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Erklärung der protestierenden Flüchtlinge / Statement of protesting refugees 18.09.2012

english & farsi follows

(German)
Wir kämpfen für die Verwirklichung einer auf Gerechtigkeit und Freiheit basierten Welt

Wir, die streikenden und protestierenden Flüchtlinge in Deutschland, die einen 6-monatigen Kampf hinter sich haben, und uns aktuell in einem Protestmarsch von mehreren Hundert Kilometern befinden, geben bekannt:
1- Wir werden Abschiebungen abschaffen, weil wir überzeugt sind, dass der Lebensort eines Menschen allein auf seinem individuellen Willen und  seiner individuellen Entscheidung beruht und nicht auf die politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse der Mächte, die Freiheit und Gerechtigkeit in ihren internationalen Schaufenster täglich zur Schau stellen.
2- Wir durchbrachen den eingekreisten Bewegungsradius der Residenzpflicht und unterlassen keine Tat, um ihn praktisch abzuschaffen, weil wir überzeugt sind, dass Bewegungsfreiheit eine der elementarsten Menschenrechte ist.
3- Wir verweigern das erzwungene Leben in den Isolationslagern für Flüchtlinge und die Philosophie einer solchen elenden Erfindung. Das erzwungene Leben in den Isolationslagern gleicht Folter. Wir können nicht mehr Zeuge der tragischen Folgen vom Leben der Menschen in solchen Unterkünften sein.

Wir setzen einen Endpunkt hinter Unterdrückung und deutlicher Ungleichheit.

Heute ist wieder ein beschämender und schändlicher Tag für die Politiker_innen Deutschlands. Am Dienstag, den 18.9.2012 flog ein weiteres Flugzeug vom Düsseldorfer Flughafen ab, um unter Ausschluss  von Presse und Öffentlichkeit Menschen gegen ihren Willen und ihre Entscheidung zu einem anderen Ort zu bringen. Es geschah eine weitere Massenabschiebung, die wiedermal allen zeigt, dass die Politik auf den Gängen deutscher Parlamente durch politisch-wirtschaftliche Absprachen der Mächtigen entschieden wird und die Trennung von Menschen in „Ausländer_innen“ und „Inländer_innen“ , in „Bürger_innen“ und „Nicht-Bürger_innen“ nach wie vor das Herzstück des politischen Handelns der Politiker_innen bildet. Deshalb sind ihre inhaltlosen Parolen von Gerechtigkeit und Freiheit in internationalen Versammlungen für uns unerträglich anzuhören.
Nein, dies ist kein Ersuchen. Wir hegen keine Hoffnung, von euch Politiker_innen, von euren geschlossenen Augen und tauben Ohren gesehen oder gehört zu werden. Im Gegenteil diese paar Zeilen sind die Bekanntgabe des aufrechten Willens der Flüchtlinge, die nicht mehr willig sind, mittels unmenschlichen Gesetzen vernichtet zu werden. Die Realisierung der obigen drei Paragraphen soll keine Gnade aus Menschenliebe, sondern ein Muss der menschlichen Gesellschaften im einundzwanzigsten Jahrhundert sein. Wir brachten alles, was wir hatten in einem sechsmonatigem Kampf auf die Straße, um dies zu veranschaulichen.
Auf die Straße weil dies der Ort ist, an dem sich unterdrückte Körper zusammenschliessen um sich Freiheit und Gerechtigkeit selbst wieder anzueignen, denn Politik gehört den Menschen selbst und nicht Politiker_innen. Wir, die protestierenden und streikenden Flüchtlinge werden die  Abschiebungen abschaffen und lassen nicht zu, dass Flüchtlinge durch die deutsche Regierung in ein ungewisses Schicksal geschickt werden. Um den dunklen Schatten von Abschiebung und Exil aus unseren Alpträumen loszuwerden, gibt es keinen anderen Weg als den bedingungslosen Kampf.

18. September 2012
Das Koordinationskomitee der streikenden und protestierenden Flüchtlinge in Deutschland

(English)
 We are struggling for a world that is based upon freedom and equality
We, the striking and protesting asylum seekers in Germany, that have been protesting for six months and are now marching for hundreds of Kilometers in order to achieve our legitimate demands announce that:
1. We will abolish the deportation law, since we believe that the location of residence of every human being is solely determined by his/her own decision and not by the political and economic relationships of powers that showcase freedom and equality in their international display windows.
2. We have broken the limited traveling range (Resindezpflicht) law and we will take any necessary step to abolish it altogether, since we believe that the freedom of movement and travel is one of the most basic rights of every human being.
3. We will abolish the obligatory lodging of the refugees in camps (lagerpflicht) and we will completely remove the very philosophy that endorses such a horrible invention because obligation of living in camps is a clear instance of torturing and we can no more tolerate the catastrophic consequences that ensue from such a life.

