.

Refugees are no numbers on a tent, no fingerprints, but people with faces, names and stories!

The Dublin Regulation has to be abolished now.
Human rights violations have to end now.
People have to join their families now.
People have to be in safety and in dignified conditions now.

We therefore demand:

Equal rights for all!
Freedom of movement to all refugees in Greece and elsewhere!
The right to stay for all!
Stop deportations!

No one is illegal!

w2eu – a network born out of the struggle against Dublin returns in 2009

w2eu Statement 22.01.2017: No Dublin Returns to Greece!

Invitation to a networking meeting to prepare protests – against the G20 Africa Partnership Conference – June 12th to 13th 2017 in Berlin

against the G20 Africa Partnership Conference - June 12th to 13th 2017 in Berlin

taz.de logo

Time:Wednesday, 25th of January 2017, 7 pm
Location: Aquarium (near Südblock)
Skalitzer Str. 6, U8/U12 Kottbusser Tor

german version bellow

Our initiative has been working on a criticism of the so-called ‘EU Migration Management’ launched in 2015. African and Asian states are forced to control and prevent migration. The European countries are drawing borders in Africa once again. Negotiations often take place in secret, bilaterally or on EU level (e.g. the so-called ‘Valetta Process’).
Security and life of millions of people are sold for couple of billion Euros.
Examples of the current policy of fortress Europe:

  • Provision of technical equipment for identification and surveillance
  • Equipment and training for police, border guards and (para)military troops
  • Readmission agreements and deportations even without passport papers and identification
  • Civil and military cooperation with non-democratic states, dictatorships, war criminals

We think our protest has to be voiced clearly.

There are different objectives and arguments and a variety of possible actions. We’d like to invite you to take part in the discussion and preparation of protests.

Contact for the present: buendnis_gegen_lager@riseup.net

Translations are planned, we’d like to ask for support.

EN_ Einladung Vernetzungstreffen EU Afrika Konferenz

DE_Einladung Vernetzungstreffen EU Afrika Konferenz

G20 calender for download

Einladung zu einem Vernetzungstreffen zur Vorbereitung von Protesten

– gegen die G20-Africa Partnership-Konferenz –

vom 12.-13. Juni 2017 in Berlin

Zeit: Mittwoch, 25.1.2017, 19 Uhr
Ort: Aquarium (neben Südblock), Skalitzer Str. 6, U8/U12 Kottbusser Tor

Eine Gruppe von Leuten beschäftigt sich seit einigen Monaten kritisch mit dem „EU Migrationsmanagement“ seit 2015. Afrikanische und asiatische Staaten werden genö-tigt, Auswanderung und Transitmigration zu kontrollieren und zu verhindern. Die europäischen Staaten ziehen wieder die Grenzen in Afrika.

Die Verhandlungen finden bilateral oder auf EU-Ebene (u.a. Valetta-Prozess) und häufig unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Sicherheit und das Leben von Millionen von Menschen soll mit vielen Milliarden Euro verkauft werden.

Beispiele der aktuellen Abschottungspolitik:

– Lieferung von technischem Geräten zur Identifikation und zur Überwachung
– Ausrüstung und Training für Polizei, Grenzschutzbehörde und (para)militärischen Truppen
– Rücknahmeabkommen und Abschiebungen auch ohne Passpapiere und Identifikation
– Zivile und militärische Kooperation mit undemokratischen Staaten, Diktaturen, Kriegsverbrechern

Wir denken, dass unsere Kritik deutlich werden muss.

Es gibt verschiedene Adressaten, verschiedene Argumente, verschiedene Ausprägungen der politischen Arbeit. Beteiligt euch an der Diskussion und der Vorbereitung von Protesten.

Kontakt (vorläufig): buendnis_gegen_lager@riseup.net

Übersetzungen sind eingeplant, wir bitten um Unterstützung.

