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Solidaritat öffnet die Grenzen‏ – Call for support für Idomeni!

Unterstützungs-Aufruf / Call for support:

„NoBorder-Train-Kitchen Idomeni” 3. Dezember 2015

Infotelephon: 0030 – 69466-50046

Refugee struggle at Idomeni

Struggle at Idomeni from rabble.org.uk

Liebe Freund_innen und Genoss_innen,

es ist mittlerweile gut 4 Wochen her, seit wir uns an Euch mit der Bitte um Eure Unterstützung gewendet hatten. Ursprünglich um nach Slovenien zu fahren – um dort gespendetes Material (Zelte,Decken,Schlafsäcke etc ) an geflüchtete Menschen zu verteilen und eine mobile VolXküche zu errichten.

Die Reaktion auf unseren Aufruf war überwältigend. Schon nach kurzer Zeit hatten wir soviel Material gespendet bekommen das die Sammelstellen
überquollen.


Einige Freund_innen starteten noch die Woche darauf mit vollbeladenen Transportern.

Dann änderte sich die Situation in Slovenien und wir entschlossen uns mit einer 8-köpfigen Gruppe kurzfristig mit einem vollbeladenen 12-Tonner-Truck nach Lesvos (Griechenland) aufzubrechen.

Kaum in Griechenland angekommen wurde die Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien für viele Geflüchtete dichtgemacht. Seit knapp 2 Wochen harren seitdem tausende Menschen unter härtesten Bedingungen dort aus, stetig kommen neue Busse an. Die Situation ist katastrophal. Schnell war klar das wir an die Grenze nach Idomeni fahren um unser gespendetes Material dort zu verteilen und versuchen würden dort zu kochen.

Seit einer Woche nun ist für uns in Idomeni Non stop cooking angesagt. Wir haben uns mit einer anderen Kochcrew zusammengetan und inzwischen versorgen wir sowie eine weitere autonome Küche täglich 2.000 Leute und geben ca. 3.000 Mahlzeiten am Tag raus.

Zunächst bauten wir unsere Küche auf einem verlassenen Militärgelände auf und begannen dort zu kochen. Währenddessen kam es zu einem ersten größeren Aufstand als hunderte Geflüchtete versuchten die Grenze zu stürmen und die Zäune niederrissen (http://grenzenloskochenhannover.blogsport.de/2015/11/27/nach-der-nacht-unruhen-in-indomeni/).

Nach 2 Tagen wurde wir an unserem ersten Spot von der Polizei geräumt – während der nächste, zweite größere Aufstand begann und wieder hunderte Geflüchtete entschlossener als zuvor versuchten die Grenze zu stürmen. Auslöser war ein tödlicher Stromschlag den jemand erlitt der sich auf dem Dach eines Güterwagons befand. Daraufhin wurden die Menschen über eine Stunde vom mazedonischen Militär mit Gasgranaten und Schockgranaten beschossen.

Im Nebel der Tränengasrauchschwaden entschlossen wir uns kurzerhand einen leerstehenden Güterwagon zu besetzen wo wir seit dem fast pausenlos für tausende kochen. Inzwischen ist es gestern zu einem dritten größeren Aufstand gekommen bei dem die protestierenden Menschen mit Gummigeschossen beschossen wurden.

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Durch unsere Erfahrungen hat sich herausgestellt das es günstiger ist Lebensmittel direkt vor Ort einzukaufen. Auch bei Materialsammlungen (Decken, Kleidung, Schuhe, Planen, Zelte) hat sich (für uns) herausgestellt das es praktischer ist benötigte Materialien hier vor Ort in Griechenland zu sammeln und die griechischen Genoss_innen dabei nach unseren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen (z.B. durch Bereitstellung eines Miet-LkW). Wir wollen jedoch niemanden ausbremsen – Es fehlt nach wie vor an allem. Immer wieder begegnen uns Menschen ohne Schuhe, Decken, Jacken, Socken etc.

Wir wenden uns hiermit nochmal an Euch alle mit der Bitte uns (weiterhin) zu unterstützen. Zum einen sind wir dringend auf Geldspenden angewiesen um überhaupt noch weiterkochen zu können. Wir haben allein in der letzen Woche 3.000,- Euro für Lebensmittel ausgeben (müssen). Darüber hinaus musste gerade ein Teil unserer Kochcrew wieder abreisen, so das wir momentan einen personellen Engpass haben. Dazu kommt das wir an der Grenze des Leistbaren sind und einige von uns leider krank geworden sind, da es hier nachts bitterkalt wird.

Wir sind ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Aktivist_innen aus der Altmark, Hamburg, Hannover, Berlin, Melbourne and from the middle of nowhere…

Einige von uns stammen aus VoKü-zusammenhängen (wie z.B. VolXküche Hannover / Le Sabot, Food for Action) sowie andere AktivistInnen die ganz andere Erfahrungen,Stärken und Schwächen mitbringen.