We will put an end to such an obvious oppression and inequality.
Today, another shameful moment has occurred in German politics. On 18/09/2012 an airplane took off from Düsseldorf and in the absence of media and the public and with the travelers of the airplane itself being unaware of what was happening, carried human beings to another location against their own will. Yet another mass deportation did happen to prove to everybody that within the corridors of German parliament, the politics is channeled through the political and economic relationships of powers and that the dualities such as native/foreigner and citizen/non-citizen still form the palpitating heart of those politicians that today their loud but empty slogans in international communities has frustrated everyone.
No this is not a request, since we are not hoping to be seen and heard by the closed eyes and ears of you politicians. These lines are instead an announcement of the strong determination of the asylum seekers who do not want to be crushed by the inhumane laws anymore. Realization of the above three demands is not a favor done out of kindness but is a MUST for the human-kind society of the 21st century and it is to bring about this MUST that since six months ago we have brought all we have to the streets, the streets where the bodies of the oppressed join and unite so that the freedom and equality is returned to the real owners of the politics, the people themselves.
We, the striking and protesting asylum seekers in Germany will abolish the deportation and will not allow the lives of refugees to be sent towards an unknown destiny by the German government. We will remove the grim shadow of deportation and exile from our nightmares and towards this end we will pursue nothing but a full-blown struggle.

Coordinating committee of the striking and protesting asylum seekers in Germany .


(فارسی)
برای تحقق جهانی مبتنی بر برابری و آزادی مبارزه می کنیم

ما پناهجویان اعتصابی و معترض در آلمان، که مبارزه ای شش ماهه را به پیش برده و اکنون برای تحقق مطالبات به حقمان در حال پیمودن راهی چند صد کیلومتری هستیم اعلام می داریم:

1-اخراج قانونی(دیپورت) را لغو خواهیم نمود چرا که معتقدیم محل زندگی هر انسانی، صرفا به تصمیم و اراده فردی متکی است و نه مناسبات سیاسی- اقتصادی قدرت هایی که آزادی و برابری را در ویترین های بین المللی خود به نمایش گذاشته اند.
2-محدوده تردد را در هم شکسته ایم و برای برداشتن آن از هیچ حرکتی دریغ نخواهیم کرد زیرا که باور داریم آزادی تردد، جزء اولیه ترین حقوق هر انسانی است
3-زندگی اجباری در کمپ های پناهحویی و اساسا فلسفه چنین اختراع نکبت باری را از جامعه انسانی برای همیشه خواهیم زدود چرا که زندگی اجباری در آنها مصداق بارز شکنجه است و دیگر توان مشاهده عواقب مصیبت بار زندگی انسان ها در چنین مکان هایی را نداریم.

بر ستم و نابرابری چنین عریان، نقطه پایانی خواهیم گذاشت

امروز ننگی دیگر برای سیاست مداران کشور آلمان رقم خورد.سه شنبه 18.09.2012 هواپیمایی دیگر از فرودگاه دوسلدورف آلمان بلند شد تا در غیاب رسانه ها و افکار عمومی، در بی خبری محض حتی مسافران این پرواز، انسان هایی را برخلاف تصمیم و اراده خود به مکان دیگری منتقل کند.یک اخراج دست جمعی دیگر انجام شد تا به همگان ثابت شود که سیاست در میان راهروهای پارلمان آلمان از مجرای داد و ستد های سیاسی-اقتصادی قدرتمداران می گذرد و دوگانه های خارجی/داخلی، شهروند/ناشهروند همچنان قلب تپنده سیاست ورزی سیاست مدارانی است که امروز، شعارهای توخالی شان در مجامع بین المللی روان همگان را ساییده است.

نه این یک درخواست نیست، که امیدی به دیده و شنیده شدن توسط چشم ها و گوش های بسته شما سیاست مداران نداریم.بلکه این چند خط، اعلام اراده استوار پناهجویانی است که دیگر نمی خواهند به دست قوانین ضد انسانی نابود شوند.تحقق بندهای سه گانه فوق نه یک لطف از سر مهربانی که بایدِ جوامع انسانی قرن بیست و یکم است و برای عینیت بخشیدن به چنین بایدی، همه چیزمان را در مبارزه ای شش ماهه به عرصه خیابان آورده ایم.خیابان که محل پیوند خوردن بدن های ستمدیده برای بازگرداندن آزادی و برابری به صاحبان سیاست،همان مردم است.
ما پناهجویان اعتصابی و معترض آلمان اخراج قانونی(دیپورت) را لغو خواهیم کرد و نخواهیم گذاشت پناهجویان توسط دولت آلمان به کام سرنوشتی نا معلوم روانه شوند. سایه شوم اخراج و تبعید را از کابوس های شبانه خود برخواهیم داشت و در این راه، چیزی جز یک مبارزه تمام عیار جاری نخواهد بود.