G20 Kalender zum download

Wearebornfree Filmabend: “The Awakening” am Freitag, 11.11.2016 um 19 Uhr


the awakening Kenan EminiIm Rahmen des Programms von We are born free Humanity Matters wird der Film “The Awakening” (extended version) gezeigt:
Wann: Freitag, 11.11.2016, 19 Uhr
Wo: Waldemarstraße 46, 10999 Berlin
The Awakening (das Erwachen) ist ein Zustand der Lebensrealität von Roma, die abgeschoben wurden. Welche psychologischen Folgen hat die Abschiebung auf die Menschen? Wie ergeht es den Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland aufgewachsen sind und nun in einem fremden Land aufwachen, fern von ihren Freunden und ihrem gewohnten Umfeld? Der Film gewährt einen Einblick in diesen Zustand des Erwachens bzw. des Entsetzens der Betroffenen, die Deutschland als ihre Heimat betrachtet haben und sich nun in einem für sie fremden Land völlig neu
orientieren müssen. Er vermittelt ein authentisches Bild über die
Schockerfahrung Abschiebung. Zugleich zeigt er Rassismus und Diskriminierungen auf, mit denen Roma in verschiedenen Ländern Europas konfrontiert werden.

Kommt vorbei zum gemeinsamen Filmschauen und anschließendem Austausch (bei leckerem Essen:)

Demonstration: Keine Abschiebung nach Afghanistan, Samstag 22.10. in Hamburg

Keine Abschiebung nach Afghanistankeine-abschiebung-nach-afghanistan-pashtuDEMONSTRATION: KEINE ABSCHIEBUNG NACH AFGHANISTAN
Samstag 22.10. | 12 Uhr | Hachmannplatz (Hamburg HBF)

Aufruf des Bündnis “Recht auf Stadt – never mind the papers!” zur
Demonstration gegen Abschiebungen am 22.10.2016:

Mit dem Aufschwung der rechten Hetze und Stimmungsmache von Pegida und AfD sind die regierenden Parteien in Bund und Ländern immer mehr auf eine Politik der Abschottung, der Ausweisung und der Einschränkung grundlegender Rechte eingeschwenkt. Menschen, die geflüchtet sind, werden als „Problem“ markiert, für das eine „Lösung“ gefunden werden müsse. Ein Paradebeispiel für diese menschenverachtenden “Lösungen” ist das jüngste Abschiebeabkommen zwischen der EU und Afghanistan, welches Anfang Oktober 2016 als Gegenleistung für ein milliardenschweres “Hilfspaket” abgeschlossen wurde. Das Abkommen soll die Abschiebung von 80.000 afghanischen Geflüchteten erleichtern und sieht sogar vor, dass am Flughafen in Kabul ein Extra-Terminal für Abschiebungen gebaut werden soll.

Das Abkommen mit der afghanischen Regierung passt zu den anderen Anti-Flüchtlings-Deals der EU (erinnert sei an den Deal mit Erdogan diesen Sommer) und ist Ausdruck einer insgesamt gegen Geflüchtete und Migrant*innen gerichteten Politik. Die Asylrechtsverschärfungen diesen und letzten Jahres dienen als gesetzliche Grundlage für eine drastische Abschiebepolitik, die neben dem Sterben-lassen durch  Abschottung im Mittelmeer die Hauptreaktion auf die verstärkten Flucht und Migrationsbewegungen der letzen Jahre sein soll. Hierbei schreckt speziell die deutsche Regierung nicht davor zurück, immer mehr Länder als „sicher“ zu deklarieren – trotz nachweislicher Verfolgung von Minderheiten, trotz rassistischer Ausgrenzung oder Krieg. So kommt es, dass um ein “Problem” schnell loszuwerden, dann eben auch über den täglichen Terror und Krieg in Afghanistan hinweggesehen wird.

An vielen Stellen regt sich bereits der Widerstand gegen Abschiebungen, zuletzt gingen am 24. September fast 2000 Menschen gegen Abschiebungen nach Afghanistan auf die Straße. Jetzt ist an der Zeit unsere Kräfte zu vereinen und uns der gewaltsamen Abschiebepraxis entgegenzustellen. Zeigen wir den Regierenden, dass wir uns nicht spalten und gegeneinander auspielen lassen! Es gibt keine “guten” und “schlechten” Geflüchteten und keine legitimen Abschiebungen. Lasst uns zusammen aufstehen für ein Hamburg für Alle!

Kommt zur Demonstration “Keine Abschiebungen nach Afghanistan” am Samstag 22.10. um 12 Uhr auf dem Hachmannplatz und zeigt euch gemeinsam mit uns solidarisch. Bleiberecht für Alle!