Die meißten von uns kannten sich vorher nicht. Was uns eint – ist – durch unsere Arbeit und die Bereitstellung von Verpflegung und technischer Infrastruktur vor Ort konkrete Hilfe zu leisten und so die Menschen auf der Flucht bei der Überwindung der Grenzen praktisch zu unterstützen.

Inzwischen haben sich unserer Crew auch Geflüchtete aus Marrokko sowie dem Iran und Pakistan angeschlossen ohne deren Hilfe wir das hier gar nicht schaffen könnten. Auch sie am Rande Ihrer Kräfte…

No Border-Train-Kitchen Idomeni

Wir konnten inzwischen gute Kontakte in Thessaloniki aufbauen – wo wir momentan versuchen Räume für „Out of Action” sowie Pennplätze zum ankommen zu organisieren.

Wie gesagt wir sind momentan nicht viele Wenn ihr Euch also vorstellen könnt ein oder besser 2 Wochen mit uns gemeinsam zu Kochen/ uns dabei zu unterstützen, und/oder zu entlasten (so das es einigen möglich wäre sich 2-3 Tage rauszuziehen um wieder zu Kräften zu kommen- bitte nehmt Kontakt mit uns auf.

Infotelephon: 0030 – 69466-50046

Wir bitten alle unsere Freund_innen und Genoss_innen uns nach ihren Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen und zu überlegen, wie und wo ihr in Eurem Umfeld evtl Geld besorgen könnt, damit bei uns weiterhin der Kessel dampft.

Außerdem wäre es super wenn Ihr diesen Aufruf möglichst breit streuen/ weiterleiten könntet.

Informiert Euch, organisiert Euch – denkt Euch selber was aus!

Do | 3.Dez. 2015 | Idomeni

…manche zählen Geld…

…wir zählen auf Solidarität!

Helft uns zu helfen!

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel

KTNr.: 400 723 8312
BLZ: 430 609 67
iban: DE93 4306 0967 4007 2383 12
bic : GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: just people

*No Border (Train-) Kitchen / Idomeni

*der Aufruf wird unterstützt von: Rote Hilfe e.V. / Ortsgruppe Salzwedel und
der mobilen VolXküche Hannover

Hier ein Interview, das wir mit Menschen aus dem Iran führten die sich
derzeit (wieder) im Hungerstreik befinden:
https://m.youtube.com/watch?feature=youtu.be&v=WjOlPtwjEZU

Infos zur Situation an der Grenze:
http://balkanroute.bordermonitoring.eu/
http://grenzenloskochenhannover.blogsport.de/

http://volunteersrise.tumblr.com/

http://m.spiegel.de/video/video-1601579.html
http://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-stranden-in-mazedonien-balkanroute-blockiert-video-1630277.html
http://www.spiegel.de/video/fluechtlinge-mazedonien-baut-festen-grenzzaun-video-1630628.html

No Border-Train-Kitchen Idomeni


refugee-struggle

News / refugee-struggle

Trockener Hungerstreik für Bleiberecht, Ebersberg, 23. Mai 2017

von Refugee Struggle for Freedom Seit heute morgen Dienstag den 23.05.2017 befinden sich wir uns mit 36 Protestierenden im trockenen Hungerstreik. Die Forderungen werden direkt an die Ausländerbehörde im Landratsamt Ebersberg adressiert, stellvertretend für alle asylrechtsrelevanten Organe. Wir sind die Geflüchteten von Refugee Struggle for Freedom. In 2012 begannen wir mit unseren Protesten. Bis heute… Read more »

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Protest in Ebersberg, 22. Mai 2017

by Refugee Struggle for Freedom Hi dear people we are 36 refugees from Refugee Struggle For Freedom and from today 22.5.2017 on we are protesting in #Ebersberg in Munich. What we need is your #solidarity. We are fighting for the right to stay and against deportations. It would be great if you share our post…. Read more »

Knowledges / refugee-struggle

Reflection: “Fear? Put it! A discussion on fear and how to overcome it in Refugee protest”

Bino Bwansi Byakuleka (Activist, Artist and Radio-Maker), Napuli Paul (Activist and Non-Violence-Trainer), Erez (Activist) and Lisa Doppler (Researcher and Activist) Lisa Doppler: In interviews we did some month ago you, Napuli, talked about the situation in Lagers where a lot of people get aggressive, start to hate everybody but also that this changed for a… Read more »

A discussion on fear

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News / oplatz

Wegweisendes Urteil gegen den Einsatz für das Grundrecht auf Asyl – Haftstrafen für vier DemonstrationsteilnehmerInnen des March for Freedom