کمیته هماهنگی پناهجویان اعتصابی و معترض در آلمان 

 


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Call out for big Non-Citizen meeting 6.-7. September 2016 in Munich

Non-Citizens, Refugees and Supporters are invited to join us and become part of the movement! The issue of refugee´s struggle was perhaps always injustice; We left out home countries because of having inhuman laws, injustice kingdom systems have broken the system for a common person life. Life is cheaper than anything, politics is business, religion… Read more »

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Wegweisendes Urteil gegen den Einsatz für das Grundrecht auf Asyl – Haftstrafen für vier DemonstrationsteilnehmerInnen des March for Freedom

English Einladung zur Pressekonferenz, Montag 22.05.17, 11:00, Waldemarstr. 46 10999 Berlin   3 Jahre nach dem international organisierten March for Freedom wurden vier TeilnehmerInnen einer friedlichen Demonstration in Luxembourg-Stadt zu hohen Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt. Der Verlauf des Prozesses und das Gerichtsurteil erscheinen bei nüchterner Betrachtung äußerst willkürlich und keinen rechtsstaatlichen Maßstäben entsprechend. Der March… Read more »

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Call for open meeting to Oplatz media group

Dear people, As media group from Oplatz we want to invite you to our open meeting every Sunday from 15h to 18h Friesenstr. 6 10965 Berlin U7-Gneisenaustr. As you know we are focused on giving the news about refugee struggles, situation in lagers, initiatives against racism, figths against deportations, for the right to stay, to… Read more »

Oplatz media group Workshop
Daily Resistance Newspaper

Distribute the latest edition of Daily Resistance newspaper: Non-citizen Rise Up in Bavaria

Non-citizen Rise Up in Bavaria Dear people of the world, we have published the new issue of the newspaper “Daily Resistance”, and now it’s the time to bring the paper to the hands of people living in the lagers, by you! This issue comes “separately” in 7 languages This issue of Daily Resistance has a… Read more »

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Wir fordern eine menschliche Behandlung für Frauen und andere Geflüchtete

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Wir sind Geflüchtete aus Pakistan und wir leben in Deutschland. Wir haben Probleme in unserem Herkunftsland und wir sind von dort weg gegangen. Jetzt will uns die deutsche Regierung wieder abschieben. Was wird dann mit uns passieren? Am Flughafen in Pakistan werden wir am Flughafen von der Polizei festgenommen und wenn unsere Familien oder Freunde… Read more »

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We are here! Demonstration 24th of June 2017, 14 o’clock, Hamburg

Hier der Aufruf für die Demo am 24.06., 2017 um 14 Uhr am Hachmanplatz/Hauptbahnof HH zum Downloaden und vervielfältigen – die Rückseite enthält wichtige Informationen zum G20 und zum Umgang mit der Polizei. Deutsch / Englisch / Französisch / Arabisch / Dari / Kurdisch / Serbo-Kroatisch / Italienisch / Tigrinya (Nur Vorderseite – Rückseite folgt)… Read more »

berlin news / News

FESTIYALLA – What The Volk?!

WANN: 28. Juni – 1. Juli WO: Theater X – Wiclefstraße 32, 10551 Berlin Festiyalla Programm Wir haben das Jugendtheaterfestival FESTIWALLA fünf Mal in großen Theaterhäusern durchgeführt und damit unsere eigenen Inhalte auf die großen Bühnen gebracht. Nun ist es Zeit für unser erstes junges CommUnity Kunstfestival im eigenen Kiez: FESTIYALLA Numero Eins! Dieses Jahr… Read more »

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Chöre der Angekommenen. Indiskrete Platzbefragung.

Fotos Das Schwabinggrad Ballett, ein Zusammenschluss von Performer*innen, Musiker*innen und Aktivisti*nnen hat sich um die Jahrtausendwende in Hamburg gegründet, um jenseits ritualisierter Protestformen unerwartete Situationen herzustellen. 2014 hat das Kollektiv angefangen, mit Aktivist*innen der Refugee-Gruppe “Lampedusa in Hamburg” zusammenzuarbeiten, die später die Performancegruppe Arrivati formierten. Gemeinsam entwickelten Schwabinggrad Ballett und Arrivati Interventionen in Refugee-Camps und… Read more »