Mehr Information zur Demo hier:
Hazara Volks- und Kultur Verein Hamburg e.V.:
 https://www.facebook.com/Hazara-Volks-und-Kultur-Verein-Hamburg-eV-511134358900067

Afghanistan ist kein sicheres Land:
https://www.facebook.com/AfghanistanIsntSave/

Bündnis Recht auf Stadt – Never Mind the Papers
https://nevermindthepapers.noblogs.org / nevermindpapers@riseup.net

Durch eine Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan und das aktuelle Abschiebeabkommen zwischen EU und afghanischer Regierung hat sich die Situation von afghanischen Geflüchteten in Deutschland dramatisch verschlechtert. Ihnen wird keine Bleibeperspektive eingeräumt. Daraus folgt ein erschwerter Zugang zu Sprachkursen, Wohnraum und Arbeitsmarkt, wodurch ihnen jegliche gesellschaftliche Teilhabe verwehrt wird. Der Druck der angekündigten Abschiebungen lastet schwer auf uns allen und macht ein normales Leben unmöglich. In Hamburg gibt es die größte afghanische Community in Europa, wir fühlen uns hingezogen zu dieser Stadt. Doch jetzt macht sich auch hier die Angst breit und wir fühlen uns ausgeschlossen und allein gelassen. Wir begrüßen es, dass Menschenrechtsorganisationen zum Protest gegen Abschiebungen nach Afghanistan aufrufen und wollen auf unserer Demonstration mit eigener Stimme unserer gemeinsamen Forderung Gehör verschaffen: Stoppt die Abschiebungen nach Afghanistan!”

Khaleq Bahador, Hazara Volks- und Kulturverein Hamburg

 

english

Demonstration: No deportations to Afghanistan

Saturday 22.10. | 12 AM | Hachmannplatz (Hamburg Central Station)

Call of the alliance “Right to the city – never mind the papers!” for the demonstration against deportations on the 22.10.2016:

With the rise of right-wing agitation and propaganda by Pegida and AfD, the ruling parties in Germany have more and more switched their policies towards sealing-off borders, deporting migrants and restricting basic human rights. People that have been forced to flee are marked as „problems“ that have to be „solved“. A textbook example  for these inhuman “solutions” is the recent Deportation Deal between the EU and Afghanistan. It was passed in the beginning of October 2016  in return for an “aid packet” worth several billion Euros and is supposed to facilitate the deportation of around 80.000 Afghan refugees. Even the construction of an extra terminal for deportations at the airport in Kabul is part of it.

The treaty with the Afghan government matches the other anti-refugee-deals recently brokered by the EU (remember the Deal with Erdogan this summer) and is a manifestation of a policy that is
generally directed against refugees and migrants. The cutbacks in asylum rights in past years serve as the legal basis for a drastic deportation policy, and is supposed to be, apart from the killing
through the walls-up policy in the Mediterranean, one of the main reactions to the increased numbers of refugees and migrants in the past years. Here especially the German government doesn’t hesitate to declare more and more countries as “safe” – in spite of proven persecution of minorities, racist exclusion or war. This is how the daily terror and war in Afghanistan is simply overlooked in order to quickly get rid of a “problem”.

Resistance to deportation is already in place, just a few weeks ago nearly 2000 people took to the streets in Hamburg to protest against deportations to Afghanistan. Now it is time to join our efforts and oppose this violent deportation policies. Let’s show the government that we won’t let them divide us and play us off against each other. There are no “bad” and “good” refugees and no legitimate deportations.

Let’s fight together for a Hamburg for everyone!

Come to the demonstration “No deportations to Afghanistan” on Saturday 22.10. at 12 AM on the Hachmannplatz and show your solidarity together with us! Right to stay for everyone!

More Information here:
Hazara Volks- und Kultur Verein Hamburg e.V.:
https://www.facebook.com/Hazara-Volks-und-Kultur-Verein-Hamburg-eV-511134358900067

Afghanistan ist kein sicheres Land:
https://www.facebook.com/AfghanistanIsntSave/

Bündnis Recht auf Stadt – Never Mind the Papers
https://nevermindthepapers.noblogs.org / nevermindpapers@riseup.net

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