English Einladung zur Pressekonferenz, Montag 22.05.17, 11:00, Waldemarstr. 46 10999 Berlin   3 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom wurden vier TeilnehmerInnen einer friedlichen Demonstration in Luxembourg-Stadt zu hohen Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der Verlauf des Prozesses und das Gerichtsurteil erscheinen bei nüchterner Betrachtung äußerst willkürlich und keinen rechtsstaatlichen Maßstäben entsprechend. Der March… Read more »

berlin news / News / oplatz / Workshop

Call for open meeting to Oplatz media group

Dear people, As media group from Oplatz we want to invite you to our open meeting every Sunday from 15h to 18h Friesenstr. 6 10965 Berlin U7-Gneisenaustr. As you know we are focused on giving the news about refugee struggles, situation in lagers, initiatives against racism, figths against deportations, for the right to stay, to… Read more »

Oplatz media group Workshop
Daily Resistance Newspaper

Distribute the latest edition of Daily Resistance newspaper: Non-citizen Rise Up in Bavaria

Non-citizen Rise Up in Bavaria Dear people of the world, we have published the new issue of the newspaper “Daily Resistance”, and now it’s the time to bring the paper to the hands of people living in the lagers, by you! This issue comes “separately” in 7 languages This issue of Daily Resistance has a… Read more »

Daily Resistance Refugee Protest 2016 Bavaria

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Lager watch / LMB - lager mobilisation berlin / Women-fights

Wir fordern eine menschliche Behandlung für Frauen und andere Geflüchtete

English || Srpski || Farsi || Arabic Liebes LAF, liebe Frau Breitenbach und andere Verantwortliche für Flüchtlingsangelegenheiten in Berlin! Am 20. Mai fand ein heiteres Fest mit dem Namen “Yalla! Lass feiern!” im ZK/U statt. Das Fest wurde von verschiedenen selbst-organisierten Initiativen, die mit Asylbewerber*innen und Geflüchteten zusammenarbeiten, ins Leben gerufen. Wir, die weiblichen Bewohnerinnen… Read more »

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Manifestation against Deportations, 29.06.2017, Flughafen Berlin-Tegel

Wir sind Geflüchtete aus Pakistan und wir leben in Deutschland. Wir haben Probleme in unserem Herkunftsland und wir sind von dort weg gegangen. Jetzt will uns die deutsche Regierung wieder abschieben. Was wird dann mit uns passieren? Am Flughafen in Pakistan werden wir am Flughafen von der Polizei festgenommen und wenn unsere Familien oder Freunde… Read more »

stop deportation illustration
berlin news / Demo / News

Black Lives Matter Protest Berlin | 24.06.17, 16.30 Uhr, Mohrenstr.

from blacklivesmatterberlin.de #BlackLivesMatterBerlin #BLMmonth2017 Rassismus ist für Schwarze Menschen in Deutschland anhaltender schmerzhafter Alltag. Rassistische Diskriminierung wirkt nicht nur in Racial Profiling, Straßenbenennungen, “Ausländer”-gesetzgebung und schulischer Bildung, sondern auch über Medien, die Auseinandersetzung mit Flucht und dem Zugang zum Arbeits- und Wohnungsmarkt fort. Wir sind nicht bereit Rassismus – die Verletzung unserer Menschenwürde und Rechte… Read more »

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We are here! Demonstration 24th of June 2017, 14 o’clock, Hamburg

Hier der Aufruf für die Demo am 24.06., 2017 um 14 Uhr am Hachmanplatz/Hauptbahnof HH zum Downloaden und vervielfältigen – die Rückseite enthält wichtige Informationen zum G20 und zum Umgang mit der Polizei. Deutsch / Englisch / Französisch / Arabisch / Dari / Kurdisch / Serbo-Kroatisch / Italienisch / Tigrinya (Nur Vorderseite – Rückseite folgt)… Read more »

berlin news / News

FESTIYALLA – What The Volk?!

WANN: 28. Juni – 1. Juli WO: Theater X – Wiclefstraße 32, 10551 Berlin Festiyalla Programm Wir haben das Jugendtheaterfestival FESTIWALLA fünf Mal in großen Theaterhäusern durchgeführt und damit unsere eigenen Inhalte auf die großen Bühnen gebracht. Nun ist es Zeit für unser erstes junges CommUnity Kunstfestival im eigenen Kiez: FESTIYALLA Numero Eins! Dieses Jahr… Read more »

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Chöre der Angekommenen. Indiskrete Platzbefragung.

Fotos Das Schwabinggrad Ballett, ein Zusammenschluss von Performer*innen, Musiker*innen und Aktivisti*nnen hat sich um die Jahrtausendwende in Hamburg gegründet, um jenseits ritualisierter Protestformen unerwartete Situationen herzustellen. 2014 hat das Kollektiv angefangen, mit Aktivist*innen der Refugee-Gruppe “Lampedusa in Hamburg” zusammenzuarbeiten, die später die Performancegruppe Arrivati formierten. Gemeinsam entwickelten Schwabinggrad Ballett und Arrivati Interventionen in Refugee-Camps und… Read more »